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Thema: Gläserne Decke im Iaidô für "Langnasen" undurchdringlich...

  1. #31
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    Den bisherigen Beiträge zeigen, dass wohl jedem bekannt ist wie schwer es ist als nichtjapaner den 8. Dan im Kendo, Iaido, etc. zu bekommen.
    Eine japanische Freundin, deren Familie im Kendo sehr aktiv ist meinte einmal, dass Frauen ein ähnliches Problem hätten. Zwar wüsste sie nicht, ob es wirklich niemals eine geschafft hätte, jedoch war ihr keine Frau bekannt die den 8. Dan im Kendo bekommen hätte. Im Iaido dürfte daher das gleiche Problem bestehen.

    Ich denke jedoch auch, dass es trotz aller Schwierigkeiten nicht unmöglich ist.

    Da wäre z.B. Roberto Kishikawa. Dieser hat zwar japanische Wurzeln, ist aber Brazilianer. Er ist in Brazilien geboren, aufgewachsen, nach wie vor dort Staatsbürger, und war auch im brazilianischen Kendo-Nationalkader.
    2013 hat er seine Prüfung zum 8. Dan Kendo bestanden und in der Sparte wo man normalerweise die Heimat der Prüflinge findet, stand bei ihm einfach International.

    Ein weiteres Beispiel wäre René Van Amersfoort. Dieser hat, vor 1-2 jahren glaube ich, die Prüfung zum 8. Dan Jodo bestanden (auch als Träger des 8. Dan Jodo bei der EKF geführt). In ihm fließt kein tropfen japanisches Blut, und er ist auch kein japanischer Staatsbürger.

    Gewiss sind Kendo und Jodo kein Iaido, jedoch sind alle drei im ZNKR organisiert, weshalb ich denke, dass die beispiele nutzbar sind.

    Es steht außer frage, dass Ausländer, und auch Frauen, vom ZNKR benachteiligt werden, aber es gibt scheinbar auch Leistungen die so überzeugend sind, dass die Prüfer nachgeben und auch Ausländer bestehen lassen.

    Es ist ohne Frage unfair, aber man sollte den Kopf nicht in den Sand stecken und es weiter versuchen.
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  2. #32
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    Aber mal eine andere Story die Ellis Amdur mal erzählt hatte: Als er damals in Japan Buko-ryu praktiziert hatte, wurde er von Nitta-sensei zum Taikai der NKK geschickt, als Repräsentant (sie war verhindert). Anschließend hagelte es Kritik von einigen Lehrern anderer Schulen - hierunter war insbesondere Kaminoda-sensei (Shinto Muso-ryu) derjenige, der mit am lautesten gepoltert hatte. Nitta-sensei´s Kommentar: "Kümmer dich gefälligst um deinen eigenen Kram und misch dich nicht in die Belange anderer Schulen ein....".

    Beziehe mich auf Dragodan , stepby was ist es sonst als Diskriminirung anderer Volksgruppen.

  3. #33
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    Zitat Zitat von shinken-shôbu Beitrag anzeigen
    Ich denke es geht nicht um ein nach dem Mund reden, sondern um ein Mindestniveau, unter dem man sich einfach nicht wirklich SINNVOLL austauschen möchte oder überhaupt KANN.
    Und genau das ist es ja. Man kann sich nicht sinnvoll austauschen mit ihm, selbst wenn man will. Aber jetzt habe ich jedenfalls einen Link zu Stephan, den ich ohnehin jede Woche sehe....

    Und die Karategruppe gibt es schon lange in Leimen und Lehrgänge gibt es auch regelmäßig, wie man sehr leicht durch google herausfinden kann.

  4. #34
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    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
    Und genau das ist es ja. Man kann sich nicht sinnvoll austauschen mit ihm, selbst wenn man will. Aber jetzt habe ich jedenfalls einen Link zu Stephan, den ich ohnehin jede Woche sehe....

    Und die Karategruppe gibt es schon lange in Leimen und Lehrgänge gibt es auch regelmäßig, wie man sehr leicht durch google herausfinden kann.
    Sorry, das klingt mir jetzt ein wenig zu undankbar.

    Nun ja, hoffentlich hat auch ryoma das Glück einen Link zu ergattern, beispielsweise zur Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô, damit er sich einmal näher darüber informieren kann, wie es so in den Koryû läuft. Vielleicht sogar ein Link zu irgemndeiner japan-Kultur-Homepage, damit ryoma auch weiß, wie es nicht nur im Westen sondern direkt in Japan so läuft und wie man dort so lebt.

    Ich selbst hoffe ja bisher vergeblich auf einen Link zu irgendeiner Berliner Japanologie, damit ich mich auch einmal schlau über deren Dinge machen kann und auch in Erfahrung bringen, was Japanologie überhaupt genau sein soll.

  5. #35
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    Zitat Zitat von shinken-shôbu Beitrag anzeigen
    Nun ja, hoffentlich hat auch ryoma das Glück einen Link zu ergattern, beispielsweise zur Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô, damit er sich einmal näher darüber informieren kann, wie es so in den Koryû läuft. Vielleicht sogar ein Link zu irgemndeiner japan-Kultur-Homepage, damit ryoma auch weiß, wie es nicht nur im Westen sondern direkt in Japan so läuft und wie man dort so lebt.
    Danke! Vielen Dank!
    GENAU darauf warte ich seit Jahren... und niemand erbarmt sich und hilft mir mit entsprechenden Links. Es ist zum verzweifeln.

    BITTE.HELFT.MIR.JETZT.
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  6. #36
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    Zitat Zitat von Huangshan Beitrag anzeigen
    Aber mal eine andere Story die Ellis Amdur mal erzählt hatte: Als er damals in Japan Buko-ryu praktiziert hatte, wurde er von Nitta-sensei zum Taikai der NKK geschickt, als Repräsentant (sie war verhindert). Anschließend hagelte es Kritik von einigen Lehrern anderer Schulen - hierunter war insbesondere Kaminoda-sensei (Shinto Muso-ryu) derjenige, der mit am lautesten gepoltert hatte. Nitta-sensei´s Kommentar: "Kümmer dich gefälligst um deinen eigenen Kram und misch dich nicht in die Belange anderer Schulen ein....".

    Beziehe mich auf Dragodan , stepby was ist es sonst als Diskriminirung anderer Volksgruppen.
    Das ist ja eine interessante auch traurige Geschichte.

    Dachte eigentlich immer, dass die Schulen eigentlich alle autark sind, und die sich generell nicht in die Belange anderer Ryu einmischen, scheint aber wohl dennoch Leiter von anderen Schulen zu gehen, die meinen das Recht zu haben sich sind interne Belange einzumischen.


    Weiß jemand ob das nur eine Ausnahme war, oder ob es durchaus üblich ist, dass sich Schulleiter gegenseitig kritisieren und sich in interne Belange einzumischen, ähnlich wie es Politiker heutzutage gerne tun, wenn es um andere Parteien geht?

  7. #37
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    Zitat Zitat von karate_Fan Beitrag anzeigen
    Das ist ja eine interessante auch traurige Geschichte.

    Dachte eigentlich immer, dass die Schulen eigentlich alle autark sind, und die sich generell nicht in die Belange anderer Ryu einmischen, scheint aber wohl dennoch Leiter von anderen Schulen zu gehen, die meinen das Recht zu haben sich sind interne Belange einzumischen.

    Weiß jemand ob das nur eine Ausnahme war, oder ob es durchaus üblich ist, dass sich Schulleiter gegenseitig kritisieren und sich in interne Belange einzumischen, ähnlich wie es Politiker heutzutage gerne tun, wenn es um andere Parteien geht?
    Wie an anderer Stelle schon erwähnt: Klassische Ryûha sind durchaus politische Gebilde. Und es gibt ja auch verschiedene Level von "Einmischung".
    Zuerst einmal kann man natürlich über andere Schulen, deren Entscheidungen etc. reden. Das war früher auch nicht anders. Das würde ich jedoch noch nicht Einmischung im engeren Sinne nennen.

    Auch wir, bzw. unserer frührere 6. Sôke wurde z.T. erheblich angefeindet, als er die Entscheidung traf, den jetzigen 7. Sôke zu ernennen und die Schule in dessen Hände zu geben. Details nenne ich nicht, aber die versuchte Einflussnahme war schon erheblich und durchaus angereichert mit "Hinweisen" zur Herkunft des 7. Oberhaupts... tja.
    Dann geht es eben darum, wie ein Schuloberhaupt damit umgeht: Gibt man nach um nicht zu grosse Verwerfungen entstehen zu lassen oder stellt man die eigene Schule an erste Stelle und verteidigt die getroffene(n) Entscheidung(en).

    Aber völlige Ausnahmen sind solche Einmischungen in der Tat nicht.
    Geändert von ryoma (13-08-2019 um 16:35 Uhr) Grund: typo
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  8. #38
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  9. #39
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    Karate fan:
    Sobald man in Dachverbänden,Organisationen ,Vereinigungen etc. Ist ,kommt egal bei welcher Kampfart Politik ins Spiel.

    Das ist bei Karate,Budostilen und auch bei trad. Kampfkünsten so.

    Wenn man sich nicht auf diese Spiele einlassen will , so muss man seinen eigenen Weg gehen oder mit Kritik,einmischungs Versuchen...leben.

    Ich persönlich bin froh, dass ich nichts mehr mit solchen politischen Spielen zu tun habe.
    Geändert von Huangshan (14-08-2019 um 15:31 Uhr)

  10. #40
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    Zitat Zitat von Huangshan Beitrag anzeigen
    Karate fan:
    Sobald man in Dachverbänden,Organisationen ,Vereinigungen etc. Ist ,kommt egal bei welcher Kampfart Politik ins Spiel....
    Ist leider so - vom kleinsten Verein bis hinauf nach ganz oben.
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  11. #41
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    Huangshan und Ryoma Ok alles klar vielen Dank für die Antworten.

    @Huangshan Ja das kann ich gut verstehen. Mir war diese Vereinsmeierei in Kampfkünsten schon immer etwas sagen wir mal unheimlich. Ist mir schon als kleines Licht beim Karate aufgefallen.

    Jetzt beim HEMA Training hält sich das ganze zum Glück in Grenzen, da steht nur das Training im Mittelpunkt und sonst nichts. Geht nicht um Urkunden, Grade, Diplome, und sonstigen Mumpitz. Geht nur um das Üben der Waffendisziplinen. In unseren Fall, hauptsächlich das Lange Schwert.

    Freut mich zu hören das bei deinem CEMA Stil auch nicht um solche Sachen geht.

    Ist aber trotzdem interessant zu lesen, das diese politischen Verstrickungen auch vor den Koryu nicht halt machen. Ist aber wohl nicht überraschend, da ja Ryoma schon geschrieben hat, dass die Koryu zum Teil schon immer politische Entitäten waren. Muss mich mal über die Geschichte der unterschiedlichen Ryuha mal schlauer machen. Der politische Einfluss der Koryu damals und heute ist ein interessantes Thema.

    Aber bei meinem Glück werde ich wohl nichts brauchbares dazu im Netz finden. Aber egal versuchen kann man es ja..

  12. #42
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    Ich möchte hier eine grundsätzliche Unterscheidung machen zwischen VERBANDS- und VEREINS-Politik von modernen Gebilden und der "Politik" wie sie in Schulen der Koryû Bujutsu verstanden wird.

    Die Politik der verschiedenen Ryûha war in früheren Zeiten natürlich oftmals auch an die Politik ihrer Daimyô bzw. der Gegend gebunden, in denen sie operierten. Es waren ja militärische Schulungszentren.

    Im 19. Jahrhundert wurde dies etwas aufgebrochen, da sich Schulen häufig in den Ballungszentren wie Edo, Kyoto, Osaka oder Nagoya niederliessen oder entstanden. Viele Han-Administrationen sandten fähige Männer in diese grossen, erfolgreichen Schulen, woraus sich dann rasch Konkurrenzdenken entwickelte.
    Solche Ryûha waren politisch wesentlich unabhängiger als andere im Land verstreute Schulen.
    Trotzdem hatten die Schuloberhäupter durchaus Interessen die man „politisch“ nennen könnte. Hierbei ging es oft darum, welcher Seite im anbahnenden Konflikt zwischen Tokugawa-Bakufu und Kaiserhof man sich verpflichtet fühlte.

    Aus dieser ganzen Gemengelage entstanden dann die typischen und auch heute noch vorherrschenden Identitäten solcher Schulen und daraus folgend auch entsprechende Konkurrenzsituationen.
    Hokushin Ittô-ryû Hyôhô - Shibu Schweiz
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  13. #43
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    Ryoma , danke für die kurze und präzise Erläuterung..

    Kampfkunst und Politik sind,waren in Ostasien oft miteinander verwoben.

    Gruss aus Hefei
    Huangshan

  14. #44
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    @Ryoma Auch von mir ein Danke für deine Erläuterungen. Dann werde ich in der Richtung etwas nachforschen, sofern möglich. Interssiere mich ja besonders für die politischen Verstrickungen der Schulen während der Bakumatsu Zeit. Da dürfte es heiß her gegangen sein.

  15. #45
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    Zitat Zitat von ryoma Beitrag anzeigen
    Ich möchte hier eine grundsätzliche Unterscheidung machen zwischen VERBANDS- und VEREINS-Politik von modernen Gebilden und der "Politik" wie sie in Schulen der Koryû Bujutsu verstanden wird.
    Ich denke das ist ein wichtiger Punkt.

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