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Thema: Ist die Philosophie schuld?

  1. #136
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    Wir machen Naihanchi zuerst

  2. #137
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    @ Bencer, Spud

    Das Goju Ryu wird auch von den verschiedenen Verbänden verschieden gelehrt. Guck, bei uns (JKF) ist die Sanchin im Lehrplan erste Kata, beim IOGKF kommt sie später.

    Zu sagen, die Katas lehren eine bestimmte Distanz/Winkel ist etwas kurz. Mögliche Bunkai gibt es zu jeder Sequenz aus jeder Kata zu hauf - denn Kata ist ja nicht nur ein "Anwendungskatalog" ..Hahah KATAlog ..
    Guck dir die GKCgoju Typen an, die fast jede Bewegung einer Kata zu einem Kakie-Drill, zu Infight-Anwendungen etc. machen.

    Ja hast Recht, die Sanchin zeigt, wie man turbo-frontal, all weapons to the front agieren kann. Viel davon klappt aber - und klappt mit unkooperativen Partner noch besser - mit bissl Tai Sabaki. Also zu sagen "die Kata lehrt ..." ist etwas kurz gesehen, denn sie lehrt eben viel - z.B. Körpermechanik, innere Bilder und vorallem lehrt sie uns, welcher Gi am schicksten an uns aussieht!
    Zu jedem "Seitschritt" der Saifa, kenn ich ne Anwendung wo das auch ein frontal draufzu sein kann. Und gerade die Saifa kann man herrlich in richtung tegumi verstehen.

    Kurz: Goju ist gesund. Ich bin 35, fühle mich aber wie 34, q.e.d.

  3. #138
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    Gut, jetzt ist Karate einmal dabei, weil es in Japan stattfindet und ansonsten schauen wir mal. Fechten ist seit Ewigkeiten bei Olympia und trotzdem haben uns die Leute nicht die Bude eingerannt.
    Eine Kata im Jahr für den nächsten Gürtel ist das so schlimm? Und wer "kämpfen" lernen will was immer das für den Einzelnen sein soll in einer Welt der Messerstecher der kann ja etwas weiter fahren gibt genug Angebote muss ja nicht im nächsten Ortsverein sein.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  4. #139
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    Zitat Zitat von Spud Bencer Beitrag anzeigen
    Es ging doch ursprünglich um die angeblich mangelnde Praktikabilität des Shotokan Karate.
    Naja, die (Praktikabilität) wurde im EP ja als (nicht) gegeben postuliert.
    Konkret gefragt wurde dann nur noch nach den Gründen. Halboffen, also mit Vorgaben.

    Ich finde das nicht ungeschickt.
    "Herr Maier, dass Sie ihre Frau schlagen, wissen wir ja. Lassen Sie uns doch mal gucken, woran das liegt!"
    Gleiches Vorgehen.

    Ob dabei dann aber etwas ... "Praktikables" herumkommt? Es bleibt spannend.

  5. #140
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    Hallo,

    folglich war es - wie befürchtet - reine Zeitverschwendung, mich hier zu beteiligen. Danke für die Aufklärung!

    Grüße,

    Henning Wittwer

  6. #141
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Ist die Philosophie schuld?

    Ich möchte mal die These in den Raum stellen: Dass dieses Karate als unpraktikabel und in Bezug auf Selbstverteidigung als wenig hilfreich empfunden wird hängt mit vier Dingen zusammen.
    Ich habe eine Gegenthese.... es liegt an der eigenen inneren Einstellung!

    Konsequentes Training von Karate ermöglicht es, unabhängig vom "Stil", in einer Auseinandersetzung seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Eine Garantie, dass ich als Sieger aus so einem Konflikt hervorgehe gibt es nicht!

    Die Philosophie war schon immer da, aber es benötigt Zeit und Reflexion, diese zu erkennen. Karate wurde früher auch erst als Jutsu und erst später mit Do versehen. Wobei ich nicht weiß, ob das aus Marketing oder aber aus dem (plötzlich) resultierten tieferen Bewusstsein entstanden ist.

    In wie weit ich mich damit befasse, ist immer meine persönliche Entscheidung. Ich kann auch ganz ohne Philosophie jemanden eine aufs Maul hauen. Ich kann Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte über etwas philosophieren ohne dass dabei etwas rauskommt. Das Nachdenken über die Welt, oder Teilaspekte davon, ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit.

    Ich habe mein Karate in einem Dojo angefangen das nach Ochi Sensei / JKA ausgerichtet ist. Ich fühle mich da seit 18 Jahren wohl. Sicher weiß ich, dass es andere Strömungen gibt, die am Lehrgebäude von Funakoshi viel näher dran sind. Ich spicke auch ab uns zu mal rüber. Aber mein Sensei hat seine Linie und da fühl ich mich gut aufgehoben. Wir machen in jedem Training Partnerübungen und blaue Flecke sind uns allen nicht fremd. Auf die Philosophie wird da nicht groß eingegangen. Es werden aber Regeln an die Hand gegeben die mir unter Umständen vielleicht mal nützlich sein können. ("Wenn Du zuschlagen mußt, dann schlag so hart zu, dass der andere nicht so schnell aufsteht, und dann bring Dich in Sicherheit!").

    Was viele vergessen, der Trainer wird auch von seinen Schülern beeinflusst. Wenn ich viele Schüler habe, die sich Karate als "Ausgleich" ausgesucht haben (das war auch meine usrsprüngliche Intention) wirkt das auf den Lehrer zurück.
    Wenn ich als Schüler gerne die etwas härtere Gangart möchte, ich diese aber nicht im Dojo finde, so sollte ich mir ein anderes Dojo suchen.

    Was mir aber völlig unverständlich ist, wie es in anderen Vereinen gehandhabt wird, dass ein eigener Block "Selbstverteidigung" innerhalb des Karates angeboten wird. Karateka trainieren eine KAMPFkunst, da ist die Selbstverteidigung systemimmanent.

    Brainmaniac
    Geändert von Brainmaniac (Gestern um 11:36 Uhr) Grund: Große, kleine, fehlende und zuviele Buchstaben

  7. #142
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    Zitat Zitat von Brainmaniac Beitrag anzeigen

    Wenn ich viele Schüler habe, die sich Karate als "Ausgleich" ausgesucht haben (das war auch meine usrsprüngliche Intention) wirkt das auf den Lehrer zurück.
    Wenn ich als Schüler gerne die etwas härtere Gangart möchte, ich diese aber nicht im Dojo finde, so sollte ich mir ein anderes Dojo suchen.

    Was mir aber völlig unverständlich ist, wie es in anderen Vereinen gehandhabt wird, dass ein eigener Block "Selbstverteidigung" innerhalb des Karates angeboten wird. Karateka trainieren eine KAMPFkunst, da ist die Selbstverteidigung systemimmanent.

    Brainmaniac
    Du schreibst doch selbst, dass es auch viele Schüler gibt, die Karate als Ausgleich suchen. Darunter sind viele, die mit SV gar nichts am Hut haben. Die wollen sich bewegen, vielleicht die Atmung und Bewegungen verbessern, und gut ist. Andere wollen bei Meisterschaften erfolgreich sein. Auch das hat mit SV gar nichts zu tun.
    Weshalb also nicht einen eigenen Block SV für diejenigen anbieten, die sich für diesen Teil des Karate interessieren?

    Beim Skifahren gibt es auch eine Menge unterschiedlicher Varianten. Trotzdem würde ein Freerider kaum zu einem Langläufer sagen, dass er kein Skifahrer ist. Und Abfahrtsspezialisten sind selten erfolgreich auf der Buckeligste. Trotzdem fahren sie alle Ski.

    Genauso gibt es eben Karateka, die auf die tatsächliche Wehrhaftigkeit Wert legen, und andere eben nicht.

    Weshalb

  8. #143
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    Zitat Zitat von ainuke Beitrag anzeigen
    Du schreibst doch selbst, dass es auch viele Schüler gibt, die Karate als Ausgleich suchen. Darunter sind viele, die mit SV gar nichts am Hut haben. Die wollen sich bewegen, vielleicht die Atmung und Bewegungen verbessern, und gut ist. Andere wollen bei Meisterschaften erfolgreich sein. Auch das hat mit SV gar nichts zu tun.
    Weshalb also nicht einen eigenen Block SV für diejenigen anbieten, die sich für diesen Teil des Karate interessieren?

    Beim Skifahren gibt es auch eine Menge unterschiedlicher Varianten. Trotzdem würde ein Freerider kaum zu einem Langläufer sagen, dass er kein Skifahrer ist. Und Abfahrtsspezialisten sind selten erfolgreich auf der Buckeligste. Trotzdem fahren sie alle Ski.

    Genauso gibt es eben Karateka, die auf die tatsächliche Wehrhaftigkeit Wert legen, und andere eben nicht.

    Weshalb
    Wir lernen doch alle Tzuki, Uke, Keri ... egal ob Breitensportler, Wettkämpfer oder SV'ler. Die (vielfältige) Bedeutung der Bewegungen sollten doch allen auch soweit klar sein.

    Für mich impliziert ein eigenständiger Abschnitt "Selbstverteidigung" das ich vorher was anderes gelernt habe. Ist quasi wie Kata als Volkstanz?!

    Brainmaniac

  9. #144
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    Zitat Zitat von Brainmaniac Beitrag anzeigen
    Für mich impliziert ein eigenständiger Abschnitt "Selbstverteidigung" das ich vorher was anderes gelernt habe. Ist quasi wie Kata als Volkstanz?!
    Nein, man muss es halt aus Marketinggründen überall extra draufschreiben. Also ich möchte keinen Streit mit einem Wettkämpfer, der mir mit dem Fuß den Kopf runterholen kann. Ansonsten sind diese SV Einheiten eher so Kleinigkeiten am Rande. Handgelenk lösen ohne gleich zuzuschlagen, einer nimmt mal so einen Messersimulator... letztlich kann man sich das sparen entweder es ist eher harmlos oder es funktioniert kaum und wenn dann wirklich nur wenn explizit der Trainingsschwerpunkt darauf läge. Ob einer das Herz hat in einem Ernstfall ist eh so eine Sache, wenn er sonst eher ein beschauliches Leben führt.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  10. #145
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    Zitat Zitat von ainuke Beitrag anzeigen
    Du schreibst doch selbst, dass es auch viele Schüler gibt, die Karate als Ausgleich suchen. Darunter sind viele, die mit SV gar nichts am Hut haben. Die wollen sich bewegen, vielleicht die Atmung und Bewegungen verbessern, und gut ist. Andere wollen bei Meisterschaften erfolgreich sein. Auch das hat mit SV gar nichts zu tun.
    Weshalb also nicht einen eigenen Block SV für diejenigen anbieten, die sich für diesen Teil des Karate interessieren?

    Beim Skifahren gibt es auch eine Menge unterschiedlicher Varianten. Trotzdem würde ein Freerider kaum zu einem Langläufer sagen, dass er kein Skifahrer ist. Und Abfahrtsspezialisten sind selten erfolgreich auf der Buckeligste. Trotzdem fahren sie alle Ski.

    Genauso gibt es eben Karateka, die auf die tatsächliche Wehrhaftigkeit Wert legen, und andere eben nicht.

    Weshalb
    Nun für die Leute, die "mit SV gar nichts am Hut haben", braucht man aber auch keinen Block SV. Denn dann können sie trotzdem nix. Daher geht die Frage zurück. Weshalb?

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