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Thema: Aggression, Gewalt und SV

  1. #76
    gast Gast

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    Zitat Zitat von LahotPeng Beitrag anzeigen
    Ich habe mit verschiedenen engsten Freundinnen ein Codewort eingerichtet, sodass sie mir kurz erzählen können, wo sie sich befinden und sofortige Hilfe brauchen, ohne dass der andere was mitbekommt.

    Codewort ist hier eher als "Umschreibungshilfe" gemeint. Nicht immer kann man sinnvoll ein Wort einstreuen, ohne dass der andere stutzig wird. Daher geben wir da acht auf Akronyme und "Rechtschreibfehler", die man gut einstreuen kann.

    Um Missverständnisse zu vermeiden haben wir eines gewählt mit 5 Buchstaben, da so der Zufall stark reduziert wurde.

    Vielleicht konnte ich etwas sinnvolles damit beitragen, habe jetzt nicht alles gelesen.

    Gruß
    Also du machst dir mit deinen weiblichen Bekannten Codewörter aus die sie dir am Telefon sagen können wenn sie gerade misshandelt werden damit du sie retten kommen kannst?

    Das ist ja fast schon witzig wäre es nicht so eine traurige Sache und so ein klares Unverständnis der Problematik sowie dieser latente Chauvinismus.
    Geändert von gast (05-12-2018 um 09:05 Uhr)

  2. #77
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    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Lasse es mal so stehen.
    Also alles schwarz-weiß bei dir. Gut zu wissen.

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Zu Deinen Zeilen nur ein kurzer Einwurf. Ehestreitigkeiten... sind immer eine sehr unangenehme Sache.
    Es gibt einen Unterschied zwischen "Ehestreitigkeit" und "ich schlag meinen Partner grün und blau".

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Ah! Keine persönlichen Erlebnisse.
    Noch nicht die schmutzige Seite einer Großstadt hautnah erlebt?
    Ich lebe nicht in einer Großstadt. Gibt es aber auch in Kleinstädten und auf dem Dorf.

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Daher finde ich Deinen Hinweis siehe unten unterste Schublade.
    Dem schließe ich mich einmal an!
    Und du schaffst es tatsächlich dich immer unbeliebdter zu machen.

    Habe ich Erfahrung als Partner? - Nein.
    Aber - wir haben den Scheiß in der Familie gehabt; im Freundeskreis; im Bekanntenkreis.
    Also bin ich damit durchaus vertraut. Und zwar nicht nur berfulich.

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Klappt nur, wenn die Frau bereit dazu ist, sich von dem gewaltbereiten Partner zu lösen.
    Ach echt?
    Och, Mensch, und ich dachte, ich zwinge die einfach dazu!
    Ich bin aber auch dumm!

    Was glaubst du, warum man vielleicht Erfolg damit haben kann, wenn sich das Selbstbewusstsein der Gewaltausgesetzten Partei stärkt?
    Warum man dieser Partei zuhört, Schulter bietet, anbietet mit zu entsprechenden Stellen zu gehen?
    Vielleicht - nur vielleicht! - damit sich die Augen öffenen, und der Partner erkennt, daß es so keine gute und gesunde Beziehung ist, und man den anderere verläßt?
    Oder vielleicht, damit sie gestärkt zurückgehen, sich hinstellen und sagen: "Das nächste Mal doch bitte hier, da tut es mehr weh." oder sie dem Partner Tipps geben können, wie man noch besser psysisch fertig gemacht werden kann?

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Dann ist aber offizielle Hilfe besser, auch der Umzug ins Frauenhaus oder in ein Haus für Jugendliche.
    Was ist für die Meisten wohl einfacher?
    Sich Freunden anzuvertrauen und von da an weiter zu arbeiten?
    Oder direkt zu offiziellen Stellen zu gehen? Deine tolle Erfahrung sollte dir sagen, daß die wenigsten unterdrückten Partner einfach mal eben zu offiziellen Stellen gehen.

    Was nach den ersten Schritten kommt, bleibt dann offen.
    Denn stell dir vor: Wenn man seine Hilfe angeboten hat (und ganz viel Glück und erfolgreiche Arbeit hatte) und dann mit dem Betroffenden zu offiziellen Stellen geht - oh mein Gott, man könnte meinen das Eine schließt das andere nicht aus!



    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Kannst Dir leicht darüber Informationen beschaffen.
    Habe in einem Text vorher einen Link eingefügt.
    Wie die meisten Leute hier, bin ich absolut in der Lage selber Google anzuwerfen.
    Ich habe außerdem ständig mit Caritas und Angestellten von dort zu tun.
    Ich kenne sogar örtliche Adressen, wo man hin gehen kann - ganz ohne Google.

    Wenn ich darüber Infos haben will - stelle dir vor, ich gehe dann zu Menschen die ich kenne.

  3. #78
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    Hallo Syron,

    was sollte ich Dir antworten?

    Was ich Dir auch schreibe, Du willst es nicht verstehen.
    Ob ich mich beliebt bei Dir machen will? Natürlich nicht.




    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
    Also alles schwarz-weiß bei dir. Gut zu wissen.
    Dem schließe ich mich einmal an!
    Und du schaffst es tatsächlich dich immer unbeliebdter zu machen.
    Ich bin aber auch dumm!
    Alles Deine Worte. Die Aussage siehe oben, würde ich nie treffen.
    Dann kenne ich Dich nicht persönlich um mir überhaupt eine Meinung zu bilden.
    Was ich beurteilen kann, sind Deine Schreiben.


    Wie die meisten Leute hier, bin ich absolut in der Lage selber Google anzuwerfen.
    Ich habe außerdem ständig mit Caritas und Angestellten von dort zu tun.
    Ich kenne sogar örtliche Adressen, wo man hin gehen kann - ganz ohne Google.
    Wenn ich darüber Infos haben will - stelle dir vor, ich gehe dann zu Menschen die ich kenne.
    Habe nie das Gegenteil behauptet.
    Nur liest Du meine Schreiben nur teilweise.

    Wünsche Dir weiterhin viel Spaß hier.
    bye-bye

  4. #79
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    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    was sollte ich Dir antworten?
    Das musst du wissen.
    Aber was immer auch es werden mag, wüsste ich es ehr zu schätzen, wenn du die Zitate nicht irgendwie zusammenwürfelst, sondern sie im Zusammenhang beläßt.

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Was ich Dir auch schreibe, Du willst es nicht verstehen.
    Du wirfst mit LInks um Dich.
    Du sagst, du könntestr Betroffenen nicht helfen.

    Das erste hab ich kritisiert.
    Das zweite kommentiert, weil ich es für falsch halte, bzw. eher für eine Entscheidung es nicht zu tun. Wohlwollender kann ich es auch gerne als "kurzsichtig betrachtet", wenn du meinst, daß "Hilfe" nur bedeutet, das Opfer gegen seinen Willen aus einer Beziehung zu reißen.

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Habe nie das Gegenteil behauptet.
    Dessen bin ich mir bewusst und ich hab auch nichts anderes behauptet.
    Du brauchst halt nur nicht ständig mit Links um die werfwen. Ich kann google alleine nutzen und unterstelle, daß es den meisten anderen hier ebenfalls so geht.

    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Nur liest Du meine Schreiben nur teilweise.
    Aha.
    Was hab ich denn nicht gelesen?

  5. #80
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    Ich hole den Faden mit seinem Schwerpunkt "häusliche Gewalt" noch mal hoch.

    Wer wissen will, was misshandelte Frauen wie erleben, der ist hiermit gut bedient: https://www.daserste.de/information/...video-102.html

    Und, nein, man(n) muss diese Frauen nicht "verstehen". Kann man wohl auch am ehesten, wenn man solche und ähnliche Beziehungen mal selbst erlebt und durchlitten hat.

    Aber das Wissen, was da mit den Frauen passiert, hilft vielleicht dabei, ihnen zu helfen, ihnen niedrig(st)schwellige Angebote zu machen.

  6. #81
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    Wenn ich so etwas sehe verspüre ich auch eine gewisse Aggression - allerdings auf die Typen.

    Traurig bis erschütternd wie oft so etwas doch immer noch vorkommt - will mir nicht in den Kopf wie man seinen Frust an Frauen ablassen kann.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  7. #82
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    Auch wenn es statistisch ein geringerer Anteil ist, es gibt diese Gewalt am Partner auch durch Frauen an Männern. Und auch die haben dann mit Vorurteilen zu kämpfen etc.

    Insgesamt aber ganz sicher ein sehr trauriges Thema. Auch hier Bedarf es Aufklärung und einer sozialen Veränderung. So etwas darf gesellschaftlich nicht akzeptiert werden.
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
    https://www.hiltibjj.de


    http://www.jkdberlin.de

  8. #83
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Und auch die haben dann mit Vorurteilen zu kämpfen etc.
    Ist halt noch bei vielen nicht angekommen, dass eine vermeintliche körperliche Überlegenheit nicht auch automatisch bedeutet, dass sich der Betroffene einfach „wehren“ kann (oder will) und das derartige persönliche Konflikte nicht dadurch zu lösen sind indem man einfach fester zurück haut.

    So etwas darf gesellschaftlich nicht akzeptiert werden.
    +1
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  9. #84
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    Schlimm, dass diesen Opfern häufig nicht geglaubt wird.

  10. #85
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Auch wenn es statistisch ein geringerer Anteil ist, es gibt diese Gewalt am Partner auch durch Frauen an Männern. Und auch die haben dann mit Vorurteilen zu kämpfen etc.
    Da frage ich mich, ob das auch in den extremen Ausprägungen der Fall ist.
    Laut der Doku versucht täglich ein Mann seine (Ex-)Partnerin zu töten und 122 mal ist das im letzten Jahr gelungen.
    Grund meistens Eifersucht.
    Es gibt das Klischee, dass Männer Frauen töten, weil die sich anders orientieren und Frauen Männer, um diese loszuwerden.
    Werden die in einer Beziehung gewalttätig dominierten Männer auch zu einem gewissen Anteil nach der Trennung noch von ihren Ex-Partnerinnen verfolgt und eventuell getötet?
    Verflucht sei, wer sein Leben an das Grosse und Würd’ge wendet und bedachte Plane mit weisem Geist entwirft!
    Dem Narrenkönig gehört die Welt.

  11. #86
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    Gewalt in Beziehungen passiert leider, leider sehr oft. Auch verbale Gewalt mit wüsten Erniedrigung en ist nicht zu unterschätzen.

    Ich habe ein paar Schülerinnen, denen dies passierte und kenne auch einen Mann (1,93m, 108kg), der geschlagen und erniedrigt wurde.

    Wenn es so weit gekommen ist, wird es für die Betroffenen sehr schwer,.dort rauszufinden. Man hat ja einen Partner an seiner Seite, den man liebt oder geliebt hat, man hat oft eine gemeinsame Geschichte hinter sich. Das ist wirklich sehr schwierig, deswegen kann man, wie Ripley schon andeutet, da wirklich nur bedingt mit Ratschlägen oder gut gemeinter Hilfe unterstützen, man kann es oft nur aufmerksam begleiten und mit den Leuten sprechen, wenn diese sich öffnen.

    Was so etwas anrichten kann, erlebt man oft am Verhalten einer Person. Ganz schlimm ist das, wenn schon in der Kindheit Misshandlungen erfolgt sind, das verfolgt die Menschen und deren Bezug zu Gewalt oft ein Leben lang.

    Die meisten Übergriffe geschehen leider im vertrauten Umfeld. Wie schon erwähnt, hilft hier nur Aufklärung und konsequente Positionierung. Ich hatte ein paar Gespräche mit "Opfern" und was man dort hört, ist sehr schlimm. Oft blickt man nicht hinter eine oberflächliche Fassade, wenn Menschen dann auf engem Raum zusammen und alleine sind, zeigen sich nach einiger Zeit auch die Wesenszüge, die normalerweise nicht im Alltag außerhalb des Privatbereiches ausgelebt werden. Entweder, ein Paar erkennt eine solche Entwicklung und sucht sehr schnell professionelle Hilfe, oder es wird ein langer, beschwerlicher und einschneidendes Weg
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    Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix

  12. #87
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Da frage ich mich, ob das auch in den extremen Ausprägungen der Fall ist.
    Es gibt ja sehr viele extreme Ausprägungen. Ich möchte auf mein Beispiel, was ich über Jahre begleitet habe, hier nur ganz grob eingehen. Die Gewalt äußerte sich natürlich eher in verbalen Erniedrigungen, die Schläge waren das geringere Problem. Trotzdem war die Belastung enorm. War für beide die zweite Ehe, beide hatten Kinder. Der Mann durfte seine Kinder nicht sehen (nur heimlich) und wurde wirklich permanent angegangen, von der Frau und sehr schnell auch deren Tochter, bis hin dazu, dass die Tochter mit Steinen auf den Mann geworfen hat und die Mutter lachend daneben stand.

    Ich kann da wirklich nicht beurteilen, welche Erlebnisse schlimmer sind. Mann wie Frau - Gewalt ist immer eine Katastrophe.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens, dass der Mann in der Öffentlichkeit sehr dominant auftritt und selber den Ton angeben möchte. In der Ehe war davon nichts, überhaupt gar nichts, zu spüren. Er war gar nicht in der Lage, sich in irgendeiner Form zu behaupten. Das hat sieben Jahre gedauert.

    Wie LGD schon andeutet: Dominanz beginnt gerade in Beziehungen auf verbaler und damit auch psychischer Ebene. Auch ein körperlich Unterlegener kann dann seinen Partner oder Partnerin irgendwann in allen Bereichen dominieren. Schläge sind doch nur die Spitze des Eisbergs. Wenn Ihr einmal genau beobachtet, in wie vielen Beziehungen ein Ungleichgewicht herrscht, weil ein Partner den anderen schlichtweg auf asoziale Weise einschüchtert oder maßregelt - das ist erschreckend oft der Fall.

    Ich bin ganz ehrlich: auch wir werden manchmal lauter in unserer Stimme, wenn die Diskussionen hitzig werden. Das muss dann aber der Punkt sein, an dem man sofort (!!!) runterfährt. Mit Brüllen fängt die "no go"-area doch schon an. Wer brüllt, hat immer Unrecht. Ganz egal, was vorher gelaufen ist. Wie geht´s denn weiter? Danach wird irgendwo gegen geschlagen, Gegenstände fliegen und später Fäuste. Muss nicht, passiert auch nicht immer. Aber Entscheidungen haben Konsequenzen und eröffnen weitere Möglichkeiten: positiv wie negativ...
    Geändert von MCFly (26-11-2019 um 08:23 Uhr)
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  13. #88
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Es gibt ja sehr viele extreme Ausprägungen. Ich möchte auf mein Beispiel, was ich über Jahre begleitet habe, hier nur ganz grob eingehen. Die Gewalt äußerte sich natürlich eher in verbalen Erniedrigungen, die Schläge waren das geringere Problem. Trotzdem war die Belastung enorm. War für beide die zweite Ehe, beide hatten Kinder. Der Mann durfte seine Kinder nicht sehen (nur heimlich) und wurde wirklich permanent angegangen, von der Frau und sehr schnell auch deren Tochter, bis hin dazu, dass die Tochter mit Steinen auf den Mann geworfen hat und die Mutter lachend daneben stand.

    Ich kann da wirklich nicht beurteilen, welche Erlebnisse schlimmer sind. Mann wie Frau - Gewalt ist immer eine Katastrophe.
    Es ging mir um die Fälle, wo sich die Frau auch nicht durch Beenden der Beziehung entziehen kann.
    Es gibt ja Frauenhäuser, damit sich Frauen vor dem Zugriff von Männern schützen können, die nicht einsehen wollen, dass es aus ist.
    Dass kann ich sehr gut als schlimmer beurteilen, als wenn ich mal in der Beziehung geschubst oder geohrfeigt wurde.
    Letzteres ist auch Gewalt, aber sicher keine Katastrophe.

    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Ich bin ganz ehrlich: auch wir werden manchmal lauter in unserer Stimme, wenn die Diskussionen hitzig werden. Das muss dann aber der Punkt sein, an dem man sofort (!!!) runterfährt. Mit Brüllen fängt die "no go"-area doch schon an. Wer brüllt, hat immer Unrecht. Ganz egal, was vorher gelaufen ist. Wie geht´s denn weiter? Danach wird irgendwo gegen geschlagen, Gegenstände fliegen und später Fäuste. Muss nicht, passiert auch nicht immer. ..
    Das mag in Deiner Beziehung so sein, aber deswegen kann man das nicht verallgemeinern.
    Es gibt durchaus Leute, die schnell laut werden und vielleicht auch Gegenstände oder sich selbst beschädigen, aber eine große Beißhemmung bezüglich anderen Menschen haben.
    Simple Merksätze "wer schreit, hat immer Unrecht" mögen geeignet sein, Kindern eine entsprechende Gespächskultur anzuerziehen, oder Regeln für Diskussionen aufzustellen, kann aber bei Leuten, die dann glauben, dass dieser Satz wahr wäre, eben dazu führen, dass dem emotional aufgebrachteren Part nicht glauben.
    Wenn der Schläger/die Schlägerin seelenruhig schildert "wie es wirklich war", ist das Opfer über derartig dreiste Lügen eventuell so aufgebracht, dass es laut wird.
    Geändert von Pansapiens (26-11-2019 um 09:05 Uhr)
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  14. #89
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Es gibt ja Frauenhäuser, damit sich Frauen vor dem Zugriff von Männern schützen können, die nicht einsehen wollen, dass es aus ist.
    Es gibt ja durchaus, wenn auch in viel geringer Anzahl entsprechende Männerhäuser. In wie weit das dann eher als temporäre Schutzmaßnahme gedacht ist, oder ob auch hier der Gedanke vor "Verfolgung" nach Beendigung einer Beziehung mit eine Rolle spielt lässt sich von außen wohl weniger beurteilen.

    https://blog.tagesanzeiger.ch/mamabl...as-mannerhaus/
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  15. #90
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    Dann habe ich Dich missverstanden, da Du meines Erachtens etwas über Gewalt von Frauen gegen Männer nachfragen wolltest. Daher mein persönliches Beispiel ohne Allgemeingültigkeitsbedürfnis.

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Das mag in Deiner Beziehung so sein, aber deswegen kann man das nicht verallgemeinern.
    Aber es ist meine persönliche Meinung. Klar gibt es da durchaus Unterschiede, auch kulturell bedingt. Freunde von uns sind Italiener, da sind die Diskussionen durchaus auch hitziger. Es ging mir um eine bestimmte Art, mit seinem Gemüt umzugehen und ich glaube, Du und die anderen Leser hier wissen schon, was ich meine.

    Es gibt durchaus Leute, die schnell laut werden und vielleicht auch Gegenstände oder sich selbst beschädigen, aber eine große Beißhemmung bezüglich anderen Menschen haben.
    Simple Merksätze "wer schreit, hat immer Unrecht" mögen geeignet sein, Kindern eine entsprechende Gespächskultur anzuerziehen, oder Regeln für Diskussionen aufzustellen, kann aber bei Leuten, die dann glauben, dass dieser Satz wahr wäre, eben dazu führen, dass dem emotional aufgebrachteren Part nicht glauben.
    Wenn der Schläger/die Schlägerin seelenruhig schildert "wie es wirklich war", ist das Opfer über derartig dreiste Lügen eventuell so aufgebracht, dass es laut wird.
    Das ist kein Merksatz, sondern für den Bereich, auf den ich mich beziehe, eine Tatsache. Egal in welchem Umfeld. Wenn mein Chef schreien würde, würde ich ihn entweder auslachen oder weggehen. Schreien, nur um Recht zu haben oder Dominanz auszuüben, ist ein no go.

    Davon abgesehen, weißt Du doch genau, dass es nicht nur um ein Prinzip geht. Man kann es auch "wehret den Anfängen" nennen. Wenn ich es schaffe, meinen Alltag im Wesentlichen ruhig zu gestalten, werde ich auch ausgeglichener. Man kann sich auch sehr emotional in gemäßigtem Rahmen äußern, das ist sogar wichtig. Beißhemmungen sind glücklicherweise ja normal, ich behaupte auch nicht, dass die Verkettung, die ich genannt habe, sehr schnelle Übergänge haben muss. Trotzdem ist es eine Möglichkeit und wenn man einmal für mich entdeckt, dass ich mich mit Schreien durchsetzen kann, kann das keine gute Entwicklung sein. Darum geht es mir.
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