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Thema: Traditionelles Taekwondo

  1. #31
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  2. #32
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    doppelt
    Geändert von step-by (31-01-2019 um 21:55 Uhr)

  3. #33
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    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Der Versuch einer Antwort.

    [...]

    Aber geht es nicht einfacher?
    Uiuiui ... da stellst Du gleich mal so ziemlich alle Unterrichtsfächer im Taekwon-Do infrage...
    Formen, Grundschule, Bruchtest, Schritt-Sparring... eigentlich stellst du die Grundlage der
    meisten traditionellen Kampfkünste infrage...

    Aber ich versuche es noch mal abstrakter:
    Wenn ich Kindern in der Grundschule das Schreiben beibringen will, fange ich an, ihnen die
    Buchstaben zu zeigen, den Laut zu erklären und die zugehörigen Handbewegungen beizubringen,
    die nötig sind, um den Buchstaben zu "malen" ... Da ich nicht die Zeit habe, es mit jedem einzelnen
    der vielleicht 25 Kinder zu üben, lasse ich sie in der Gruppe üben. Jeder macht das gleiche.
    Das, was die Kinder im Unterricht gelernt haben, können sie dann zu Hause alleine üben.
    So werden aus Buchstaben Silben, aus Silben Wörter, aus Wörtern Sätze und aus Sätzen jede
    Menge Unsinn im Internet... ;-)

    Ähnlich verhält es sich mit Formen, die sich durch alle Kampfkünste ziehen, ob es Kung-Fu,
    Ninjitsu, Iai-Do, Kendo, Karate, Judo usw. ist... Erst die Summe aller Teile ergibt ein Ganzes.

    Traditionelles Sparring hatte auch nicht viel mit Kick-Boxen zu tun. Wir in unserer Zeit haben
    immer den Anspruch, dass das, was wir tun, das ultimative ist. Wir vergessen aber gerne, dass
    schon hunderte Jahre vor uns gekämpft wurde. Und das ernsthaft, teilweise auf Leben und Tod.
    Somit kann man den alten Kampfkünsten, wie auch immer sie wirklich ausgesehen haben, nicht
    ihre Effektivität oder ihren Nutzen absprechen.

    Zu der Frage nach der Selbstverteidigung: Geht wes nicht einfacher ?
    Ja, geht es. Mache Krav Maga oder irgend etwas, das rein Selbstverteidigungstraining ist.
    Kick-Boxen ist auch nur ein Teil. Es ist Wettkampf und nicht mehr und nicht weniger.

    Das Taekwon-Do soll eine generelle Kampfkunst und Kampfsport sein. Nicht das olympische
    Taekwondo, das in meinen Augen nur Wettkampf und Kommerz ist. Aber das ist meine Einstellung.

    Wer also keine Formen machen möchte, soll sie weglassen.

    Es ist schade, wenn man Trainer hat, die einem Grundlagen nicht erklären. Nicht sagen können,
    was man da eigentlich gerade für Bewegungen macht. Das sollte so nicht sein und macht den Sport
    und die Kunst dahinter nicht gerade attraktiv...

    Ich hoffe, ich konnte mal eine andere Perspektive eröffnen !?
    Geändert von Wizard (01-02-2019 um 08:03 Uhr)

  4. #34
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    Ach ja, und noch was:

    Ich möchte gerne sehen, wie man Fingerspitzenstöße, Fingerstiche, Schnitte und ähnliches
    mit Kontakt an einem Partner übt. Das funktioniert nicht. Ellenbogenstöße und- stiche kann
    ich auch nur an Pratzen üben. im Wettkampf sind diese Techniken in den meisten Fällen nicht
    erlaubt.

    Und regelmäßiges Üben von Abfolgen, automatisiert Bewegungen. Deswegen nennt man sie
    modernerweise auch Bewegungsdrills...

  5. #35
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    Das wird jetzt etwas länger

    Nun dann, hier meine persönliche Meinung und Auffassung zu den Formen. Ich spreche hier in erster Linie vom Taekwon-Do – Chan-Hun Stil nach Choi, Hong-Hi, das ich seit 1970 betreibe.

    Zum Ersten sind die Formen zentraler Bestandteil des Curriculums des Taekwon-Do – neben der Grundschule, dem Hosinsul, dem Kampf und dem Bruchtest (der ja auch von vielen in Frage gestellt wird). Somit erübrigt sich für mich die Frage, ob sie zu lernen sind oder nicht, da sie einfach dazu gehören.

    Kommen wir zu „Sinn oder Unsinn“ der Formen:
    Mit den Formen lernt der Taekwondoin sich im dreidimensionalen Raum zu bewegen. Hand- Fuß Kombination in Verbindung mit Raumkoordination. Eine ideale Schule zur Bildung neuer neuronaler Verbindung , da hier das Gehirn mit jeder Menge neuer Reize geflutet wird. Ähnlich wie beim Erlernen eines Instrumentes oder Tanzen (dies ist wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen worden).

    Die Formen werden mit jeder Stufe komplizierter und komplexer, so dass beständig neue Hürden genommen werden müssen. Mit dieser Steigerung erschließen sich dem Taekwondoin immer komplexere Bewegungsstrukturen, alles wird runder und fließender. Das Körpergefühl steigert sich, der Gelichgewichtssinn wird gestärkt, genau wie die Muskulatur.

    Der Übende synchronisiert Hand-Fuß- Körper, lernt sich in die Techniken „fallen“ zu lassen.

    Wenn ich mit Anfängern Pratzentraining mache - das bei mir von Anfang an dazu gehört - haben sie null „Wumms“, fallen bald um oder „prallen“ ab, haben kaum Körpergefühl – von der Technik mal ganz zu schweigen. Beobachtet einfach mal „Newbies“, die zum ersten Mal auf einen Sandsack einschlagen. Da muss man schon ganz schön intervenieren, damit sie sich nicht verletzen

    Je länger sie aber üben, umso besser wird es!

    Versteckte geheime Techniken:
    Nun sagen wir mal so: Einem Anfänger wird sich die Bedeutung vieler Techniken verschließen und auch jemandem, der sich nur rudimentär mit den Formen beschäftigt.

    Lernt und übt man aber weiter und weiter und weiter, erkennt man auf einmal, wozu welcher Ablauf genutzt werden kann. Ich halte es von Anfang an so, dass ich meinen Leuten Abläufe und Techniken körperlich darstelle – d.h. demonstriere.

    Beispiel 3.Form Do-San:
    Da gibt es ziemlich in der Mitte einen Keil Block (Heycho Magki) mit anschließendem Tritt (Ap-Chagi) und Doppel Faustkombination (Gunnun So Ap Jumok Kaunde Parro Ap Chirugi, Pandae Ap Chirugi).

    Eine ideale Kombination zur SV, die dort – natürlich nicht so steif – dazu dienen kann, ein fassen eines Angreifers zu vermeiden und ihn nieder zu strecken.

    Und so etwas zieht sich durch alle Formen.

    Je länger man die Formen übt und sich mit den Techniken beschäftigt, umso mehr erschließt sich.

    Das hat aber nichts mit versteckten oder sogar geheimen „verschlüsselten“ Techniken zu tun. Es ist einfach ein beschäftigen mit dem, was man tut.

    Sind die Formen für das Kämpfen sinnvoll oder notwendig:
    Sagen wir mal so – Man macht aus einem Kämpfer nicht unbedingt einen guten Formenläufer und aus einem guten Formenläufer nicht unbedingt einen guten Kämpfer. Beim zweiten stehen die Chancen aber recht gut, da er „versteht“ was er macht (immer vorausgesetzt, er/sie beschäftigt sich mit dem was er/sie tut). Die Voraussetzung sind einfach optimaler.

    Durch die Gewöhnung an die komplexen Abläufe in den Formen ist dem Taekwondoin viel leichter beizubringen, die komplexen Bewegungen in einem Kampf zu lernen und zu begreifen.

    Und nun zu einem für mich ganz wichtigen Punkt:
    Was tue ich, wenn meine „Kämpferzeit“ vorbei ist?

    Alles an den Nagel hängen und irgendwo in ein Fitness Studio gehen um einigermaßen fit zu bleiben?

    Oder übe ich weiterhin die komplexen Bewegungsabläufe um mich fit zu halten, mich mit dem zu beschäftigen was mir schon viele Jahre Spaß und Freude bereitet hat.

    Ich bin jetzt seit 1970 dabei – also jetzt 49 Jahre – und meine Hochleistungszeit ist schon lange vorbei. Sicherlich kann ich im Sparring – auch das ist integraler Bestandteil meines Trainings – immer noch gut mithalten (auch wenn ich bei meinen Spitzenkämpfern höllisch aufpassen muss – sie allerdings bei mir auch).

    Aber das eigentliche Kämpfen auf sportlicher Basis ist nicht mehr mein Schwerpunkt. Es gibt dennoch so viel, was ich aus meiner Beschäftigung mit dem Taekwon-Do ziehen kann. Immer wieder finde ich oder erschließen sich mir – sozusagen im Vorbeigehen – Sachen aus den Formen, die ich auch in der SV nutzen kann, wo sich beim Üben mit meinen Leuten bei Ihnen „Aha“ Effekte ergeben.

    Beispiel „Kolchyo Magki“ hakenförmige Abfangbewegung *- 5.Form Yul-Gok.

    Super in der SV, da ich damit ganz locker und ohne großen muskulären Aufwand mein Gegenüber greifen und an mich heranziehen kann (selbstverständlich nicht so stilisiert, wie in der Form selber).

    Oder Gutja Magki – Abfangbewegung in Form einer Neun – 12. Form Ge-Baek

    Gestern noch gezeigt, dass ich damit einen Angreifer mit dem Rücken zu mir „stelle“ um ihn dann über Druck auf den Kehlkopf nach hinten zu Fall zu bringen.

    Ob dies im Sinn von Choi war, mag dahingestellt sein. Ich will damit nur sagen, dass es so ist wie es ist.

    Fazit
    Für mich sind Formen zentraler Bestandteil meines Trainings! Das es durchaus auch andere Wege gibt, steht außer Frage.

    Aber ich habe vor vielen Jahren den Taekwon-Do Weg eingeschlagen und hoffe ihn noch viele Jahre gehen zu können. Sicherlich nutzen mir dabei auch meine Erfahrungen aus 12 Jahren intensiven Judo Trainings und mein stetiger Blick über den berühmten Tellerrand und der Kontakt zu vielen guten Leuten aus andern Kampfarten.

    Jeder hat seine spezielle Art, Dinge anzugehen und es gibt kein Gut oder Schlecht. Es gibt nur Dinge, die funktionieren oder die nicht funktionieren.

    Was das größte Manko ist: In unserer schnelllebigen Zeit möchte jeder ohne großen Aufwand in möglichst kurzer Zeit Erfolge sehen.

    Aber so funktioniert das nicht!

    Möchte ich etwas richtig verstehen und studieren, reicht ein Leben kaum aus. Und das gilt nicht nur für die Kampfarten sondern für alles und jedes!

    Leider sind die wenigsten dazu bereit und so wird viel an Wissen verloren gehen.

    Und irgendwann einmal wird man dann von „geheimen und versteckten“ Techniken reden, da niemand mehr da ist, der weiß, wie es richtig geht.

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  6. #36
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    Hallo zusammen,

    ich bin ein spätberufener Taekwondo-in (bin erst mit 39 Jahren angefangen). Ich bin mittlerweile, aus gesundheitlichen Gründen, reiner Formenläufer im WTF Stil. Das heißt, ich laufe nur Poomsae. Ich habe mir den 2. DAN erarbeitet. Durch mein regelmäßiges Training und abschneiden bei verschiedenen Turnieren ist sogar der Landeskader auf mich aufmerksam geworden. Nächstes Wochenende starte ich z. B. in Hamburg auf der GOP (German Open Poomsae). Es ist also noch recht viel möglich ... auch im fortgeschrittenem Alter.

    Aber das nur zu mir. Eigentlich möchte ich nur hier meine Hochachtung vor DRAX zum Ausdruck bringen. Sein letztes Posting hat für mich den Kern der Sache voll getroffen und er spricht mir aus der Seele.

    Chapeau! @ DRAX


    Gruss

    Stelzenlaeufer

  7. #37
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    Hallo Wizard

    Taekwondo und Karate haben den gleichen Ursprung ..kommen aus Okinawa.
    Beide Kampfsport-Arten habe ich geübt und stelle nicht alles was es an Unterrichtsfächer gibt infrage.

    Deine Gedankenspiele kann ich verstehen.
    Habe selbst jahrelang dies im Kampfsport- Unterricht gelernt: Grundschule - Formenlehre - Freikampf.

    Wäre ich beim Taekwondo geblieben, würde ich Dir voll zustimmen und jede andere Ansicht sehr mißtrauisch betrachten.
    Nehmen wir Taekwondo da wird schon zwischen traditionellem Taekwondo ( von 1940 ?) dem der ITF mit neuen Formen und Leichtkontakt und dem der WTF
    mit Brustpanzer, Vollkontakt und wieder anderen Formen unterschieden.
    Dann wirst Du mir nicht widersprechen, das Training für einen Wettkämpfer der WTF - Olympischen Spiele - unterscheidet sich gewaltig, von dem was die Breitensportler
    im Verein üben.

    Aber alles ist Taekwondo und im Karate ( woher das Taekwondo kommt ) wird sich angepaßt um auch olympische Sport-Art zu werden.

    Der Freikampf ist daher schon sehr unterschiedlich aufgebaut.
    Die Wettkämpfer der ITF - Taekwondo können daher in einigen Verbänden des Kick-Boxens mitmachen, da die Regeln sich nicht grundlegend unterscheiden.
    Was bei der WTF nicht möglich ist, bei den Kwon -Schulen ohne Kontakt auch nicht.

    Würde ich anders beurteilen:

    Ähnlich verhält es sich mit Formen, die sich durch alle Kampfkünste ziehen, ob es Kung-Fu,
    Ninjitsu, Iai-Do, Kendo, Karate, Judo usw. ist... Erst die Summe aller Teile ergibt ein Ganzes.
    Im Judo gibt es nur Formen -Lehre mit einem Partner.
    Die Karate - Formen sind für die Olympischen Spiele neu aufgestellt worden.
    Gab es eine Diskussion im Karate-Teil.
    Einige Karate- Richtungen kennen die Formen nur mit einem Partner.
    Im Taekwondo werden die Formen im Wettkampf - nach sportlichen Gesichtspunkten beurteilt.
    Bei der WAKO - Kick-Boxen gibt es Musikformen unterteilt in Hard-Style( aus Karate und Taekwondo ) und Soft-Style ( aus Kung-Fu , Capoeira)
    und sogar Waffen- Formen...
    Wie im Taekwondo oder Karate ... wird es selten einen Trainer geben, der erklären kann, welche Bedeutung oder Anwendung - wenn es eine gibt -
    in den Formen verborgen sind.

    Daher habe ich mir diese Frage, selbst gestellt !
    Warum soll ich Formen lernen? Möchte ich Gymnastik machen, gibt es bessere Möglichkeiten.
    Für das Sparring, übe ich besser an Hand-Pratze, Schlagpolster, mit einem Partner.
    Sollten es Bewegungen sein, die das Qi anregen.. gibt es Qi Gong.

    Traditionelles Sparring hatte auch nicht viel mit Kick-Boxen zu tun. Wir in unserer Zeit haben
    immer den Anspruch, dass das, was wir tun, das ultimative ist. Wir vergessen aber gerne, dass
    schon hunderte Jahre vor uns gekämpft wurde. Und das ernsthaft, teilweise auf Leben und Tod.
    Somit kann man den alten Kampfkünsten, wie auch immer sie wirklich ausgesehen haben, nicht
    ihre Effektivität oder ihren Nutzen absprechen.
    Von welcher Richtung des Taekwondo sprichst Du?
    Taekwondo - besser noch bekannt unter koreanischem Karate - wurde von Einheiten der" Südkoreanischen Armee " während des Einsatzes in Vietnam
    geübt. Aber der Kampf wurde natürlich mit modernen Waffen geführt.
    Könnte Dir den entsprechenden Link heraussuchen.

    Wieder möchte ich einen Einwand vorbringen.
    Natürlich werde ich mich mit den Techniken verteidigen, die ich in meiner Kampfsport-Art ständig geübt habe.
    Nur - ist meine Sichtweise vielleicht etwas anders - ich rechne mir gegen einen Messerangriff, eine Schußwaffe - wenig Erfolg aus.
    Betone Kick -Boxen ist eine Sportart. Die es mir erlaubt, mit Hand- Fuß- und Kopfschutz mit einem Partner Techniken zu üben oder Sparring zu machen.
    wobei das Verletzungsgefahr gering ist.
    Es gibt daher im Kick-Boxen wie im Taekwondo extra Selbstverteidigungstechniken.

    Ich bin noch immer begeistert von Taekwondo.

    Das Taekwon-Do soll eine generelle Kampfkunst und Kampfsport sein. Nicht das olympische
    Taekwondo, das in meinen Augen nur Wettkampf und Kommerz ist. Aber das ist meine Einstellung.
    Wie definierst Du Kampfkunst?
    Das Taekwondo das im Breitensport- Verein unterrichtet wird und bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann.


    Diesen Gedanken von Dir stimme ich voll zu und bedanke mich für die freundliche Unterhaltung.


    Wer also keine Formen machen möchte, soll sie weglassen.

    Es ist schade, wenn man Trainer hat, die einem Grundlagen nicht erklären. Nicht sagen können,
    was man da eigentlich gerade für Bewegungen macht. Das sollte so nicht sein und macht den Sport
    und die Kunst dahinter nicht gerade attraktiv...

    Ich hoffe, ich konnte mal eine andere Perspektive eröffnen !?

  8. #38
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    Hallo stelzenlaufer,

    willkommen im Club. Ich hab erst mit 49 angefangen. und ich kann, wie auch bei Drax, das mit dem Alter nur zu gut verstehen. Wettkämpfe werde ich nur noch einen einzigen machen, dann ist damit Schluß. Aber ansonsten, im Training, wird natürlich fleißig weiter gekämpft. und natürlich üben, üben, üben. Technik, Poomsae, Schnellkraft, Kondition.

  9. #39
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    Hallo JanX

    willkommen.
    Würde mich sehr freuen, wenn sich einige Taekwondo- in mit einigen Gedanken melden könnten.


    Gruß

    Zitat Zitat von JanX Beitrag anzeigen
    Hallo stelzenlaufer,

    willkommen im Club. Ich hab erst mit 49 angefangen. und ich kann, wie auch bei Drax, das mit dem Alter nur zu gut verstehen. Wettkämpfe werde ich nur noch einen einzigen machen, dann ist damit Schluß. Aber ansonsten, im Training, wird natürlich fleißig weiter gekämpft. und natürlich üben, üben, üben. Technik, Poomsae, Schnellkraft, Kondition.

  10. #40
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    Hallo Drax,

    Danke für Deinen Beitrag.
    Lese immer sehr gerne Deine Schreiben.
    Besonders da Du auch andere Ansichten anerkennst. Wobei Du weiterhin Deinen Weg im Taekwondo gehst.


  11. #41
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    Hallo Drax,

    das seh ich streckenweise ebenso. Was macht denn den Kampfsport aus? In meinen Augen doch nicht das sich gegenseitig verprügeln. Ja, viele sehen das als Tor dorthin. Und natürlich diente und dient Kampfsport auch der Verteidigung. Man sollte also schon kämpfen können.

    Aber: Letztendlich ist Kampfsport wie von Dir beschrieben ein ständiges Wiederholen. Dabei geht es nicht um das Wiederholen ansich. Oder die Anzahl der Wiederholungen. Sondern um das Verinnerlichen. Das Selbstverständlich werden. Das nicht mehr über die Details nachdenken müssen. Das Weiterentwickeln. Ich hab vor ca. 6 Wochen eine Prüfung gehabt. Und noch 3 Tage vorher, bei meinem letztenn Training auf die Prüfung, hat meine Meisterin noch Korrekturen vorgenommen und Verbesserungsvorschläge gemacht. Weil nämlich - egal wie weit man ist, egal welchen Rang man hat - es gibt immer noch was zu lernen, auszubügeln, zu verfeinern. Das kann ich nur machen wenn die Bewegung und die Technik mir so selbstverständlich geworden sind, das ich mich auf die Feinheiten konzentrieren kann und muß. Denn den Unterbau habe ich, da muß ich nicht mehr drüber nachdenken. Und viele Feinheiten werde ich erst sehen, wenn ich die aktuellen Feinheiten gemeistert habe. Der Unterbau wird mit der Zeit immer größer, die Feinheiten werden aber nie weniger.

    Damit ist der Kampfsport (egal welcher) ein ständiges Lernen. Was letztendlich auch den Charakter weiterbildet. Denn diesen Fortschritt kann man nicht machen, wenn man sich nicht permanent in Geduld übt. Verbunden mit der Bereitschaft anzuerkennen, das ich mit meiner Ausbildung noch lange nicht fertig bin.

    Von daher wird mir auch immer ganz anders bei diesen "Selbstverteidigung lernen in 3 Wochen"-Kursen. Das KANN gar nicht funktionieren! Erstens lerne ich Selbstverteidigung nicht in 3 oder 6 Doppelstunden. Und außerdem reicht es natürlich nicht aus, solch einen Kurs irgendwann mal gemacht zu haben. Das muß man üben. Ständig. Sonst bekommt man im Ernstfall (der mir trotz meines Alters zum Glück noch nie passiert ist) mächtig eins in die Fr... Weil man in totaler Selbstüberschätzung an die Sache rangegangen ist und den Angreifer damit nur noch mehr provoziert hat.

  12. #42
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    Hallo Drax,

    ich habe mir Deine Worte sorgfältig gelesen.


    =Drax;3680625]Das wird jetzt etwas länger
    ]Nun dann, hier meine persönliche Meinung und Auffassung zu den Formen. Ich spreche hier in erster Linie vom Taekwon-Do – Chan-Hun Stil nach Choi, Hong-Hi, das ich seit 1970 betreibe.
    Zum Ersten sind die Formen zentraler Bestandteil des Curriculums des Taekwon-Do – neben der Grundschule, dem Hosinsul, dem Kampf und dem Bruchtest (der ja auch von vielen in Frage gestellt wird). Somit erübrigt sich für mich die Frage, ob sie zu lernen sind oder nicht, da sie einfach dazu gehören.
    Da habe ich Dir nicht widersprochen.
    Nur leise angemerkt, was lerne ich besonderes dabei?
    Für den Wettkampf gibt es bessere Vorbereitungsübungen, Sandsack, Pratze,
    Selbstverteidigung da gibt es im Taekwondo Hosinsul.

    Die Formena werden mit jeder Stufe komplizierter und komplexer, so dass beständig neue Hürden genommen werden müssen. Mit dieser Steigerung erschließen sich dem Taekwondoin immer komplexere Bewegungsstrukturen, alles wird runder und fließender. Das Körpergefühl steigert sich, der Gelichgewichtssinn wird gestärkt, genau wie die Muskulatur.
    Ich würde das Taekwondo oder jedes Training das ein verantwortungsvoller Kampfsport- Trainer seinen Schülern anbietet - anders sehen.
    Vielleicht habe ich auch zu oft über den Tellerrand gesehen und mir immer nur das Beste aus jeder Kampfsport-Art gemerkt.

    Der Taekwondo Meister Seo Yoon-Nam stellt auf seiner Seite im Internet
    www.seo-yoon-nam.de

    seine Gedanken zu - seiner Art des Taekwondo - dar.
    Ein Artikel: Zu den Wurzeln des TaeKwonDo zurückkehren. Die Philosophie von Meister Seo

    " durch Taekwondo Disziplin, Geist und Körper zu trainieren, dem Meister zu gehorchen( im Training ) kameradschaftlich zu sein und die Gemeinschaft zu erhalten."
    Ähnliches kann ich in jeder Kampfsport-Art erleben, wenn der Trainer versucht zu ergründen, warum die Schüler/innen seine Kurse besuchen.
    Wenn eine Gemeinschaft zustande gekommen ist, das Training erfüllt meine Erwartungen ( ist natürlich nach Altersgruppe verschieden )
    dann bleibe ich dabei.

    Daher würde ich - persönliche Ansicht - das Taekwondo, Karate, Kick-Boxen, Judo ..
    nicht darauf beschränken, was an Techniken unterrichtet wird.

    Da kommen jetzt Deine Gedanken klar zum Vorschein!


    Und nun zu einem für mich ganz wichtigen Punkt:
    Was tue ich, wenn meine „Kämpferzeit“ vorbei ist?
    Ich werde bei meiner Kampfsport-Art bleiben.
    Ja, wenn ich altersgerecht üben kann, die Gymnastik das Stretching für meine Gesundheit erfolgreich war.
    Kein neues Hüftgelenk benötige, ...wie es einige bekannte Karate- ka der Fall ist.
    Natürlich sollte ich einsehen... ich bin kein " Super Meister " wie er in einigen Büchern dargestellt wird, der im hohen Alter seine gut ausgebildeten Schüler/in
    locker besiegen kann.
    Das sind meistens Märchen.

    Fazit
    Für mich sind Formen zentraler Bestandteil meines Trainings! Das es durchaus auch andere Wege gibt, steht außer Frage.

    Aber ich habe vor vielen Jahren den Taekwon-Do Weg eingeschlagen und hoffe ihn noch viele Jahre gehen zu können. Sicherlich nutzen mir dabei auch meine Erfahrungen aus 12 Jahren intensiven Judo Trainings und mein stetiger Blick über den berühmten Tellerrand und der Kontakt zu vielen guten Leuten aus andern Kampfarten.

    Jeder hat seine spezielle Art, Dinge anzugehen und es gibt kein Gut oder Schlecht. Es gibt nur Dinge, die funktionieren oder die nicht funktionieren.

    Was das größte Manko ist: In unserer schnelllebigen Zeit möchte jeder ohne großen Aufwand in möglichst kurzer Zeit Erfolge sehen.
    Wieder ein guter Beitrag von Dir.



  13. #43
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    Hallo,

    jetzt habe ich erneut Google bemüht.

    Nachdem ich im Bücherschrank das Buch von Konstantin Gil: Taekwondo koreanischer Kampfsport, Falken-Sport, hervorgeholt habe, da
    in diesem Buch die ersten neun Hyongs erklärt werden. Weiter Bücher nur über Hyong von Konstantin Gil gibt es noch.
    Diese Formenlehre wurde ungefähr 1955 entwickelt. Daher sprechen wir wirklich von einem überschaubaren kurzen Zeitraum.

    In dem von mir vorgestellten Link von Taekwondo Wien.
    Werden auch einige Zeilen vorgestellt, die den Sinn der Hyong erklären.


    https://sejong-taekwondo.at/

    finden sich viele Hinweise auf das " traditionelle Taekwondo " und alle 20 Hyong werden nicht nur aufgezählt sondern können auch betrachtet werden.
    Auch eine Erklärung warum nur 20 Formen vorgestellt werden.


    Einen anderen Link bezieht sich auf das Kwon Taekwondo.
    Es finden sich einige Seiten, die den Stil von Kwon Jae-Hwa näher beschreiben.
    Aber auch Hinweise auf die Entstehung der Formen, zuerst die Kata des Shotokan- Karate, dann Hyong...
    vieles was selten in einem Buch über Taekwondo zu finden ist.

    In dem Buch von Konstantin Gil - alte Ausgabe - werden die Hyongs noch vorgestellt, denke auch noch die " alten Bezeichnungen für die Techniken ".
    Bevor die DTU die Formen nach der Forderung der WTF umgestellt hat.


    https://taekwon-do-ingolstadt.de/geschichte

    Was mich jetzt interessieren würde, habe beim Taekwondo IBF nachgesehen.
    Fand da Fotos vom Wettkampf der Taekwondo-in mit Hand- und Fußschutz, daher Leichtkontakt.
    Hat das Taekwondo der IBF eine Verbindung zur ITF?

    Oder habe ich etwas überlesen und die IBF ist eine vollkommen eigenständige Organisation.
    Die im Taekwondo vom Vorstand der IBF geleitet wird?
    Keine koreanischen Meister und keine Verbindung zu einem anderen Verband.


    Einige erläuternde Worten von Drax wären super nett.
    Wenn schon ein bekannter Meister dieses Verbandes hier schreibt, vielleicht findest Du die Zeit dafür.

    Danke.

    Geändert von step-by (03-02-2019 um 09:17 Uhr) Grund: Link war unvollständig

  14. #44
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    "The International Budo Federation is a multi-style martial arts and combat forms association which has representatives in more than 30 different countries.

    It was formed in Holland in the mid 60s by Pieter Schonewille 10th Dan.
    Since 1997 the IBF International is successfully led by F.-G. Niering, 10th DAN." Quelle
    http://www.ibf-international.com

    Ziel der IBF war es, das Sportler der unterschiedlichen Stile wie Karate, Kung-fu, Taekwon-Do mit gleichen Regularien im sogenannten All-Style Karate gegeneinander antreten zu lassen.
    Gleichzeitig wurden verschiedene Sektionen aufgebaut (Judo, Jiu Jitsu, Karate, Kung Fu, Taekwon-Do).
    In den 60'ern war noch nicht alles so ausgeprägt wie heutzutage und die Weltverbände befanden sich selbst noch im Aufbau (Taekwon-Do z. B. gibt es erst seit circa 1955).
    Desweiteren wollte man sich von Asien nicht alles vorschreiben lassen, sondern als Europäische Vereinigung selber etwas auf die Beine stellen.
    Die IBF war in den 70'ern bis Anfang der 80'ger ein sehr starker Verband. So gab es in DE regionale Meisterschaften, deren ersten 3 Plätze auf den Deutschen Meisterschaften starten durften und deren ersten 3 zur Europameisterschaft zugelassen wurden.
    Mit steigender Anzahl weiterer Verbände, mangelnder Bereitschaft und auch internen Querelen ging es dann langsam den Bach herunter, bevor es Ende der 90'er wieder langsam aufwärts ging.
    Mittlerweile ist die IBF vor allem im Osten Europas relativ stark vertreten, aber es gibt weltweite Ableger.
    Zur Sektion Taekwon-Do in DE:
    Hier gibt es ITF- und WTF-lastige Schulen/Vereine aber auch alte Stile wie Mudoo Kwan (Kong Soo Do).
    DAN Prüfungen werden von einem Gremium abgehalten, in dem dann unter derAufsicht des Prüfungsvorsitzenden Prüfer der jeweiligen Stilrichtung die Anwärter testen.
    Mit der ITF oder der WTF hat die IBF prinzipiell nichts zu tun, allerdings kommen die Mitglieder aus den unterschiedlichsten Schulen/ Richtungen

    Soweit ein kurzer Abriss.


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  15. #45
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    Hi,
    mache jetzt seit ca 35 Jahren TKD. Allerdings mit Unterbrechungen, da Schichtarbeit usw.

    Habe erst die Palgue gelernt, bin dann wegen Umzug in einem Verein gelandet der kurz nach der Umstellung von Hyong auf Taeguk war. Leider auch mit den anderen Namen.

    Zum Sinn der Formen: Die sind eine alte ursprüngliche traditionelle Methode des Tainings, aus dem Karate übernommen. Da TKD in Korea ja nicht nur umgetauft und neu zusammen gestellt wurde, sondern auch wirkich eine enorme technische Entwicklung durch die Wettkämpfe genommen hat, kommen viele Techniken aus dem Wettkampf nicht mehr in den Formen vor. Umgekehrt Blöcke werden wie oft in den WTF-ITF Kämpfen verwendet? Auch Schrittarbeit ist komplett unterschiedlich. Dolyo-Chagi im Wettkampf?
    Allerdings: Einen wirksamen An-makki mit Anwendung lerne ich im Wettkampftraining nicht, nur in der Grundschule mit Form. Oder einen richtigen Paro-chirugi mit Hüfteinsatz. Bleibt die Frage, ist der für mich sinnvoll und will ich ihn lernen?

    An die Altvorderen: Wann wurde der Paldung-Chagi eingeführt? Kann mich nicht erinnern, den bei meinem ersten Trainingsort geübt zu haben.
    Grüße
    Geändert von MichaelII (03-02-2019 um 13:52 Uhr)

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