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Thema: Sinn und Zweck idealisierter Techniken im Kihon Training

  1. #196
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    Schon klar, tut gerne was ihr möchtet. Aber machts bitte trotzdem per PM aus ;-)

  2. #197
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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    In Bezug auf die Katori shintô ryû kann man einen guten Eindruck gewinnen zu der Bedeutung der daoistischen und auch buddhistischen Aspekte dieser Schule bei Otake Risuke: Katori shintô ryû, Warrior Tradition. Das vierte Kapitel, The Elements of Heihô, beschäftigt sich explizit mit eben diesem Aspekt. Der Unterabschnitt The Theory of in-yô gogyô behandelt dabei insbesondere die daoistischen Aspekte.
    Es ist zudem kein Zufall, daß in kenjutsu und bôjutsu, die jeweils zweite Serie von kata, die auf die omote kata folgen, gogyô no tachi und gogyô no bô benannt sind.
    Daß und wie diese Aspekte ganz konkret technisch umgesetzt werden, liest man bei Otake sensei naturgemäß nicht. Sondern erfährt und erlebt man im Unterricht.

    In Bezug auf die Kashima shin ryû erfährt man etwas über die Aufnahme daoistischer Aspekte, inbesondere die Vereinigung von yin und yang und die Umsetzung der Fünf-Elemente-Lehre in Karl Friday: Legacies of the Sword in dem Kapitel The Philosophy and Science of Combat.

    In Bezug auf aikidô sind die Texte Ueshiba Moriheis in weiten Teilen Zitate daoistischer Literatur. Die neo shintôistische Sekte, der Ueshiba angehört hat, hat religionswissenschaftlich betrachtet ihren Ursprung im Daoismus.
    Lehrer, bei denen ich übe, beziehen sich ganz ausdrücklich nicht allein nur auf daoistisches Gedankengut, sondern auch auf konkrete daoistische Übungsformen, die sich dann im Üben von aikidô konkret umsetzen.

    Es ist meine persönliche Erfahrung, daß sich mindestens diese drei Schulen, die allesamt tief in der japanischen Kultur und Geschichte verwurzelt sind, weder verstehen noch konkret üben lassen, ohne - neben anderem auch - die daoistischen Aspekte ihrer Lehre zu kennen.
    Danke.

    Ich streite doch gar nicht ab, dass natürlich taoistische, buddhistische und konfuzianistische Einflüsse - auch stark - vorhanden sind.

    Aber was bspw. die Kashima Shinryu angeht, schreibt Friday, „Premodern Japanese religious traditions were „combinative“: mixtures of elements derived from shamanistic cults, Buddhism, Confucianism, and Taoism … .“ Mit „… (Kashima Shinryu) ostensibly draws its cosmological framework from Shinto“ (Legacies oft the Sword, S. 60). Und damit letztlich der Shinto, der der KSR zu Grunde liegt, ein Mix verschiedener Anschauungen ist, der an die japanische Kultur angepasst wurde.

    Gleiches schreibt - allgemein - Turnbull in „The Samurai and the Sacred“.

    Deswegen ist´s eben m.E. gewagt, die Symbole der Jigen Ryu, des Shotokan oder der Hokushin Itto Ryu ausschließlich unter chinesischer Sicht zu betrachten. Zumal nach Einführung der Religionen in Japan problemlos mehr als 1000 Jahre vergangen sind bis zur Entwicklung der diversen Schulen. Und vielleicht ist Otsuka Ryunosuke auch einfach nur Buddhist und trägt deswegen eine buddhistische Gebetskette?

    Aber wie gesagt, das alles heißt nicht, dass kankens Aussagen nicht zutreffen könnten.

    Grüße

  3. #198
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    Wie gesagt:

    Es ist meine - im eigenen Üben begründete - persönliche Erfahrung, daß sich mindestens diese drei von mir genannten Schulen, weder verstehen noch konkret üben lassen, ohne - neben anderem auch - die daoistischen Aspekte ihrer Lehre zu kennen. Diese Aspekte werden vermittelt und im Üben konkret technisch umgesetzt.

  4. #199
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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    Wie gesagt:

    Es ist meine - im eigenen Üben begründete - persönliche Erfahrung, daß sich mindestens diese drei von mir genannten Schulen, weder verstehen noch konkret üben lassen, ohne - neben anderem auch - die daoistischen Aspekte ihrer Lehre zu kennen. Diese Aspekte werden vermittelt und im Üben konkret technisch umgesetzt.
    OK, danke dir .

    Grüße

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