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Thema: BJJ Anfänger als unsportlicher Enddreißiger

  1. #1
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    Standard BJJ Anfänger als unsportlicher Enddreißiger

    Moin zusammen,

    ich bin Peter, 37 Jahre alt und schon lange an Kampfkunst interessiert.

    Leider beschränkte sich mein Interesse bisher nur auf das zusehen.
    Ich habe leider die letzten 20 Jahre nahezu keinen Sport betrieben und habe derzeit ca. 10-15 Kg zuviel auf den Rippen.

    Letzte Woche habe ich es dann doch einmal gewagt und ein Probetraining beim BJJ gemacht. Es war wirklich super und hat mir richtig Spaß gebracht. (Auch wenn ich bereits nach dem Aufwärmen geschnauft habe)
    Besonders in der Hüfte musste ich meine Unbeweglichkeit schnell feststellen.

    Meine Frage ist jetzt, ob es mit dieser Ausgangslage überhaupt sinnvoll ist dies weiter zu betreiben? Alles was ich bisher von Anfängern gelesen habe, waren zwar BJJ Neulinge, jedoch meist sehr sportlich und häufig schon in anderen Kampfsportarten geübt.

    Würde mich wirklich interessieren, was Ihr sagt.

    Viele Grüße

    Peter

  2. #2
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    Nicht verzagen - Trainer fragen.
    Im Ernst: Wenn's Dir Spaß macht, Du keine Zipperlein nach dem 1. Training gespürt hast, und Lust hast, dann mach weiter; wenn das in Deinem angepeilten Verein/ Schule nicht alles "Wettkampftiere" sein sollten, dann wird sich auch ein Platz für Dich finden.
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  3. #3
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    Hallo Peter

    Also ich habe Schüler, die sind 40+ und haben gut 25 kg zu viel Kommt halt auf deine Zielsetzung an. Gerade BJJ halte ich für eine Kampfkunst, die man mit den richtigen Leuten auch bis ins hohe Alter machen kann.
    Frank Burczynski

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  4. #4
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    Hi,

    vielen Dank das Ihr mir Mut macht. Wie gesagt, hatte richtig Spaß. Der Muskelkater die nächsten Tage waren zwar echt ordentlich aber damit kann ich gut leben.
    Es ist allerdings schon so, dass beim Training wenig Anfänger sind, die meisten bereits mehrere Jahre dabei und mindestens Bluebelt.
    Aber da alle sehr freundlich waren und mich beim ersten Mal auch noch nicht zu hart rangenommen haben, werde ich dran bleiben. Heute Abend gehts weiter.

    Ziel ist es eigentlich nur fitter zu werden und das am Besten mit einer Sportart die mir Spaß bringt.

    viele Grüße

    Peter

  5. #5
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    easy, zu Anfang ist es halt sehr ungewohnt. Aber alle haben mal so angefangen. Hauptsache dabei bleiben.
    Frank Burczynski

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  6. #6
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    Ehrlicherweise kann ich dir jetzt nicht sagen: Klar einfach weiter machen, das wird schon......

    BJJ ist ein extrem intensiver Sport bei dem sich Steifheit, Unsportlichkeit, fehlendes Körpergefühl, etc. gnadenlos auf den Körper auswirkt.

    Ich würde sagen 90% der Leute die spät und ohne Grappling / Kampfkunst Background anfangen, hören schnell, meistens wegen ständiger Verletzungen wieder auf.

    Das ist nicht schlimm, einfach nur Fakt und es ist besser aufzuhören, als ne richtig schwere Verletzung zu riskieren.

    Es gibt auch Ausnahmen, ich hab z.B. einen Schüler der mit Ende 30 angefangen hat und jetzt mit Mitte 40, dreimal die Woche auf der Matte steht und intensiv rollt.

    Klar ist der körperlich ziemlich angegriffen, aber Spaß am BJJ überwiegt und das seit 7 Jahren.

    Und um ein großes Vorurteil gleich mal auszuräumen, natürlich gibt es öfters "übereifrige" Trainingspartner die einen verletzen, aber meistens ist es die eigene Verkrampfung die dafür Verantwortlich ist, das man sich verletzt und da sowas relativ unbewusst passiert, kann man das nur schwer kontrollieren.

  7. #7
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    Ich als Mitt-dreißiger habe auch gerade erst mit BJJ angefangen - ich würde dir jetzt mal ganz paradoxer- weise sagen, dass es, geht es rein um den Sport und um den Spaß dabei, es überhaupt kein Nachteil sein muss, da als völliger Rookie reinzugehen. Du kannst vielleicht viel entspannter lernen und frei rollen, als das jemand macht, der aus einer anderen KK kommt. Die sind nämlich meist völlig überambitioniert, oft aufgeregt, weil sie sich einen Erwartungsdruck aufbauen. Ich kenn das, weil ich so ein wenig auch aus der Fraktion komme - d.h. dunkle Bauchbinde aus anderer Kampfkunst - muss ja jetzt auch im BJJ ne gute Performance liefern --> Bullshit! Aber krieg das erstmal in den Kopp. Meine Kraft und mein Kampfgeist gereichen mir beim BJJ sogar eher zum Nachteil, da sich dann aufgrund meines energischen Rumwuselns auf der Matte auch die Blau und Purple-Leute mich dort "energischer" submitten - Verletzungsgefahr steigt für mich, bin ja trotzdem unerfahren auf dem Boden. All diese Dinge könntest Du viel leichter umschiffen - viel entspannter anfangen, dein "Glas viel besser leeren" und mit BJJ füllen als ein Glas leeren zu müssen, in dem schon paar Jährchen Karate, Muay Thai oder sonstawas geplätschert ist.

    Der Rest des Spaß-Potentials liegt am Gym und am Trainer: integriert er dich gut, macht mit dir viel rumrobben auf dem Boden um in-touch mit deiner Hüfte zu kommen, dann denk ich kann das auch mit 37 oder 47 noch Spaß machen anzufangen. Immerhin arbeitet BJJ zum Großteil damit, Kraft- und Geschwindigkeits-vermögen des Partners/Gegners zu relativieren. und 10kg Zuviel sind nicht immer, aber manchmal schon sogar von Vorteil^^

    Gruß

  8. #8
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen

    BJJ ist ein extrem intensiver Sport bei dem sich Steifheit, Unsportlichkeit, fehlendes Körpergefühl, etc. gnadenlos auf den Körper auswirkt.

    Ich würde sagen 90% der Leute die spät und ohne Grappling / Kampfkunst Background anfangen, hören schnell, meistens wegen ständiger Verletzungen wieder auf.

    Das ist nicht schlimm, einfach nur Fakt und es ist besser aufzuhören, als ne richtig schwere Verletzung zu riskieren.

    Es gibt auch Ausnahmen, ich hab z.B. einen Schüler der mit Ende 30 angefangen hat und jetzt mit Mitte 40, dreimal die Woche auf der Matte steht und intensiv rollt.

    Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht.
    Ein guter und erfahrender Trainer sowie ein gutes Trainingsumfeld mit guten Partnern sorgt genau dafür, dass so etwas nicht passiert.
    Frank Burczynski

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  9. #9
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    Klar, dass es zu Verletzungen kommen kann ist mir bewusst. Das zu vermeiden wäre natürlich super, deswegen jetzt aber zu sagen, ich mache kein BJJ ist nicht mein Ziel.
    Ich will auf jeden Fall weitermachen und schauen ob ich beweglicher werde.
    Auch wenn ich bisher erst einmal da war, kann ich auf jeden Fall sagen, dass es genau so ist wie ich es mir vorgestellt habe. Zudem kann ich bisher nur positives über die anderen Teilnehmer und den Trainer sagen.
    Jetzt habe ich noch viel mehr Bock auf heute Abend

    Viele Grüße
    Peter

  10. #10
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    Ich würde selber kein BJJ mehr anfangen, wenn ich jetzt Anfänger wäre.

    Und ohne mein inneres Kampfkunst-Training und deren extremen positiven Veränderungen, würde ich heute wahrscheinlich gar kein BJJ mehr trainieren......

  11. #11
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    Zitat Zitat von PeterPapp Beitrag anzeigen
    Es ist allerdings schon so, dass beim Training wenig Anfänger sind, die meisten bereits mehrere Jahre dabei und mindestens Bluebelt.
    Solange Du eine hohe "Frustrationstoleranz" mitbringst ist das grds. auch kein Problem. Du musst Dir halt im klaren darüber sein, dass wenn Du jetzt 1 - 2 x in der Woche zum Training gehst Du trotzdem auf längere Sicht nicht mit den Fortgeschrittenen wirst "mithalten" können. Wenn die Gruppe passt wirst Du da zwar nicht dauerhaft verpackt (sondern man lässt Dich auch mal ein wenig machen), ändert aber nichts daran, dass es für Dich beim rollen erst einmal nichts zu "gewinnen" gibt (mal ganz davon ab, dass rollen eben Training ist und kein Kampf - und NEIN bitte nicht versuchen mangelnde Technik durch Kraft auszugleichen... ).

    Das kann wenn die Anfangseuphorie erst einmal verflogen ist für viele Anfänger dann schon ein dauerhafter Stimmungskiller sein. Klar "verliert" niemand gerne permanent, aber gerade zu Beginn muss man halt damit leben können, dass die Erfolgserlebnisse eher in "Ich bin in der 5 Min. Runde nur x statt y mal getapped worden..." bestehen, als das man da nach 4 oder 6 Wochen dann anfängt seinerseits die Blue oder Purple Belts zu tappen.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  12. #12
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    Das es für mich da auf längere Zeit nichts zu holen gibt ist mir bewusst. Aber derzeit habe ich einfach gewaltig Spaß daran Neues zu lernen und mich auszupowern.
    Was in 4-6 Wochen ist kann ich natürlich nicht sagen, aber mir ist absolut bewusst, dass es weitaus länger dauert um auch nur einigermaßen mithalten zu können.

    Viele Grüße

    Peter

  13. #13
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    Riechst du schon nach Erde?
    Du bist erst ende dreißig, da ist auch Sportlich noch Luft nach oben, und solange es dir Spaß macht und der Körper es mitmacht hast du doch keinen Grund dir solche Fragen zu stellen. Mach doch einfach...^^
    "Ruhig bleiben und dann, wenn der Typ nochmal aufsteht, dann trittst Du ihn voll ausm Bild!" - Bruce Lee

  14. #14
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    Mal ein, zwei, drei Sachen, die du auch selber machen kannst, damit es für die einfacher wird:
    - ein bisschen selber auf Erholung achten nach dem Training. Nicht einfach nur einen Tag frei nehmen, sondern auch mal an Sauna, Massage gesunden Schlaf etc. denken.
    - selber an deiner Mobilität arbeiten. Es gibt tausende von Programmen, kostenlos, im Internet. Yoga, Stretching, Mobilitätsübungen. Just do it!
    - periodisiere dein Training! Stark aktive Trainingstage, danach ruhigere Tage. Such dir Ziele, kurz-, mittel- und langfristige Ziele. Rede mit deinem Trainer, was realistisch ist.
    - achte auf deine Ernährung. Daran scheitern viele. Wenn du zu viel Müll zu dir nimmst belastet das auch dein Training. Such dir vernünftigen Brennstoff für deinen Motor.
    Frank Burczynski

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  15. #15
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    Ich würde selber kein BJJ mehr anfangen, wenn ich jetzt Anfänger wäre.

    Und ohne mein inneres Kampfkunst-Training und deren extremen positiven Veränderungen, würde ich heute wahrscheinlich gar kein BJJ mehr trainieren......
    your truth is not my truth.

    Mein BJJ (Training, Performance ectc) sieht heute auch anders aus als vor 20 Jahren. Das ist eine ganz normale Entwicklung.
    Frank Burczynski

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