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Thema: BJJ kann ein Durchschnittsportler nie komplett erlernen

  1. #1
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    Standard BJJ kann ein Durchschnittsportler nie komplett erlernen

    Je länger ich BJJ trainiere und auch unterrichte, desto mehr wird mir klar, das diese Kampfkunst eigentlich viel zu komplex ist, als das sie ein normaler Anwender komplett erlenen könnte.

    Klar die Basics, Blaugurtlevel, die grundlegenden Submissions, kein Problem, wird ja auch praktiziert, aber wenn ich mir die komplexen Guard Systeme, das Leglock Game oder auch die allgemeinen Verkettungen von Submissions und Positionen anschaue, dann ist dafür so eine Geschicklichkeit, mentale Konzentration und vor allem so ein Zeitaufwand nötig, das es für die meisten "Hobbysportler" einfach nicht möglich ist, es komplett zu erlernen.

    Während z.B. ein Judoka eine eher überschaubare Zahl an Techniken hat und die besten Athleten die bekannten Techniken auf einem extrem viel besseren Niveau ausführen, ist es beim BJJ ja wirklich so, das es einfach unzählig viele Techniken zu meistern gilt und man wirklich sagen kann, ein guter BJJler hat nicht nur bessere körperliche Eigenschaften, sondern kann einfach sehr viel mehr Techniken als ein durschnittlicher Blaugurt.

    Für mich zwar eine Faszination, das ich nach 24 Jahren immer noch wöchentlich neue Techniken lerne, aber eben auch etwas frustrierend für den Hobbysportler, der einfach immer nur einen Bruchteil des BJJ kennt, weil Zeit und andere Faktoren halt nicht gegeben sind.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    Während z.B. ein Judoka eine eher überschaubare Zahl an Techniken hat und die besten Athleten die bekannten Techniken auf einem extrem viel besseren Niveau ausführen, ist es beim BJJ ja wirklich so, das es einfach unzählig viele Techniken zu meistern gilt und man wirklich sagen kann, ein guter BJJler hat nicht nur bessere körperliche Eigenschaften, sondern kann einfach sehr viel mehr Techniken als ein durschnittlicher Blaugurt.

    Für mich zwar eine Faszination, das ich nach 24 Jahren immer noch wöchentlich neue Techniken lerne, aber eben auch etwas frustrierend für den Hobbysportler, der einfach immer nur einen Bruchteil des BJJ kennt, weil Zeit und andere Faktoren halt nicht gegeben sind.
    Ist überall ähnlich, würde ich sagen. Nicht nur auf die KK beschränkt. Etwas zu tüfteln, zu verbessern, neu und umzulernen gibt es immer. Man wird nicht fertig. Das Ziel kann nur ein möglichst hohes Niveau sein, verbunden möglichst mit Förderung der Gesundheit. Das ist der Weg.

  3. #3
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    Nö.
    Basics beherrschen.
    Prinzipien verstehen.
    Submissions und deren Escapes kennen.
    Einige wenige Submissions selbst beherrschen.

    Dass der Hobbyist nicht so gut wird wie der Vollzeit-Athlet ist doch klar.
    Aber der engagierte Hobbyist (zB 5x Training/Woche) kommt doch einigermaßen weit, umso mehr mit den richtigen Trainern und Trainingspartnern.
    "Eternity my friend is a long f'ing time!"

  4. #4
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    Je länger ich BJJ trainiere und auch unterrichte, desto mehr wird mir klar, das diese Kampfkunst eigentlich viel zu komplex ist, als das sie ein normaler Anwender komplett erlenen könnte.

    Klar die Basics, Blaugurtlevel, die grundlegenden Submissions, kein Problem, wird ja auch praktiziert, aber wenn ich mir die komplexen Guard Systeme, das Leglock Game oder auch die allgemeinen Verkettungen von Submissions und Positionen anschaue, dann ist dafür so eine Geschicklichkeit, mentale Konzentration und vor allem so ein Zeitaufwand nötig, das es für die meisten "Hobbysportler" einfach nicht möglich ist, es komplett zu erlernen.

    Während z.B. ein Judoka eine eher überschaubare Zahl an Techniken hat und die besten Athleten die bekannten Techniken auf einem extrem viel besseren Niveau ausführen, ist es beim BJJ ja wirklich so, das es einfach unzählig viele Techniken zu meistern gilt und man wirklich sagen kann, ein guter BJJler hat nicht nur bessere körperliche Eigenschaften, sondern kann einfach sehr viel mehr Techniken als ein durschnittlicher Blaugurt.

    Für mich zwar eine Faszination, das ich nach 24 Jahren immer noch wöchentlich neue Techniken lerne, aber eben auch etwas frustrierend für den Hobbysportler, der einfach immer nur einen Bruchteil des BJJ kennt, weil Zeit und andere Faktoren halt nicht gegeben sind.
    Denn BJJ'ler konnen schließlich übers Wasser gehen��!
    Es ist doch vollkommen klar, das ein durchschnittlicher "Breitensportler" nicht auf das Niveau kommen kann, wie ein " Verrückter", der 5 - 6 x in der Woche trainiert und dazu sein ganzes Leben danach ausrichtet, das entspricht quasi Profibedingungen.
    Ist allerdings im Judo, Sambo, Ringen ect. überall das selbe.
    MIT FREUNDLICHEN GRÜßEN JOBI

  5. #5
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    Ist das nicht überall so?
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  6. #6
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    Je länger ich BJJ trainiere und auch unterrichte, desto mehr wird mir klar, das diese Kampfkunst eigentlich viel zu komplex ist, als das sie ein normaler Anwender komplett erlenen könnte.

    Klar die Basics, Blaugurtlevel, die grundlegenden Submissions, kein Problem, wird ja auch praktiziert, aber wenn ich mir die komplexen Guard Systeme, das Leglock Game oder auch die allgemeinen Verkettungen von Submissions und Positionen anschaue, dann ist dafür so eine Geschicklichkeit, mentale Konzentration und vor allem so ein Zeitaufwand nötig, das es für die meisten "Hobbysportler" einfach nicht möglich ist, es komplett zu erlernen.

    Während z.B. ein Judoka eine eher überschaubare Zahl an Techniken hat und die besten Athleten die bekannten Techniken auf einem extrem viel besseren Niveau ausführen, ist es beim BJJ ja wirklich so, das es einfach unzählig viele Techniken zu meistern gilt und man wirklich sagen kann, ein guter BJJler hat nicht nur bessere körperliche Eigenschaften, sondern kann einfach sehr viel mehr Techniken als ein durschnittlicher Blaugurt.

    Für mich zwar eine Faszination, das ich nach 24 Jahren immer noch wöchentlich neue Techniken lerne, aber eben auch etwas frustrierend für den Hobbysportler, der einfach immer nur einen Bruchteil des BJJ kennt, weil Zeit und andere Faktoren halt nicht gegeben sind.
    Ich als Hobbysportler finde das gar nicht schlimm oder frustrierend. Für mich ist es viel wichtiger so lange wie möglich und bis ins hohe Alter zu trainieren (Stichwort sustainable). Bei 2-3x die Woche Training auf "Breitensportlevel" muss man halt Abstriche machen....Solange die "Basics" passen, man gute Trainingspartner hat und der Spass am Training bleibt.

  7. #7
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    Und komplett heißt ja lange noch nicht besser.

    Was nützen mir tolle Techniken wenn ich die aufgrund meiner körperlichen Merkmale eh nie einsetze?

    Wie sagte mein Trainer neulich so schön:
    „Mit meinen kurzen Beinen wirst Du von mir im Wettkampf wohl nie ne Triangle sehen...“.

    Ist doch aber auch völlig egal, die erfolgreichsten Sportler sind nicht automatisch auch die komplettesten - aber das was sie können reicht halt vollkommen aus.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  8. #8
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    Wie gesagt, ich schließe mal bewusst das Niveau aus. Ist ja klar das ein Bundesliga Fußballer, besser ist als einer aus der Kreisliga.

    Aber die können halt beide die selben Techniken, der eine besser der andere schlechter.

    Im BJJ ist es aber so, das man verlieren kann, nur weil man die Techniken nicht kennt. Selbst wenn man in anderen Aspekten besser ist.

    Das finde ich gerade so krass, es gibt hunderte von Moves die man können muss, um das System "relativ" komplett zu kennen und können und das sind jetzt keine "toten" Grundschul Moves aus alter Tradition, sondern halt die Moves die man im Rollen benötigt.

    Kein Judoka braucht 500 Techniken für sein komplettes Spiel, das ist da wesentlich übersichtlicher, was nicht bedeutet das es schlechter ist.

    Ich denke z.B. das auch ein Hobbysportler nach 10 Jahren Judo sagen kann, ich beherrsche das System, andere können es besser, aber ich habe die gleiche technische Basis.

    Und das ist halt im BJJ nicht so. Ob das gut oder schlecht ist, will ich gar nicht beurteilen, es ist mir halt gerade in den letzten Jahren mit all den Entwicklungen extrem aufgefallen......

  9. #9
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    ...

    Im BJJ ist es aber so, das man verlieren kann, nur weil man die Techniken nicht kennt. Selbst wenn man in anderen Aspekten besser ist.

    Das finde ich gerade so krass, es gibt hunderte von Moves die man können muss
    ....
    Echt?
    Ich denke, viele Sachen kann man abdecken mit der Mischung:
    1) Prinzip verstanden
    2) Technik mal gesehen (noch besser natürlich: ein paar mal trainiert)
    3) 1) + 2) verknüpfen, um a) Situation vermeiden, b) Escape zu generieren, oder c) evtl. selbst spontan anwenden

    Ich muss doch beispielsweise nicht Triangle, Head&Arm-Triangle, d'Arce, Anaconda, Arm-in-Guillotine etcpp. "beherrschen", um es zumindest verteidigen zu können.
    Prinzip: Schulter + Hals -Würger, in welchen Positionen muss ich darauf achten, etcpp...
    "Eternity my friend is a long f'ing time!"

  10. #10
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    Sehe ich auch so, Prinzipien verstehen und nicht Einzeltechniken.
    Dementsprechend sehe ich es für fast alle Sportarten so.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  11. #11
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    Ich denke z.B. das auch ein Hobbysportler nach 10 Jahren Judo sagen kann, ich beherrsche das System, andere können es besser, aber ich habe die gleiche technische Basis.
    Das denke ich nach 35 Jahren Judo (wovon ca. 30 als Hobbysport zu betrachten sind) nicht.
    "We don' t break boards, we break people."

  12. #12
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    Echt?
    Ich denke, viele Sachen kann man abdecken mit der Mischung:
    1) Prinzip verstanden
    2) Technik mal gesehen (noch besser natürlich: ein paar mal trainiert)
    3) 1) + 2) verknüpfen, um a) Situation vermeiden, b) Escape zu generieren, oder c) evtl. selbst spontan anwenden

    Ich muss doch beispielsweise nicht Triangle, Head&Arm-Triangle, d'Arce, Anaconda, Arm-in-Guillotine etcpp. "beherrschen", um es zumindest verteidigen zu können.
    Prinzip: Schulter + Hals -Würger, in welchen Positionen muss ich darauf achten, etcpp...
    Also sowas funktioniert vielleicht am Anfang, aber die Annahme eine Prinzip zu verstehen, ohne Wochen in die Technik investiert zu haben, kann ich nicht so nachvollziehen. Gesehen und ein "paar Mal" gemacht, fällt für mich in die gleiche Kategorie.

    Und klar kann man jemanden die Verteidigung gegen eine bestimmte Technik zeigen, aber das ist relativ bedingt in seiner Wirkung, weil auf einem bestimmten Level niemand, eine einzelne Technik macht, sondern Ketten von Bewegungen hat, welche am Ende eine oder mehrere Submissions haben.

    Es geht ja nicht darum einzelne Techniken zu verteidigen, sondern das Spiel zu verstehen und RECHTZEITIG in die richtigen Bahnen zu lenken, um die eigenen Aktionen zu setzen.

    Es nutzt mir also nix eine Escape aus der Reverse De La Riva Guard zu kennen, wenn ich nicht den Sinn und Zweck der Guard kenne und mir im Vorfeld Gedanken machen kann, welchen WEg ich gehe, um eben dort oder nicht dort zu enden.....

  13. #13
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    Sehe ich auch so, Prinzipien verstehen und nicht Einzeltechniken.
    Dementsprechend sehe ich es für fast alle Sportarten so.
    Aber was sind denn Techniken? Techniken sind der Ausdruck bestimmter Prinzipien im Bezug auf bestimmte Ziele.
    Wenn ich jetzt das Prinzip hinter einer Technik verstanden habe, heisst das nicht das ich einfach Techniken "erfinden" kann, weil ich ja weiß wie das Prinzip ist.

    Nur weil ich ein Prinzip verstanden habe, habe ich nicht automatisch die Kreativität und die Innovation, daraus neue Techniken automatisch abzuleiten.

    Wäre das so, bräuchte niemand Techniken trainieren....

  14. #14
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    Trainierst du 1:1 Techniken nach oder spürst du sie und reagierst da drauf, wie der Gegner sich bewegt?
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  15. #15
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    Ich trainiere nach 24 Jahren, immer noch jede Woche neue Techniken. Bzw. verbessere alte Techniken. Je nachdem.

    Natürlich mach ich auch Positionssparring und Sparring, aber das eine hat für mich mit dem anderen nix zu tun.

    Es gibt rationales Training mit Strategie und Technik, das ist die eine Seite der Medaille

    und es gibt Fühlen und Improvisieren, das ist die andere Seite.

    Fühlen und Improvisieren ist für mich die Hardware, Techniken sind die Software. Ich will meine Hardware verbessern, aber eben auch ständig meine Software updaten......

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