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Thema: Wie wichtig ist die körperliche Fitness in der Kampfkunst?

  1. #31
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    Was ich auch etwas für einen hemmenden Denkfehler halte ist in 1 1/2 Stunden Trainingseinheiten zu denken. Viertelstunde Dehnen wenn die Tagesschau läuft, mal eine Kata zweimal probieren, schnell zu Fuß zum Bäcker statt mit dem Auto...
    Das hilft einfach während der Woche drin zu bleiben um im Training nicht wieder bei 0 anzufangen und die Fitness bleibt besser erhalten. Es kostet auch nicht wirklich Zeit bzw. wenn man nicht mal die Zeit mehr hat muss man sich eh Gedanken machen, wie lange es noch so funktioniert.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  2. #32
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    Körperliche Fitness ist auch in der KK ein wichtiger Aspekt, weiß gar nicht wie man da wieder auf einen anderen Trichter kommt.
    Trotzdem ist KK kein Fitnesstraining. Fitnesstraining ist Zusatz, unterstützend, nie Selbstzweck.
    Im KKtraining selber macht man Technik und Kampfübungen.
    Kann beides intensiv sein, manchmal aber auch nur koordinativ.
    I'm here to kick ass and chew bubblegum and I'm all out of bubblegum.

  3. #33
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    Wenn ich einmal die Woche ein KK-Training anbiete, ist es schwierig, dazu noch reines Fitness- und Konditionstraining zu machen. Dafür fehlt mir einfach die Zeit. Ich pflege bestimmte Übungen, die KK-bezogen sind ein, um so ein Kräftigungstraining herzustellen. Da gelingt mir aufgrund der Zeit aber nur bedingt.

    Viele fordern ein zusätzliches Fitnesstraining innerhalb des KK-Trainings. Ist aber in m. E. nicht immer möglich. Ich persönlich suche die Fitness und Ausdauer nicht unbedingt in einem KK-Training, sondern trainiere das außerhalb des KK-Trainings, um auch den Ausgleich zu haben.

    Je nach KK, wird es gemacht, aber ich konnte mal in einem Karatetraining feststellen, daß man stattdessen lieber Basketball gespielt hatte. Ein gutes Aufwärmtraining und Mobilisation ist für mich das wichtigste. Gezielte Fitness, Ausdauer und Kräftigung verschiedener Muskelgruppen sollte außerhalb von diesem Training stattfinden. Bei 3mal die Woche wäre das Fitness drinne, aber bei einmal finde ich das schwierig, alles so abzudecken.

  4. #34
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    ich denke, Attribute sollten zum größten Teil beim Training entwickelt werden. Neben bei ein oder zweimal gezielt Schwachstellen in den Attributen trainieren.
    Sehe ich anders. Maxkraft und Kraftausdauer trainiere ich einzeln im Studio, kein BB auf dicke Muskeln oder Optik, sondern nur die Funktionalität. Und diese muss ich dann im KK/SV Training lernen ein- und umzusetzen.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  5. #35
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    Ich mache Judo und nur der Wurf selber darf keine Kraft, Geschwindigkeit oder auch Denkleistung benötigen, das sollte aber eh ausser Frage stehen.
    Allerdings ist der Punkt mit dem wegfallen des Denkens für mich am einfachsten zu trainieren, wenn ich körperlich einfach nicht mehr dazu in der Lage bin, auch noch dafür Reserven zu verschwenden. (Das sollte man allerdings erst machen, wenn man eine Technik bereits richtig ausführen kann)
    Ein weiteres Problem mit dem kraftlosen Training ist, dass ein Kampf nicht nur daraus besteht, dass jeder abwechselnd einen Wurf ansetzt. Viel mehr ist es ein Spiel zwischen Spannung und Lockerheit, sei es zur Verteidigung oder zum Herstellen von Situationen, in denen ich kein Denken mehr brauche.

    Für die Jüngeren/Anfänger finde ich es gut, kraftlose Uchikomi und Randori wie auch anstrengendes Sparring und erschwertes Techniküben (Sternlauf, Kettenwerfen, ...) ins Training einzubauen und dafür auf Einheiten im Kraftraum zu verzichten.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich leider auch schon in ein Alter gekommen bin, in dem es mir ganz einfach gut tut und Verletzungen vorbeugt, zusätzlich ein Krafttraining, ausserhalb des Sports zu absolvieren. Dementsprechend muss natürlich anderswo zurückgeschraubt werden.

    Zusammengefasst sehe ich also die körperliche Fitness nur als Mittel zum Zweck und muss mit den Bewegungen eine Einheit bilden. Reine Liegestütze sind nützlich aber fit wird man durch die Intensität der Bewegungen im Sport. Fit ist man ausserdem nicht, wenn man trainiert aussieht, sondern wenn man die Bewegungen dem Ergebnis entsprechend ausführen kann (so viel wie nötig und so wenig wie möglich und so).

    Ich bin auch nicht der Meinung, dass ein Trainer besonders kräftig sein muss, er muss nur ein gutes Auge und Verständnis für die Situationen haben, schließlich muss ich mich ja mit den anderen und nicht mit ihm balgen.
    Trotzdem ist mir aufgefallen, dass doch einige von denen, die ich unterrichte, durch mein noch recht sportliches Aussehen und Leistungsfähigkeit motiviert werden. Das klappt aber vermutlich auch nur bis zu nem gewissen Leistungsstand oder Sportverständnis

    Kurzer Zusatz noch: Ich kann es nur aus der Sicht von KS beurteilen, KK ist da ein ganz anderes Pflaster.
    Ich hab da nur wenige Erfahrungen gesammelt und den Eindruck bekommen, dass zwar die meisten KK + Fitnessstudio trainieren, aber das einfach Null verbinden können.

  6. #36
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Sehe ich anders. Maxkraft und Kraftausdauer trainiere ich einzeln im Studio, kein BB auf dicke Muskeln oder Optik, sondern nur die Funktionalität. Und diese muss ich dann im KK/SV Training lernen ein- und umzusetzen.
    Die "Funktionalität" kann man aber nicht ohne die Funktion üben
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
    https://www.hiltibjj.de


    http://www.jkdberlin.de

  7. #37
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Die "Funktionalität" kann man aber nicht ohne die Funktion üben
    Jein, einen Slam kann ich mit nem Sandsack oder der Puppe üben z.B.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  8. #38
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    Ich definiere körperliche Fitness aber anders. Körperliche Fitness ist eben nicht spezifische Kraft in einer bestimmten Technik, sondern allgemeine Kraft und Ausdauer (man könnte auch noch Attribute wie Beweglicheit, Schnelligkeit, Plastizität, etc. dazu nehmen).

    Diese Attribute stehen für mich losgelöst, von ihrer Anwendung in den Kampfkünsten da.

    Wenn ich also meine Maximalkraft trainieren will, ist das für mich eine grundlegende Eigenschaft. Ich will da nicht die Technik meines Wurfes verbessern, damit der Wurf härter ist, sondern ich will messbar die maximale Kraft eines bestimmten Muskels, bzw. einer bestimmten Muskelgruppe steigern, diese verbesserte Grundkraft, nehme ich dann in meine gewählte Sportart wo ich sie über das Techniktraining einfließen lassen kann.

    Ich nehme mal ein einfach Beispiel aus dem BJJ. Wenn ich jetzt meine Zugkraft im Oberkörper verbessern will, dann halte ich nicht jemanden in Side Mount beim Rollen mit 100% maximaler Kraft fest, weil das meine Technik komplett versauen würde.

    Ich trainiere lieber Klimmzüge, Rudern, Lat Ziehen, etc. und steigere so meine maximale Kraft. Die kann ich dann ganz punktuell in mein BJJ, wenn nötig, einfließen lassen.

    Das gleiche gilt für die Ausdauer, ich rolle ja nicht extra schnell und wild, nur damit ich in den anaeroben Bereich komme. Da mache ich lieber Sprints auf einer Maschine (Airbike, etc.) und rolle in meinem normalen Tempo, kann aber bei Bedarf auf meine gesteigerte Ausdauer zurückgreifen.

  9. #39
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    ausdauer also luft und kraftausdauer bzw. dass die muskeln nicht schlapp machen (zb dass deine arme nicht müde werden wenn du die deckung oben hast und nicht runterfallen etc) . sind SEHR wichtig

    es ist sogar VIEL wichtiger als saubere/perfekte technik . was bringt es wenn du vor dem spiegel saubere bewegungen machst aber dann beim sparring nach 30 sekunden nicht mehr kannst ? abhärtung ist auch wichtig . was bringt es wenn du die techniken kannst aber wenn dir jemand nen harten treffer auf den arm oder auf die schulter gibt dass dann dein arm runterfällt weil du nicht abgehärtet bist ?

    Zitat Zitat von Damiano R. Beitrag anzeigen
    Zumal ein realer Kampf auf der Straße selten länger dauert als ein paar Sekunden. Ausdauer ist nie schädlich, sie wird aber tatsächlich oft überschätzt, zumindest wenn man Selbstverteidigung meint und nicht Wettkampf.
    das stimmt so nicht

    es kommt auf die situation and und es klommt auch drauf an wen du vor dir hast . ein straßenkampf kann locker 1-2 minuten dauern oder sogar etwas länger .

    beispiel :

    3-4 minuten

    https://www.youtube.com/watch?v=EHuZ3m6QJ74

    wenn man kampfsport oder sv trainiert dann sollte man als ziel haben sich gegen gegner vorzubereiten die hart im nehmen sind und auch etwas können . der maßstab sollte stimmen .

    die meißten leute da draußen sind keine profikämpfer . im gegenteil .... viele können nicht mal viel und man braucht nicht mal kampfsport um sich zu verteidigen . ganz ehrlich . gegen viele idioten die stress machen reicht es aus dass du eier in der hose hast und konsequent und aggro bist und gut drauf gehst und am besten noch was einstecken kannst . aber es gibt gewisse leute die sind sehr sportlich und haben auch straßenerfahrung und/oder sind von natur aus ziemliche klopper und sind nicht ohne und stellen eine gefahr dar . so nen kneipenschläger ohne skrupel der sich oft gehauen hat und auch nebenbei sport treibt ....es ist möglich dass du ihn nicht einfach in sekunden fertig machen kannst und es kann sein dass es ein harter kampf wird der 2-3 minuten geht . da ist es besser wenn man mehr luft hat als er und auch dementsprechend trainiert ist . ich sage nicht dass man auf hohem niveau trainieren muss aber ne gewisse latte sollte schon gelegt werden

    komisches beispiel aber um besser zu erläutern was ich meine : in der schule oder im stuidium etc. sollte es auch so sein . man sollte für klausuren so lernen dass man die bestmögliche note schreibt (natürlich ist das nicht immer möglich wegen dem ganzen stress und so vielen klausuren und oft war/ist man zufrieden wenn man knapp durchkommt aber du weißt was ich meine) und nicht nur so viel lernt dass man nur irgend wie durchkommt denn am ende fällt man dann durch wohingegen wenn du für eine 1 lernst es aber nicht schaffst dann wenigstens ne 2 kriegst etc. was auch super ist
    Geändert von C-MO (16-08-2019 um 06:54 Uhr)
    ich habe keine signatur

  10. #40
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Maxkraft und Kraftausdauer trainiere ich einzeln im Studio, kein BB auf dicke Muskeln oder Optik, sondern nur die Funktionalität.
    Arbeitest du da mit Periodisierung oder ganzheitlich?
    "Es gibt nie ein glückliches Ende. Denn es endet nichts."

  11. #41
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    Zitat Zitat von Schmendrik Beitrag anzeigen
    Arbeitest du da mit Periodisierung oder ganzheitlich?
    da ich relativ wenig Zeit dafür habe immer ganzheitlich.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  12. #42
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    Aus Zeitgründen habe ich bisher immer periodisiert. Mal schauen, werde im nächsten Zyklus auch mal ganzheitliches Training ausprobieren.
    "Es gibt nie ein glückliches Ende. Denn es endet nichts."

  13. #43
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    "Wie wichtig ist die körperliche Fitness in der Kampfkunst?"
    Für mich stellt sich diese Frage nicht. Sport aka "körperliche Fitness" gehört dazu und zwar soviel wie geht. Ich zumindest wäre weitaus schlechter in KK (und KS) ohne zusätzlichen Ausdauer- & Kraftsport. Die schlimmsten Tage sind für mich die Regenerations-Tage oder Ausfall von Sport durch Krankheit, Verletzung, Arbeit oder sonstige Verpflichtungen. Also körperliche Fitness muss (imho) weit über Durchschnitts-Niveau liegen. Würde auch gerne jeden Tag Kraftsport und/oder Ausdauersport machen und zusätzlich noch jeden Tag KK/KS. Leider geht das natürlich nicht. Damit das vielleicht etwas besser geht (bzw. da mehr geht), gibt's Supplemente & Co bis zum Abwinken.

    Das ist aber auch immer so ein Geben und Nehmen: Ohne K/A Training wäre ich in KK/KS schlechter. Ohne KK/KS wäre ich aber auch im K/A Training schlechter. Das geht Hand in Hand.

    Das K/A Training sind für mich die Hausaufgaben für KK/KS. Genauso wie eben die geistige Schulung durch beispielsweise Lesen von Fachliteratur.

  14. #44
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    Ich würde sagen, Fitness in der Kampfkunst spielt eine große Rolle. In den Kampfkünsten besteht der grundlegende Punkt des körperlichen Trainings darin, zu lernen, alles, was Sie alle gleichzeitig haben, in einer spontanen Ganzkörperkoordination zu verwenden.

  15. #45
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    Zitat Zitat von Outnow216 Beitrag anzeigen
    ...besteht der grundlegende Punkt des körperlichen Trainings darin, zu lernen, alles, was Sie alle gleichzeitig haben, in einer spontanen Ganzkörperkoordination zu verwenden.
    Bitte nochmal für Blonde und verstehbar formulieren!

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