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Thema: Ich bekomme stehen wie ein baum nicht mehr hin?!

  1. #91
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    Kurzum: Man muss wissen, was man mit Stehen üben und erreichen will. Einfach nur 30 min abreißen bringt da nur sehr begrenzten Nutzen.

    Davon abgesehen ist Stehen, vor allem längeres Stehen (und damit ist natürlich kein starres Festhalten gemeint, sondern Stehen in Bewegung, aber vielleicht richtiger gesagt ohne Schritte) nicht der unverzichtbare Universal-Key für die Entwicklung von Taijiquan- oder Xingyiquan-Qualitäten. (Für das Yiquan mag das durchaus anders sein!)
    Das Leben ist groß.

  2. #92
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen ist Stehen, vor allem längeres Stehen (und damit ist natürlich kein starres Festhalten gemeint, sondern Stehen in Bewegung, aber vielleicht richtiger gesagt ohne Schritte) nicht der unverzichtbare Universal-Key für die Entwicklung von Taijiquan- oder Xingyiquan-Qualitäten. (Für das Yiquan mag das durchaus anders sein!)
    Warum legen dann J.S. und CXW so viel Wert darauf?

  3. #93
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Warum legen dann J.S. und CXW so viel Wert darauf?
    Das musst du sie fragen. Vielleicht weil eine Stunde pro Seminartag damit schon mal abgehakt ist?
    Aber im Ernst: dass langes Stehen erst in den 90er-Jahren in Chenjiagou Einzug gehalten hat, ist weithin bekannt unter Leuten, die die Szene aus der Zeit und davor kennen (direkt und indirekt).

    P.S.
    Und auch wenn J.S. und CXW hierzulande sehr bekannt sind, sind sie in vielen anderen Kreisen der CMA/IMA völlig uninteressant. (Das heißt nicht!! dass die total schlecht oder auch nur Mittelmaß sind, aber für viele sind sie halt auch nicht gut genug, um interessant zu sein.)
    Geändert von Julian Braun (11-01-2019 um 12:42 Uhr)
    Das Leben ist groß.

  4. #94
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    Vor allem: warum sollte man in der Gruppe stehen? Außer Beschäftigungstherapie fällt mir da nicht wirklich was Gescheites ein, es sei denn man erklärt etwas und derjenige soll es im Stehen nachvollziehen und verstehen. Dann wäre das Intervall aber eher 5-10 Minuten...

    Ohne Partner ist es für mich DIE Trainingsmethoden schlechthin ich kenne absolut nichts besseres.

  5. #95
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Und auch wenn J.S. und CXW hierzulande sehr bekannt sind, sind sie in vielen anderen Kreisen der CMA/IMA völlig uninteressant. (Das heißt nicht!! dass die total schlecht oder auch nur Mittelmaß sind, aber für viele sind sie halt auch nicht gut genug, um interessant zu sein.)
    Dann wirf doch mal ein paar Namen in die Debatte.

  6. #96
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Dann wirf doch mal ein paar Namen in die Debatte.
    Vor allem wäre interessant, wie der Gütegrad, aus dem das Interesse folgt, bestimmt wird.

  7. #97
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Vor allem wäre interessant, wie der Gütegrad, aus dem das Interesse folgt, bestimmt wird.
    ?

  8. #98
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Dann wirf doch mal ein paar Namen in die Debatte.
    Wieso sollte ich? Wenn die beiden für dich/euch (inkl. Panspiens) wichtige Referenzpersonen bezüglich Chen-Taijiquan und IMA/CMA sind - fein.
    Und ja, „gut“ ist natürlich ein problematischer/subjektiver Begriff. Ich weiß nicht, mit wie vielen Leuten du/ihr in Kontakt seid, die über viele Jahre in China und Taiwan die Kampfkünste erforscht haben/erforschen.
    Bei eigentlich allen die ich kenne, ist das Interesse an den obigen beiden aber ziemlich gering. Und über die Szene vor Ort habe ich weitgehend das Gleiche gehört.
    Das Leben ist groß.

  9. #99
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Wieso sollte ich?
    Na um hilfreich zu sein! Kanken würde mir sofort Paul empfehlen.

    Wenn die beiden für dich/euch (inkl. Panspiens) wichtige Referenzpersonen bezüglich Chen-Taijiquan und IMA/CMA sind - fein.
    Ich vermute du hast da was mißverstanden, zumindest was mich betrifft. Ich habe 1994 mit Taiji begonnen, zunächst in der Form des "Wohlfühl-Taiji" neben dem Karate. Seit 2005 bin ich immer wieder bei J.S. und meine, dass mir das einen spürbaren Fortschritt im Verständnis und auch in der Technik gebracht hat. Was mich aber nicht hindern würde, mir auch andere Lehrer anzuschauen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt.
    Geändert von Bücherwurm (12-01-2019 um 18:51 Uhr)

  10. #100
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Ich vermute du hast da was mißverstanden, zumindest was mich betrifft.
    Mag sein!
    Es ging ja um die Stehende Säule. Mir ging es darum darauf hinzuweisen, dass diese (oder z. B. santishi im Xingyiquan) eben nicht so universell-unverzichtbar ist (sind), wie manchmal angenommen wird. In der heute in der WCTAG gängigen Form (soweit ich es weiß und kenne) ist dies eben a) eine relativ neue Erscheinung, und b) keineswegs repräsentativ für "das Chen-Taijiquan" an sich (historisch und inhaltlich). Von der politischen Beauftragung in China einmal abgesehen. (So wie der DKV nicht "das Karate", nicht einmal "das Shotokan-Karate", repräsentiert)
    Das Leben ist groß.

  11. #101
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    Hallo lieber Themenstarter,

    ich kann natürlich nur von meiner Erfahrung mit der Stehenden Säule erzählen. Ich halte sie persönlich für wichtig und habe sie lange Zeit genutzt. Hierbei habe ich mich zunächst an etwaigen Vorgaben ausgerichtet, wie diese Übung aufgebaut sein sollte, welche Effekte man anstreben würde usw. Je nach Lehrer bzw. auch anderen Impulsgebern habe ich da im Laufe der Zeit verschiedene Aspekte mitbekommen. Gleichzeitig wurde mir auch gezeigt, dass diese Übung kein Pauschalrezept ist, sondern jeder seine Interpretationen dies bezüglich hat.

    Irgendwann habe ich die Übung dann nicht mehr so ausgeführt, als müsste ich damit irgendwas "trainieren", also kultivieren. Das heißt: äußerlich ist die Übung gleich geblieben, der Fokus hat sich verändert, nämlich weg von der Frage: Was muss ich korrigieren einen Schritt zurück: Was passiert eigentlich? Und das ganz nüchtern. Was passiert? Zunächst: Es gibt keine ruhige Position. Der Körper ist immer in Bewegung, auch wenn es nur Mikrobewegungen sind. Dann merkt man, dass man ständig am Schwingen ist - unter Alkoholeinfluss merkt man es vermutlich noch besser. PROST. Wenn dann irgendwo was zwickt oder drückt, hatte ich die Angewohnheit, meine Position zu "verbessern", sprich: das Problem nicht zu lösen, sondern es zu verlagern, bis es an anderer Stelle drückt. All diese Muster habe ich mir bewusst werden lassen, ohne sie aber ändern zu wollen, denn so hätte ich nur ein Konzept gegen ein anderes getauscht und somit nichts gewonnen. Deshalb - lange Rede, kurzer Unsinn - finde ich es empfehlenswert, am Problem selbst dran zu bleiben und nicht das Bemühen bedienen, etwas "besser" machen zu wollen. Das Erkennen der inneren Probleme führt - aus meiner Erfahrung - zu neuen Ansätzen, Überlegungen, Beobachtungen, Deutungen - und somit ist man in Bewegung. Man verweilt nicht bei"altem" Wissen in dem Sinne: Ich weiß, wie es richtig geht und übe es dann 1000 mal, um es noch besser zu machen; sondern: man bleibt an der Frage bzw. am Problem und beobachtet, forscht etc.

    Früher war ich "stolz", wenn ich lange in ZZ stehen konnte und dann auch Muskelkater hatte, gerade in den Beinen. Heute mach ich es anders: Dieses "Kraftgefühl" ist nur Ausdruck des eigenen Widerstands, ebenso das ständige Versuchen, sich "besser" auszurichten usw. ZZ ist für mich keine Kraft- oder Ausdauerübung, sondern eine Übung für die eigene Achtsamkeit, um im Inneren Umorganisationen vornehmen zu können, diese aber nicht im Sinne des richtigen Weges zu nutzen. Sobald man glaubt, man würde was richtig machen, verfällt man in einen Trott und widerholt quasi nur - wieder-holen, man verwaltet nur noch und das ist - zumindest für mich - Stillstand und hat nix mehr mit Bewegung zu tun.

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