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Thema: FRAGE zum Taiji: Ausführung "Goldener Hahn"

  1. #1
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    Question FRAGE zum Taiji: Ausführung "Goldener Hahn"

    Hallo zusammen,

    habe aus aktuellem Anlass eine Frage zu einer Bewegungsausführung in der 24er-Taiji-Pekingform und würde mich über Rückmeldungen sehr freuen.
    Anmerkung: Bevor evtl. nur Antworten kommen a la "Frag doch am besten Deinen Trainer": Hab ich in dem konkreten Fall schon gemacht, und seine (irgendwie recht typische chinesische) Antwort war: "Einfach weiterüben, das wird schon".

    GEGENSTAND
    Ausführung der Bewegung "der Goldene Hahn steht auf einem Bein".

    HINTERGRUND/ PROBLEM
    "Eigentlich" komme ich mit der Technik recht gut zurecht; eigentlich, weil: Selbst bei fast ausgestrecktem oberen Arm ist mein Ellenbogen noch deutlich "hinter" dem Knie (in Richtung Oberkörper) zurück – und bei weitem noch nicht vor dem Knie, wie es z.B. auf allen guten YT-Videos zu sehen ist.

    ANNAHME/VERMUTUNG
    Zur Lösung dieses Problems (Ellenbogen ist zu weit "hinten") kann es IMHO doch eigentlich nur 2 Optionen geben:
    1. Den Arm weiter nach vorne strecken, bis der Ellenbogen über das Knie kommt.
    2. Das Knie höher führen, damit der Ellenbogen relativ gesehen mehr nach vorne (vor's Knie) kommt.

    UMSETZUNG
    @ 1.: Arm ist schon nahezu gestreckt, mehr geht eigentlich nicht.
    @ 2.: Wenn meine "Argumentationskette" richtig wäre, würde ich das als meinen Schwachpunkt verstehen – und schaffe es bisher noch nicht, das Knie höher zu bringen.

    FRAGE an die Taijiler hier
    A) Liege ich mit meiner Vermutung richtig – oder habe ich irgendetwas übersehen/ nicht begriffen?
    B) Wenn meine Vermutung richtig wäre: Gibt es irgendwelche generellen Tipps zur Verbesserung? Mein Verständnis: Wenn ich richtig liegen würde, hätte das ja wahrscheinlich etwas zu tun mit * a) der Dehnfähigkeit des Gluteus (Hintern) des erhobenen Beins * b) der Kraftfähigkeit des iliopsoas (Hüftbeuger) des erhobenen Beins?!

    Bin wieder über jeden Impuls dankbar, vielen Dank im voraus!
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  2. #2
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    Wie soll das gehen? Stehst du im Hohlkreuz?

    Das ist kein Thai-Knie nach vorne-oben sondern ein Knieheben nur nach oben. Eher so als würde man auf der Stelle laufen.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Spud Bencer Beitrag anzeigen
    Wie soll das gehen? Stehst du im Hohlkreuz?....
    Bild-1: Oberschenkel ist gerade mal waagerecht - Ergebnis IMHO: Ellenbogen kann gar nicht weiter vor
    https://www.colourbox.de/bild/frau-t...n-bild-2752852
    https://www.colourbox.de/bild/tai-wi...n-bild-2705633

    Bild-2: Oberschenkel ist deutlich höher - Ergebnis: Ellenbogen ist deutlich vor Knie:
    http://www.tai-chi-qigong.org/images/c_yang6.jpg
    http://www.tai-chi.de/home/galerien/...denen-hahn.jpg
    Geändert von * Silverback (15-03-2019 um 15:33 Uhr)
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  4. #4
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    Zitat Zitat von * Silverback Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    Anmerkung: Bevor evtl. nur Antworten kommen a la "Frag doch am besten Deinen Trainer":
    .. doch nicht bei etablierten Kräften ...
    GEGENSTAND
    Ausführung der Bewegung "der Goldene Hahn steht auf einem Bein".
    HINTERGRUND/ PROBLEM
    "Eigentlich" komme ich mit der Technik recht gut zurecht; eigentlich, weil: Selbst bei fast ausgestrecktem oberen Arm ist mein Ellenbogen noch deutlich "hinter" dem Knie (in Richtung Oberkörper) zurück – und bei weitem noch nicht vor dem Knie, wie es z.B. auf allen guten YT-Videos zu sehen ist.
    ?? ... ich hab mir grad mal eines angeschaut, da ist auch der Ellbogen hinter dem Knie, und das Mädel IST gelenkig.

    FRAGE an die Taijiler hier
    A) Liege ich mit meiner Vermutung richtig – oder habe ich irgendetwas übersehen/ nicht begriffen?
    B) Wenn meine Vermutung richtig wäre: Gibt es irgendwelche generellen Tipps zur Verbesserung? Mein Verständnis: Wenn ich richtig liegen würde, hätte das ja wahrscheinlich etwas zu tun mit * a) der Dehnfähigkeit des Gluteus (Hintern) des erhobenen Beins * b) der Kraftfähigkeit des iliopsoas (Hüftbeuger) des erhobenen Beins?!

    Bin wieder über jeden Impuls dankbar, vielen Dank im voraus!
    A) Nein - Ja.

    B) Die gleiche Figur des "Ursprungs-Stils" - dort wird an dieser Stelle der Arm mit der Handfläche zur Decke gehoben. Das heißt für mich im Yang-Stil: Knie geht hoch, Ellbogen ist vor dem Körper, aber wo und wie genau, das bestimmst du mit deinem Übungsziel.

    M.E. ist es bei dieser Übung viel wichtiger, ein gutes Gleichgewicht zu finden, vielleicht in diesem Gleichgewicht mit der Kniehöhe zu experimentieren und mit der vorderen Hand, evtl. das GGW gegen Störung halten ...

    ... letztlich ist es Gymnastik unter kämpferischen Aspekten, wie also die Figur in der Solo-Übung "genau" aussehen muß ist eigentlich völlig unerheblich, wichtiger wäre dann, sich die Anwendung zu verdeutlichen...
    Geändert von Bücherwurm (15-03-2019 um 15:37 Uhr)

  5. #5
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    ... na da nimm doch den Volker...

  6. #6
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    .. doch nicht bei etablierten Kräften ...
    Gelle.


    ?? ... ich hab mir grad mal eines angeschaut, da ist auch der Ellbogen hinter dem Knie, und das Mädel IST gelenkig.
    Hab irgendwie auf google keine gescheiten (argumentationsunterstützenden) Bilder gefunden. Und irgendwie kriege ich das nicht gewuppt, von YT-Videos einen Fotoauschnitt hier hochzuladen?


    A) Nein - Ja.
    A...ha.


    B) Die gleiche Figur des "Ursprungs-Stils" - dort wird an dieser Stelle der Arm mit der Handfläche zur Decke gehoben.
    Was dann wohl vergleichbar mit der 42er-Form wäre?


    Das heißt für mich im Yang-Stil: Knie geht hoch, Ellbogen ist vor dem Körper, aber wo und wie genau, das bestimmst du mit deinem Übungsziel.

    M.E. ist es bei dieser Übung viel wichtiger, ein gutes Gleichgewicht zu finden, vielleicht in diesem Gleichgewicht mit der Kniehöhe zu experimentieren und mit der vorderen Hand, evtl. das GGW gegen Störung halten ...
    Völlig d'accord; die "Gleichgewichtsbaustelle" begleitet mich latent ... allerdings umso "latenter", je höher ich bewusst versuche, das Spielbein (nebst Knie) zu bringen. Allein von daher ist meine Frage auch der Gleichgewichtsoptimierung geschuldet.


    ... letztlich ist es Gymnastik unter kämpferischen Aspekten, wie also die Figur in der Solo-Übung "genau" aussehen muß ist eigentlich völlig unerheblich, wichtiger wäre dann, sich die Anwendung zu verdeutlichen...
    Nochmal d'accord - und das Wenige, was ich an dieser Stelle bisher von der Anwendung begriffen habe ist beim Goldenen Hahn, dass hiermit einem gegnerischen Tritt ausgewichen werden soll. Was in ultimo bedeutet, dass ("neben" dem Gleichgewicht) die Höhe irgendwann ja schon mal anfängt, eine Rolle zu spielen (zumindest unter Trainingsaspekten).
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  7. #7
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    Zitat Zitat von * Silverback Beitrag anzeigen
    Was dann wohl vergleichbar mit der 42er-Form wäre?
    Die kenn ich nicht, daher kann ich das nicht sagen. Ich bezog mich auf Laojia Yilu.

    Völlig d'accord; die "Gleichgewichtsbaustelle" begleitet mich latent ... allerdings umso "latenter", je höher ich bewusst versuche, das Spielbein (nebst Knie) zu bringen. Allein von daher ist meine Frage auch der Gleichgewichtsoptimierung geschuldet.
    Naja, das ist doch ein Teil der Übung an der Stelle. Gleichgewicht halten, Knie hochbringen ist ein gewisser Widerspruch. Also gehst du mit dem Knie so hoch wie möglich, ohne Schwung, natürlich, und ohne das GGW zu verlieren. Knie und Ellbogen etwa an der gleichen Stelle scheint mir ein guter Richtwert.

    Nochmal d'accord - und das Wenige, was ich an dieser Stelle bisher von der Anwendung begriffen habe ist beim Goldenen Hahn, dass hiermit einem gegnerischen Tritt ausgewichen werden soll. Was in ultimo bedeutet, dass ("neben" dem Gleichgewicht) die Höhe irgendwann ja schon mal anfängt, eine Rolle zu spielen (zumindest unter Trainingsaspekten).
    Hhhhhmmmm ... wenn du da mal ein Beispiel findest... Es war doch irgendwie so, dass dein Taiji-Guru es nicht so mit Anwendung hat, oder? Dazu kommt: Wenn man versucht, die idealisierten Bewegungen (insbesondere des Yang-Stils) "anzuwenden", muß man schon wieder den Angriff ziemlich stark zurechbiegen, damit da was halbwegs passendes rauskommt. Der bessere Weg wäre m.E., das kämpferische zu trainieren, ggf. auch an anderer Stelle. Da sieht man dann recht schnell, was man an der Stelle wirklich machen kann und wie weit die Taiji-Form von der praktischen Anwendung entfernt ist.

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