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Thema: Traditionelles Taekwondo

  1. #61
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    Zitat Zitat von MichaelII Beitrag anzeigen
    Ok, inwiefern?



    Denke ich auch. Kenne Kung-Fu nur aus Youtube, einzelne Tritte könne ähnlich sein, die Kombination und Anwendung sehe ich keine Ähnlichkeit. Was ist mit Taekyon?
    Zitat Zitat von Huangshan Beitrag anzeigen
    Donnerfuß:

    Danke für deine Erläuterungen.


    Mene These beruht darauf , dass es einen grossen Einfluss über Jahrhunderte aus China gab.(Philosophie(Konfuzianismus,Daoismus, Buddhismus),Schrift,Kriegskunst,Wissenschaften etc.)

    In alten kor. Kriegkunst Büchern(Muyejebo,Muyesinbo, Muye Dobo Tongji )> beeinflusst vom Werk Ji Xiao Xin Shu des chin. Generals Qi Jiguang, sieht man u.a. den Gebrauch von chinesischen Waffen,Strategien,Waffentechnik,Kampfkunst etc.

    In den waffenlosen Kapiteln sieht man chin. Gwon Beop/Kwon Bop (Quan Fa/Gong Fu) Techniken.

    Haben sich die Gründer des modernen Taekwondo als sie neue Formen,Techniken,Taktiken,Übungsmethoden, historische Wurzeln etc. formulierten und sich vom jap. Karate Curriculum entfernten, Prinzipien, Techniken(Tritte) u.a. aus dem nördlichen Kung Fu Stilen übernommen?

    Gab es auch später einen Einfluss vom kor. Taekgyeon?
    Ich möchte die Diskussion nicht noch weiter vom eigentlichen Thema wegführen, aber dennoch kurz auf diese Punkte eingehen, wenn das OK ist.

    Zu dem möglichen Einfluss von Taiji Chuan auf die Poomsae: Diese Annahme basiert nur auf subjektiven Überlegungen von mir, aber insbesondere die Vorbereitungsstellung (Junbi im WT) ist in der aktuellen Ausführung deutlich langsamer und weicher, als dies noch in älteren Ausführungen der Fall war. Die Ausführung der Techniken ist im Allgemeinen runder und flüssiger geworden. Sicherlich kann dies unterschiedliche Gründe haben.

    Zu dem Verhältnis von Taekwondo und Taekkyeon wurde ja schon viel geschrieben, auch hier im Forum. Vagabund kann dazu einiges mehr erzählen als ich. Kurz ein paar Punkte dazu: der Einfluss des Taekkyeon auf das Taekwondo ist relativ gering. Einflussreicher als das Taekkyeon selbst war vielleicht das Bild, das man vom Taekkyeon hatte. Man könnte sogar argumentieren, dass mehr Tritte vom Taekwondo ins Taekkyeon übernommen wurden als anders herum. Interessant ist allerdings der mögliche Einfluss des Taekkyeon auf Chois Einführung der Sinus-Welle, da hier eine Ähnlichkeit zum Taekkyeon Grundschritt Pumbalki zu erkennen ist.

    Zu den allgemeinen chin. Einflüssen auf koreansiche KK: da hat Huangshan ja bereits das wichtigeste geschrieben. Der technische Einfluss auf das Taekwondo ist eher marginal einzuschätzen. Bspw. das Mujedobotongji wird teilweise zwar noch immer als "Beweis" für Vorformen des Taekwondo herangezogen, aber dies sind eigentlich durchweg "künstliche" Verbindungen. Chinesische Einflüsse auf das Taekwondo werden eigentlich immer dann genannt, wenn es darum geht, die japanischen Einflüsse zu relativieren.

    Entschuldigt bitte, dass die meisten Aussagen hier oberflächlich bleiben müssen, aber das Format hier lässt mMn nicht sehr detailierte Erörterungen zu.
    "To me ultimately martial arts means honestly expressing yourself"
    -Bruce Lee-

  2. #62
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    Donnerfuß

    War eine These von mir die auf den Vergleich von einigen Tritttechniken(Sprung,Drehtritten...) beruht.

    Danke nochmal für die Stellungnahme.

    Frohes Frühlingsfest/Neujahrfest
    Geändert von Huangshan (08-02-2019 um 19:55 Uhr)

  3. #63
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    @Donnerfuß: Zu der Annahme von Tai-Chi in den Taeguk Formen:
    Ich weiß nicht. Erster großer Unterschied zu den Hyongs ist schon mal die viel höhere Stellung. Ap-gubi ist nicht gleich Ap-gubi. Dann gibt es in den Taeguk Formen Technken,die gegen die Drehung der Hüfte ausgeführt werden, bei Hyong und Palgue zumindest in den Anfangsformen nicht vorhanden.
    Und die Taeguk Formen führen auch direkt zu der hohen Kampfstelung im WTF: Techniken werden erst im Ap-sogi ausgeführt, kommen dann erst als zweites im Ap-gubi-sogi. Bei dem Entwurf der Taeguks hat man meiner Meinug nach schon auf das veränderte Verhalten im WTF-Wettkampf reagiert.
    Taeguks sind didaktisch auch so angelegt, dass sie immer komplizierter werden, in den Palgue kommen komplizierte Handtechniken schon in den ersten Formen vor.

    Alles nur mene 5#cent, da ich nicht alle Formen kenne und auch nicht mehr die gelernten ausführe :-)

  4. #64
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    Hallo

    jetzt habe ich es mir erlaubt und die Suchfunktion des Board benutzt.
    Dort fand ich diese Diskussion angefangen am 21.04.2014
    " Wird traditionelles Taekwondo aussterben"

    Sehr interessante Beiträge und Drax hat recht, wird vieles erläutert, worüber wir hier auch schreiben.
    Wobei hier speziell das traditionell Taekwondo - der Richtung Kwon Jae-Hwa und seine Abspaltungen - das Thema ist.

    Taekwondo, wenn ich alles richtig gelesen habe. Bleibt Taekwondo auch wenn es künstlich in verschiedene " Strömungen " unterteilt wurde.
    Abgrenzungen werden durch die Formenlehre und die Art und Weise wie der " sportliche Wettkampf " betrieben wird herbeigeführt.

    Was mich etwas traurig stimmt, einige User aus der von mir aufgeführten Diskussion , machen eine " Pause ".


    Habe deren Beiträge wirklich gerne gelesen, Zocker, rama 56, TDK- Dragon, ...um nur einige zu nennen.

    Andere User - die sich ganz dem traditionellen Taekwondo verschrieben habe - alle dem Kwon Taekwondo ähnlich,
    enthalten sich ganz. Däsh nur einen Satz das traditionelle Taekwondo wird es immer geben.
    Ist sehr schade, da es in diesem Teil des Board etwas ruhig geworden ist.

    Bedanke mich für die vielen Beiträge und hoffe, wir bleiben noch einige Zeit beim Thema : Taekwondo.


  5. #65
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    Hallo

    da wir bei diesem Thema das Kwon Taekwondo näher beleuchten, andere " Stilrichtungen des traditionellen Taekwondo eingeschlossen "

    möchte ich noch auf einen Link verweisen, der das Training bei Kwon Jae-Hwa in den USA Portland mit einigen Zeilen und Fotos näher beschreibt.

    www.tkd-hd.de/news?start=50/

    Anmerken sollte ich aber, daß Kwon seinen Verband in Deutschland auflösen wollte oder aufgelöst hat.
    In seiner Heimat der USA in Portland ... unterrichtet er in einem Raum neben seinem Haus.
    Was er eigentlich will? Soll sein Verband weiter bestehen?

    Seine Richtung des Taekwondo wird inzwischen von vielen seiner Schüler weiter verbreitet. Einige " traditionelle Taekwondo " Meister " berufen sich auf den General Choi Hong-Hi - bleiben aber der Formenlehre Hyong und dem Freikampf ohne Kontakt treu.


    Choi hat aber seine Formenlehre umgestellt, 24 Tul und 3 verschiedene ITF ( Verbandsstrukturen ) wird im Leichtkontakt mit Hand- und Fußschutz gekämpft.


    Ob ich das alles als Europäer verstehen muß?

    50jahre2014.jpg


    in Deutschland ist der Kwon Taekwondo - Verband jahrelang den Weg des traditionellen Taekwondo - weiter gegangen.
    Diese Form des Taekwondo wurde von koreanischen Taekwondo- Meistern unter General Choi Hong-Hi in Deutschland vorgestellt.
    Meister Kwon kam als Trainer in die Oh-Do-Kwan Sportschulen von C. Wiedmeier nach München.

  6. #66
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    Zählt die ATA Songahm Taekwondo eigentlich auch zu den traditionellen TKDs?

    Wurde 1969 gegründet, weil dem Stilgründer Haeng Ung Lee, Schwarzgurt seit 1954,
    die Hyongs von Choi, Hong-Hi ablehnte. Seiner Meinung nach spiegeln die Hyongs nicht
    die Tritttechniken im TKD wieder und beruhen zu sehr auf Karate/Okinawa.
    die Songahm-Pomsae sind urheberrechtlich geschützt.

  7. #67
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    @MichaelII: Ich stimme dir in allen Punkten zu. Wie genau man beim Entwurf der Taegeuk auf das veränderte Verhalten im WTF-Wettakmpf reagiert hat, kann ich aber nicht genau nachvollziehen. In welcher Hinsicht?

    Nochmal zu meiner Annahme bezüglich eines möglichen Einflusses von Taiji auf die Poomsae: Ich habe dabei eher an das "Feeling" gedacht, als an konkrtete Technik-transfers. Also das allgemein mehr auf einen langsamen, ruhigen Einstieg (Junbi), flüssige Bewegungen, runde Bewegungswege (inbesondere beim Sonnal Makki). Wie gesagt, ist aber mehr ein Gefühl als "Hard Facts"

    @Huangshan: ich kann deine Überlegungen nachvollziehen. Interessant ist, dass sogar Funakoshi geschrieben hat, Karate habe die ausgefeiltesten und differenziertesten Fußtechniken unter den Kampfkünsten

    Ebenfalls ein frohes chin. neues Jahr/Seollal!
    "To me ultimately martial arts means honestly expressing yourself"
    -Bruce Lee-

  8. #68
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    Hallo

    jetzt habe ich mir die Zeit genommen und mich mit dem traditionellen Taekwondo in Österreich beschäftigt.

    Besonders mit dieser Schule:

    http://www.taekwondo-austria.com/sch...hulen/villach/

    denn diese Taekwondo Schule unterrichtet traditionelles Taekwondo.
    Unter Taekwondo kann ich die 24 Hyong abrufen! Daher eine Verbindung zum General und der ITF?

    Es sind, wenn ich mich erinnern kann, die Hyong die ich einmal gelernt habe. Die ITF hat doch die Tul und die Sinus-Welle.
    Was mich an diesen Vorführungen - etwas stört - die Formen werden hier etwas schnell vorgetragen.
    In der Richtung von Kwon Jae-Hwa fand ich das, wie ein Durchrennen.
    Da wird sich im Shotokan Karate mehr Zeit genommen und bei entscheidenden Techniken eine kleine Pause eingefügt.
    Ich finde diese Art eine Form vorzutragen besser - ist meine persönliche Ansicht.

    Was mich immer etwas stört.
    Ich lese über die Richtung traditionelles Taekwondo, leider sehr selten woher der Schulleiter oder Stil-Richtungslehrer sein Wissen hat.
    Es gibt vieles das aus dem Kwon- Verband kommen könnte oder von den Ablegern, etwa dem Twin- Taekwondo.
    Leider nennt man seine " Lehrer nicht ", finde ich schade.

    Noch eine kleine Anmerkung
    von den Gedanken s.o. Karate habe die ausgefeiltesten und differenziertesten Fußtechniken
    Das habe ich aus den Büchern von Nakayama einem Schüler von Funakoshi so nicht in Erinnerung.



    Bin auf weitere Schreiben gespannt.

  9. #69
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    Hallo

    eine kleine Bemerkung zu diesem Schreiben:

    E=MichaelII;3681581]@Donnerfuß: Zu der Annahme von Tai-Chi in den Taeguk Formen:
    Ich weiß nicht. Erster großer Unterschied zu den Hyongs ist schon mal die viel höhere Stellung.
    Vergleicht nur als Beispiel die Formen der Taekwondo Schule in Österreich - Hyong -
    und jetzt diese Karate Shotokan Kata :Heian Shodan von Kanazawa ist ein bekannter Shotokan Meister und übt auch Thai Chi.

    https://www.youtube.com/watch?v=BsMjsp5KqW4

    Finde diese Form wird - für mich - besser vorgeführt. Klare Techniken ab und zu eine Pause ...

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