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Thema: Erzeugen von "Stress" im Training

  1. #16
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    Standard

    Zitat Zitat von Spud Bencer Beitrag anzeigen
    Stress erhöht Cortisol, verringert Testo und HGH... nicht unbedingt das, was man im Training haben will.

    Mir ist natürlich die Logik dahinter klar: Ein Kampf ist stressig, und daran soll man sich gewöhnen. Da bleibt natürlich die Frage, ob es nicht bessere Methoden gibt, zumal man ja keinen "Einstecker" ausbilden will, sondern einen "Austeiler": Man will nicht, dass der Schüler lernt, möglichst viel wegzustecken und dabei ruhig zu bleiben, sondern man will, dass der Schüler lernt, einen Angreifer auszuschalten.
    Machen Strassenschläger Stressdrills? Hat Tyson Stressdrills gemacht?

    Für mich bedeutet das:
    1. Wir wollene einen "Austeiler" züchten. Da ist Padwork gut: Der Schüler kriegt etwas Gegenwehr, lernt aber hauptsächlich, jemanden zusammen zu schlagen. Und das ist WICHTIG: Denn so wird er vom passiven Opfer zum aktiven Plattmacher. Wenn man das geschafft hat, ist der Rest fast nur Makulatur.

    2. Wir wollen, dass der Schüler im Stress einer realen Auseinandersetzung nicht zu einem Häufchen Elend zusammensinkt. Da greift das Padwork schonmal gut, denn für den "Austeiler" ist eine Auseinandersetzung nicht so stressig, er gewinnt ja. Der Rest, wie z.B. Kinn, Schmerzresistenz, Killer Instinkt usw., das ist haupstsächlich eine psychologische Sache, die man schlecht einfach so im Gym oder Dojo trainieren kann. Da muss der Schüler in sich gehen, und lernen, sich an Gewalt, sowohl der Ausübung wie auch dem Erleiden, zu gewöhnen. Das ist nicht so schwer, noch vor 30 Jahren waren Schlägereien ganz normal und Keiner wurde davon traumatisiert, es geht also nur darum, seine gute post-1990er Kinderstube zu ignorieren.
    +1
    Guter Post...

    Auch wenn es natürlich noch viel mehr Schattierungen gibt...
    Suckers try it, but I don't buy it.

  2. #17
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Diese Stressdrills incl. körperlicher Erschöpfung dienen IMO eher dazu, den "Durchhaltewillen" zu trainieren
    mittlerweile ist das wohl meist so, gerne in verbindung mit den üblichen markigen durchhalteparolen des trainers.

    der zweck war aber eigentlich mal ein anderer: es geht bei der sache eigentlich (nur bzw. ausschließlich) darum, bestimmte physische phänomene zu erzeugen, die gemeinhin mit dem einfluss einer plötzlichen adrenalinausschüttung ins system asoziiert werden, wie etwa herzrasen, tunnelblick und insbesondere beeinträchtigung der feinmotorik, um den trainierenden daran zu gewöhnen und ihm aufzuzeigen, warum in der modernen hybrid-sv eher grobmotorisch gearbeitet wird...

    derartige drills haben aber eigentlich gerade nichts mit dem hervorrufen von echtem psychischem stress zu tun.
    "Self defense, martial arts and fighting are as similar\different to each other as tennis, badminton and ping pong are." Rich Dimitri

  3. #18
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    Zitat Zitat von Mr.Fister Beitrag anzeigen
    derartige drills haben aber eigentlich gerade nichts mit dem hervorrufen von echtem psychischem stress zu tun.
    Und da betritt man ein sehr heikles Feld ... Laien die ihre Schützlinge nicht sehr genau kennen, können da sehr viel mehr Schaden als Nutzen anrichten. Man denke nur an tiefsitzende psychologische Probleme, die plötzlich getriggert werden.

    Es gab hier mal einen Thread wo jemand nach KK/KS-Training für traumatisierte Kriegsflüchtlinge fragte ... Da haben alle dankend abgewunken, weil ihnen das viel zu heikel war.

    " markige durchhalteparolen des trainers " ... Tja, genau das stellen sich aber viele unter einem " militärischen Nahkampfsystem " ( Krav Maga als Beispiel ) so vor. Wie bestellt so geliefert. Brauchen tut man es nicht ... aber wers haben will, wirds finden.

  4. #19
    gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Mr.Fister Beitrag anzeigen

    der zweck war aber eigentlich mal ein anderer: es geht bei der sache eigentlich (nur bzw. ausschließlich) darum, bestimmte physische phänomene zu erzeugen, die gemeinhin mit dem einfluss einer plötzlichen adrenalinausschüttung ins system asoziiert werden, wie etwa herzrasen, tunnelblick und insbesondere beeinträchtigung der feinmotorik, um den trainierenden daran zu gewöhnen und ihm aufzuzeigen, warum in der modernen hybrid-sv eher grobmotorisch gearbeitet wird...
    Das meinte ich. Ob das für einen zielführend ist, muss man selbst probieren ...

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