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Thema: Epileptiker, Versicherung?

  1. #1
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    Standard Epileptiker, Versicherung?

    Ich habe angefangen mit Jiu-Jitsu und Kickboxen in meiner Heimatstadt.

    Vor 10 Minuten rief mich mein Trainer an: Die Haftpflichtversicherung will in einem Notfall nicht einspringen.

    Ich habe eine Aura (Erkennen eines beginnenden Anfalls und Reaktionsfähigkeit vor dem Bewusstseinsverlust) und bekomme immer wieder Knüppel, Felsen und Ozeane auf meinen Weg gelegt.

    Hätte einer von den Trainern oder Sportlern Erfahrungen oder einen Tipp für Versicherungen?

    Ich will nicht schon wieder mit etwas aufhören müssen weil irgendjemand Angst vor etwas hat was er nicht verstehen will (Versicherung, nicht Trainer)

    MfG

    Neuling Viken

  2. #2
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    Standard

    Was hat denn die Haftpflichtversicherung mit einer (möglichen) Sportunfallversicherung sofern diese in dem Verein besteht zu tun?

    Und in welchem „Notfall“ wollen die dann nicht einspringen?
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  3. #3
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    Zitat Zitat von Viken Beitrag anzeigen
    Ich will nicht schon wieder mit etwas aufhören müssen weil irgendjemand Angst vor etwas hat was er nicht verstehen will
    Zu dem Umgang mit einer Krankheit gehört es auch, bestimmte Einschränkungen zu akzeptieren.
    "Echtes" Boxen ist für Epileptiker absolut ungeeignet - Schläge auf den Kopf sind das Letzte, was man da noch gebrauchen kann.

  4. #4
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    Zunächst sollte man zwischen der eigenen privaten oder gesetzlichen Versicherung (Krankheit) und der (Pflicht-)Versicherung des Vereins unterscheiden.

    In Bayern müssen Sportvereinsmitglieder an den Landesverband gemeldet werden und sind somit automatisch pflichtversichert (Unfall). Ich denke, dass das in den anderen Bundesländern ähnlich ist.

    Insofern tritt bei einem Unfall die Sportversicherung ein, falls bleibende Schäden zu erwarten sind (konkretes Beispiel: Einem hier arbeitenden Schotten wurde ein Schneidezahn im Training abgebrochen. Da er nicht für so etwas versichert war, zahlte ihm die ARAG, die das in BY abwickelt, die Kosten für eine Jacketkrone).

    In meinem Verein habe ich zur rechtl. Absicherung im Aufnahmeantrag ein ja/nein-Kästchen mit "sporttauglich" und im Kleingedruckten den Hinweis, dass jeder, der am Karatetraining teilnimmt, dieses bei nächster Gelgenheit auch mit seinem Arzt bespricht. Mehr kann ich nicht tun.

    Epileptiker fallen nicht unbedingt durch äußere Anzeichen auf, wer also sich im Verein anmeldet und mittrainiert, ist versichert, Punkt.
    Wenn die Trainer nicht wissen, dass ein Epileptiker unter ihren Schäfchen könnte es natürlich Probleme bei der Akutbehandlung eines Anfalles geben - Pech für das Mitglied, wenn es vorher nicht auf seine Behinderung hingewiesen hat.
    Was die eigene KV damit zu tun, entzieht sich meiner Kenntnis, denn das wäre letztlich zwischen dieser und dem Betroffenen zu klären. Ggf. gibt es aber andere KV, die der Sportthematik offener gegenüber stehen.

    Und noch besteht bei uns in D Behandlungspflicht - d.h., wenn jemand im Akutfall in ein KH transportiert wird, wird er auch entsprechend behandelt. Die Kostenfrage wird anschl. geklärt.

    Wo ich natürlich dem Kollegen hier Recht geben muss, ist, dass Kopftreffer auszuschliessen sind - daher wäre meine Empfehlung, das Kickboxen gegen Karate oder Taekwondo zu tasuchen, da wird ev. platzierter geschlagen bzw. getreten und man kann vorher darauf hinweisen, hierhin bitte nicht, dann funzt das auch. Beim Kickboxen hätte ich da Zweifel.

  5. #5
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    @ Greendragon Das weiß ich auch nicht. Ich habe keine Konkreten Infos bekommen, er möchte das abklären warum nicht und warum und weshalb

    @Kelte: Nein, Epilepsie ist keine Bewegungstechnische Krankheit sondern eine Krankheit welche von Signalen im Kopf lebt. Die Tatsache das ich lebe setzt mich als Epileptiker dem Risiko eines Anfalls aus. Erst wenn mein Gehirn keine Signale mehr sendet welche mein Gehirn nicht verarbeiten kann, dann bin ich frei. Und Einschränkungen ist nett formuliert: Job, Wohnung, Freizeit, Hobbys. Ich hab Hausverbot im Schwimmbad, Sportzentrum, darf keine Wohnung bei 6 Wohnungsanbietern haben weil sie das Rsisiko nicht haben wollen das ich zufällig tot in der Wohnung lebe, 23 Arbeitgeber haben nach dem Ersten Anfall den Schniedel eingezogen und mich wieder abgewiesen. Es sei zu Gefährlich. Kino, Alkohol (Das ist mir echt egal), Paintball, Lasertag, KLettern: Alles Gestrichen.

    @Chrisdz: Ich habe eine Aura und Falle auf, ICh weise darauf hin und ziehe mich zurück. Karate und Taekwando bietet meine Schule nicht an. Und der einzige Verein der das Anbietet ist mal eben 4 Fach so Teuer, und ich darf nur mitmachen wenn ich monatlich 200 Euro extra für Equip zahle und immer zu jeder Prüfung gehe. Und ich will keine Turniere machen, keinerlei INteresse.

  6. #6
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    Dann musst du wahrscheinlich dami leben, dass du diesen Sport nicht ausüben kannst.
    Vereine haben oftmals Ausschlussklauseln oder verlangen die sportmedizinische Untersuchung und Freigabe.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  7. #7
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    Zitat Zitat von Viken Beitrag anzeigen
    @Kelte: Nein, Epilepsie ist keine Bewegungstechnische Krankheit sondern eine Krankheit welche von Signalen im Kopf lebt.
    Ich habe auch nicht behauptet, dass Epilepsie etwas mit deinem Bewegungsapparat zu tun hat.
    Schläge auf den Kopf -respektive Gehirn- sind grundsätzlich ne dämliche Idee, mit entsprechenden Vorerkrankungen grenzen solche Ambitionen an Selbstzerstörung.

    Wenn du mit 26 Jahren bei 23 Arbeitgebern deinen Job aufgrund eines epileptischen Anfalls verloren hast, deutet das aus der Entfernung auch ein bisschen darauf hin, dass deine Epilepsie mit Medikamenten schwer einzustellen ist. ich kenne einen Epileptiker, der seit vielen Jahren anfallsfrei ist und deshalb sogar Auto fahren darf.

    ich hoffe, es kommt nicht zu arrogant rüber, wenn ich dir 2 Tips gebe:
    Versuche, dein Selbstmitleid zu überwinden. Das ist zwar unglaublich kuschelig und angenehm, bringt dich im Leben aber nicht weiter.
    Akzeptiere dich selbst so, wie du bist - einschließlich deiner Erkrankung. und suche dir Hobbys raus, bei denen ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust
    keine katastrophalen Folgen hat oder wo dein Kopf -zum Beispiel durch Schläge- nicht noch mehr geschädigt wird.

    Das ein Trainer dich überhaupt mit dem Wissen um deine Erkrankung zum Kickboxen aufgenommen hat und lediglich aufgrund eines "versicherungstechnischen" Problems dein Training nicht fortführen will, bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass du es auf dieser Welt mit Verrückten zu tun hast - und man keinesfalls auf den Verstand eines Trainers bauen sollte.
    Geändert von kelte (25-05-2019 um 12:38 Uhr)

  8. #8
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    Hi,

    Erstmal für andere zum besseren Verstehen, was er wohl mit Auren meint:

    Auren sind daher das erste Zeichen eines epileptischen Anfalls. Sie können aber auch isoliert bleiben. Sie
    stellen dann einen, wenn auch nur vom Betroffenen wahrnehmbaren, begrenzten epileptischen Anfall dar.
    http://www.dgfe.org/home/showdoc,id,396,aid,383.html

    Ich würde einmal bei deinem behandelnden Arzt anfragen, was er dazu meint und ob er dir hier weiterhelfen kann, mit einem Attest für den Verein/die Versicherung.

    Vielleicht können die hier auch argumentativ weiterhelfen:

    https://www.mara.de/epilepsie-zentrum.html

    Die haben sich auch mit Sportarten im Fall Epilepsie beschäftigt!


    /edit

    Wichtig ist, bei egal welcher gesundheitlichen Einschränkung, dass man entsprechende Grenzen akzeptiert und anhand dieser sein Training auslegt und vielleicht nicht alles (davon) machen kann.

    Du könntest dich auch mal versuchen juristisch beraten zu lassen, z.B. über eine öffentliche Rechtsberatung, oder einen entsprechenden Verein.


    Gruß

    Alef
    Geändert von Alephthau (25-05-2019 um 13:08 Uhr)

  9. #9
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    Jungs, mal ganz langsam.
    Epilepsie ist nicht gleich Epilepsie, es gibt zig verschiedene Ursachen.

    @TE
    Geh zu deinem Hausarzt oder deinem Neurologen und sag ihm dass du einen Kampfsport machen möchtest und frag ihn was du beachten sollst. Er wird mit dir alles besprechen und Dir dann ggf. eine Sportfreigabe geben.

    Die Haftpflicht des Vereins ist dann egal, solange Dir dein Hausarzt das Ok gibt. Krankenversichert bist du eh, egal was passiert! Wenn du die Freigabe vom Arzt hast wird die Haftpflicht vom Verein auch nix sagen.

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