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Thema: Depressionen

  1. #1
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    Standard Depressionen

    Gibt es hier User mit Erfahrungen? SAS oder Depressionen? Behandlungen? Heilung? Gerne auch per PM.

  2. #2
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    Ich habe im sehr engen Umfeld 2 Personen mit Depressionen/ psych. Erkrankungen.

    Hast du spezielle Fragen?

    Das wichtigste ist im ersten Schritt ein professioneller Ansprechpartner. Wenn Medikamente verschrieben werden, auf jeden Fall nehmen.

    Wenn du genauere Fragen hast, kann ich gerne etwas dazu schreiben.
    Geändert von krasser Typ (06-12-2018 um 11:40 Uhr)

  3. #3
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    „Depression“ ist ein sehr weites Feld, in dem es alles gibt zwischen „leichter Verstimmung“ und „Major-Depression“. So vielfältig das Erscheinungsbild ist, so vielfältig können die Therapiemöglichkeiten sein.
    Manchen reicht eine Umfeldanalyse und eine kurze Gesprächstherapie und alles ist wieder gut und andere brauchen Elektrokrampftherapien, monatelanges stationäres Setting und werden es trotzdem nie los.

    Tabletten können UNTERSTÜTZEND helfen, aber das absolut Entscheidende ist ein guter Therapeut bei dem man offen und ehrlich reden kann und sich aufgehoben fühlt.
    Nur der kann auch entscheiden ob es wirklich eine Depression ist und wie man da am besten rangeht, bzw. ob es noch andere Faktoren gibt die die Depression auslösen.

    Bewegung ist meiner Erfahrung nach unterstützend sehr gut, sowie das Weglassen von Alkohol und anderen Drogen.

  4. #4
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    Worum geht es mir ...

    Wie geht man damit um, wenn es das ganze Leben echt beeinträchtigt? Wenn man zu kaum noch was Lust hat, selbst zu den liebsten Dingen? Wenn alles darunter leidet? Wie baut man den Stress ab, der dazu führt? Kann eine Veränderung helfen? Wenn man Sportler ist und an Bewegung gewöhnt ist, keine Drogen und keinen Alkohol zu sich nimmt, es aber trotzdem "aufs Gemüt" schlägt ... was macht man dann?

    Es geht mir eigentlich darum, hier ein paar Denkansätze zu sammeln, um vielleicht Betroffenen zu helfen....

  5. #5
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Es geht mir eigentlich darum, hier ein paar Denkansätze zu sammeln, um vielleicht Betroffenen zu helfen....
    Schwierig, zum einen weil oft selbst enge Familienangehörige kaum Zugang zum Betroffenen finden wenn es dieses Thema betrifft, zum anderen ist es wie von kanken ausgeführt eine sehr individuelle Geschichte.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  6. #6
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    Nach draußen zumindest eine halbe Stunde am Tag, sich Licht und Wetter aussetzen.
    Über die Tätigkeiten Buch führen. Das Problem ist die Leute haben kein objektives Empfinden mehr was sinnvolles getan zu haben.
    Lernen sich die Erfolge selbst zuzuschreiben und Misserfolge den Umständen zuzuschieben. Mag vielleicht im konkreten Fall nicht so sein ist aber bei jemandem der zu Depressionen neigt besser.
    Internet reduzieren, Nachrichten reduzieren, da wird nur Negatives ständig widergekäut. Viertelstunde Tagesschau reicht völlig.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  7. #7
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    „Depression“ ist ein sehr weites Feld, in dem es alles gibt zwischen „leichter Verstimmung“ und „Major-Depression“. So vielfältig das Erscheinungsbild ist, so vielfältig können die Therapiemöglichkeiten sein.
    Manchen reicht eine Umfeldanalyse und eine kurze Gesprächstherapie und alles ist wieder gut und andere brauchen Elektrokrampftherapien, monatelanges stationäres Setting und werden es trotzdem nie los.
    Ich hole das noch mal hierher, weil es wirklich wichtig ist, zu gucken (sauber diagnostisch abklären zu lassen!), an welchem Ende bzw. wo auf dem Verstimmtheits-Kontinuum der Betroffene (man selbst) zu verorten ist.

    Wer eine Major Depression mit sich herumschleppt, für den ist es schon fast unmöglich, überhaupt aus dem Bett zu kommen. Da ist der Tipp mal rauszugehen nicht zielführend.

    Wer eine leichtere Form des SAD hat, dem wiederum können ausgiebige Spaziergänge bei Tageslicht (und wenn es Winterlicht ist) tatsächlich gut helfen. (Ich für meinen Teil weiß genau, warum ich mitten in der düstersten Spätwinterzeit ans Rote Meer fliege...).

    Und wem es einfach schei*e geht, weil das Leben nun mal manchmal einfach schei*e ist (auch das gibt es), der braucht vorrangig einfach Hilfe, um durch die Schei*e durch zu robben. Da kann der Arzt oder Therapeut auch nicht viel machen.

    Abklären (lassen)!

  8. #8
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    Ein guter Kumpel von mir ist schwer an Depressionen erkrankt, mit allem was im schlimmsten Fall dazu kommt, und meiner Erfahrung nach kann ich nur sagen, zum Arzt gehen! Alleine irgendwas kurrieren versuchen, schön und gut, aber keine Depressionen. Zunächst ist ja eine vernünftige Diagnose relevant. Handelt es sich nur um depressive Stimmungsschwankungen (die wir alle mal haben) oder eine richtige depressive Erkrankung. Und dann sind mit dem Arzt weitere Maßnahmen zu ergreifen.

  9. #9
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    Das, was ich geschrieben habe, steht schon hier. Zur Verstärkung aber dennoch:

    Meiner Erfahrung nach ist es für Betroffene zunächst wichtig, diesen "Zustand", tatsächlich als Erkrankung anzuerkennen, "wenn es das ganze Leben echt beeinträchtigt". Und nicht einfach nur als "schlechte Stimmung" oder "Herbstlaune" oder so ähnlich einzuordnen.

    Eine Erkrankung, die u.a. und sehr platt gesagt, eben gerade die Verbindung von "liebste Dinge" zu "tue ich jetzt / habe ich Lust drauf / Energie dazu" im Körper kappt. Und auch ganz allgemein die Herstellung der Energie verhindert, die wir brauchen, um Leben als solches - im wahrsten Sinne des Wortes - anzugehen. So daß die Mechanismen, die man sonst zur Bewältigung von Lebenskrisen oder zur Motivation benutzt, nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Man sich also nicht mehr "am eigenen Schopf" aus dem Dunkelsumpf ziehen kann.

    Mit einer Erkrankung ist man in der Regel bei einem Arzt gut aufgehoben. Ich habe immer wieder gute Erfahrungen mit Hausärzten gemacht, die dann weitervermittelt haben. Aber das ist sicher unterschiedlich. Psychtherapeut, Neurologe, Psychiater ... wesentlich scheint mir, jemanden aufzusuchen, dem man Vertrauen entgegenbringt.

    Natürlich kann all das nur der Betroffen für sich selber tun. Aber ich finde es auch von außen betrachtet hilfreich zu wissen, daß es um eine Erkrankung geht wie Masern oder Mumps, die jeden treffen kann. Und nicht um eine verzärtelte, persönliche Befindlichkeit von jemand, dem vielleicht das Leben zu kompliziert ist.

    Darum:
    Zitat Zitat von StefanB. aka Stefsen Beitrag anzeigen
    ... zum Arzt gehen! Alleine irgendwas kurrieren versuchen, schön und gut, aber keine Depressionen. Zunächst ist ja eine vernünftige Diagnose relevant. Handelt es sich nur um depressive Stimmungsschwankungen (die wir alle mal haben) oder eine richtige depressive Erkrankung. Und dann sind mit dem Arzt weitere Maßnahmen zu ergreifen.
    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Abklären (lassen)!
    Falls es tatsächlich um Streß als (mit)auslösenden Faktor geht, dann ist nach meiner Erfahrung häufig ein Ausstieg notwendig und hilfreich. Nicht nur ein Umorganisieren.

    Bewegung ist nicht gleich Bewegung. Ich habe - bei leichteren Verläufen - sehr positive Erfahrungen mit dem Üben von qi gong gemacht. Und zwar mit ganz grundlegenden Formen.

    In der Begleitung scheint es mir wichtig, daß man versucht "da zu sein" - ohne aber bei sich selbst das Gefühl zu kultivieren, man sei "Retter" oder für das Glück des anderen verantwortlich. Man benötigt also ein hohes Maß an Empathie und auch Toleranz - und gleichzeitig muß man sich klar abgrenzen können.

  10. #10
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    das problem dabei ist, daß selten MIT den betroffenen, aber sehr viel ÜBER die betroffenen geredet wird.

    das problem ist, daß kaum jemand zuhört, wenn ein betroffener versucht, sich verständlich zu machen. ich habe wieder und wieder erlebt, daß selbst jene, die sich mühe geben, zuzuhören, so in den denkschablonen ihrer (vor)urteile gefangen sind, daß sie leider oft nur das verstehen, was sie verstehen wollen, aber nicht das, was der betroffene sagt.

    ich rede hier nicht von depressiven verstimmungen, sondern von manifesten, chronischen depressionen mit schwerem verlauf.
    die sicht auf die welt und auf die mitmenschen ist eine andere, wenn man unter einer solchen krankheit leidet. man reagiert anders, als die meisten menschen es gewöhnt sind.
    dann soll man sich "erklären", sich rechtfertigen ...
    irgendwann zieht man sich zurück, stück für stück, mehr und mehr.
    ich habe immer wieder erlebt, daß mitmenschen "erklärungen" erwarten, die man als betroffener gar nicht geben KANN. oft werden detaillierte erläuterungen regelrecht gefordert, wird die frage "warum bist du so?" gestellt - als ob man sich dafür zu rechtfertigen hätte.

    der umgang mit betroffenen ist schwierig, keine frage. aber eben weil es so schwierig ist (und für den betroffenen noch sehr viel mehr!), und weil es eben weder einfache erklärungen gibt noch schlichte patentrezepte, weicht man der überforderung aus.
    der betroffene weicht den unangenehmen fragen aus, die aus seiner sich durchaus den charakter von vorwürfen und schuldzuweisungen haben können.
    die nichtbetroffenen weichen der unangenehmen situation aus, weil sie nicht wissen, wie sie darauf reagieren sollen und weil es lästig ist, sich auf jemanden einzulassen, der eben nicht mit ein paar gutgemeinten sprüchen zu "trösten" ist.

    insgesamt reden betroffene und nichtbetroffene fast immer aneinander vorbei.
    das macht die kommunikation so schwierig, daß über kurz oder lang funkstille eintritt ...

    @jkdberlin: falls du interesse hast, kann ich dir per PN gern ausführlicher schreiben.
    www.judo-blog.de
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  11. #11
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    Möchte noch anmerken, dass im Falle einer Schilddrüsen-Unterfunktion auch Depressionen auftreten können.
    Dieses würde zu einer Behandlung mit dem Schilddrüsenhormon "L-Thyroxin" führen.

    Gruß
    Nohands
    .
    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“

  12. #12
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    Professionelle Betreuung ist enorm wichtig, von Anfang an. Man muss sich dafür aber vermutlich die guten unter den vielen Möglichkeiten suchen, weil ich auch sehr unterschiedlich gute Ärzte kennengelernt habe. Da sollte man sich dann an Einrichtungen wenden, die darauf spezialisiert sind, und wo man es im Idealfall nicht mit einem Arzt zu tun hat, sondern mit einem Team. Und die Leute machen das dann auch jeden Tag, und nicht alle Jubeljahre mal nebenbei.

    Der erste Schritt ist tatsächlich Akzeptanz, dass man krank ist. In den seltensten Fällen kann man da was für, die ersten Auslöser kommen fast immer von aussen. Und auch hinnimmt, dass man einen längeren Weg gehen muss.

    Der zweite Schritt ist, zu lernen nicht auf sich selbst loszugehen. "Kritisieren" ist das schlimmste was man sich antun kann. Es fehlt ja Motivation und die Reaktionsschleife aus Motivation, Erfolg, "Lob" und positive Ansprache. Da ist was kaputt gegangen, wodurch elementare Motivationsmechanismen - vorübergehend - aufhören zu funktionieren. Es gibt "einfache Lösungen", das kann aber schwer nach hinten losgehen wenn man sich den falschen Motivator nimmt. Da geht es dann in die innerste Motivation, und damit muss man vorsichtig umgehen.

    Negative Ansprache ala "wieso kannst du nicht ... wieso musst du immer ...", auch zu sich selbst, macht das ja immer weiter kaputt, immer schwerer. Das aufzuhören ist ein guter Anfang. In meiner Meditation kam als erster Hinweis von innen "du musst dich mehr loben". Lapidar, einfach so beim gehen. Das hat aber eine Initialzündung ausgelöst, weil mir sofort quasi wie Schuppen aus den Haaren gefallen ist, dass ich mich noch nie gelobt habe bis dahin. Im Sinne eines lobenden Gefühls, das ist einfach entstanden in dem Moment. Mein Zustand hat sich danach sehr schnell gebessert, innerhalb von Tagen, die Ursachen sind natürlich nicht verschwunden. Das kommt dann später. Aber mit diesem Kniff geht es einem nicht beständig schlechter, sondern zunächst mal so gut wie es gerade möglich ist. Als Übung kann man folgendes dafür machen: zwei Finger leicht gegen die Brust drücken, knapp oberhalb des Solar Plexus. Die Stelle kitzelt leicht wenn man sie trifft. An der Stelle erzeugt man dann, für längere Zeit, ein positives, gutes Gefühl. Ich habe monatelang darin gebadet, das hat eine Grundlage geschaffen. Einfach nur sitzen, atmen, und das Gefühl entstehen lassen. Bei mir ist es das gleiche wie das "Loben".

    Danach muss man, am besten zusammen mit dem Ärzteteam innerhalb der Einrichtung und deren Vorgehensweise, in Erfahrung bringen was, mittelbar, die Ursache für die Verschlechterung ist. Wenn das konkrete Situationen sind die einen unter Druck setzen, Arbeitsumfeld, -stress, Mobbing, Bedrohung, und so weiter, ist ein wesentlicher Schritt einen aus diesem Umfeld zu befreien. Z.B. durch Auszug, Umzug, Wechsel des Arbeitsplatzes, oder halt per Krankschreibung. Danach gliedern sich dann weitere Maßnahmen an, Trainings, Spielszenarien, Gruppentherapie, etc.

    Ist es keine solche konkrete aktuelle Sache, und auch nichts körperliches (Stoffwechselproblematik, Erkrankung), dann wird man es meist mit Erinnerungen zu tun haben. Das ist dann ein weites Feld, und benötigt spezialisierte Herangehensweisen. Ich verwende als "gelernter" Taoist meine eigenen, die arbeiten relativ langsam, aber zuverlässig. Zaubern kann man damit aber auch nicht, das weicht systematisch nicht hilfreiche Verknüpfungen auf, und ersetzt nicht hilfreiche oder kaputt gegangene Muster durch neue, funktionierende, und bessere. Das ist ein langsamer Prozess durch Meditation (Himmel kucken usw.) und - Träumen. Wenn man akzeptiert dass das passieren muss, und hinnimmt dass man mit der Nase auf das gestossen wird was nicht gut ist, dann entsteht so ein Prozess von selbst.

    Man erlebt im Traum, unter teils gewaltigen Gefühlen, Situationen, Bilder, Gleichnisse, die das formulieren, und man wacht mit veränderten, teils starken Gefühlen auf, die man dann machen lassen muss. Da muss man dann akzeptieren, dass diese Gefühle auftreten (können "komische" komplexe sein, oder einfache wie Wut, Trauer, Schmerz, Angst), und lernen das hinzunehmen dass man solche Phasen hat. Die darf man dann nicht abschalten. Man wird emotional die Phasen durchleben die lange zurückliegen und die Dinge haben entstehen lassen, als wäre es gerade passiert. Man fühlt sich dann auch wie 1976 oder wann auch immer es gewesen ist. Langsam und Schritt für Schritt werden dann viele Dinge sichtbar die man nie bemerkt hat, und ändern sich. Ohne dass man sich aussuchen kann was funktioniert, man muss das machen lassen, und was dabei rauskommt war die beste Lösung. Das kann auch über viele Umwege laufen, also dass man erst aggressiv wird, und dann im Laufe der Zeit geht es wieder weg.

    Das ist aber nur eine Möglichkeit. Da man ggf. mit sehr starken Gefühlen konfrontiert wird, sollte man das vielleicht lieber im Rahmen der professionellen Betreuung machen. Gruppentherapie ist für mich da besser als Einzelstunden, weil man da auch wochenlang dabei sitzen kann ohne was sagen zu müssen, bis Dinge aus einem herausbrechen. In dieser Betreuung in einer Tagesklinik, ambulanten Einrichtung usw. wird es dann auch, in der Regel erprobte, Konzepte und Programme geben, mit oder ohne medikamentöse Begleitung.

    Das ist ein langer Weg, aber es wird besser wenn man damit anfängt. Man muss aber damit rechnen, dass man vorübergehend auch mal arbeitsunfähig werden wird. Das ist dann ein kleiner Preis dafür, dass es einem hinterher ganz anders gehen wird. In Deutschland ist das zum Glück kein Problem. Meiner Erfahrung nach kann man, nach ein paar initialen Stürmen, das Ganze gut aushalten.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  13. #13
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Es geht mir eigentlich darum, hier ein paar Denkansätze zu sammeln, um vielleicht Betroffenen zu helfen....
    Wie gesagt, es geht nichts ohne die Einschätzung von jemandem, der sich professionell damit auskennt!

    Man könnte dem Betroffenen erst einmal einen kleinen Fragebogen an die Hand geben, den er EHRLICH beantworten sollte.
    Dieser hier ist z.B. ganz gut:

    ADS/L Test

    Wenn er darin 16 oder mehr Punkte hat kann man ihm nahelegen sich an seinen Hausarzt zu wenden, der sollte dann z.B. den PHQ-D Test machen und hätte dann eine gute Grundlage ihn an einen Psychiater oder Psychologen zu überweisen.

    Oft ist das „selbst eingestehen dass man Hilfe braucht“ das Schwierigste für den Betroffenen und der erste Schritt zur helfenden Hand der Schwerste.
    Die Tests bieten da eine ganz gute „Objektivierbarkeit“ und dienen der „Rechtfertigung“ Hilfe zu suchen und vor allem auch ANNEHMEN zu können.
    Geändert von kanken (06-12-2018 um 15:37 Uhr)

  14. #14
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    Ich hatte vor hier nicht zu schreiben. Aber @rambat hat einen Fall gut beschreibt, den ich leider gut kenne.

    Es gibt Menschen, die einfach ganz anderen Wahrnehmungen haben und wenn so ist, kann man jeder Arzt und alle Hilfe der Welt vergessen. Ich möchte nicht von medizinischen Hilfe abraten, aber wenn das geht wie ich kenne, dann nur Selbstheilung.

  15. #15
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Worum geht es mir ...

    Wie geht man damit um, wenn es das ganze Leben echt beeinträchtigt? Wenn man zu kaum noch was Lust hat, selbst zu den liebsten Dingen? Wenn alles darunter leidet? Wie baut man den Stress ab, der dazu führt? Kann eine Veränderung helfen? Wenn man Sportler ist und an Bewegung gewöhnt ist, keine Drogen und keinen Alkohol zu sich nimmt, es aber trotzdem "aufs Gemüt" schlägt ... was macht man dann?

    Es geht mir eigentlich darum, hier ein paar Denkansätze zu sammeln, um vielleicht Betroffenen zu helfen....
    Das klingt nach Versuch einer Selbstheilung o Ä.
    Wie gesagt professionelle Hilfe nehmen
    -Arzt zur Verschreibung einer Therapie u Medikamenten (wenn nötig)
    -Therapeut
    -Sozialarbeiter o.Ä. um ganz PRAKTISCHE und PRAGMATISCHE Hilfe zu bekommen (Alltag, Wieder Job finden etc.)

    In der Reihenfolge (zumindest meiner Erfahrung nach)

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