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Thema: Kaum noch volle Seminare

  1. #16
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    Also ich würde sagen das Seminar Niveau, gerade was junge Brasilianische Wettkämpfer betrifft ist oft grottenschlecht.....Ich kann mich noch gut an ein Seminar erinnern: 30 Minuten irgendwelche Warum Up Übungen, Jumping Jacks, etc. Danach unzusammenhängende Techniken im Stand und am Boden ohne große Details.

    Danach 45 Minuten irgendwelche Konditions-Sparringsdrills

    und zum Schluß rollen. War zwar mit 30 oder 40 Euro recht billig, aber defintiv auch nicht mehr wert. Wirklich gute Lehrer, die ihr Geld wert sind gibt es auch nicht wie Sand am mehr und die haben halt ihren Preis.

    Aber da nicht jeder so ein Unterrichtsniveau zu schätzen weiß und hier oft die "Geiz ist geil" Mentalität herrscht, werden gute Leute nicht so wertgeschätzt wie es sein sollte.

  2. #17
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    Ich finde, wenn man pro Stunde mit einem ordentlichen Trainer in einer sinnvollen Gruppengröße ungefähr so wenig bezahlt, wie für eine Stunde Kino, ist das eigentlich wirklich günstig.

    Ganz zu schweigen von einem sehr guten Trainer in einer kleinen Gruppe (<16).

  3. #18
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    Aber da nicht jeder so ein Unterrichtsniveau zu schätzen weiß und hier oft die "Geiz ist geil" Mentalität herrscht, werden gute Leute nicht so wertgeschätzt wie es sein sollte.
    Manche Leuten könnten sich es nicht anders leisten, da wird man zwangsläufig geizig. Ich würde auch gerne bei Rickson, Vasiliev, und Co. Privatunterricht machen und wüsste das auch zu schätzen, aber das ist preislich nicht drinnen. Oder wenigstens nicht jedes Wochenende. Irgendwann ist der Markt übersättigt und die Kaufkraft abgeschöpft.

    Bedeutet nicht, dass die 40 Euro für sich alleine der Weltuntergang wären, aber es sind halt 40 hier, 40 da, und dann summiert sich das.

  4. #19
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    von seminaren nimmt man einfach zu wenig mit, wenn man nur teilnimmt. zu einem guten seminar gehört die schriftliche zusammenfassung des themenkomplex incl der gezeigten techniken und evtl bereits aufgezeichnetes oder live video material, das für jeden teilnehmer dannach abrufbar ist. daran fehlt es oft.

    ansonsten ist ein seminar ein funfactor, der trotz günstiger preise für einen jeden kostenspieliger als früher ist. das heute tatsächlich verfügung stehende geld ist durchschnittlich ist gesunken. der normale lifestyle ist kostspieliger geworden und auch die täglichen bedürfnisse wie miete, strom, mobilität und essen sind werden immer teuerer, ohne dass es reallohntechnischausgeglichen wird.

  5. #20
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    Wie Björn schon ganz richtig sagt is Seminar nicht gleich Seminar. "brasilianischer Schwarzgurt" ist für mich eigentlich kein Qualitätsversprechen mehr. Das ist in etwa wie "französischer Rotwein". Frankreich hat eine große Weinkultur und es gibt französische Weine die zu den besten der Welt gehören, aber die konkrete Flasche (no pun intended) die man in die Hand bekommt kann deswegen trotzdem eine rechte Plörre sein.

    Ein guter Sportler ist nicht gleich ein guter Lehrer und ein Seminar bei einem schlechten Referenten hat kaum Mehrwert. Mit der Einstellung tut man sicher nicht wenigen Referenten Unrecht, aber das Risiko gehe ich ehrlich gesagt ein. Ich fahre inzwischen nur noch auf Seminare wenn ich den Referenten kenne bzw. von der Person als Lehrer wirklich was halte.

  6. #21
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    Ist irgendwie eine Kombination aus allen hier genannten Punkten.

    Persönlich finde ich auch, dass Seminare entweder oft zu speziell sind bzw. da Sachen gezeigt werden die man dann nur schwer oder gar nicht ohne weitere Anleitung ins reguläre Training mit rüber nehmen kann oder es ist das genaue Gegenteil und es ist zu beliebig - nur das dann halt ein BB oder "großer" Name das Seminar leitet. Ich habe da bspw. viel mehr mitgenommen, wenn mal jemand anderes bei uns ganz normal das Training geleitet hat. Da stand dann zwar nur eine einzig Technik (neben dem normalen "Rahmenprogramm") auf dem Plan, aber die dafür halt umso intensiver. Nur mit einer Seminar-Ausschreibung "Heute nur Triangle aus der Guard…" wird man dann auch nicht unbedingt die große Masse ziehen können...
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  7. #22
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    Beim letzten Seminar waren bei uns 50+ Leute. Schlecht besucht? Ab wieviel Personen würdet ihr da die Grenze ziehen? Weniger Leute heißt auch für mich als Besucher-besserer Kontakt zum Trainer. Ich denke es wird hier so laufen wie in Polen oder UK. Der Run ist vorbei. Gute didaktische Trainer, die sich ihre Crowd gebaut haben, werden weiter machen. Einzelne Szenestars müssen heute schon einen Hype um sich und ihre Techniken bauen. Nur mal irgendwo auf dem Treppchen gestanden zu haben reicht nicht mehr.
    Wenn ich die Aussagen von ichsage nehme, weist mich das nur auf Qualität hin. Früher überall hingerannt-heute sorgfältig auswählen. Videos, Reisen und Seminare sind eine tolle Ergänzung zum eigenen Team. Und da laufen auch immer mehr Blackbelts rum....
    Grapple&Strike
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  8. #23
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    Interessant, bei uns schiebt man schwindende Teilnehmerzahlen gerne aufs BJJ

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  9. #24
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    Ich denke der Hauptgrund ist die größere Verbreitung.

    Vor 10 Jahren musste man doch wahrscheinlich in Deutschland öfters mal auf ein Seminar fahren, um überhaupt mal
    einen BJJ BB zu erleben.

    Vor 10 Jahren in meiner neuen Heimat (ca. 200k Einwohner): 0 BJJ BB, heute 2
    Vor 3 Jahren in meiner alten Heimat (ca. 100k Einwohner): 0 BJJ BB, heute 1

    Man muss weder für Graduierungen noch für Wissenserwerb (Videos) durch die Gegend fahren und extra zahlen.

    Meine persönliche Erfahrung:
    Mir bringen Seminare so gut wie nichts.
    Ausnahme: man fährt mit mehreren Leuten hin, lernt tatsächlich was neues, und wiederholt das dann regelmäßig mit den anderen.
    Ist mir leider erst einmal so gegangen.
    "Eternity my friend is a long f'ing time!"

  10. #25
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    Ein Grund wird auch sicher sein, dass man sich damals als einziger Mensch der Welt gefühlt hat der das trainiert und ein Seminar etwas besonderes war, weil man auf andere Bekloppte getroffen ist und "geheime" neue Sachen gelernt hat. Auch wenn man nicht große Freundschaften geschlossen hat, hat man doch irgendwie gedacht man trifft auf seltene Gleichgesinnte. Heute mit der Verbreitung ist es irgendwie nichts Besonderes mehr, man weiß vorher wie es abläuft und besonders selten sind andere Gleichgesinnte auch nicht. Und durch Internet kann man sich selbst auch etwas organisieren.

  11. #26
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    ich verstehe ehrlich nicht, wie man von einem Seminar "nix" mitnehmen kann. Ich habe in meinem Kampfkunstleben gefühlte 1.000 Seminare besucht (es waren aber bestimmt 300 - 500). Ich habe immer was mitgenommen. Manchmal (selten) war es halt die Erkenntnis, wie ich nicht unterrichtet werden möchte oder dass der eine oder andere wirklich kein guter Lehrer ist (siehe das Beispiel von "IchSage", ich kann mir nicht mal die Videos von dem Trainer mehr angucken).
    Aber 90% der Seminare waren immer eine Horizonterweiterung. Neue Trainings- und Lehrmethoden, neue Techniken, neue Dinge fürs Game oder Anstösse dazu, bestimmte Dinge besser zu verteidigen.
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
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  12. #27
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Ich habe immer was mitgenommen. Manchmal (selten) war es halt die Erkenntnis, wie ich nicht unterrichtet werden möchte oder dass der eine oder andere wirklich kein guter Lehrer ist [...]
    Aber 90% der Seminare waren immer eine Horizonterweiterung.
    War das dann auch immer den Besuch wert? Ich gebe Dir schon recht, dass man nicht wirklich gar nichts mitnimmt. Aber wenn ich 2h irgendwohin fahre nur um dann festzustellen, dass Techniken oder Lehrer nichts taugen, bzw. nichts für mich sind, dann war die Zeit und das Geld einfach nicht gut angelegt. Stichwort Opportunitätskosten. Also was hätte ich mit vergleichbarem Aufwand an Zeit und Geld woanders erreicht. Hätte ich meinen Horizont nicht evtl besser im heimischen Training (zb mit Videos), auf einem Wettkampf oder einer Open Mat erweitert.

    Wie schon mehrfach angeklungen ist hier im Thread, ein Seminar hat nicht mehr automatisch ein Alleinstellungsmerkmal. Das Seminar bzw der Referent muss schon (gefühlt) etwas bieten, dass nicht mit weniger Geld bzw Aufwand ähnlich gut zu bewerkstelligen ist.

  13. #28
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    "Gefühlt" ist genau das Thema! 2 Stunden Fahrt? Da fahre ich manchmal im Urlaub länger um zum Training zu kommen
    Aber ja, es geht mir um das Fühlen, das "Begreifen". Das ist etwas, was Videos oder das Internet oder jede andere theoretische Beschäftigung nicht geben können, die Haptik. Viele Sachen erklären sich mir erst, wenn ich sie fühle, richtig fühle. Das ganze Gedöns um "invisible JJ" ist nichts anderes. Manche Dinge, viele wichtige Dinge, muss man fühlen. Die kann man sich nicht erlesen oder im Video ansehen. Die Details sind manchmal so klein, der Druck der ausgeübt wird so versteckt, dass man das einfach selber an seinem Körper erleben muss. Und ich habe vieles davon mitgenommen. Sogar von didaktisch schlechten Lehrern. Die waren aber Kampf-erfahren und konnten den Druck an mir demonstrieren. Leider vermisse ich genau das Heute in vielen Gruppen. Da ist ganz wichtiges auf der Strecke geblieben. Da entsteht eine Lücke, die zum Beispiel durch Kraft oder Explosivität gefüllt wird. Das verändert aber die komplette Struktur, macht sie vielleicht nicht mehr wirklich nutzbar. Das "Hands on" durch einen erfahrenden Lehrer oder Kämpfer kann das nicht ersetzen.
    Frank Burczynski

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  14. #29
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    Meiner Meinung nach nimmt man immer was von Seminaren mit, unabhängig von der Teilnehmerzahl.
    Allerdings habe ich persönlich mehr davon, wenn wir in der Kleingruppe ein ganzes Wochenende zu Blackbelts fahren/fliegen bzw. sie kommen zu uns, und wir bezahlen pro Teilnehmer/in dann natürlich mehr, als das 50 Leute von einem Lehrer gecoacht werden und wir zahlen dann pro Nase weniger. Darüber hinaus können wir die zuvor trainierten Inhalte filmen und intensiver die Contents behandeln um Fehler zu korrigieren. Uns/mir ist es das absolut wert.

  15. #30
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Das "Hands on" durch einen erfahrenden Lehrer oder Kämpfer kann das nicht ersetzen.
    Das habe ich doch auch nie behauptet. Das ist außerdem auch kein Argument auf ein (schlechtes) Seminar zu fahren, statt normal zu trainieren oder eine Open Mat zu besuchen.

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