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Thema: Miao Dao 1st&2nd Route Application

  1. #31
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    Paar Snippets aus der Diskussion um die Historie, da war man sich nicht einig, und die typische Geschichtsklitterung hat da schon Einzug genommen.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Miaodao
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  2. #32
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    Franken
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    Standard

    Ja, die Geschichten in der Notaufnahme. Da habe ich auch die ein oder andere auf Lager ��

    Obwohl mir blankes, scharfes Material doch etwas zu doll wär.
    Für Partnerübungen brauche ich es auch nicht mehr. Im HF hielt ich mich mal für weit fortgeschritten, dass lag aber aus heutiger Sicht nur daran, dass das Gesamtniveau in der Szene nicht sonderlich hoch war. In den CMA bin ich definitiv Anfänger und da reichen mir für Partnerübungen stumpfe Waffen.
    Scharfe nutze ich aber immer noch gerne für Solotraining.

  3. #33
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    26.02.2013
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    23

    Standard

    Hallo zusammen,

    nachdem ich mir die ganzen Posts durchgelesen habe, wollte ich gerne meine Erfahrung mit dem Miao Dao und den angesprochenen Themen in die Diskussion miteinbringen. Mit dem Miao Dao trainiere ich jetzt ca 13 Jahre. Zu meiner "Sammlung" gehören: Holz: Shinai standart und auch ein Shinai mit 6 Bambusstreben, Nodachi-Ersatz Holz (von Klaus erwähnte), Eigenproduktion aus Eibe und Makassa nach den Maßen dem Nodachi-Ersatz nachempfunden. Metal: leichte Variante mit verstärktem Klingenrücken (keine Alufolie), ein weiteres recht leichtes aber schönes Model und ein sehr schweres Stück. Genaues Gewicht kann ich nachreichen falls es jemanden interessiert.

    Trainingswaffen - Material und Einsatz
    Generell zum Training mit Waffen oder anderen Dingen bin ich der Meinung, dass alles was hohen Skill erfordert lange dauert, bis jemand es beherrscht. Etwas genauer: In einer traditionellen Schule wurde sehr viel Zeit mit Grundlagen und Aufbau der nötigen Substanz verbracht bevor man irgendwelche Techniken mit einem Partner macht gescheige denn von Sparring. Wir kennen es doch auch selber. Beispielsweise im Tong Bei Quan sind es die Armkreise; im Xing Yi Quan die SanTiShi usw. Deswegen ist für mich ein Shinai ein perfektes Übungsgerät für den Anfänger, für Partnerübungen, Drills oder auch zur Demo im Unterricht. Kraft, Koordination und später auch die Core-Arbeit kann man mit schweren Ausführungen trainieren. Metallwaffen brauche ich höchstens, wenn mir das Gewicht immer noch nicht reicht und ich noch mehr auf Power trainieren möchte. Oder vielleicht zu Demo auf der Bühne... Zum Sparring mit Metallwaffen oder Vollkontakt mit Waffen muss jeder selber wissen wie viel man von seiner Gesundheit auf´s Spiel setzt und womöglich seine Ledenschaft aufgrund einer Verletztung komplett an den Nagel hängen zu müssen. Siehe Dogbrothers, (Respekt an alle die das gemacht haben) alles sehr lehrreich und bestimmt eine Plattform, um mal richtig auszutesten, ob das was man gelernt hat auch unter Vollkontakt-Bedingungen funktioniert. Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch. Und im Unterricht gehe ich möglichst auch einem unnötigen Risiko aus dem Weg. Nichts gegen Härte, das geht am besten auch wieder mit dem Shinai und hört aber auch schon beim Bokken auf. Shiani kann ich zur Not auch mal durchziehen ohne dass etwas passiert, Bokken muss ich definitiv bremsen um nicht harte Verstztungen zu provozieren.
    Hier würde ich @Julian oder @Kanken´s Zustimmung widersprechen. "Für diese Form der Anwendungen bzw. so wie sie da gezeigt werden, spricht meiner Meinung nach zumindest nichts dagegen, das mit Holz-, Plastik oder stumpfen Metallwaffen zu üben (wenn nicht sogar scharfen)." Wieso sollten sie mit Blankwaffen üben, oder auch noch scharfen? Das macht keinen Sinn, außer die Verletzungsgefahr hochzusetzen (siehe @ThomasL Auge im Training). Die Unterschiede zum Shinai auf dem Level, auf dem wir uns (und die im besagten Video) hier alle bewegen ist verschwindend gering. Kann man alles mit dem Shinai umsetzen auch "die Arbeit mit den Linien (straight but not straight)".
    Waffensparring kann man ab auch an machen, um die oben angesprochenen Dinge wie Timing, Distanzgefühl, Fußarbeit etc. zu üben. Schwerpunkt am Anfang sollten aber meiner Meinung nach immer noch die Basics sein, sonst wird es nur eine Prügelei, Technik und Waffencharakter bleibt dann auf der Strecke. Klar, ein Kampf muss nicht schön aussehen, aber wenn ich mit allen Langwaffen das Gleich mache, wieso sollte ich dann beispielsweise einen Speer oder Hellebarde in die Hand nehmen. Später ab 5 vielleicht besser 10 Jahre kann man bei ausreichendem Training ins freie Sparring gehen. Dann sollten Technik aber auch Kontrolle so weit sein, dass sich Verletzungen in Grenzen halten.

    Geschichte und Linie
    Eine starke Linie ist nett, heißt aber gar nichts. Wenn nicht alle in der Linie gute Lehrer und auch Schüler waren, sind nach zwei Generationen wieder alle Karten neu gemischt und Namen sind nur Schall und Rauch. Jede Generation hat immer einen großen Eigenanteil, soll heißen, dass jeder andere Sachen mit in "Seine" Kampfkunst einbringt. Viel trainieren und sich mit Inhalten auseinanderesetzen muss jeder selber, dann versteht man auch die gemeinte Anwendung. Ich denke beim Miao Dao ist das genau so. Dann muss ich auch nicht (@Klaus) bei HEMA oder Kendokas meinen Segen abholen, ob meine Technik funktioniert oder nicht. Beim Miao Dao kann mir auch nur ein Miao Dao Trainierender weiterhelfen und nicht ein Kendoka oder HEMA Dude, sry wenn ich etwas direkter werde. Bis jetzt konnte mir in Anwendungsfragen mein Lehrer immer weiterhelfen. Wichitg ist doch, ob etwas funktioniert oder nicht und mit welcher Methode ich zum Skill komme.

    Kurze Nachfrage @kanken:
    "Das Bagua nach Zhang Zhao Dong hat kein MiaoDao, aber die Anwendungen sind im Kurzspeer (Double Headed Snake Spear) enthalten." Kannst Du da etwas genauer drauf eingehen. Bei meiner groben Suche auf YT habe ich Größtenteils eine Form gefunden, die meist auch ausschließlich Speertechniken beinhaltet. Miao Dao hab ich da nicht wirklich drin erkennen können, bzw. die Anwendungen.

    Erstmal bis dahin
    Best Grüße

  4. #34
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    Kurz vorneweg, das hier ist eigentlich nicht mein Thema, da ich mit Bi-hand-Waffen eigentlich keine nennenswerte Erfahrung habe.
    Was mir aber aber aufgefallen ist, ist das trainieren mit "scharfen Waffen".

    Auch da vorne weg, ich trainiere (FMA) nicht mit scharfen Waffen sondern mit Substituten (von Schaumstoffummantelung über Ratan zu Hartholz, zu Alu) und Sicherheitsequipment. - Je freier, schneller oder härter, desto "safer".

    Ab einem bestimmten Level, in einem "spezifischen Setting" mag es aus meiner Sicht aber dennoch Sinn machen mit "scharfen Waffen" (nein, nicht frei) zu üben.

    Das "Gefühl", das hier, auch wenn die Übungen im Ablauf genauestens festgelegt sind, erzeugt wird, ist schon sehr sehr anders.
    Dieses Gefühl lässt sich dann auch in andere Übungen mitnehmen.

    Allerdings mache ich so etwas nur mit jemandem auf den ich mich vollständig (psychisch und technisch) verlassen kann und ziemlich langsam.

    Ob man so etwas machen muss oder sollte? Ich denke, im allgemeinen, eher nicht, dazu gehört aus meines Sicht extrem viel gemeinsames Üben und ein gehöriger Anteil "bekloppt sein".
    Mein Kali-Lehrer ist da der einzige mit dem ich das machen würde, aber der fällt atm gesundheitlich aus.

    Noch mal meine Meinung in Kurz, kann man machen, kann Sinnvoll sein, aber keine allgemeine Empfehlung von meiner Seite.

    Liebe Grüße
    DatOlli

  5. #35
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    Zitat Zitat von ZhenWu-Berlin Beitrag anzeigen
    Dann muss ich auch nicht (@Klaus) bei HEMA oder Kendokas meinen Segen abholen, ob meine Technik funktioniert oder nicht. Beim Miao Dao kann mir auch nur ein Miao Dao Trainierender weiterhelfen und nicht ein Kendoka oder HEMA Dude, sry wenn ich etwas direkter werde.
    Man soll nicht seinen "Segen" bei guten Kendokas und HEMAten holen, sondern Erfahrungen mit denen machen. Was funktioniert von meinen untereinander als voll tauglich erörterten Aktionen gegen solche erfahrenen Leute (also der direkte Vergleich wie 1450 China vs. Japan) wirklich ? Alles ? -> super, weitermachen. Die Hälfte ? -> Immer noch toll, Erfahrung gemacht. Gar nichts ? -> Nachdenken. Entweder es liegt am Level, oder an den Aktionen selbst. Auch eine Erfahrung. Lernen ist nie verkehrt, sowohl wenn man lernt was super klappt, als auch was nicht geklappt hat. So macht man Fortschritt.

    Wenn man alles nur untereinander auskaspert und sich gegenseitig bestärkt, geht man in Richtung Inzucht. Ist jetzt mangels Piraten vor Berlin kein unmittelbares Risiko, aber gefühlt irgendwie nicht nötig. Aber das ist tatsächlich nur meine persönliche Präferenz, ist ja auch ein sogenanntes "Bulletin Board" in denen man seit ca. 1995 Meinungen und Ideen austauscht.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  6. #36
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    Zitat Zitat von ZhenWu-Berlin Beitrag anzeigen
    In einer traditionellen Schule wurde sehr viel Zeit mit Grundlagen und Aufbau der nötigen Substanz verbracht bevor man irgendwelche Techniken mit einem Partner macht gescheige denn von Sparring.
    Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Die traditionellen Schulen, die ich im Tai Chi, XingYi und Bagua überblicken kann, fangen DIREKT mit Partnerübungen an, PARALLEL zu den Grundlagen.
    Alles andere würde, in meinen Augen, auch, für ein auf Effektivität ausgelegtes System, keinen Sinn machen. Es geht ja darum Leute auszubilden, die Kämpfen können, da hat man keine Zeit Jahre zu warten bis irgendwelche Grundlagen da sind um dann an den Partner zu gehen.
    Früh anfangen mit beidem und irgendwann ändert sich dann die Qualität in den Partnerübungen.

    Zum Kurzspeer im Bagua: YT ist da ganz sicher keine relevante Quelle. Formen zum Speer oder Miao Dao schon einmal gar nicht. Es geht um Prinzipien der Waffenführung und Anwendung, das habe ich alles schon in den unbewaffneten Händen und Wechseln drin. Es wird nur übertragen.

    Die Formen sind nett, aber nicht „Original“ von Dong, selbst die Form für die Hooks nicht.

    Formen kommen primär aus dem religiösen Umfeld (siehe dazu z.B. Selby, Boretz oder Shahar), und später aus dem JingWu. Eigentlich sind es militärische Drills und/oder Basisübungen. Die wurden aber halt schon sehr früh mit dem Volksglauben vermischt (Schwerttanz, Bogenschießen, Gesundheitsübungen etc.).
    Wenn du wissen willst wie eine Waffe genutzt wird, dann suche nicht nach Formen, jedenfalls nicht bei den CMA, die ich kenne!
    Die Anwendungen zum Speer, oder den anderen Waffen, werde ich aber nicht öffentlich diskutieren oder erklären, das wäre zu viel Info. Es geht um Linien, Räume, Kreise, Wechsel etc. und da ist ein Miao Dao halt sehr, sehr ähnlich einem Kurzspeer, wie man dann in den Anwendungssets sieht.

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