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Thema: Experimentelle Archäologie zum Thema Pilum und Gladius

  1. #1
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    Standard Experimentelle Archäologie zum Thema Pilum und Gladius

    Kennt jemand hier Gruppen / Einzelpersonen, welche sich mit dem Thema Pilum / Gladius mit wissenschaftlichem Anspruch auseinander gesetzt haben?
    Damit meine ich also nicht irgendwelche Typen welche ein Ansatzweise wie ein Pilum aussehendes Ding nachgebaut haben und dann auf ein historisch nicht in die Zeit passendes Holzschild schleudern oder mit einem Schwer, welches grob wie ein Gladius aussieht irgendwelche selbst ausgedachten Kampfmanöver zeigen, sondern Gruppen oder Personen, welche in ihre Arbeit archäologische und geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse haben einfließen lassen und demzufolge ansatzweise Belastbare Ergebnisse liefern?

    Mein Google-Fu hat bisher wenig brauchbare Ergebnisse gebracht und meine Universität ist in Bezug auf experimentelle Archäologie auch eher schlecht aufgestellt
    Für Anregungen, Tipps, Hilfen wäre ich daher sehr dankbar!

  2. #2
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    Es gibt verschiedene Studentengruppen, die Experimentelle Archäologie zum Thema Gladiatoren praktizieren. Eine ist in Wien. Ich glaube aber, dass es auch in Deutschland welche gibt. Da könntest Du evtl. Antworten finden.
    No Colour or religion ever stopt a bullet from a gun!

  3. #3
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    Der wahrscheinlich erste Name, der hier fallen sollte, ist Marcus Junkelmann. Marcus ist Archäologe und Historiker und hat schon 1985 mit entsprechenden Versuchen begonnen. Seine Bücher sind "die" Klassiker zum Thema. Ich weiss jetzt nicht, was denn konkret Deine Frage ist, aber falls Du was wissen möchtest, wozu Du in der Bibliothek nicht fündig wirst - den Kontakt zu Marcus und seinem Umfeld kann ich herstellen.

    Beste Grüsse
    Period.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  4. #4
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    Junkelmanns Werke kenne ich natürlich schon, aber danke auf jeden Fall für das Angebot!

    Ich habe aktuell noch eine andere Quelle aufgetan und werde erstmal die anzapfen.
    Konkreter geht es mir darum, wie man mit historisch korrekt rekonstruierten Waffen des 3. und 2. Jhdt. v. Chr. (Material, Gewicht, Balance) etc.pp. de facto hätte kämpfen können...

  5. #5
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    Ich wage mal die Prognose, es gibt nur drei Möglichkeiten wie man einen Gladius ausbalancieren konnte:
    - kopflastig wie eine Machete, damit kann man hacken
    - grifflastig wie ein Messer, nur für Stichwirkung sinnvoll
    - irgendwo dazwischen für eine ausgewogene Mischverwendung Stich/Schnitt/Schlag

    Standardmässig dürften die Gladii zum "Aufräumen" verwendet worden sein, und in der Bedeutung hinter der Verwendung von Speeren zurückgefallen sein. Darüber gab es aber ganz sicher Aufzeichnungen von Militärtheoretikern, auch in Bezug auf die Ausbildung von Soldaten. Die würde ich mal heranziehen, noch vor Rekonstruktionen aus Bodenfunden.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  6. #6
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    Die militärtheoretischen Klassiker (Ailianos Taktikos, Onasandros, Vegetius) habe ich natürlich schon konsultiert, das Problem ist hierbei, dass die eher die Makroperspektive haben, ich aber auch an den Einsatzmöglichkeiten durch den einzelnen Soldaten / im "Trupprahmen" interessiert bin für meine Arbeit.

    Beim Gladius ist die dritte Variante anzunehmen, die in der früheren Forschung oft vertretene These vom Gladius als reine Stichwaffe kann heute als widerlegt gelten

  7. #7
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    Hast Du es schon mal rund um die Römertage in Xanten oder Haltern versucht ?
    Da müsste es doch jede Menge Gleichgesinnte und Experten geben ... !?

    https://apx.lvr.de/de/willkommen/willkommen_1.html
    https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de/roemertage

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