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Thema: Trainerfrage: Verändert sich das Klientel / Kunden / Schüler?

  1. #226
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    um auf die ausgangsfrage zurückzukommen ...

    als trainer / lehrer liegt einem natürlich viel daran, dass die trainingsgruppe funktioniert (in dem sinne, dass ein erfolgreiches training in angenehmer atmosphäre möglich ist), und dass JEDER trainingsteilnehmer im training fortschritte macht.
    ich persönlich hab bisher keinen trainer erlebt, der das anders gesehen hat (außer damals in der DDR im leistungssport, aber das ist eine andere geschichte).

    meiner meinung nach steht der trainer vor der gruppe und unterrichtet, weil er auf diesem speziellen gebiet eben sehr viel weiter ist als die trainingsteilnehmer.
    natürlich wäre es wünschenswert, wenn der trainer immer auf jeden teilnehmer ausführlich eingehen und dessen besonderheiten berücksichtigen könnte - nur geht das eben nicht immer.
    das liegt daran, dass die zeit begrenzt ist (in drei stunden training pro einheit kann man eben nicht jedesmal auf die bedürfnisse eines jeden teilnehmers eingehen).

    nun sehe ich das so: bis vor etwa zehn jahren war es eine selbstverständlichkeit, dass sich prospektive teilnehmer VORAB informierten, was so ein kampfsporttraining eigentlich beinhaltet. da wurden fragen gestellt nach schwerpunkten (würfe? schläge? bodenkampf?), da wurden fragen gestellt nach intensität (vollkontakt? wettkampf? oder eher wellness?).
    es kamen fragen wie "lerne ich da auch ... (hier entsprechende interessen einsetzen) ..."

    und nachdem all diese dinge geklärt waren (manchmal geschah das vorab, manchmal während oder nach den ersten beiden probetrainingseinheiten) war allen beteiligten klar, ob das nun etwas werden würde oder nicht.
    diejenigen, die blieben und weiter trainieren wollten, wussten von vornherein, dass sie sich einer gewissen disziplin unterzuordnen (!) hatten, ohne die ein kampfsporttraining einfach nicht möglich ist.
    ich habe nie erlebt, dass zu jener zeit irgend ein teilnehmer auf die idee kam, eine übung zu verweigern (es sei denn, er hatte gesundheitliche defizite, die besagte übung erschwerten oder unmöglich machten, und darauf wurde und wird ohnehin stets rücksicht genommen.

    heute hingegen erlebe ich manchmal schneeflöckchen, die offenbar intellektuell überfordert sind, wenn sie sich VORAB mal darüber informieren sollen, worauf sie sich beim kampfsport (in diesem fall judo und bjj) einlassen.
    ich erlebe schneeflöckchen, die schon im ersten probetraining FORDERN, ich solle mich gefälligst die ganze zeit mit ihnen befassen, als permanent-erklärbär nicht von ihrer seite weichen und sie als den mittelpunkt jedes nur denkbaren universums ansehen.
    gleichzeitig stellen sie jede, aber auch wirklich JEDE übung, die ich anordne, unverzüglich in frage.
    "wieso soll ich mich jetzt auf den rücken legen und diese komische ringerbrücke machen?"
    tja, häschen, weil danach eine übung kommt, die "trap and roll" heißt, und die verlangt nach einer gewissen vorbereitung, sonst klappt sie nicht ...

    "wieso soll ich jetzt mit einem partner diese ulkigen armbewegungen machen? das ist voll unangenehm!"
    tja, häschen, weil sich das "pummeling" nennt und dich irgendwann mal befähigen soll, im standkampf deinen griff durchzusetzen, damit du den anderen werfen kannst ...
    "aber wieso muss ich denn dazu diese komische übung machen? geht das nicht auch anders?"
    nein.
    und wenn du das nicht verstehst oder nicht verstehen willst, bist du hier falsch ...

    solche trainees hatte ich noch vor zehn jahren NICHT in meinem training. auch zum probetraining nicht.
    insofern hat sich durchaus einiges geändert ...

    ABER ich erlebe auch das komplette gegenteil, und die "neuen", die sich in den vergangenen zwei jahren in meiner gruppe angemeldet haben, sind trainingswillig, diszipliniert, neugierig und äußerst interessiert daran, etwas zu lernen.
    UND sie sind selbst auch sehr daran interessiert, in einer angenehmen (wenngleich sehr fordernden) trainingsatmosphäre zu agieren.
    die schneeflöckchen muss man wohl hin und wieder (kurzzeitig) ertragen, die gehen von allein.
    ich sehe also eher optimistisch in die zukunft.
    www.judo-blog.de
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  2. #227
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Man kommt zum Training, weil man Spaß haben und was lernen möchte. Das ist die Erwartungshaltung. Und wenn man die mitbringt, erübrigt sich dieses ganze Gebrabbel.
    Was zum Glück ja in der Praxis auch größtenteils kein Problem darstellt. Es ist aber auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass (KK unabhängig) sich da doch vereinzelt schon recht komische Tendenzen abzeichnen. War am WE gerade in den Nachrichten - ein Typ erschießt im Pizza-Laden die Bedienung, weil es ihm nicht schnell genug geht? Ok sicher ein Extrembeispiel, aber ich glaube schon vermehrt eine egozentrische Haltung bei den Leuten feststellen zu können.

    Da kommt jemand zu mir und verlangt ich müsse dieses oder jenes jetzt sofort tun (obwohl die Fristen / Termine da anders sind), weil er schließlich schon seinen Urlaub gebucht hat und deswegen umgehen wissen müsse woran er jetzt ist um planen zu können. WTF? Ich meine da möchte jemand etwas von mir zu dem ich überhaupt nicht verpflichtet bin (nein auch nicht nach Art. 2 GG...).

    Aber anstatt freundlich zu fragen wird erst einmal dreist verlangt - und das dann noch vor dem Hintergrund, dass derjenige das Problem selbst herbeigeführt hat weil er Urlaub machen will. Ja ne ist klar...
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  3. #228
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    Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
    Aber anstatt freundlich zu fragen wird erst einmal dreist verlangt - und das dann noch vor dem Hintergrund, dass derjenige das Problem selbst herbeigeführt hat weil er Urlaub machen will. Ja ne ist klar...
    Ich bin beruflich als Sachverständiger im Versicherungsbereich unterwegs. Wenn´s also geknallt hat, muss ich raus und mit den Betroffenen reden. Besteht Versicherungsschutz und wenn ja, in welcher Schadenhöhe? Das ist nicht wie in "Die Versicherungsdetektive", da geht´s um Existenzen von Privatpersonen und Firmen.

    Hier ist verständlicherweise oftmals die Lage angespannt. Trotzdem gibt es einen deutlichen Wandel. Im Finanzgeschäft waren wir eigentlich immer "Dienstleister", nur wird das seit einigen Jahren auch bewusst so gelebt. Wenn der Kunde nur Samstag Zeit hat, dann muss man eben Samstag ran. Wenn es existenzbedrohend ist, kann es auch sein, dass ich sofort von Köln nach Stralsund aufbrechen muss. Das ist der Job.

    Natürlich sind das nicht Regelfälle. Aber der Kunde nährt und kleidet uns und dementsprechend ist auch die Erwartungshaltung. Aber alles auch heute nicht selbstverständlich. Die Telekom ruft Dich an und teilt Dir mit "wir kommen Donnerstag zwischen 8 und 14 Uhr". Da möchte ich Kelte mal sehen mit seinen Einwänden...

    Ehrlich gesagt, habe ich beruflich wie privat fast nie Probleme mit Menschen. Das kommt hier im Forum manchmal deswegen anders an, weil es hier Internethelden gibt, die quasi darum betteln, abgewatscht zu werden. Eine fehlende vernünftige Kommunikation ist eben eines der ältesten Mankos der Menschheit. Hat Kant ja schon ausführlich behandelt, Platon vor ihm und noch viele andere davor. Leider gibt es wirklich diese extremen Beispiele, vielleicht werden wir ja doch alle verrückter
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  4. #229
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Aber der Kunde nährt und kleidet uns und dementsprechend ist auch die Erwartungshaltung.
    Für "echte" Kunden mag das im gewissen Rahmen ja auch angehen, der von mir skizzierte Fall war aber eigentlich ein "Nicht"-Kunde:

    Termine für die Leute standen ein halbes Jahr im voraus fest. Ebenso wann genau die Ergebnisse veröffentlich werden (in Abhängigkeit des Ergebnisses weiß derjenige dann ob er ggf. noch mal zum - ebenfalls vorab feststehenden Termin - antreten muss oder nicht). Wenn er jetzt trotzdem seinen Urlaub so legt, dass dieser mit den bekannten Terminen kollidiert und dann von mir verlangt (nicht bittet!) ich müsse jetzt sein Ergebnis sofort ermitteln und rausgeben - sorry das ist ausschließlich sein Problem.
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  5. #230
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Ein Teilnehmer hat immer die Wahl, Übungen mitzumachen oder abzulehnen.
    Das ist der Punkt, den ich vertrete und der von manch Trainern hier bestritten wird:

    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Wenn bei mir ein Schüler sagt, das will ich nicht, das mache ich nicht, etc. ist das sein gutes Recht. Aber dann kann er oder sie sich auch umziehen gehen und wird vom Training ausgeschlossen.
    Dann icst das Thema durch.
    Zitat Zitat von rambat Beitrag anzeigen
    ich unterrichte schon etwas länger, und ich hab mir nie von schülern reinreden lassen.
    wer mit dem, was ich unterrichte und wie ich es unterrichte, nicht klarkommt, muss sich einen anderen lehrer suchen.
    so einfach ist das.
    Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
    Und ebenso ist es das gute Recht des Trainers diese Person dann entweder allein zum z.B. Schattenboxen in die Ecke zu stellen oder ihm zu zeigen wo der Maurer das Loch in der Wand gelassen hat.
    Zitat Zitat von rambat Beitrag anzeigen
    niemand MUSS die übungen ausführen, die ich festlege ... ABER derjenige, der es nicht macht (wobei ich gesundheitliche einschränkungen mal als grund ausklammere) MUSS sich auf jeden fall eine andere trainingsgruppe und einen anderen lehrer suchen.
    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Bist du zu leseresistent?
    Wer was nicht machren will kann gehen.
    usw.

    Es ist sehr gut erkennbar, dass die hier schreibenden Trainer dem Schüler letztendlich keine Wahl lassen wollen.
    Entweder er macht selbst die Übungen mit, die ihm eigentlich zu gefährlich sind, oder er wird vor der Gruppe bloßgestellt und aus dem Training geworfen. Das ist Zwang in seiner reinsten Form.

    Die gleiche Arroganz und Überheblichkeit, die in solchen Aussagen mitschwingt, habe ich persönlich bereits vor 20 Jahren kennengelernt. Die sehen Schüler nicht als gleichwertige Menschen an.

    Und ich sage dir noch etwas, was ich erleben musste:
    Die gleichen Leute, die auf dicke Hose machen und rumtönen, wer was wie zu trainieren hat und vielleicht sogar Leute zu gefährlichen Übungen drängen, sind die ersten, die bei einem schweren Unfall die Hände heben und nichts dafür können. Jegliche persönliche Verantwortung ablehnen.

  6. #231
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    Abseits der bemühten sophistischen Nebenkriegsschauplätze finde ich die Thematik sehr wichtig und es hier daher generell wenig konstruktiv, ein Trainingsangebot im Kontext eines Dienstleistungsverhältnisses zu diskutieren und auf die damit verbundenen Assoziationen einzuengen. Meine - sicherlich nicht empirisch abgesichterte - Annahme ist, dass sich ohnehin die wenigsten Übungsleiter/Trainer/Lehrer als Dienstleister und die Trainingsteilnehmer als Kunden betrachten würden und speziell in Vereinsstrukturen zumeist auf beiden Seiten ein gänzliches anderes Selbstbild resp. Fremdbild des Gegenüber vorherrscht. Ebenso wenig sinnvoll ist es meines Erachtens, die Extreme des Kontinuums zwischen "Trainerdidaktur und Anarchie" zu fokussieren.

    In diesem Kontinuum hat gleichwohl jeder Trainer - im Rahmen der Gesetzgebung, der Stilrichtung, der Schul- oder Vereinsrichtlinien etc. - das Recht, sich einzuordnen und es anzustreben, das Training nach seinen Vorstellungen zu realisieren, was natürlich auch bestimmte Trainingsziele und einhergehende Erwartungen an den Teilnehmerkreis einschließt. Denn vielfach investieren ja nicht nur die Teilnehmer ihre Freizeit in Trainingszeit, sondern auch die Trainer - zumeist wohl eher aufwandentschädigt als entlohnt. Ich halte es aber so oder so für völlig legitim - eigentlich sogar notwendig -, dass Trainer bemüht sind, ihre persönlichen Motivationen und Ziele bis zu einen gewissen Grad auf die Teilnehmer zu projizieren, um für ein heterogenes Teilnehmerfeld ein kohärentes, authentisches Trainingskonzept bzw. einen Rahmen zu schaffen, mit dem sich der Einzelne identifizieren kann (oder auch nicht). Über die beidseitige Toleranz gegenüber graduellen Abweichungen vom Referenzrahmen definiert sich dann schließlich der Grad der Exklusivität des Angebots bzw. die Homogenität der Teilnehmergruppe.

    Zurück zur Ausgangsfrage stellt sich für mich - und vor diesem Hintergrund interessiert mich das Thema vorrangig - die praktische Frage, wie man als Trainer/Verein/Schule zielgruppengerecht intrinsische Anreize setzt, im gesteckten Referenzrahmen, die Trainingsteilnehmer langfristig zu motivieren, sich "einer Sache" zu widmen, darin Erfüllung zu finden und damit die kolportierten gesellschaftlichen Veränderungen, die meines Erachtens auch in einer generellen "Konsumverstopfung" begründet liegen und zu einer chronisch gestressten Gesellschaft führen, in gewisser Hinsicht zu überwinden. Und das übersteigt durchaus egozentrische Motive des Trainers und schließlich den Trainingsrahmen. Damit soll Training jetzt nicht romantisch als Dienst an der Gesellschaft verklärt werden - und natürlich ist es für die meisten Trainer auch wichtig und langfristig notwendig, eine "lebendige" Trainingsgruppe unterrichten zu können. Dafür ist stets eine gewisse Fluktuation notwendig, die aber um einen gesunden Kern von Trainingsteilnehmern entsteht. Und um Wege zur Erhaltung, Formung oder Aufbau dieses Kerns, der weitestgehend Trainingsidealen des Trainers folgt, sollte es in einer solchen Diskussion primär gehen, oder?
    Geändert von Ezares (19-08-2019 um 11:32 Uhr)

  7. #232
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Das ist der Punkt, den ich vertrete und der von manch Trainern hier bestritten wird:











    usw.

    Es ist sehr gut erkennbar, dass die hier schreibenden Trainer dem Schüler letztendlich keine Wahl lassen wollen.
    Entweder er macht selbst die Übungen mit, die ihm eigentlich zu gefährlich sind, oder er wird vor der Gruppe bloßgestellt und aus dem Training geworfen. Das ist Zwang in seiner reinsten Form.

    Die gleiche Arroganz und Überheblichkeit, die in solchen Aussagen mitschwingt, habe ich persönlich bereits vor 20 Jahren kennengelernt. Die sehen Schüler nicht als gleichwertige Menschen an.

    Und ich sage dir noch etwas, was ich erleben musste:
    Die gleichen Leute, die auf dicke Hose machen und rumtönen, wer was wie zu trainieren hat und vielleicht sogar Leute zu gefährlichen Übungen drängen, sind die ersten, die bei einem schweren Unfall die Hände heben und nichts dafür können. Jegliche persönliche Verantwortung ablehnen.
    Hier im Forum ist es ein Sammelbecken von solch schönen Charakteren, die Schule und die Jugendarbeit muß das dann alles auffangen und wieder geradebiegen.

  8. #233
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Das ist der Punkt, den ich vertrete und der von manch Trainern hier bestritten wird:











    usw.

    Es ist sehr gut erkennbar, dass die hier schreibenden Trainer dem Schüler letztendlich keine Wahl lassen wollen.
    Entweder er macht selbst die Übungen mit, die ihm eigentlich zu gefährlich sind, oder er wird vor der Gruppe bloßgestellt und aus dem Training geworfen. Das ist Zwang in seiner reinsten Form.

    Die gleiche Arroganz und Überheblichkeit, die in solchen Aussagen mitschwingt, habe ich persönlich bereits vor 20 Jahren kennengelernt. Die sehen Schüler nicht als gleichwertige Menschen an.

    Und ich sage dir noch etwas, was ich erleben musste:
    Die gleichen Leute, die auf dicke Hose machen und rumtönen, wer was wie zu trainieren hat und vielleicht sogar Leute zu gefährlichen Übungen drängen, sind die ersten, die bei einem schweren Unfall die Hände heben und nichts dafür können. Jegliche persönliche Verantwortung ablehnen.
    Du solltest dir echt mal psychische Hilfe holen.
    Verhälst du dich in der Fahrschuke auch so?
    Der Fahrlehrer sagt: Nächste rechts und du: Ne, ic will lieber links.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  9. #234
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    Zitat Zitat von Ezares Beitrag anzeigen
    MIn diesem Kontinuum hat gleichwohl jeder Trainer - im Rahmen der Gesetzgebung, der Stilrichtung, der Schul- oder Vereinsrichtlinien etc. - das Recht, sich einzuordnen und es anzustreben, das Training nach seinen Vorstellungen zu realisieren, was natürlich auch bestimmte Trainingsziele und einhergehende Erwartungen an den Teilnehmerkreis einschließt.
    Zum einen unterschreibt kein Schüler in seinem Gym irgendeine Verpflichtung, ein bestimmtes Trainingsziel erreichen zu müssen, zum anderen ist es seine eigene, freie Entscheidung, wie weit er geht und welche Risiken er dabei in Kauf nimmt.

    Das grundlegende Übel ist darin begründet, dass Trainer in ihrer Arroganz verwechseln, dass sie für die Schüler da sind - und nicht umgekehrt.

    Die Hauptaufgabe eines Trainers ist es, Wissen zu vermitteln und dabei ein möglichst sicheres Trainingsumfeld zu garantieren - keinesfalls um Schüler gegen deren Willen und Überzeugung zu unter Umständen riskanten Partnerübungen etc. zu drängen.

    Wenn ich die selbstgefälligen Postings der Trainer hier lese wird mir übel. Ich finde es eine riesen Sauerei, dass Schüler, die vielleicht vor bestimmten Übungen Angst haben, unsicher sind oder diese einfach nicht wollen, sozusagen vor der Gruppe als Versager bloßgestellt und aus dem Training geworfen werden.

  10. #235
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Der Fahrlehrer sagt: Nächste rechts und du: Ne, ic will lieber links.
    Deine Vergleiche werden von mal zu mal unsinniger.

  11. #236
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    .
    Entweder er macht selbst die Übungen mit, die ihm eigentlich zu gefährlich sind, oder er wird vor der Gruppe bloßgestellt und aus dem Training geworfen. Das ist Zwang in seiner reinsten Form.
    Das ist von Dir mal wieder Unfug in reinster Form - weißt Du ja aber selbst wohl am besten.

    Bewusstes selektives lesen und Zitate die aus dem Kontext gerissen werden machen es da nicht besser.

    Und wem Seilspringen oder Liegestütz "zu gefährlich" sind der sollte sich wirklich überlegen ob er beim KK / KS richtig ist. Deine etwas verquere Vorstellung davon, dass jemand der sich irgendwo anmeldet deswegen "mitbestimmen" darf wie das Angebot auszusehen hat mal übertragen auf andere Bereiche:


    Jemand geht zum Fußball, will aber keine Zweikämpfe oder Kopfbälle ausführen da ihm das "zu gefährlich" erscheint. Deiner "Logik" nach müsste daher also der Fußballtrainer auch für diese Person ein entsprechendes Training anbieten, welches ohne die entsprechenden Übungen auskommt. Und mal etwas weiter gedacht: Muss der Trainer ihn dann trotzdem in den Spielen aufstellen, auch wenn er damit das gesamte Team schwächt? Oder ist das dann auch schon "Zwang in reinster Form" wenn man ihm nahelegt, dass er dann beim Fußball falsch ist?


    Und bevor jetzt wieder die "Ist was komplett anderes, da Mannschaftssport..." Nummer kommt: Wie sieht es aus, wenn sich jemand beim einem (Vorstieg-)Kletterkurs anmeldet, dann aber partout keinen Vorstieg oder Sturztraining machen will weil "zu gefährlich"? Deiner Meinung nach müsste dann also der Klettertrainer für diese Person ein Alternativprogramm anbieten - schließlich hat derjenige ja seinen "Dienstleister" bezahlt und will entsprechend auch bespaßt werden?


    Da könnte man jetzt beliebig weiter machen und zeigt nur überdeutlich wie vollkommen realitätsfern Deine Auffassung hier ist. Es gibt nun mal keinen Kontrahierungszwang (nein auch im BGB nicht...) der einen Anbieter verpflichten würde jeden Hansel auch aufzunehmen (selbst bei gemeinnützigen e.V. gibt es da Grenzen). Und selbst wenn sich jemand bereits eingeschrieben hat und ihm nachträglich das Angebot nicht zusagt, habe ich selbstredend als Anbieter auch die Möglichkeit einen entsprechenden Vertrag auch wieder aufzulösen und bin mitnichten deswegen gezwungen entweder das Angebot nach den Wünschen des "Kunden" anzupassen noch irgendwelche verhaltensoriginelle Anwandlungen der Person dauerhaft zu tolerieren.

    Du empfindest so etwas dann bereits als "Zwang"? Dann wirst Du wohl oder übel damit leben müssen, dass es bei uns in DE nun einmal vollkommen legitim und vom Gesetz her auch gedeckt ist derartigen "Zwang" auszuüben.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  12. #237
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Es ist sehr gut erkennbar, dass die hier schreibenden Trainer dem Schüler letztendlich keine Wahl lassen wollen.
    Entweder er macht selbst die Übungen mit, die ihm eigentlich zu gefährlich sind, oder er wird vor der Gruppe bloßgestellt und aus dem Training geworfen. Das ist Zwang in seiner reinsten Form.

    Die gleiche Arroganz und Überheblichkeit, die in solchen Aussagen mitschwingt, habe ich persönlich bereits vor 20 Jahren kennengelernt. Die sehen Schüler nicht als gleichwertige Menschen an.

    Und ich sage dir noch etwas, was ich erleben musste:
    Die gleichen Leute, die auf dicke Hose machen und rumtönen, wer was wie zu trainieren hat und vielleicht sogar Leute zu gefährlichen Übungen drängen, sind die ersten, die bei einem schweren Unfall die Hände heben und nichts dafür können. Jegliche persönliche Verantwortung ablehnen.
    Unterrichtest Du selbst?
    Ich denke, Du theoretisiert Dir Dein Ideal zusammen.

    Ein Lehrer-Schüler-Verhältnis basiert auch -und recht schnell sogar- auf gegenseitigem Vertrauen. Das ist in aller Regel ein Verhältnis auf Augenhöhe und bei langjährigen Schülern auch etwas besonderes. Ich weiß nicht, ob Du das Gefühl kennst, stolz auf "Deinen" Schüler zu sein, dem Du gerade seinen Schwarzgurt verleihen darfst. Oder zu sehen, wie "Deine" Schüler selber unterrichten.
    Irgendwann beginnt so eine Beziehung, Leute entwickeln sich aus einer Gruppe heraus weiter. Das ist also nicht bei jedem der Fall und das ist ja auch normal und gut so. Aber Du musst Deinem Trainer eben auch zugestehen und vertrauen, dass er bei seinen Übungen einen Grundgedanken verfolgt und weiß, was er seinen Schülern zumutet.
    Genauso wird Dich Dein Trainer respektieren und wenn Du gesundheitliche Einschränkungen hast, die Übungen anpassen oder Alternativen aufzeigen.
    Wenn aber der Grund einfach nur Deine Skepsis ist und das ganze erkennbar nicht besser wird, ist die Basis für eine Zusammenarbeit nicht gegeben. Dann hat es keinen Sinn. Und wenn rambat schreibt, dass manche Leute jede zweite Übung hinterfragen -wie in der Sesamstraße "wer? wie? was?"- dann ist es in der Natur der Sache, dass es einfach zeitlich nicht geleistet werden kann, das jedes mal zu erklären.

    Aber man kann es kurz machen: wenn Du als Schüler Bock auf das Training hast, dann gibst Du auch Gas. Und fragst nicht ständig nach oder mopperst in der Gegend rum

    Davon abgesehen lernt man eine Menge über sich selber und entwickelt sich insbesondere dann weiter, wenn man selber lehrt. Wir arbeiten miteinander. Ein Schüler ist irgendwo immer ein Spiegelbild und ein guter Lehrer legt viel Wert auf Feedback.

    Ein Fazit, wie Du es ziehst, ist also eigentlich ein sehr unsportliches Verhalten und disqualifiziert Dich, nach außen hin als lernwilliger Schüler aufzutreten.

    Ein Trainingsgrundsatz lautet, dass Trainingspartner und Schüler ein kostbares Gut sind. Jeder gute Lehrer wird auf die Gesundheit seiner Schüler achten. Was Du erlebt hast, kann ich nicht beurteilen.

    Ansonsten nochwas zum Abschluss:

    Viele Leute, die wirklich was auf dem Kasten haben, sind Freigeister. Die lassen sich nur bedingt auf der Nase rumtanzen. Weil sie jede Diskussion schon 1000mal geführt haben. Da geht das Aussieben ruck-zuck, weil es genügend gute andere Schüler gibt. Man wird nur wirklich gut, wenn man auch ein gesundes Ego entwickelt. Das sind aber auch diejenigen Trainer, die viel geben und deren Mühe sich gar nicht hoch genug anrechnen lässt. Vielleicht gerätst Du ja mal an einen solchen Trainer, dann ändert sich Deine Sichtweise ein wenig
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  13. #238
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    Der einmalige und wohlwollende Versuch einer Antwort zu dieser irreführenden Argumentation, da diese an der Intention meines Posts und der des Threads vorbei geht.

    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Zum einen unterschreibt kein Schüler in seinem Gym irgendeine Verpflichtung, ein bestimmtes Trainingsziel erreichen zu müssen, zum anderen ist es seine eigene, freie Entscheidung, wie weit er geht und welche Risiken er dabei in Kauf nimmt.
    'Zum einen' habe ich das nie behauptet und wäre aus dem Argumentationszusammenhang gelöst nicht nur verkürzt, sondern auch fehlinterpretiert. 'Zum anderen' - DAS steht mindestens zwischen den Zeilen meines Gesamtposts...

    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Das grundlegende Übel ist darin begründet, dass Trainer in ihrer Arroganz verwechseln, dass sie für die Schüler da sind - und nicht umgekehrt.
    Genau, sie sollten für die Schüler da sein - und zwar im vom Trainer gesteckten Rahmen seines Trainingskonzepts. Die Schüler wiederum haben dazu beizutragen, dass sie die begründete Rahmung einhalten und die Didaktik des Trainings somit nicht konterkariert wird. Anderenfalls ...


    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Die Hauptaufgabe eines Trainers ist es, Wissen zu vermitteln und dabei ein möglichst sicheres Trainingsumfeld zu garantieren [...]
    ... ist genau diese wichtige Aufgabe nicht gewährleistet.

    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Wenn ich die selbstgefälligen Postings der Trainer hier lese wird mir übel. Ich finde es eine riesen Sauerei, dass Schüler, die vielleicht vor bestimmten Übungen Angst haben, unsicher sind oder diese einfach nicht wollen, sozusagen vor der Gruppe als Versager bloßgestellt und aus dem Training geworfen werden.
    Das wäre (!) tatsächlich eine Sauerei...
    Geändert von Ezares (19-08-2019 um 12:39 Uhr)

  14. #239
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    was mich in diesem thread ein wenig stört ist das manche trainer von breitensportgruppen reden anderen von sv kursen , andere von trainingsgruppen, die auf wettkampf bzw die hinführung darauf ausgelegt sind. alle diese gruppe sprechen andere zielgruppen an.

    und auch dementsprechend sind für ein training auch andere attribute notwendig, in der fitness , koordination etc......

  15. #240
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    mal laut gedacht: ich melde mich doch nicht in der VHS zu einem Italienisch-Kurs an und verlange dann vom Lehrer, dass er mir Rumänisch beibringt...
    Da hab ich dann als "Kunde" gehörig einen an der Waffel...

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