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Thema: Traditionelles Taekwondo

  1. #1
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    Standard Traditionelles Taekwondo

    Hallo

    in Deutschland ist der Kwon Taekwondo - Verband jahrelang den Weg des traditionellen Taekwondo - weiter gegangen.
    Diese Form des Taekwondo wurde von koreanischen Taekwondo- Meistern unter General Choi Hong-Hi in Deutschland vorgestellt.
    Meister Kwon kam als Trainer in die Oh-Do-Kwan Sportschulen von C. Wiedmeier nach München.

    Viele später hat Meister Kwon seinen eigenen Verband gegründet und ist sich selbst treu geblieben.
    Er unterrichtete noch immer das Taekwondo aus der Anfangszeit.
    Wettkampf ohne Kontakt, die Formenlehre 24 Hyong.

    Nachdem Meister Kwon seine Lehrtätigkeit in Deutschland eingestellt hat.
    Sind jetzt alle Taekwondo Meister, die bei Kwon gelernt haben, dabei einen eigenen Verband zu gründen.

    Traditional Taekwon-Do Center e.V.

    https://traditional-taekwondo.center/

    viele Schulleiter von Großmeister Kwon,


    https://www.united-tkd.de/

    Kampfkunstschule Stadler im München.

    Ist dieses Taekwondo der ursprüngliche Stil von General Choi Hong-Hi
    die Kampfsport-Art die alle Sportler ausüben können?
    Da ohne Kontakt..
    Kinder, Jugendliche und Erwachsen...auch Ü 50

    Oder denkt Ihr das Taekwondo ob WTF oder ITF
    können alle Taekwondo -in bis ins hohe Alter ausüben.
    Geändert von step-by (02-01-2019 um 19:42 Uhr) Grund: Link war nich korrekt

  2. #2
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    Auch: Hallo !
    Mittlerweile versuchen ja beispielsweise die drei ITF-Organisationen neue Mitglieder durch verschiedene
    Programme zu gewinnen. Es gibt beispielsweise das Kidz-Programm (3-6 Jahre), das Tigers LSE (2-6 Jahre) oder
    das Harmony-Programm (ab 50 Jahre). Taekwon-Do kann man in jedem Alter ausüben. Es kommt immer drauf an,
    wie es gelehrt wird. Wir haben auch mehrere Sportler, die die 50 überschritten haben. Jeder macht alles mit, so
    weit es körperlich und gesundheitlich möglich ist...

    Ich glaube nicht, dass das oben genannte, und von Kwon Jae-Hwa gelehrte, traditionelle Taekwon-Do damit ein
    Alleinstellungsmerkmal hat. Aber es ist gut, dass es ein konkretes Konzept gibt. Die alten Meister werden noch ganz
    anders trainiert haben...

  3. #3
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    Hi Wizard,

    diese Antwort von Dir, finde ich gut gelungen.

    Die ITF wurde von General Choi Hong-Hi gegründet und machte das Taekwondo in der Welt bekannt.
    Einer der Mitglieder dieses Demo-Teams war Großmeister Kwon Jae-Hwa und der unterrichtete in den OH-Do-Kwan Sportschulen von C. Wiedmeier in München.
    Später trennte er sich von Wiedmeier wurde Bundestrainer im Taekwondo in Deutschland, bis sich die DTU dem neuen Stil WTF- Taekwondo angeschlossen hat.

    Kwon unterrichtet noch immer den Stil den er von General Choi Hong-Hi gelernt hat.
    Wie überall in den Kampfsport-Arten üblich, gibt es viele Meister, die sich von seinem Verband gelöst haben jetzt erst recht, nach der Beendigung seiner Lehrtätigkeit in Deutschland und eigene Wege gehen.

    Die ITF in Deutschland - wie von Dir angesprochen - gibt es drei davon.
    Wobei sogar Nord-Korea wo der General Choi Hong-Hi ( Streitkräfte von Süd-Korea ) begraben liegt, die Führungsrolle im ITF- Taekwondo beansprucht.

    Was Du mir schreibst, kenne ich auch aus dem Kwon-Verband. Dort war der Wettkampf nie das Hauptziel wie bei der WTF ( WT ) die unbedingt olympisch werden wollte.
    Ob dieses olympische Taekwondo der WTF wirklich Zuschauer und besonders Mitglieder um sich sammeln kann?

    Wie das Taekwondo das Du in der ITF gefunden hast, auch von anderen Taekwondo -Meistern ( anderer Verband ) unterrichtet wird.
    Siehe hier als Beispiel:

    www.toleu-taekwondo.at/


    https://www.taekwondo-hoechberg.de/
    oder sogar im Deutschen Karate Verband

    Verein für Traditionelle Budosport

    oder von der IBF
    ein höhere Taekwondo- in schreibt in diesem Board.
    - Drax -

    vielleicht melden sich noch einige User

  4. #4
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    Ich muss ja zugeben, dass ich mit dem olympischen Taekwondo nicht viel anfangen kann. Ich finde es als
    Zuschauer unattraktiv. Das ist wie Fechten, nur halt größtenteils mit den Beinen... zumindest was die
    Freikämpfe angeht. Das ganze Theater mit den Formenwettbewerben mit Wettkampf-Doboks usw.
    finde ich auch nicht gerade toll...

    Ich trainiere das reformierte ITF-Taekwon-Do und bin eigentlich ganz glücklich damit. Das ist strukturiert,
    es gibt klare Standards für alle Bereiche, aber genug Freiheiten, um entscheiden zu können, ob ich mich in
    Wettkämpfen vergleichen möchte oder nicht...

    Eine zu freie Interpretation eines "Verbandes", wie in Deinem o. g. Link, kann ich aber auch nichts abgewinnen.
    Wenn jeder seine Prüfungsrichtlinien usw. selbst festlegen kann (wie in der Satzung beschrieben), wird meiner
    Meinung nach viel verfälscht... Das wäre nichts für mich.

    Und ich glaube, da sind wir uns einig, dass Taekwon-Do eine Kampfkunst voller Kontroversen ist. Das beginnt bei
    den Wurzeln im Karate, über die Namensgebung, die Abspaltung der damaligen WTF, die Nachfolge des Generals,
    die Spaltung der Verbände usw. Man könnte Stunden darüber diskutieren...

  5. #5
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    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Kwon unterrichtet noch immer den Stil den er von General Choi Hong-Hi gelernt hat.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das richtig ist. Ich trainiere selbst nicht TKD, aber gelesen darüber schon. Wie ich von Interviews Artikeln usw. verstanden habe, Kwon hat sein TKD auf ein paar Prinzipien entwickelt. Für ihn waren die Wettkämpfe nicht wichtig und hat versucht, das Ego abzubauen. Für seinen Stil hat die Hände nicht vergessen und legte Wert auch auf Selbstverteidigung. Hier wird besser erklärt: Formenlauf (Hyong), Bruchtest (Kyek Pa), Freikampf (Chayu Taeryon) und Selbstverteidigung (Hosinsul) https://www.personal-taekwondo.de/tr...es-taekwon-do/

    War das von General Choi? Ich denke, das waren die Ideen von Kwon.

    Kwon hat auch nicht gesagt, dass er den TKD von Choi weitergemacht hat. Er hat seinen Stil "Traditionell" genannt, war nur ein Name. Hier vergessen sogar ihn. http://taekwondo.wikia.com/wiki/Traditional_Taekwondo

    Mehr Info http://taekwondo-deutschland.de/

  6. #6
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    Hallo Wizard

    ich habe diesen Thread begonnen, in der Hoffnung es beteiligen sich Taekwondo-in daran, die nicht dem WTF- Lager angehören.
    Zwei Taekwondo- in, nach der Info aus dem Link, zum traditionellen Taekwondo gehörend haben sich angemeldet.

    Dann sieh Dir diesen Link an:

    www.ibf-deutschland.de/

    Ein Verband der Taekwondo unterrichtet .. nach den Vorgaben der ITF, der WTF,
    einige Meister haben bei den ersten koreanischen Taekwondo Meistern gelernt, die nach Deutschland kamen.


    Zitat Zitat von Wizard Beitrag anzeigen
    Ich muss ja zugeben, dass ich mit dem olympischen Taekwondo nicht viel anfangen kann. Ich finde es als
    Zuschauer unattraktiv. Das ist wie Fechten, nur halt größtenteils mit den Beinen... zumindest was die
    Freikämpfe angeht. Das ganze Theater mit den Formenwettbewerben mit Wettkampf-Doboks usw.
    finde ich auch nicht gerade toll...
    Das Taekwondo der WTF hat sich den Spielregeln der Olympischen Spiele angepaßt. Wobei trotzdem die Funktionäre des Taekwondo aus Süd- Korea noch immer
    eine entscheidende Rolle spielen.
    Du kannst eine Prüfung bei einem koreanischen Meister ablegen, bekommst diese Prüfung vom Kukkiwon in Südkorea bestätigt ( Preis entsprechend )
    und die DTU muß die Prüfung anerkennen.
    Das Taekwondo der WTF wird auch von der Bundeswehr anerkannt und einige " Sportsoldaten " üben dies als Job aus.


    Ich trainiere das reformierte ITF-Taekwon-Do und bin eigentlich ganz glücklich damit. Das ist strukturiert,
    es gibt klare Standards für alle Bereiche, aber genug Freiheiten, um entscheiden zu können, ob ich mich in
    Wettkämpfen vergleichen möchte oder nicht...
    Dieses Taekwondo wird doch im Leichtkontakt ausgetragen. Mit Hand- und Fußschutz, einige Taekwondo-in waren in der Anfangszeit der WAKO
    öfters und erfolgreich auf Turnieren vertreten.
    Was Du schreibst, ist auch bei der WAKO ( Kick-Boxen ) möglich und jeder Sportler/in entscheidet wie er seine Kampfsport-Art ausüben möchte.


    Eine zu freie Interpretation eines "Verbandes", wie in Deinem o. g. Link, kann ich aber auch nichts abgewinnen.
    Wenn jeder seine Prüfungsrichtlinien usw. selbst festlegen kann (wie in der Satzung beschrieben), wird meiner
    Meinung nach viel verfälscht... Das wäre nichts für mich.
    Nun, da handelt sich sich um Mini-Verbände.
    Die WAKO wurde im Jahre 1974 als Wettkampfsport-Art gegründet.
    Erst einige Jahre später wurde alles genau geregelt. In der Anfangszeit wurde der " schwarze Gürtel " öfters verliehen,
    da die Ausbildungsordnung erst erstellt werden mußte. Unser Verein wechselte vom Taekwondo WTF zur WAKO und die Gürtelgrade wurden übernommen.

    Und ich glaube, da sind wir uns einig, dass Taekwon-Do eine Kampfkunst voller Kontroversen ist. Das beginnt bei
    den Wurzeln im Karate, über die Namensgebung, die Abspaltung der damaligen WTF, die Nachfolge des Generals,
    die Spaltung der Verbände usw. Man könnte Stunden darüber diskutieren...
    Da bin ich ganz bei Dir.
    Ist aber nicht nur im Taekwondo so, selbst im " jungen Kickboxen " gibt es nicht nur die WAKO, IBF, WKU, .. usw.

    Daher denke ich, es liegt ganz einfach beim Sportler/in welchen Weg er oder sie in der gewählten Kampfsport-Art gehen will.

    www.wako-deutschland.de
    Dort findest Du alles, Prüfungen, usw.

    bis bald...

  7. #7
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    Hallo Steppen,

    Du hast mir tolle Hinweise über Großmeister Kwon Jae-Hwa verlinkt.

    Großmeister Kwon habe ich auf einem Lehrgang in München-Ost erlebt. Sein Stil war gewöhnungsbedürftig.
    Aber es war das Taekwondo wie es in der Grundschule, mein Meister unterrichtet hatte, bevor er zum WTF -Stil gewechselt ist.

    Was mir bei Kwon aufgefallen ist:
    Die Hyongs wurden sehr schnell gelaufen.
    Freikampf ohne Kontakt.
    viel Bruchtest.
    Selbstverteidigung nur einige Hebel.

    All dies unterrichten seine Schüler auch weiterhin.
    Wobei einige jetzt den Stockkampf zusätzlich angefügt haben.

    Die ITF die von General Choi Hong-Hi ins Leben gerufen wurde, war der Verband dem Kwon Jae-Hwa in München angehört hat.
    Dieses Taekwondo unterrichtete Kwon Ja-Hwa. Choi Hong-Hi hat sein Taekwondo verändert - neue Formenlehre, Wettkampf im Leichtkontakt -

    Du kannst daher im Taekwondo zwischen verschiedenen Stil-Arten wählen.
    WTF- Taekwondo, ITF- Taekwondo, Kwon- Verband ( jetzt viele Abspaltungen) dem Taekwondo in der IBF, usw.

    Hoffe, ich habe Dir einige Hinweise geben können.








    Zitat Zitat von Steppen Beitrag anzeigen
    Ich bin mir nicht sicher, ob das richtig ist. Ich trainiere selbst nicht TKD, aber gelesen darüber schon. Wie ich von Interviews Artikeln usw. verstanden habe, Kwon hat sein TKD auf ein paar Prinzipien entwickelt. Für ihn waren die Wettkämpfe nicht wichtig und hat versucht, das Ego abzubauen. Für seinen Stil hat die Hände nicht vergessen und legte Wert auch auf Selbstverteidigung. Hier wird besser erklärt: Formenlauf (Hyong), Bruchtest (Kyek Pa), Freikampf (Chayu Taeryon) und Selbstverteidigung (Hosinsul) https://www.personal-taekwondo.de/tr...es-taekwon-do/

    War das von General Choi? Ich denke, das waren die Ideen von Kwon.

    Kwon hat auch nicht gesagt, dass er den TKD von Choi weitergemacht hat. Er hat seinen Stil "Traditionell" genannt, war nur ein Name. Hier vergessen sogar ihn. http://taekwondo.wikia.com/wiki/Traditional_Taekwondo

    Mehr Info http://taekwondo-deutschland.de/

  8. #8
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    Hallo Steppen,

    ich möchte Dich auf diesen Link hinweisen, dort findest Du einiges über einen der " Gründer des Taekwondo" den General Choi Hong- Hi


    www.kick24.info/reports/interview-choi-hong-hi/


    bei Amazon gibt es sein Buch: Taekwondo
    hatte ich auch einmal Ausgabe von Sport-Rhode aus Sprendlingen bei Frankfurt am Main.
    51Xkc9shBHL._AC_US218_.jpg

    Viele Informationen findest Du bei der ITF einfach bei Google nachsehen.

    Wünsche Dir weiterhin viel Spaß

  9. #9
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    Ups

    jetzt haben sich zwei Taekwondo-in angemeldet, die traditionelles Taekwondo unterrichten.
    Hinweise auf ihre Schulen und den Verband....
    aber das war es dann.

    Großmeister Kwon Jae-Hwa wurde von Carl Wiedmeier hatte einige Sportschulen in München als Trainer eingestellt.
    Später kam auch Seo Yoon-Nam als Trainer dazu.

    Beide kamen mit dem " Führungsstil von Wiedmeier " nicht klar und verließen die Schule nach einiger Zeit.
    Der Großmeister Seo Yoon-Nam war zuerst noch Trainer in verschiedenen Vereinen in und um München.
    Später hatte er eine kleine Schule in München- Schwabing und unterrichtete sein " Gesundheits- Taekwondo " Formen -Lehre der WTF und 9. Dan im WTF- Taekwondo.

    Kwon ging nach Amerika.
    Gründete später seinen Kwon-Verband in Deutschland.
    Da gab es wie in allen Kampfsport-Arten, Schüler die sich von seinem Taekwondo trennten und eigene Verbände ins Leben riefen.
    Jetzt hat er seine Lehrtätigkeit in Deutschland beendet und alle seine Schüler gehen ihren eigenen Weg.

    Daher war ich gespannt auf die " neuen Taekwondo- in " die aus dieser Ecke kommen.
    Welches Taekwondo unterrichten sie, warum....

    leider warte ich noch.

  10. #10
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    Hallo Zusammen,

    die Geschichten von Großmeister Kwon ist ja jetzt auch ziemlich gut wiedergegeben worden. Das Buch von General Choi kann ich übrigens nur empfehlen. Sollte bei keinem Taekwondoin fehlen.

    Ja, zum Thema: Was heißt heute noch "Traditionell" , vor allem in unserer Kunst? Wir haben den Verbands-Salat ja gerade zur Perfektion gebracht. Leider gibt die WT(F)/DTU in Deutschland die Messlatte vor. Wobei es hier ja um den olympischen Sport geht. Mir gefällt die Entwicklung (WT) überhaupt nicht und die Reform der Sports hat dieses nur verschlechtert. Die deutsche Verbandsmeierei hat in der DTU einen wahren Verband gefunden. DerSport soll als solcher zu erkennen sein, publikumswirksam sein, Anziehen, Mitglieder generieren, für Sponsoren attraktiv werden. Hochleistungssport eben. Zur Zeit trainiere ich wieder im Taeguk-Stil WTF, den ersten Dan werde ich wohl machen. Geht hier ja auch verhältnismäßig schnell ;-)


    Die ITF hat sich ziemlich (vor allem in D) zerstritten. In Deutschland derer 3 , weltweit mehrere (Wien, Kanada, Nordkorea etc.) Der Vorteil: ITF findet auch im Kickboxen ein zu Hause, vor allem wenn es sich um den Wettkampf geht. In der ITF spiegelt sich m.M.n das ganze Dilemma der Verbandsmeierei wieder: Gefällt mir nicht, mache ich selber besser, gründe ich neu! Dabei geht so viel verloren und für den Sport ist es Gift. Mittlerweile haben sich aus dem ehemaligen ITF-Lager ja auch ganz andere Verbände und IG'S gegründet, was sich dennoch positiv für einige Schulen und Vereine ausgewirkt hat, jedoch die Position der DTU als "einzig wahrer und echter TKD-Verband" in Deutschland, auch in Hinsicht auf Sport, Anerkennung und Sponsoring,untermauert hat. Dennoch hat mich der ITF_Stil, sprich Teul und Leichtkontakt immer interessiert und es ist für mich nicht ausgeschloßen nochmals einige Semi- oder Leichtkontaktwettkämpfe zu machen. Es macht einfach Spaß.

    Traditionelles TKD nach Kwon Jae Hwa durfte ich auch fast zwei Jahre trainieren. An der Uni war das Training zwar stark eingeschränkt, dennoch durfte ich die Tradition, den Anfang und den Ursprung unserer Kunst kennen lernen. Dort merkte ich auch, dass der Ursprung im Karate liegt und es viel mit einer geistigen Kunst gemein hat. Hyongs laufe ich heute noch gern, besonders im freien Training. Atem- und Meditationsübungen, Koordinationsübungen und Körperbeherrschung sind gerade beim älter werden ein Gewinn ;-) Dafür bin ich sehr sehr dankbar.

    Palgwe versuche ich auch im Selbststudium. Leider finde ich nur Videos im Netz und keinen Lehrer der diese noch selbst trainiert hat.

    Zu guter letzt:

    Mittlerweile gibt es ja auch freie Verbände und IG's die sich um Taekwondo bemühen. Mir Fallen da ITO, FTU, oder das "Nur Taekwondo" Projekt ein. Keine oder kaum Verbandsmeierei, alles für den Sport und unsere Kunst. Da werden keine oder kaum Unterschiede zwisachen Stil oder Formenschule gemacht, sondern versucht ein MITEINANDER zu finden. Der General wollte eine Kampfkunst entwickeln um Korea und seine Leute zu stärken, in diesem Weg sehe ich auch solche Ehrenamtlichen. Unser Sport hat sich entwickelt und das in verschiedene Richtungen. Viele kombinieren es mit anderen Künsten (Hapkido) und lassen dies auch im Training mit einfließen (Hosinsul mit WC Techniken). Unsere Kunst ist nicht starr sondern sehr flexibel. Jeder sucht sich das , was er möchte.

    LG
    "Der Weg ist das Ziel" - Konfuzius

  11. #11
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    Ich muss jetzt zum Training, schreibe später was dazu.
    Jetzt nur das: Übe Taekwon-Do jetzt seit 1970 und habe hier so ziemlich alles erlebt, was es zu erleben gibt.
    Taekwon-Do bietet jedem etwas bis ins hohe Alter. Ich selbst bin jetzt fast 60 und immer noch recht aktiv dabei - übrigens ist heute Kampftraining.
    Auch das geht noch wenn man schon älter ist.

    Ach so, Kwon, Je-Hwa hat 20 Hyong, nicht 24.

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  12. #12
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    Hallo Drax

    natürlich hast Du recht. Die Hyongs wurde erst später vom General Choi Hong-Hi auf 24 erweitert.

    Bin auf Deine Beiträge gespannt.
    Besonders da Du einiges aus dem Verband IBF berichten kannst.

    Freue mich auf Deine Schreiben und hoffe, es beteiligen sich noch einige Taekwondo-in .


  13. #13
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    Ob man in Bezug auf das Taekwon-Do von „traditionell“ sprechen kann, sei mal dahingestellt, ist es doch eine relativ junge Kampfkunst, die in den 1950‘er Jahren entstand. Dazu ein Auszug aus meiner Web-Seite (www.arnold-rieser.net/ )

    „Wie bei vielen anderen Dingen auch gibt es zur Entstehung des Taekwon-Do viele Un- oder Halbwahrheiten. Wobei man den Taekwondoin hier kaum einen Vorwurf machen darf, haben sie es doch so von ihren Lehrern und Trainern gehört oder sich schlichtweg nicht dafür interessiert. Empfehlen möchte ich hier das Buch "A Killing Art" von Alex Gillis oder die deutsche Übersetzung "Tödliche Kunst" von Thomas Kuklinski-Rhee. Spannend wie ein Krimi wird hier gut recherchierte aktuelle Zeitgeschichte beschrieben. Eigentlich eine Pflichtlektüre für jeden, der sich mit dem Taekwon-Do, in welcher Ausprägung auch immer, beschäftigt. Ein weiteres wirklich empfehlenswertes Buch ist "Taekkyon - Wie Wasser und Wind" von Hendirk Rubbeling. Der Fokus ist zwar auf die Geschichte des Taekkyon gerichtet, aber damit ist die geschichtliche und historische Grundlage für alle Taekwondoin genauso getroffen.

    Fakt ist, dass die koreanische Kampfkunst Taekwon-Do in den fünfziger Jahren aus verschiedenen alten Kampfschulen (Jidokwan, Mudokwan, Chongdokwan ...) auf Basis des japanischen Shotokan Karate entstanden ist und von Choi Hong Hi zum Chan Hun-Stil vereint wurde. In Deutschland wird Taekwon-Do seit etwa 1965 betrieben.“

    Als ich 1970 anfing, gab es diese Kampfart (ich schreibe bewusst nicht Kampfsport oder Kampfkunst, da dies nur wieder zu unsäglichen Diskussionen führt) in Deutschland circa 5 oder 6 Jahre.

    In den 1960’ern kamen viele Koreaner als Bergarbeiter nach Deutschland, Koreanerinnen als Krankenschwestern. Die Koreaner hatten in Ihrer Heimat in den verschiedenen Schulen (siehe oben) trainiert und wollten dies natürlich auch in ihrer neuen Gastheimat tun. Wir betrieben am Anfang das Taekwon-Do noch unter dem Namen „Kong-So Do“ oder als koreanisches Karate und es war uns relativ egal!

    Parallel trat der General seine Weltreise an um „Sein“ Taekwon-Do zu verbreiten – unter anderem auch in Deutschland. Die Vereinigung der alten Schulen unter dem Namen Taekwon-Do kam übrigens nicht bei allen Koreanern gut an, da die Namensgebung unter recht mysteriösen Dingen zustande kam (siehe dazu „Tödliche Kunst“). Einige Meister sagten mir im Gespräch, dass es durchaus auch Tae-So Do hätte werden können.

    Irgendwann waren wir auf alle Fälle „Taekwondo-ka“ – ja ich weiß, es heißt richtigerweise „Taekwondo-in“ aber soweit waren wir damals noch nicht Es war uns auch schlichtweg egal. Wir wollten einfach nur diese geile Kampfart üben und lernen. Wir sahen uns Shows und Demos an und für uns waren die Koreaner wie Menschen von einem anderen Stern – grandios.

    Wenn wir kämpften, gab es nur die Trennung Leichtgewicht – Schwergewicht, Schutzausrüstung nicht vorhanden. KO oder auch mal Blut waren keine Seltenheit. Aber wir bissen uns durch.

    Choi und sein ITF (der erste internationale Taekwon-Do Verband) waren in Korea mittlerweile in Ungnade gefallen und er musste in einer Nacht und Nebelaktion fliehen (erst Wien, später Kanada). In Korea gründete sich die WTF mit dem Kukkiwon als Headquarter und man verfuhr nach dem Motto „ Was wir nicht kennen, gibt es nicht“ – so war Choi nicht mehr existent und sein Taekwon-Do gab es nicht mehr. Es wurde eine neue Formenschule aufgebaut, die Techniken bekamen andere (koreanischere) Namen etc.. Dies war die erste große Spaltung des Taekwon-Do (ITF – WTF).

    Viele Koreaner waren damit überhaupt nicht einverstanden, kamen aber aus mir nicht bekannten Gründen auch nicht unbedingt gut miteinander aus. Und so kam es in Deutschland zu vielen kleineren Gruppierungen (Kwon-Je Hwa, ITF Germany, DTB, Taekwon-Do im DJB etc.).

    Nebenbei gründeten sich die ersten Verbände, die über die Grenzen der Kampfarten hinaus als Sportler zusammenarbeiten wollten (WAKO, BAE, DVWS und später die IBF). Es gab die ersten Schützer von John Rhee, die das Verletzungsrisiko minimierten und die Amerikaner dominierten hier vor allen anderen Ländern (Bill Wallace, Chuck Norris, Benny Urquidez um nur einige zu nennen).

    Taekwon-Do entwickelte sich weiter, Choi begründetet die „Welle“ und erweiterte seine ersten 20 Formen um 4 weitere um seine Philosophie zu stützen (für jede Stunde des Tages eine Form) und nannte sie nicht mehr Hyong sondern „Tul“. Wohl auch, um sich von den anderen Chan-Hun Stil Vertretern abzugrenzen. In den 24 Tul zeigt sich mal wieder die große Kunst der Asiaten: Erst mal was erfinden und dann eine Philosophie als Unterbau drunterklöppeln!

    Die DTU gründete sich aus der Sektion Taekwon-Do des DJB und wurde nach deutschem Beamtentum die einzig offizielle Vertretung des Taekwon-Do. Ende der 1980’ger wurden dort dann die Hyong endgültig abgeschafft und es bildeten sich weiter Splittergruppen.

    Die letzte große Zersplitterung gab es dann, als Choi Hong-Hi 2002 verstarb. Es gab eigentlich nur seine ursprüngliche ITF, aber sein Sohn, der sich als Erbe sah und lange Zeit Zwiespalt mit dem Vater hatte, gründete seine ITF. Und die Norkoreaner sahen sich ebenfalls als Erbe und gründeten ihre ITF.

    Wäre alles halb so wild, nur ist es so (und auch in Bezug auf andere Taekwon-Do Vereinigungen/Verbände), das niemand den Dreck unter seinen Fingernägeln dem jeweils anderen gönnt. Alle behaupten von sich das einzig wahre und richtige Taekwon-Do zu betreiben. Und nur Ihr Taekwon-Do wäre das einzig weltweit anerkannte.

    Auf der anderen Seite hat eine Inflation der DAN-Graduierungen eingesetzt, dass man nur noch müde lächeln oder den Kopf schütteln kann.

    Und so kommt es, wie es genau am Anfang war und wie ich es wertschätze:

    Gürtel werden egal werden, es gibt Schüler und es gibt Lehrer. Guter Lehrer = Gute Schüler – Schlechter Lehrer = Schlechte Schüler!

    Mir persönlich ist diese ganze Verbandsmeierei mittlerweile so etwas von egal. Ich möchte einfach nur mein Taekwon-Do betrieben und zwar bis ich tot umfalle.

    Das war jetzt viel Text, ganz aus persönlicher Sicht geschrieben und mit Sicherheit nicht vollständig. Zum Schluss noch ein kleiner Satz vom meiner Seite:

    „Ich betreibe Taekwon-Do in erster Linie als "Kampfkunst"" und nicht als "Kampfsport", da man Sport im üblichen Sinne nur über einen gewissen Zeitraum betreiben, eine Kunst dagegen "leben" kann…..

    Wer versucht diese im Taekwon-Do gezeigten Prinzipien zu "leben", wird dass "DO" erkennen, wird es anwenden können.

    Letztendlich ist das Ziel des Taekwon-Do - einer Kampfart bei der es darum ging, seinen Gegner mit einem Schlag zu töten - eine Harmonie zwischen Körper und Geist zu erlangen.“

    Gesendet von meinem CMR-W09 mit Tapatalk
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  14. #14
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    Zitat Zitat von Drax Beitrag anzeigen
    Ob man in Bezug auf das Taekwon-Do von „traditionell“ sprechen kann, sei mal dahingestellt, ist es doch eine relativ junge Kampfkunst, die in den 1950‘er Jahren entstand. Dazu ein Auszug aus meiner Web-Seite (www.arnold-rieser.net):

    Fakt ist, dass die koreanische Kampfkunst Taekwon-Do in den fünfziger Jahren aus verschiedenen alten Kampfschulen (Jidokwan, Mudokwan, Chongdokwan ...) auf Basis des japanischen Shotokan Karate entstanden ist
    ... was man ja auch sieht, wenn man nur eine Form gesehen hat.

    Wir betrieben am Anfang das Taekwon-Do noch unter dem Namen „Kong-So Do“ oder als koreanisches Karate und es war uns relativ egal!
    Kenn ich ähnlich.

    Es gab die ersten Schützer von John Rhee, die das Verletzungsrisiko minimierten und die Amerikaner dominierten hier vor allen anderen Ländern (Bill Wallace, Chuck Norris, Benny Urquidez um nur einige zu nennen).
    Da hätt ich jetzt nicht zuerst auf TKD getippt....

    Mir persönlich ist diese ganze Verbandsmeierei mittlerweile so etwas von egal. Ich möchte einfach nur mein Taekwon-Do betrieben und zwar bis ich tot umfalle.
    Guter Beitrag.

  15. #15
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    Hallo Drax,

    ich bin erfreut, daß Du Dich wieder aktiv in diesem Board einbringst.
    Deine Beiträge sind immer eine Bereicherung. Dein Fachwissen über Taekwondo ....nach der langen Zeit in dieser Kampfkunst- Art ..einfach riesig.

    Möchte mir nur erlauben Deinen Link zu verbessern:

    www.arnold-rieser.net/

    jetzt sollte er funktionieren.

    Dann erlaube ich es mir auf Deine Tätigkeiten in der Presse hinzuweisen, um Taekwondo für viele anderen Menschen ein Bild zu geben.

    https://www.lokalkompass.de/duisburg.../arnold-rieser

    Hoffe jetzt kommen einige Schreiben mehr über Taekwondo in diesem Board.
    Vielleicht werden auch andere Taekowndo-in wieder aktiv - schreiben - .

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  2. Wird traditionelles Taekwondo aussterben???
    Von Little Dragon 64 im Forum Koreanische Kampfkünste
    Antworten: 120
    Letzter Beitrag: 02-06-2014, 11:36
  3. traditionelles taekwondo
    Von DjReesy im Forum Koreanische Kampfkünste
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08-04-2014, 22:56
  4. traditionelles taekwondo..
    Von taekwondofighter069 im Forum Koreanische Kampfkünste
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 16-05-2009, 08:32
  5. traditionelles Taekwondo
    Von Andreas F. im Forum Koreanische Kampfkünste
    Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 19-09-2006, 10:03

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