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Thema: Trainerfrage: Verändert sich das Klientel / Kunden / Schüler?

  1. #286
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    Mir fällt auf, dass ich mich einfach nicht mehr in Antworten verlieren sollte, wenn ich quasi auf dem Weg zum Training bin. Jetzt bin ich zurück und habe gesehen, dass ich auf einen Kern von rambats Frage nur oberflächlich eingegangen bin. Ich hole es hiermit nach, nochmals konkreter zu antworten

    Also, wie gehe ich damit um, wenn mir ein Probetrainierender vorschreiben möchte, wie ich mein Training zu gestalten habe?
    Das wäre ein Spezialfall der Kategorie von Leuten, die sich nicht in ein Training und eine Gruppe integrieren lassen. Es kommt immer darauf an. Bei Vorschriften hört gewöhnlich mein Verständnis auf. Wie bereits geschrieben, hat es für alle drei Seiten (mich, den Trainierenden und die Gruppe) keinen Sinn, unsere kostbare Zeit mit der Erkenntnis zu blockieren, dass wir nicht voneinander profitieren werden. Die Bereitschaft zum Lernen ist eine elementare Voraussetzung. Als Blinder steuere ich auch kein Auto. Das ist ein harter Vergleich. Aber jeder mag sich gewissen Inhalten verweigern, das kann ich akzeptieren und lenken. Wenn es aber darum geht, mir meine Aufgabe als Lehrer zu erklären, sind wir bei dem genannten Punkt: hier ist dann eben Endstation. Das geht ja nicht von meiner Seite aus. Aber ich habe eine Aufgabe wahrzunehmen und wenn ich daran massiv gehindert werde, kann ein Kollektiv nicht zugunsten eines Einzelnen belastet werden. Kelte würde das sicher verstehen, es geht schließlich um eine Dienstleistung und die möchte ich allen gewährleisten können

    Machen wir es kurz: wenn einer offensichtlich nicht meinem Training folgen möchte, dann ist er fehlt am Platz. Ich kann auf der Matte dann auch nicht ewig rumdiskutieren, dann muss der-/diejenige gehen. Und ja: ich darf das, ich mache das auch und auf meine Art geht das auch gut. Kam ja schon vor und von mir aus kann sich die Person dann gerne hinterher an anderer Stelle beschweren. Ist aber noch nicht geschehen

    Im Zweifel geht es immer um die Harmonie und den Fortschritt in der Gruppe. Auch gute Leute ragen vielleicht heraus, tragen mit ihrem Können aber die Gruppe mit. Und wer sich daran stört und die Gruppe stört, muss sich einen Personal-Trainer suchen.
    Das ist eigentlich eine einfache Ansicht. Und hoffentlich genauso logisch...
    Geändert von MCFly (19-08-2019 um 22:11 Uhr)
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  2. #287
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    Um dem ganzen Mist vorzubeugen, lade ich Kandidaten erstmal zu einem Interview ein; da lässt sich dann ganz schnell klären, was sie vom Training erwarten und was sie zum Wohle der Gruppe beitragen können
    Die wenigsten erfüllen die Ansprüche und werden dem entsprechend gar nicht erst zum Probetraining eingeladen
    Hat halt Vorteile, wen man das ganze nicht kommerziell macht und keinem Verein angeschlossen ist

  3. #288
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    Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
    Das ist wohl eine ziemlich schwierige Kiste, zumal dem entsprechenden Klientel ja oft weder mit normaler Freundlichkeit als auch nicht mit dem Wink mit dem Zaunpfahl beizukommen ist.

    Wir hatten da mal so einen Kandidaten, dessen Trainingsleistungen jetzt nicht gerade auf brennenden Eifer schließen ließen, dazu war er auch eher etwas grobmotorisch veranlagt. Trotzdem hatte er wohl die Vorstellung er sei jetzt ein angehender Kämpfer und müsse unbedingt in den Ring und wollte vom Trainer wissen wie lange er noch braucht um kämpfen zu dürfen. Da er auch die dezenten Andeutungen seitens der Trainer nicht verstanden hat bekam er dann letztendlich die ganz klare Ansage: "Du kannst gern mit trainieren, aber das mit dem kämpfen kannst Du Dir abschminken - Nein auch nicht in 1 oder 2 Jahren..."

    Das hat er dann verstanden.
    Tatsächlich scheint das auch ein Problem zu sein, nicht derjenige der kein Sparring machen will, sondern derjenige, der trotz mangelnder Fähigkeiten eine falsche Selbsteinschätzung hat und schon nach den ersten 3 Trainings am besten "UFC" kämpfen will.
    Frank Burczynski

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  4. #289
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Du wärst der erste mir bekannte Trainer, der bei einer schweren Verletzung die Schuld nicht auf die Schüler abwälzt.
    Obermacker spielen, die Leute zum Sparring drängen, und wenns dann kracht sind die Schüler selber schuld.
    Genauso habe ich es auch erlebt.

    Boah, ist das eine dämliche Leier. Du versuchst das jetzt wie ein Zwang bei jedem Posting drunter zu setzen?
    Frank Burczynski

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  5. #290
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Boah, ist das eine dämliche Leier. Du versuchst das jetzt wie ein Zwang bei jedem Posting drunter zu setzen?
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  6. #291
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Tatsächlich scheint das auch ein Problem zu sein, nicht derjenige der kein Sparring machen will, sondern derjenige, der trotz mangelnder Fähigkeiten eine falsche Selbsteinschätzung hat und schon nach den ersten 3 Trainings am besten "UFC" kämpfen will.
    Ist das so häufig ein Problem? Ich denke, man bekommt solche Leute ganz gut eingenordet. Problematisch wird es nur, wenn falscher Eifer die eigene Gesundheit und die der Trainingsgruppe gefährdet.

    Was ich viel problematischer finde, ist die falsche Selbsteinschätzung von manchem Trainer. Die eigene Unantastbarkeit steht über Allem, Fortbildungen werden seit Jahren als überflüssig angesehen, man baut sich seine eigene (sehr) kleine Welt auf. Passiert leider auch häufig und da "leidet" dann direkt eine ganze Gruppe drunter.
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  7. #292
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Was ich viel problematischer finde, ist die falsche Selbsteinschätzung von manchem Trainer.
    Sehe ich bei WK orientierten Gyms jetzt eher weniger als Problem - wenn die eigenen Leute im Vergleich mit anderen Gyms oder bei Wettkämpfe regelmäßig auf die Mappe bekommen, sollte spätestens dann (ok nicht bei den Merkbefreiten...) doch mal registriert werden das da war nicht passt. Insofern bleibt es ja nicht auf die "kleine" Welt beschränkt. Auf der anderen Seite, wenn die eigenen Leuten bei Wettkämpfen gut bis sehr gut abschneiden, dann kann (zumindest im direkten Vergleich) ja nicht alles schlecht sein.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  8. #293
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Moin Klaus,

    das ist auch mein Eindruck, wobei ich noch nicht seit den 90ern unterrichte. Wie Du richtig andeutest, ist das wohl ein gesellschaftliches Problem, hierauf näher einzugehen, würde das Thema verlassen. Wir als Trainer sind natürlich gefragt, uns mit diesen "äußeren" Bedingungen zu arrangieren.
    Und genau darum ging es mir mit der Threaderöffnung: Mit Kollegen in den Austausch kommen, wie man sich mit diesen "äußeren" Bedingungen arrangieren kann …

    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Wie gehen wir/ich damit um?
    Es gibt mehrere Wege. Grundsätzlich steht und fällt erst einmal alles mit der Größe des Vereins, den Trainingsmöglichkeiten und der Ausrichtung. Wir können glücklicherweise Anfänger- und Fortgeschrittenentraining auf Breitensportbasis anbieten und sogar unter einzelnen Gruppen ein wenig "kanalisieren".
    Das ist natürlich super, wenn solche Möglichkeiten bestehen. Dieser Ansatz, die Leute entsprechend zu "kanalisieren" wurde ja so schon in ähnlicher Weise von anderen Trainern auch benannt und scheint mir auf jeden Fall ein guter Weg zu sein. Ich persönlich muss mir da noch ein bisschen Gedanken machen, wie ich das bei mir am besten umsetzen kann.
    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich begreifen wir uns als Dienstleister, meine Aufgabe ist es, unseren Sport anderen Menschen zu vermitteln und mit deren Vorstellungen einer Freizeitbeschäftigung in Einklang zu bringen. Dazu gehört ein ehrlicher und flexibler Umgang, das gelingt eigentlich ganz gut. Ich muss sagen, dass sich sicherlich auch Inhalte verschieben, dennoch ist es möglich, alle Facetten anzubieten und die Leute so "auszubilden", dass es jedem möglich ist, sich auf Basis seiner Vorstellungen in unserem Sport zu verwirklichen. Wir haben in unsere Gestaltung und Entwicklung ein gutes Gefühl, es macht Spaß und das Feedback ist toll. Aber ja - einiges hat sich verändert. Es ist einfach anders.
    Ja, das hört sich echt super an! Eine Frage: Bietet Ihr ein System (KK, KS, SV) sehr "breitgefächert" an, oder sind das mehrere verschiedene?

    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Das ganze ändert sich imho, wenn die Grenze nach oben geht. Soweit ich kann, trainiere ich selber noch 4 Stunden pro Woche. Dieser Verein hat dann eine andere Ausrichtung, dort kommen die Leute hin, weil sie ackern, schwitzen und an ihre Grenzen gehen möchten. Die Frage nach Dienstleistung sieht hier ganz anders aus. Wenn ich meinen Trainer fragen würde, ob er sich als Dienstleister begreift, müsste ich wohl erstmal 90 LS extra pumpen


    Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    Gruss

    Klaus
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  9. #294
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    Zitat Zitat von variable Beitrag anzeigen
    Und genau darum ging es mir mit der Threaderöffnung: Mit Kollegen in den Austausch kommen, wie man sich mit diesen "äußeren" Bedingungen arrangieren kann …
    Mir hat es schon sehr geholfen zu sehen, dass es nicht nur mit so geht. Ich werde - wie bisher - die "richtigen" Schülerinnen und Schüler fördern und die Touristen mitschleifen ohne mir zu sehr Gedanken darüber zu machen warum sie so sind wie sie sind.

    Finanziell gesehen, ermöglichen die Touristen den richtigen Teilnehmern das Training in einer exklusiven Kleingruppe


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  10. #295
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    Zitat Zitat von variable Beitrag anzeigen
    Ja, das hört sich echt super an! Eine Frage: Bietet Ihr ein System (KK, KS, SV) sehr "breitgefächert" an, oder sind das mehrere verschiedene?
    Wir sind in einem gesamten Verein die Ju-Jutsu-Gruppe. An Kampfsport gibt es da sonst noch Karate, Taekwondo und Judo sowie verschiedene andere Sportarten. Die Gruppen sind alle eigenständige Abteilungen, wobei man sich untereinander austauscht und ein Teil der Leute auch in mehreren Gruppen trainiert.

    In unserer Gruppe gibt es das klassische Ju-Justu, also mit allen Elementen und Prüfungstraining, sowie eine SV-Gruppe. In letzterer wird auch nicht im Gi, sondern in normalen Sportklamotten trainiert.

    Der Unterricht erfolgt also breitgefächert, wobei wir im Ju-Jutsu kein Wettkampftraining anbieten, in den anderen Gruppen schon.
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  11. #296
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    :d

  12. #297
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    Spielt das bei unserer Thematik vielleicht auch eine Rolle? Also ernst gemeinte Frage!

    https://www.aerztezeitung.de/medizin...jzxJ_q7FwsIeUc
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  13. #298
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    Zitat Zitat von Eskrima-Düsseldorf Beitrag anzeigen
    Mir hat es schon sehr geholfen zu sehen, dass es nicht nur mit so geht.

    Ja, das stimmt, ging mir genauso
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  14. #299
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    Zitat Zitat von variable Beitrag anzeigen
    Spielt das bei unserer Thematik vielleicht auch eine Rolle? Also ernst gemeinte Frage!

    https://www.aerztezeitung.de/medizin...jzxJ_q7FwsIeUc
    Definitiv.
    So doof es klingt, anhand des äußeren Erscheiningsbild hast du bei Männern oftmals direkt das Bewußtsein: Das sind Leute die sich selbst quälen wollen, die bis zur Kotzgrenze gehen wollen.
    Die Testo-Konzentration schlägt sich dann auch im DHEA als Umwandlungsprzess nieder, welcher bei Alphatieren hoch ist, inkl. der Nebenwirkungen.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  15. #300
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Definitiv.
    So doof es klingt, anhand des äußeren Erscheiningsbild hast du bei Männern oftmals direkt das Bewußtsein: Das sind Leute die sich selbst quälen wollen, die bis zur Kotzgrenze gehen wollen.
    Die Testo-Konzentration schlägt sich dann auch im DHEA als Umwandlungsprzess nieder, welcher bei Alphatieren hoch ist, inkl. der Nebenwirkungen.
    Ja, das möchte ich auch meinen - man kann es manchen Jungs / Männern tatsächlich ansehen.

    Und bei mir tauchen eben vermehrt Jungs / Männer auf, denen man (leider) einen gewissen "Opferstatus" ebenfalls tatsächlich ansieht …
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