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Thema: Die Implikationen von Neuralink für den Kampfsport

  1. #16
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    Zitat Zitat von * Silverback Beitrag anzeigen
    Aber gerne, nachfolgend nur ein Beispiel: http://www.sportunterricht.de/lksport/mental.html
    Zitat: "Unter mentalem Training - es wird auch als ideomotorisches Training bezeichnet - versteht man das Erlernen oder Verbessern eines Bewegungsablaufes durch intensives Vorstellen ohne gleichzeitiges tatsächliches Üben. ..."
    Ideomotorisch m.W.n. deswegen, weil in mehreren Untersuchungen früher wohl nachgewiesen wurde, dass bei einem sachgerechten mentalen Training auch eine neuromotorische Reizung der beteiligten Muskulatur stattfindet (was in den frühen Zeiten dann zu dem (leicht missverstanden) Hype führte, dass man eigentlich alles nur noch mental machen müsste (naja, die Anfänge halt )).

    P.S.: Der "Carpenter-Effekt" sagt mir nu wiederum nix.
    Vielen Dank, da kann ich dann schon was mit anfangen. Kannte ich unter Visualisierung und verwandtes.
    Carpenter-Effekt bei WP. Geht alles in eine ähnliche Richtung.

    Liebe Grüße
    DatOlli

  2. #17
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    Das Üben von Aktionen per Vorstellung hat in jedem Fall auch den Effekt, dass man sich mit den emotionalen Begleiterscheinungen auseinandersetzt. Man wirft in der NBA ja nicht einfach nur einen Ball in einen Korb, das können reichlich Spieler mit einer irren Quote im Training. Man wirft einen Ball in einen Korb, während es um den nächsten grossen Vertrag im 2-3 stelligen Mio-Bereich geht, um die Anerkennung seiner Entourage, seiner Ische, seiner Vertragspartner, NBA-Kumpels, Fans, Antifans, Erinnerungen an Spielen auf einem Betonplatz mit miesen Typen in der Schule, Schimpftiraden vom Onkel, starken Eindrücken vor einem Spiel oder Training, und so weiter, geht. Das spielt alles mit rein, und darum haben die einen Spieler die im Training 90% werfen auf dem Feld im Ligaspiel auf einmal eine Quote von 28%, während der andere Spieler im Tunnel zeitweise 47% seiner Dreier vom Parkplatz mit Hand im Gesicht trifft.

    Geht man nun, während man völlig ungestört ist, im Geiste diese Würfe durch, werden diese Erinnerungen mit angeregt, und man bekommt viel Zeit sich mit denen auseinanderzusetzen. Im Optimalfall solche Dinge zu verarbeiten, so dass sie eben nicht mehr hochkommen, sondern nur mitschwingen in einem Gefühl das "ok" ist. Darum spielt der eine Tennisspieler (Djokovic, Federer) wie eine Maschine, während sich der andere (Zverev) fast ein Bein abhackt während er spielt und mit den Emotionen nicht klar kommt.

    Manchmal hat man natürlich auch Eingebungen, was man anders machen könnte, aber die kommen an sich auch während man tatsächlich wirft, im Training, und sich gehen lässt.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  3. #18
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Das Üben von Aktionen per Vorstellung hat in jedem Fall auch den Effekt, dass man sich mit den emotionalen Begleiterscheinungen auseinandersetzt. ....
    Sehe ich in der Praxis nicht exakt so, aber ähnlich - in der Theorie sind's aber auf jeden Fall (mindestens) 2 (getrennte) Paar Schuhe.
    Beim bloßen "ideomotorischen Training" geht's halt schlicht um eine Technikoptimierung ... und da spielt der "Onkel" i.d.R. jetzt keine sooo große Geige. Aber wieauchimmer, in dem angesprochenen Ländle ticken die Uhren sowieso etwas anders - von daher ....
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  4. #19
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    Standard Word!

    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Das Üben von Aktionen per Vorstellung hat in jedem Fall auch den Effekt, dass man sich mit den emotionalen Begleiterscheinungen auseinandersetzt. Man wirft in der NBA ja nicht einfach nur einen Ball in einen Korb, das können reichlich Spieler mit einer irren Quote im Training. Man wirft einen Ball in einen Korb, während es um den nächsten grossen Vertrag im 2-3 stelligen Mio-Bereich geht, um die Anerkennung seiner Entourage, seiner Ische, seiner Vertragspartner, NBA-Kumpels, Fans, Antifans, Erinnerungen an Spielen auf einem Betonplatz mit miesen Typen in der Schule, Schimpftiraden vom Onkel, starken Eindrücken vor einem Spiel oder Training, und so weiter, geht. Das spielt alles mit rein, und darum haben die einen Spieler die im Training 90% werfen auf dem Feld im Ligaspiel auf einmal eine Quote von 28%, während der andere Spieler im Tunnel zeitweise 47% seiner Dreier vom Parkplatz mit Hand im Gesicht trifft.

    Geht man nun, während man völlig ungestört ist, im Geiste diese Würfe durch, werden diese Erinnerungen mit angeregt, und man bekommt viel Zeit sich mit denen auseinanderzusetzen. Im Optimalfall solche Dinge zu verarbeiten, so dass sie eben nicht mehr hochkommen, sondern nur mitschwingen in einem Gefühl das "ok" ist. Darum spielt der eine Tennisspieler (Djokovic, Federer) wie eine Maschine, während sich der andere (Zverev) fast ein Bein abhackt während er spielt und mit den Emotionen nicht klar kommt.

    Manchmal hat man natürlich auch Eingebungen, was man anders machen könnte, aber die kommen an sich auch während man tatsächlich wirft, im Training, und sich gehen lässt.
    Guter Text!

  5. #20
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Das Üben von Aktionen per Vorstellung hat in jedem Fall auch den Effekt, dass man sich mit den emotionalen Begleiterscheinungen auseinandersetzt.
    Meinst du es kann den Effekt haben oder meinst du es hat den Effekt?

    Liebe Grüße
    DatOlli

  6. #21
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    Es hat den Effekt, wenn man nicht unterdrückt.
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  7. #22
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    @Klaus
    Danke.

    Liebe Grüße
    DatOlli

  8. #23
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Das Üben von Aktionen per Vorstellung hat in jedem Fall auch den Effekt, dass man sich mit den emotionalen Begleiterscheinungen auseinandersetzt. .
    OK, das hatte ich bisher noch nicht bedacht. Kommt beim "Üben von Aktionen per Vorstellung" nur mir Formen-Laufen in den Sinn? Anfangs wurde uns auch vermittelt, wir sollen beim Formenlaufen uns einen Gegner mit den entsprechenden Angriffstechniken vorstellen...

  9. #24
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    Zitat Zitat von MichaelII Beitrag anzeigen
    ...Kommt beim "Üben von Aktionen per Vorstellung" nur mir Formen-Laufen in den Sinn? Anfangs wurde uns auch vermittelt, wir sollen beim Formenlaufen uns einen Gegner mit den entsprechenden Angriffstechniken vorstellen...
    Ganz sicher EIN Aspekt - aber eben unter Vielen. Das klassische Mentaltraining umfasst weiterhin vor allem auch das geistige Training von Einzeltechniken bzw. einzelnen Bewegungsabläufen.
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  10. #25
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    Sagt euch Alex Honnold etwas? Der Mann ist einer der bekanntesten Solo-Climber und er behauptet, dass er sich in seiner Vorbereitung den eigenen Tod vorstellt. Finde ich ganz interessant im Kampfsport-Kontext.

    https://www.youtube.com/watch?v=Fol5CQ8bsdo
    https://www.youtube.com/watch?v=6iM6M_7wBMc

    Erinnert mich ein wenig an diese romantisierten Kampfkunst-Märchen, wo sich dann irgendein alter japanischer Meister den Kopf kratzt, weil er sich die Aura eines neuen Schülers nicht erklären kann und meint dieser müsse selber irgendwo Meisterschaft erlangt haben. Dann kommt heraus, dass sich der intensiv mit dem eigenen Tod beschäftigt hat und bekommt gesagt er müsse nichts mehr lernen. Wäre spannend ob solche Übungen einem erlauben unter Stress mehr Feinmotorik zu erhalten, zum Beispiel.

    Andere Frage: Die internen Stile visualisieren doch Energiebewegungen? Könnte es vielleicht sein, dass solche Visualisierungen schlicht zu einer besseren, oder tieferen neuronalen Anbindung führen? Ich meine kombiniert mit langsamen Bewegungen die Bewegungsabläufe glatter machen. Was Pavel Tsatsouline im Bezug auf das Krafttraining lehrt scheint ja auch zu beweisen, dass eine Kraftsteigerung ohne Muskelwachstum möglich ist, durch mehr Wiederholungen bei geringerer Intensität. Also dem Einschleifen von Bewegungsabläufen.

  11. #26
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    Zitat Zitat von oxox Beitrag anzeigen
    ...
    ...Andere Frage: Die internen Stile visualisieren doch Energiebewegungen? Könnte es vielleicht sein, dass solche Visualisierungen schlicht zu einer besseren, oder tieferen neuronalen Anbindung führen? Ich meine kombiniert mit langsamen Bewegungen die Bewegungsabläufe glatter machen. Was Pavel Tsatsouline im Bezug auf das Krafttraining lehrt scheint ja auch zu beweisen, dass eine Kraftsteigerung ohne Muskelwachstum möglich ist, durch mehr Wiederholungen bei geringerer Intensität. Also dem Einschleifen von Bewegungsabläufen.
    Machen die das? Energien visualisieren?

    Liebe Grüße
    DatOlli

  12. #27
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    Ich hoffe nicht.
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  13. #28
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Ich hoffe nicht.
    Wäre mir persönlich auch neu gewesen. Aber hätte ja sein können.

    Liebe Grüße
    DatOlli

  14. #29
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    Uh, dann habe ich etwas grob falsch verstanden. Komme nicht aus dieser Ecke und experimentiere damit auch nicht herum. Dachte die Visualisierung von Energien wäre bedingt Teil mancher Sachen aus dem Qi Gong meinetwegen, oder wenigstens die Beobachtung solcher Energien. Im Bezug auf Meditation scheinen Leute wie John Yates der Meinung zu sein, dass man sich keine Sorgen um Energieströme machen sollte und diese in erster Linie nur als Meilensteine zu sehen sind, kann ich aber auch falsch verstanden haben.

    Important reminders about extraordniary experiences

    All these extraordinary experiences develop spontaneously as a result of continuing to practice. Remember, they serve no particular purpose and are irrelevant to the specific goals of each Stage. However, they can be so unusual and fascinating that you'll find it hard to resist dwelling on them a bit. It's important that you don't distrupt your cultivation of physical pliancy and meditative joy by pursuing or deliberrately trying to invoke them. This is especially true early on, when their appearances are brief and unpredictable. Later, when effortless concentration is well established and these phenomena stabilize, they are as suitable as any other object for investigation.
    - The Mind Illuminated, S.251

  15. #30
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    Zitat Zitat von oxox Beitrag anzeigen
    ....
    Important reminders about extraordniary experiences

    All these extraordinary experiences develop spontaneously as a result of continuing to practice. Remember, they serve no particular purpose and are irrelevant to the specific goals of each Stage. However, they can be so unusual and fascinating that you'll find it hard to resist dwelling on them a bit. It's important that you don't distrupt your cultivation of physical pliancy and meditative joy by pursuing or deliberrately trying to invoke them. This is especially true early on, when their appearances are brief and unpredictable. Later, when effortless concentration is well established and these phenomena stabilize, they are as suitable as any other object for investigation.
    - The Mind Illuminated, S.251
    Das geht eher in die Richtung wie ich das kenne (was ja auch nix heißt).

    Liebe Grüße
    DatOlli

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