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Thema: Gewaltlosigkeit und die Entschärfung der Gewalt durch Ventilfunktionen

  1. #16
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    Zitat Zitat von C-MO Beitrag anzeigen
    mit verteidigen meine ich nicht irgendwelche unschuldigen leute abknallen (oder überhaupt jemanden abknallen) wie es letztens passiert ist .
    was ist denn letztens passiert?
    desipere est juris gentium

  2. #17
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    Zitat Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
    Hmm, das meiste vor dem Zitat, geht mir persönlich, argumentativ, zu sehr in die rechtspopulistische Richtung.
    das sind alles nur ausgedachte terme . heutzutage wird alles was der uns eingeflößten "norm" nicht entspricht als "rechtspopulistisch" abgestempelt (damit meine ich jetzt nicht dich) ...ist ein sehr geschickter schachzug denn dadurch kann die agenda so richtig schön aufblühn weil wer will denn schon anecken ?

    dabei ist das was ich angesprochen habe und versucht habe zu erläutern einfach nur natürlich und normal . was heute abgeht ...das ist nicht normal aber wird gerne als so toll dargestellt .



    Zitat Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
    Wenn also nun Menschen die Ihre Fähigkeiten zur Gewalt abgegeben haben, auf Menschen treffen die ein normales oder vielleicht sogar aggressiv gestörtes Verhältnis zur Gewalt haben ist der Schock enorm. Vor allem wenn sich diese Gewalt gegen "Hordenfremde" richtet. Dann gibt es da kaum noch ein halten.

    Dafür muss man übrigens keine Migranten heranziehen, dass geht auch gut unter "Eingeborenen".

    Liebe Grüße
    DatOlli
    jo . der unterschied ist nur dass der eine ein eingeborener ist . um die kann man sich dann auch kümmern und kann die ja auch nicht ausweisen . aber was macht es für einen sinn wenn man schon manche problematischen leute unter eingeborenen hat dann noch problematische leute aus dem ausland ins eigene land zu holen ? sowas gab es auch noch nie in der weltgeschichte . es ist ein ziemlich neuartiges phänomen
    ich habe keine signatur

  3. #18
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    was ist denn letztens passiert?
    es hat doch ein mann nen anderen mann aus ostafrika auf offener straße angeschossen
    ich habe keine signatur

  4. #19
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    Zitat Zitat von C-MO Beitrag anzeigen
    ...
    Ist nicht gegen dich persönlich, aber das wird mir zu"politisch". Da habe ich ne Allergie drauf und mache erst mal Pause bis sich ein anderes Thema im Faden ergibt.

    Liebe Grüße
    DatOlli

  5. #20
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    Oh mann, eine KK-Spezifische Frage driftet sofort ab in die Politik mit abstrusen "Meine Horde- deine Horde" Theorien. Sorry, wer so denkt kann sich doch sicherlich irgendwo eine Höhle mieten? Natürllich mit seiner Horde. Und dann Inzucht betreiben :-) Hehe ich muss jetzt aufhören, was mir noch alles zu diesem Bild in den Sinn kommt, Leuten die sich freiwillig so einer Theorie unterwerfen wohl leider nicht... Als ob das mannigfaltige menschliche Verhalten und seine selbstgemachten Probleme sich auf das Verhalten eines Pavianhorde reduzieren liese...

    Zu den Nachrichten für Unwissende: Tag24, focus, Hessenschau, usw...

  6. #21
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    Verhindern kann man nichts. Ich sehe es allerdings skeptisch, wenn Gewalt von Scharfmachern jeglicher Couleur als oppurtune Lösung propagiert wird. Da kann man nur verlieren, weil andere viel besser darauf eingestellt sind als unsere Generation hier. Hoffen dass das staatliche Gewaltmonopol nicht zu schnell löchrig wird.
    Gewalt konsumieren sich die Leute an, klassisch mit Alkohol oder halt mit irgendwelchen dubiosen Mitteln aus dem Internet. Dazu noch ein wenig Frust wegen einer prekären Lebenslage und schon braucht man keine großen Theorien mehr, warum es kracht.
    Ich bin kein Mediziner oder in dem Bereich tätig, aber ich befürchte schon, dass sich genügend Leute mit mehr oder weniger legalen Stoffen abgeschossen haben.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  7. #22
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    Zitat Zitat von MichaelII Beitrag anzeigen
    Oh mann, eine KK-Spezifische Frage driftet sofort ab in die Politik mit abstrusen "Meine Horde- deine Horde" Theorien. Sorry, wer so denkt kann sich doch sicherlich irgendwo eine Höhle mieten? Natürllich mit seiner Horde. Und dann Inzucht betreiben :-) Hehe ich muss jetzt aufhören, was mir noch alles zu diesem Bild in den Sinn kommt, Leuten die sich freiwillig so einer Theorie unterwerfen wohl leider nicht... Als ob das mannigfaltige menschliche Verhalten und seine selbstgemachten Probleme sich auf das Verhalten eines Pavianhorde reduzieren liese...

    Zu den Nachrichten für Unwissende: Tag24, focus, Hessenschau, usw...
    Du kannst Horde auch gerne durch "soziale Bindung, welche limitiert ist und von uns in verschiedenen Gruppen etabliert wird" ersetzen.
    Allerdings kann man mit Sicherheit auch andere Konzepte oder Modelle nutzen.
    Wie sehen denn deine aus?

    Liebe Grüße
    DatOlli

  8. #23
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    Zitat Zitat von oxox Beitrag anzeigen
    In einem anderen Thread gab es eine kurze Diskussion zum Thema, die ich hier gerne weiterführen würde.

    Kann man Gewalt komplett verhindern oder ist Gewalt ein natürlicher Trieb, den man höchstens durch Ventilfunktionen wie Kampfsport entschärfen und auf designierte Bereiche beschränken kann? Führt die totale Verneinung natürlicher Gewaltpotentiale zu deren Manifestation an ungewünschter Stelle? Kann man den eigenen Gewalttrieb in konstruktive Bahnen lenken und unter welchen Bedingungen können Ventilfunktionen zu mehr Gewalt führen?

    Was denkt ihr?
    Gewalt ist erstmal nur die Ausübung von Macht, umgangssprachlich wird allerdings typischerweise der Teil so bezeichnet, wo Interessen ohne Einhaltung der Verhältnismäßigkeit durchgesetzt werden. Hier verwässert die Abgrenzung zwischen Gewalt und Brutalität. Aber auch verhältnismäßige Zwangsmaßnahmen sind letztendlich eine Form von Gewalt.

    Als (brutale) Gewalttäter werden also umgangssprachlich Leute bezeichnet, die ihre Interessen unverhältnismäßig durchsetzen, also beispielsweise aus nichtigem Anlass Leute verprügeln oder bereit sind, diese aus einem nichtigen Anlass (schwer) zu verletzen, im Extremfall sogar zu töten.

    Unbestritten ist es ein angeborener Trieb, eigene Interessen durchzusetzen und dafür Macht zu erlangen oder Gewalt auszuüben.
    Damit Menschen aber friedlich zusammen leben können, werden wir normalerweise bereits im Kinderalter entsprechend sozialisiert und ein übergeordnetes Wertesystem etabliert.

    Es ist also normal, das wir bereit sind, unsere Interessen gewaltsam durchzusetzen, es ist aber nicht normal, dass wir dabei die Verhältnismäßigkeit mißachten - Gewalttäter sind also keine normale Erscheinung.

    Gewalttäter entstehen nach meinem Denken im Wesentlichen auf 2 Arten:
    1) Fehlende Sozialisierung in der Kindheit
    2) Bereich Fetish: Gewaltafine Menschen/Sadismus

    Beide Varianten können durch Kampfsport nicht positiv beeinflusst werden.
    Bei den Menschen, welche aufgrund fehlender Sozialisierung ihre Interessen mit Gewalt durchsetzen, hilft kein "Ventil", weil deren Gewaltmotivation nicht quantitativ, sondern qualitativ bestimmt wird. Da hilft es schlicht nichts, wenn er 3x die Woche Sparring gemacht hat - wenn ihn am Wochenende seine Frau "nervt", wird er genauso zuschlagen.

    Bei gewaltafinen Leuten, deren Gedanken um die Beherrschung und Misshandlung von Menschen kreisen, kann Kampfsport ebenfalls nicht viel ausrichten. Da stehen nicht nur die Regeln dem Ausleben der Fantasien im Weg, Gewalt ist wie eine Droge, deren Dosis du kontinuierlich erhöhen musst, damit diese befriedigend bleibt. Für diese Gruppe ist eigentlich nur der Job als Trainer interessant, weil diese dort aufgrund ihrer Machtposition die Regeln in gewissen Grenzen bestimmen und den eigenen Interessen anpassen können.

    Darüber hinaus sind Gyms schon aus praktischen Erwägungen heraus völlig ungeeignet. Wie der Fall "Carlos" aus der Schweiz eindrucksvoll zeigte, ist die Gefahr durchaus real, dass nicht nur der Umgang dort mit anderen Gewalttätern erfolgt, die Trainer selbst haben unter Umständen eine kriminelle, gewalttätige Vergangenheit. Man muss sich überlegen, dass die Gyms dieser Welt der gemeinsame Treffpunkt für Halb und Schwerkriminelle, Radiakale, Nazis usw. sind. in den testosteronverseuchten Hallen ist brutale Gewalt völlig anerkannt, nichtmal ein Kavaliersdelikt - auch wenn jedes Gym das Gegenteil behauptet.

    Man ist geneigt, die sinngemäße Aussage: "Bei mir zählt nur der Sport, solange er sich bei mir ordentlich benimmt, kann er kommen" schnell als ein positives Zeichen für Offenheit und Toleranz zu interpretieren, dass ist aber falsch. Diese ist nichts weiter als Ausdruck der Akzeptanz von Gewalt durch den Gymbetreiber oder Trainer. Das kannst du leicht an einem Gedankenmodell überprüfen, wo du einfach die (akzeptierten) Gewalttaten gegen eine nicht akzeptierte Straftat ersetzt:
    "Solange er keine Frauen bei mir im Gym vergewaltigt, trainiere ich ihn gerne. Was er draußen macht, geht mich nichts an" - funktioniert einfach nicht.

    Jetzt ist natürlich die Frage, warum praktisch jeder erfolgreiche Boxer in seiner Vita sinngemäß formuliert:
    "Ich war ein schlimmer Kerl, kurz davor, komplett in die Gewalt abzustürzen. Das Boxen hat mich gerettet und zu einem besseren Menschen gemacht"

    Es wäre zu kurz gefasst, so eine Aussage einfach nur als Dankbarkeit zu verstehen, weil man durch das Boxen erfolgreich geworden ist.

    Das gewaltbereite Leute erstmal beim Boxen landen, ist schlicht der Tatsache geschuldet, dass Boxen für diese Leute ein Magnet ist. Dort werden letztendlich sehr ähnliche Werte vertreten wie bei ihnen selbst. Üblicherweise rüsten sich die Leute dort für ihre Kämpfe, das Tagesgeschäft oder im Fall der Nazis oder Reichsbürger für den imaginären Tag X auf.

    Zwischen all diesen Leuten kommt es aber immer wieder vor, dass ein Kerl richtig gut im Boxen ist. Der macht dort Karriere, ist erfolgreich. Dabei lernt er, dass Lügen und Verstecken ganz wichtig ist. Er wird niemanden sagen, dass er erschöpft ist, das er Schmerzen hat, das er Angst hat. Er lernt, dass sein Image extrem wichtig für das Geldverdienen wird - und dass er sich Gewalt außerhalb des Ringes schlicht nicht mehr leisten kann. Es ist also nicht das Boxen an sich, sondern der Erfolg, der diese Leute neu konditioniert. Das würde bei jeder x-beliebigen angestrebten Sache, jedem anderen gutgezahlten Job genauso funktionieren.

    Im Prinzip holt das Gehirn so die fehlende Konditionierung aus der Kindheit nach:
    "Wenn du dich nicht benimmst, gibt es kein TV heute Abend."
    Geändert von kelte (28-07-2019 um 15:43 Uhr)

  9. #24
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    Ich hatte bis jetzt keine Zeit zum antworten und muss auch relativ schnell schreiben. Sollte ich irgendwas wichtiges übersehen, einfach nochmal nachhaken.

    Die Frage danach wie ich Gewalt definiere ist gar nicht so leicht zu beantworten. Auf der einen Seite hat man sicherlich Konzepte und Ideen die non-verbal im Kopf herumschwirren, auf der anderen Seite wird einem schnell klar wie schwammig das eigne Weltbild sein kann, wenn man versucht dieses ohne Widersprüche zu artikulieren. Für mich ist Gewalt im weitesten Sinne ein Handlungsdialog, in dessen Folge Schäden angerichtet bzw. bereitwillig in Kauf genommen werden. Schaden ist die Einschränkung von Funktion bzw. die Zerstörung von Formen und Strukturen.

    Werde später mehr dazu schreiben. Ist auch keine finales Wort, bin sehr offen meine Definition anzupassen.

  10. #25
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Gyms ... dass nicht nur der Umgang dort mit anderen Gewalttätern erfolgt, die Trainer selbst haben unter Umständen eine kriminelle, gewalttätige Vergangenheit. Man muss sich überlegen, dass die Gyms dieser Welt der gemeinsame Treffpunkt für Halb und Schwerkriminelle, Radiakale, Nazis usw. sind.
    testosteronverseuchte[n] Hallen...
    jeder erfolgreiche Boxer...: "Ich war ein schlimmer Kerl..."
    Das gewaltbereite Leute erstmal beim Boxen landen, ist schlicht der Tatsache geschuldet, dass Boxen für diese Leute ein Magnet ist. Dort werden letztendlich sehr ähnliche Werte vertreten wie bei ihnen selbst.
    ...lernt er, dass Lügen und Verstecken ganz wichtig ist.
    aha, so ist das also in den gyms dieser welt.
    "I prefer them to be awake when I severe their arms and beat them to death with it." Maul Mornie und sein Verhältnis zu k.o.s

  11. #26
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    Kelte ist echt lernresistent.

    In diesem Faden hatte ich schon mehrere Studien verlinkt die belegen dass Kampfsport die Aggressivität von Kindern senkt:

    https://www.kampfkunst-board.info/fo...71#post3680671

    Ab Post 110 geht es los. Es folgen dann noch eine Reihe weiterer Belege und Infos zu den Autoren der Studien.

    U.a. sind da folgende Studien drin:

    OBJECTIVE:

    This study examined the effectiveness of Chinese martial arts in reducing reactive and proactive aggressive behavior among schoolchildren with a cluster-randomized trial.

    METHODS:

    A screening questionnaire was completed by 3511 schoolchildren of Grades 2 to 5 from 13 sites in Hong Kong. We shortlisted 298 children who scored z ≥ 1 on the total score of the Reactive-Proactive Aggression Questionnaire in their respective sites to participate in the experiment. They were divided into 31 clusters that were blinded and randomly assigned to one of the 4 conditions: skills only, philosophy only, skills and philosophy, and physical fitness (placebo). Subjects were assessed at baseline, posttraining, and 6 months after training using aggression scales.

    RESULTS:

    Results from the linear mixed model indicated that the time × training interaction effects were significant for aggressive behavior (reactive and proactive), delinquent behavior, anxiety/depression, and attention problems. Although all measures declined in all conditions over time, only the skills-and-philosophy condition showed a significant reduction at posttraining and/or 6-month follow-up compared with the placebo.

    CONCLUSION:

    The results provided a theoretical proof for the relationship between aggression and sport involvement combined with children's moral reasoning. This study gives practical implications to intervention that solely playing sports or teaching moral lessons is not effective enough for high-risk schoolchildren with aggressive behavior. However, combined traditional Chinese martial arts skills and moral philosophy training could be considered in the school curriculum to reduce school violence and facilitate creation of harmonious schools.
    J Dev Behav Pediatr. 2018 Jun;39(5):404-414. doi: 10.1097/DBP.0000000000000565.
    Effectiveness of Chinese Martial Arts and Philosophy to Reduce Reactive and Proactive Aggression in Schoolchildren.

    RA Fabio mainly works in the area of automatic and controlled processes of attention. She is currently carrying out research on various aspects of cognition in gifted, Rett Syndrome and ADHD children. The main focus is on empowerment of logic, attention and working memory processes.
    She follows experimental studies in: Logical reasoning, Attention, Entropy and Cognitive Empowerment; Applications of cognitive issues in the field of teaching, learning, and school instruction; Assessment and empowerment training of thinking skills; Information technologies and cognitive processes.
    Rosa Angela Fabio is the author of more than 400 international and national publications including several books.
    Cognitive and personality factors in the regular practice of martial arts. Fabio RA, Towey GE. J Sports Med Phys Fitness. 2018 Jun;58(6):933-943. doi: 10.23736/S0022-4707.17.07245-0. Epub 2017 May 5.


    The Effects of Martial Arts Training on Attentional Networks in Typical Adults. Johnstone A, Marí-Beffa P. Front Psychol. 2018 Feb 8;9:80. doi: 10.3389/fpsyg.2018.00080. eCollection 2018.
    Hier erst der Abstract, dann ein Zitat aus der genannten Studie:

    Abstract:
    There is substantial evidence that training in Martial Arts is associated with improvements in cognitive function in children; but little has been studied in healthy adults. Here, we studied the impact of extensive training in Martial Arts on cognitive control in adults. To do so, we used the Attention Network Test (ANT) to test two different groups of participants: with at least 2 years of Martial Arts experience, and with no experience with the sport. Participants were screened from a wider sample of over 500 participants who volunteered to participate. 48 participants were selected: 21 in the Martial Arts group (mean age = 19.68) and 27 in the Non-Martial Arts group (mean age = 19.63). The two groups were matched on a number of demographic variables that included Age and BMI, following the results of a previous pilot study where these factors were found to significantly impact the ANT measures. An effect of Martial Arts experience was found on the Alert network, but not the Orienting or Executive ones. More specifically, Martial Artists showed improved performance when alert had to be sustained endogenously, performing more like the control group when an exogenous cue was provided. This result was further confirmed by a negative correlation between number of years of Martial Arts experience and the costs due to the lack of an exogenous cue suggesting that the longer a person takes part in the sport, the better their endogenous alert is. Results are interpreted in the context of the impact of training a particular attentional state in specific neurocognitive pathways.
    Zitat:

    Martial Arts includes similar aspects to mindfulness and yoga, and could potentially produce similar improvements in attentional control, although much of the research with Martial Arts has been conducted with school aged children (Diamond and Lee, 2011). For example, during an academic year, an average of three sessions of Taekwondo per week showed improvements in working memory and attention, as well as parentally-reported benefits in concentration and behavioral inhibition (Lakes et al., 2013). Additionally, a recent large-scale review of 84 studies conducted by Diamond and Ling (2016) found that Martial Arts, mindfulness, and Montessori Teaching produced the widest range of benefits in executive control tasks in children when compared with other interventions such as team sports, aerobic exercises, board games, or adaptations to the school curriculum. This review also raised an important point, noting that the greatest benefits were found in the children with the lowest starting scores in cognitive tests, and those from lower socio-economic backgrounds. This observation indicates that the greatest benefits from this type of intervention should be observed in those who display poor cognitive control and that neurotypical populations composed of developed young adults may already be at a ceiling in their attentional performance. Indeed, reports of improved cognitive abilities in younger adults are rare. Most of the benefits have been found in the sensorymotor system, involving corticospinal excitability due to long term training in Karate (Moscatelli et al., 2016b), or in the excitability of the motor cortex in Taekwondo athletes (Moscatelli et al., 2016c). Interestingly, some of these pathways coexist with more cognitive networks, such as attentional networks (as reviewed further on), raising the possibility of successfully finding changes in cognition with neurotypical adults despite the lack of previous reports.
    In der Studie findet man dann die im Zitat erwähnten Quellen.

    Ach ja, Finanzierung der Studie:

    This research was funded by the Economic and Social Research Council Doctoral Training Center (ESRC DTC) from United Kingdom, grant number ES/J500197/1.
    Und der Übersicht halber:

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Hier noch einmal alle drei in der Übersicht:

    Effectiveness of Chinese Martial Arts and Philosophy to Reduce Reactive and Proactive Aggression in Schoolchildren. Fung ALC1, Lee TKH. J Dev Behav Pediatr. 2018 Jun;39(5):404-414. doi: 10.1097/DBP.0000000000000565.

    Cognitive and personality factors in the regular practice of martial arts. Fabio RA, Towey GE. J Sports Med Phys Fitness. 2018 Jun;58(6):933-943. doi: 10.23736/S0022-4707.17.07245-0. Epub 2017 May 5.

    The Effects of Martial Arts Training on Attentional Networks in Typical Adults. Johnstone A, Marí-Beffa P. Front Psychol. 2018 Feb 8;9:80. doi: 10.3389/fpsyg.2018.00080. eCollection 2018.

    Alle durch das Peer-Review gegangen und seriös finanziert über Universitäten, die zu dem Thema forschen. Alle Autoren seriöse Wissenschaftler.

    Diesen Beitrag kann man Kelte dann bei Bedarf verlinken

  12. #27
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    Kelte hatte damals schon Schwierigkeiten wissenschaftliche Quellen einzuordnen und zu verstehen, wird heute wahrscheinlich nicht anders sein. Daher noch einmal:

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Ich habe dir alle Quellen verlinkt, du bist aber nicht willens, oder in der Lage, sie Dir zu ziehen. Jede Quelle hat einen Abstract, den du dir ohne weitere Probleme ziehen kannst und in dem alle wesentlichen Punkte genannt sind.

    Im Review sind alle 84 Quellen genannt und zu den anderen Quellen habe ich dir hier die Abstracts sogar reingestellt.

    Es IST Stand der Wissenschaft dass Kampfsport für Kinder gut ist und auch bei Erwachsenen die Aggression reduziert.
    Allmählich komme ich mir vor wie Cato der Ältere

  13. #28
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Kelte ist echt lernresistent.

    In diesem Faden hatte ich schon mehrere Studien verlinkt die belegen dass Kampfsport die Aggressivität von Kindern senkt:
    Du hast keine Studien verlinkt, sondern nur deren Zusammenfassung.
    Außer der Information, dass es sich dabei um "chinesische Kampfkünste" gehandelt haben soll, hast du keinerlei Infos mitgegeben, die diskutiert werden können. Zumal es in der Studie nicht um Gewalttäter, sondern Kinder ging.

    In der Studie wurden ganz normale Kinder darauf untersucht, ob durch Sport allgemein bzw. Kampfkünste im Besonderen kognitive und körperliche Fähigkeiten verbessert werden können. Nichts davon war aber hier das Thema.

    Unter Gewalttäter ist wohl eher so ein Fall zu verstehen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fall_«Carlos»
    Geändert von kelte (28-07-2019 um 18:55 Uhr)

  14. #29
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    Kampfsport senkt die Aggressivität von Kindern, das belegen die Studien. Darum ging es hier. Die Studien belegen es.
    Abstracts fassen die Ergebnisse der Studien zusammen. Die habe ich verlinkt.
    Es steht dir frei Dir die gesamten Studien zu besorgen und zu lesen. Mit den Angaben, die ich gemacht habe, ist dies ohne Probleme möglich. Kostet halt ggf. etwas.

    Ansonsten bleibt Dir nix anderes übrig als dich mit den Abstracts zu begnügen.

  15. #30
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Kampfsport senkt die Aggressivität von Kindern, das belegen die Studien.
    Es geht um Gewalt und Gewalttäter sowie deren theoretische Möglichkeit, diese in einem Gym positiv zu beeinflussen.
    Deine Studie beschäftigt sich mit ganz normalen Kindern - und keinen Gewalttätern.

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