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Thema: Aggression, Gewalt und SV

  1. #106
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Und das ist es, was wir alle leisten können. ... Die eine kann direkt zugreifen, die nächste später, wieder andere nie.
    Grds. richtig - aber sind da "Männer" im Allgemeinen dann dich richtigen Ansprechpartner? Bzw. würde sich ein Frau die Opfer eines männlichen Täters ist dann auch gegenüber einem anderen Mann entsprechend öffnen? Nicht umsonst haben Frauenhäuser ja oft rein weibliches Personal - allein die Anwesenheit eines anderen Mannes kann die Opfer schon verängstigen.

    Auch z.B. Kolleginnen mit denen ich eine durchaus gute Basis habe unterhalten sich mit Frauen über andere Themen oder bestimmte Themen werden "untereinander" dann anders besprochen als wenn die männlichen Vertreter mit dabei sind. Finde ich im Kern auch unproblematisch bzw. kann gut damit leben wenn man auf Rückfrage nur gesagt bekommt man hätte über "Frauendinge" gesprochen und fertig.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  2. #107
    oxox Gast

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    @Pansapiens
    Null, war aber auch eher allgemein gemeint. Ich wollte mich damit nicht als Retter aufspielen. Da wo ich versucht habe zu helfen ging das eher nach hinten los und die Hilfe war auch eher unerwünscht. Ich mag da keine "guten" Ratschläge mehr geben und hör eher nur noch zu und nicke. Weiß nicht ob es nur an mir persönlich liegt, aber bringt nichts.

    @Ripley
    Sehe ich ein, Hilfsangebote zu machen und Optionen aufzuzeigen hört sich vernünftig an. Auch habe ich das nicht aus der Perspektive einer funktionierenden Beziehung gesehen, in der sich auf unangekündigt unglückliche Umstände ergeben. Bei meiner Mutter war es so, dass ich als ich erwachsen war irgendwann die Geschichte erzählt bekam mein Vater hätte ihr in einem Wutanfall gegen den Bauch getreten, als sie mit mir schwanger war. Geschieden wurden die aber erst als ich so um 12 oder 14 war. 14 Jahre blieben die nach sowas zusammen!

    Fairer Weise muss man meinem Vater auch zugestehen, dass er es verneint und ich nicht weiß was wirklich stimmt bzw. nicht weiß was mir nicht gesagt wurde. Damit will ich keine Opfer beschuldigen, aber von der anderen Seite habe ich gehört, dass sie fremd ging während er unterwegs auf Montage war und für uns gearbeitet hat während sie das Geld zum Fenster heraus schmiss. Von Provokationen her war sie auch nicht harmlos, was jetzt keine körperliche Gewalt rechtfertigen soll. Dass der Mann dazu fähig war weiß ich selber, weil er schon mal Geschirr, Zollstöcke und sowas nach mir geschmissen hat und ich von beiden Eltern gerne mal geschlagen wurde.

  3. #108
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    Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
    Grds. richtig - aber sind da "Männer" im Allgemeinen dann dich richtigen Ansprechpartner? Bzw. würde sich ein Frau die Opfer eines männlichen Täters ist dann auch gegenüber einem anderen Mann entsprechend öffnen? Nicht umsonst haben Frauenhäuser ja oft rein weibliches Personal - allein die Anwesenheit eines anderen Mannes kann die Opfer schon verängstigen.

    Auch z.B. Kolleginnen mit denen ich eine durchaus gute Basis habe unterhalten sich mit Frauen über andere Themen oder bestimmte Themen werden "untereinander" dann anders besprochen als wenn die männlichen Vertreter mit dabei sind.
    Ich bin da glaube ich die falsche Ansprechpartnerin, da ich schon seit Kindertagen immer Männer als Gesprächspartner und für (platonische) Freundschaften bevorzuge. (Für Beziehungen auch, aber das ist ja hier wurscht). Ergo spreche ich auch mit diesen männlichen Bezugspersonen über Beziehungskram, auch damals, als ich selbst in einer ... unguten Beziehung feststeckte. Aber, ist so, ich kann nicht sagen, wie andere Frauen das sehen.

    Grundsätzlich aber gehe ich davon aus, dass frau durchaus unterscheiden kann zwischen a) dem Mann, der sie misshandelt und b) anderen Männern. Oder nicht?

    Aber zäumen wir's doch mal andersrum auf. Du bist Arzt, meine ich herausgelesen zu haben? Praktizierend? Egal, ob in Praxis oder Klinik, wenn du da einen Schreibtisch hast, an dem dir (auch) Frauen gegenübersitzen, dann stell da doch ein Kistchen mit Karten/Flyern der örtlichen Anlauf- und Beratungsstellen für Gewaltopfer auf und guck, was passiert.

    Oder mach's wie meine Frauenärztin: zusätzlich zu entsprechenden Infos im Wartezimmer gibt's da in der Toilette ein großes Poster des Frauen- und Mädchen-Notrufs.

    Wenn du dann drauf angesprochen wirst ... ja, dann halt mit Gefühl reagieren.

  4. #109
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Du bist Arzt, meine ich herausgelesen zu haben?
    Kein Arzt - nur ehemaliger Sani. Und selbst da gab es genug Situationen in denen sich weibliche Patienten nicht von Männern anfassen lassen wollten, genau wie es auf der anderen Seite Kerle gab die meinten sie bräuchten sich von Polizistinnen nichts sagen zu lassen.
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  5. #110
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    Ja. Gibt es wohl alles. Über die (relative) Häufigkeit erlaube ich mir kein Urteil.

  6. #111
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    [Gefragt war nach Warnsignalen/Anzeichen]

    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Darüber denke ich selbst nach.

    Ich würde sagen: Alles, was das Gegenüber in seiner Wertigkeit, Würde und Persönlichkeit herabsetzt bzw. diese negiert. Weil das gleichzeitig die Hemmschwelle senkt und den Boden bereitet für Gewalt gegen jemanden, der "es ja verdient".

    Schimpfworte, dem anderen die Schuld für die eigene Missstimmung geben, verbal demütigen, verbale oder gestische Drohungen, Sachen schmeißen ... gut, wir sind schon mitten drin im roten Bereich.

    Der Tenor dabei ist "Weil du ... xyz machst/bist, kann ich gar nicht anders, als mich völlig daneben zu benehmen".
    Oh, alkohol"gestützte" Ausraster! Auch (noch) ohne physische Gewalt. Ganz deutliches Alarmsignal!

    Streiten, sich auch mal anblöken (oder anschweigen), im Zorn auseinandergehen, meinetwegen auch 'ne Tür ins Schloss werfen ... jo, gibt es wohl überall. Schwierig wird es dann, wenn man den anderen *herab*setzt, ihn nicht mehr als Partner und Menschen achtet und respektiert.

    Bin heute früh über dieses Video gestolpert, das meine oben beschriebene Sicht perfekt wiedergibt: https://www.facebook.com/12792580061...3271660083554/

  7. #112
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    Heute kam der neueste Bericht zur "Partnerschaftsgewalt" (welch perfekt zynisches Oxymoron!) heraus:

    https://www.zdf.de/nachrichten/polit...ml#xtor=CS5-48

    Den Bericht selbst findet man hier:
    https://www.bka.de/DE/AktuelleInform...walt_node.html

    Und, ja, ich finde das Thema wichtig.

  8. #113
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    Für Partnerschaftsgewalt habe ich eine prima unbürokratische Lösung, praktikabel ab dem 3. Stockwerk.
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  9. #114
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Für Partnerschaftsgewalt habe ich eine prima unbürokratische Lösung, praktikabel ab dem 3. Stockwerk.
    Auch bekannt als "Schöner wohnen"

  10. #115
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    Das ist eine Lösung, die nur auf den allerersten Blick und am Stammtisch Charme hat.

    Denn neben der simplen Tatsache, dass die Opfer von Beziehungsgewalt (ich finde den Begriff Partnerschaftsgewalt einfach komplett daneben) ja oftmals von Tätern nach ihrer Opfer-Eignung ausgesucht und/oder mittelfristig in sie hineinmanövriert wurden, wirft dieser Ansatz nicht nur logistische Probleme auf (wie kriegt frau den anderthalbmal so schweren Ar*** über die Fensterbank gehievt?), sondern sie zieht ihrerseits nicht unerhebliche juristische Konsequenzen nach sich. Von dem moralischen Dilemma, in dem man/frau beim Übergang von Opfer zu Täter/Töter landet, mal ganz abgesehen.

    Oder, anders: Statt von den Opfern (ihnen) Unmögliches zu verlangen, sollten wir weiter Augen und Ohren offen halten und Hilfe anbieten, wo sie ggf. benötigt wird

  11. #116
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    Das ist schon richtig, dass im Normalfall der Stärkere das Problem ist, und die Option Prag für die Frauen ohne Einwirken Dritter nicht möglich ist. Wäre nur in einer idealen Welt eine schöne. Es k*** mich jedenfalls an, von Bekannten zu hören dass der Ex-Freund ihr den Arm in der Tür gebrochen hat, und da kommt nie was hinterher. Typischerweise wollte sie aber nicht dass ich mitkomme, wenn sie den Rest ihrer Klamotten aus der Wohnung holt.
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  12. #117
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    Zitat Zitat von ainuke Beitrag anzeigen
    Der Zeit-Artikel beschäftigt sich explizit mit dem Thema "Was Männer aggressiv macht". ...
    Hier tritt schon mal zwei Probleme auf.
    "Agression" ist überhaupt und auch beim Menschen nicht einheitlich definiert.
    Und wenn man sich auf eine Definition geeinigt hat, gibt es bein Menschen glaube ich so 8 unterschiedliche anerkannte Aggressionstheorien für die Herkunft.

    Hier eine kleine Übersicht: https://www.lerntippsammlung.de/Aggr...stheorien.html

    Wenn wir uns dann endlich geeinigt haben, könne wir auf das spezielle Gebiet, Frauen als Opfer von männlicher Gewalt konzentrieren. Sonst sprechen wir hier oft aneinander vorbei.

    Das unterschiedliche Verhalten in Konfliktsituationen und unterschiedliche Verteilung der Opfer der Geschlechter ist glaube ich nicht nur den die unterschiedlichen körperlichen Vorraussetzungen geschuldet.
    Ist eine jahrelange Erziehung/Erwartung geschuldet.
    Mädchen mit 14 wird nun mal davon ausgegangen dass sie sich die Nägel lackieren und in Gruppen kichern. Wenn sie das nicht tun würden, ausgiebig Gruppensport treiben, Alkohol missbrauchen, sich mit ihren Altersgenossinnen körperlich messen, auf Gewinnen setzen, bei Gruppenbesäufnissen Jungs sexuell belästigen, schnelle Fahrzeuuge kaufen usw., würde man mit ihnen zum Psychologen gehen. Oder zumindest bekommen sie mit, dass das Verhalten bei der Umwelt nicht so gut ankommt, im Gegensatz bei Jungs.

    Muss man jetzt nicht mit "traditionellen Kulturen" kommen, die Rangordnung bei der lästigen Hausarbeit ist auch bei uns klar:



    Da es offensichltich unterschiedliche Vorraussetzungen für die Täter und Opfer gibt, bin ich klar der Meinung, das SV bei den Geschlechern unterschiedlich sein müsste.
    2000 Jahre war die "Judäische Volksfront" die dümmste Widerstandsbewegung der Geschichte. Doch dann kam Corona...

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