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Thema: Kampfsport mit Dreijährigen ?!

  1. #31
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    Dann ist es aber mehr ein spielerisches raufen, rangeln und Bewegungsschule, als MMA und Kickboxen.
    Will ich zumindest mal hoffen.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  2. #32
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    Erstes Training in Kampfsportrichtung macht unter 6 Jahren keinen Sinn. Da läuft alles in ähnlichen Bewegungsmustern ab, die irgendwo zwischen Turnen, Klettern, Ballspielen und Schwimmen gelagert sind. Die Kleinen sollten in diesen Bereichen ihren Spaß haben.

    Ab 6 kann man mit lockeren "Raufereien" Richtung Judo, Bewegungsformen und ein wenig Fallschule beginnen. Kindern in diesem Alter würde ich nicht gezielt beibringen, anderen ins Gesicht zu schlagen oder zu treten, das endet nur mit praktischer Erprobung auf dem Schulhof. Da sollte man sehr subtil sein.

    Die Eltern sollten das Grundschulalter noch genießen und viel mit den Kiddies machen, die werden früh genug flügge.
    It 's not who I'm underneath but what I do that defines me. Bruce Wayne
    Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix

  3. #33
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Ab 6 kann man mit lockeren "Raufereien" Richtung Judo, Bewegungsformen und ein wenig Fallschule beginnen.
    Judo geht mit einigen Kindern ab 4+ Jahren in Form von Turnen und halt ein bissle Fallschule, Rollen, Tiere nachstellen, leichte Würfe ...


    Hier mal Beispiele für so ein Training: https://youtu.be/K3OBCYq2UU4 bzw. https://youtu.be/wU4iRVnh4tk


    Allerdings muss/darf man auch Kinder ablehnen, die dafür noch nicht bereit sind. Also zB sich gar nicht fokussieren können und/oder Anweisungen nicht befolgen und/oder anfangen "dominieren" zu wollen. Bedeutet nach 1-3 Test-Sessions muss man dann den Eltern mitteilen, sie mögen nochmal in einem halben Jahr wieder kommen. Passiert so zB auch beim Ballett und Kindertanzen - wer nicht geeignet ist und sich einfügen kann, ist raus und braucht halt noch Zeit. Dafür braucht man allerdings ein "Auge". Wobei wir beim Thema Eltern sind, die man sich auch genau anschauen sollte. Man kann dann auch mal ein Kind ablehnen, wenn man bei den Eltern "kein gutes Gefühl" hat.

    Weiterhin geht das nur in kleinen Klassen, in Anwesenheit der Eltern und mit evtl. mehr als einem Lehrer, welcher wiederum Erfahrung mit so kleinen Kindern hat (selber Eltern bzw. pädagogischer Background o.ä.) und natürlich inklusive einem Konzept. Bitte bloß nicht ohne Konzept die Kids irgendwie versuchen etwas machen zu lassen, und schon gar nicht sowas wie schlag mal in die Luft oder gegen Sandsäcke/Pratzen oder gar gegen den Trainingspartner. Griff ins Klo.

    3-4 Jährigen (die kommen da gerade in den Kindergarten) Schlagen und Treten beizubringen, wird sicherlich im Kindergarten angewendet/ausprobiert und führt eventuell zu einem Ausschluss. Die Kleinen im Kindergarten schupsen oder kneifen sich da teilweise bei Streitigkeiten. Wenn da ein Kind anfängt zu schlagen oder zu treten ist aber Polen offen. Bin selber Vater einer 4,5 Jährigen Tochter, welche seit neustem zum Judo geht, allerdings auch selber KK/KSler und spreche mir dementsprechend etwas Expertise auf dem Gebiet zu. Wobei Judo schon "besseres Schupsen" ist und man möchte natürlich das sich überhaupt nicht geschupst (gekniffen und gekratzt) wird.

    Was man ebenfalls imho nicht machen sollte, ist beispielsweise bei den ganz Kleinen Gürtel-Farben zu vergeben. Der Gürtel bleibt weiß, damit sind alle gleich.

    lg

  4. #34
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    Zitat Zitat von TREiBERtheDRiVER Beitrag anzeigen
    Allerdings muss/darf man auch Kinder ablehnen, die dafür noch nicht bereit sind. Also zB sich gar nicht fokussieren können und/oder Anweisungen nicht befolgen und/oder anfangen "dominieren" zu wollen. Bedeutet nach 1-3 Test-Sessions muss man dann den Eltern mitteilen, sie mögen nochmal in einem halben Jahr wieder kommen.
    Ja? Mein Kleiner ist erst 18 Monate alt. Aber ich kann Dir folgendes sagen, da meine Frau hier nicht mitliest ( )
    Wenn Du Dir vorstellen möchtest, welchen Effekt das Öffnen der Büchse der Pandora hat - ein Familientreff in der Nachbarschaft kommt dem recht nahe.
    Wenn Marvin schon "Bitte!", "Danke" und "Entschuldigung" sagen kann, Henry aber noch am "Dada" und "Dudu" arbeitet, kannst Du das Rotieren im Kopf mancher Eltern förmlich hören. Man kann sich regelrecht vorstellen, dass der arme Henry jetzt die nächsten Tage solange gequält wird, bis irgendein zusammenhängendes Wort rauskommt.
    Das war schon in der Krabbelgruppe mega ätzend. Da werden Eltern zu Kindern. Also, wenn man sich als Kerl mal so richtig reizen lassen möchte, geht man regelmäßig zu solchen Veranstaltungen. Da gibt's immer was. Und auf dem Heimweg erzählt Dir dann die Frau "Haste gesehen, wie die Kowalskies mit Ihrem Stravko umgehen? Das geht gaar nicht. Und die Meier-Westermanns mit ihrem Fynn??? Oh Gott, die sind ja so naiv!"

    Spaß beiseite: ich möchte nicht der Trainer sein, der den Eltern erzählt, ihr dreijâhriges Kind ist noch nicht so weit wie der Rest der Gruppe.

    Zum schlagen und treten: ich sprach in meinem Beispiel von sechsjährigen, die sind nicht im Kindergarten. Bei 3-4jährigen ist das erst recht vollkommen banane. Wie Du richtig schreibst die zoffen sich sowieso und das gehört auch in gewissen Ausmaßen zum Kindsein dazu. Aber Schläge und Tritte systematisch unterrichten? Sorry, gibt noch genügend 12jährige, die sich damit nur Ärger einhandeln. Ich bin da sehr vorsichtig. Allerdings haben wir auch eine äußerst kompetente Kindertrainerin, so dass ich mir hierüber keinen Kopp zu machen brauche. Ich finde Judo bei Kindern ideal. Habe ich damals auch mit angefangen, das hat richtig Spaß gemacht. Da war ich 6. Ganz normal mit Prüfungen. War alles vollkommen ok.

    Hast Du Dir mal manche Eltern im Kinderballett angesehen? Nein? Gut so
    Geändert von MCFly (06-09-2019 um 23:38 Uhr) Grund: Tippfehler... mal wieder...
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  5. #35
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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Wenn Du Dir vorstellen möchtest, welchen Effekt das Öffnen der Büchse der Pandora hat - ein Familientreff in der Nachbarschaft kommt dem recht nahe.
    Wenn Marvin schon "Bitte!", "Danke" und "Entschuldigung" sagen kann, Henry aber noch am "Dada" und "Dudu" arbeitet, kannst Du das Rotieren im Kopf mancher Eltern förmlich hören. Man kann sich regelrecht vorstellen, dass der arme Henry jetzt die nächsten Tage solange gequält wird, bis irgendein zusammenhängendes Wort rauskommt.
    Das war schon in der Krabbelgruppe mega ätzend. Da werden Eltern zu Kindern. Also, wenn man sich als Kerl mal so richtig reizen lassen möchte, geht man regelmäßig zu solchen Veranstaltungen. Da gibt's immer was. Und auf dem Heimweg erzählt Dir dann die Frau "Haste gesehen, wie die Kowalskies mit Ihrem Stravko umgehen? Das geht gaar nicht. Und die Meier-Westermanns mit ihrem Fynn??? Oh Gott, die sind ja so naiv!"
    Hehe, da musste ich schon etwas schmunzeln. Kennt man natürlich

    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Spaß beiseite: ich möchte nicht der Trainer sein, der den Eltern erzählt, ihr dreijâhriges Kind ist noch nicht so weit wie der Rest der Gruppe.
    Och, das muss man halt auch mal machen. Gehört dazu. Das wird ja auch mit Jugendlichen/Erwachsenen so im Dojo gemacht. Kennst du bestimmt, das jemand mal des Dojos verwiesen wurde/wird, oder sogar nicht angenommen (unterrichtet) wird. Oder, weiterführend, werden Mieter gekündigt, ein Arbeitsverhältnis beendet bzw. ein Bewerber abgelehnt. Das ist etwas ganz normales, aber natürlich ist es unangenehm die schlechte Botschaft zu unterbreiten.

    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Zum schlagen und treten: ich sprach in meinem Beispiel von sechsjährigen, die sind nicht im Kindergarten.
    Achso, ok.

    lg

  6. #36
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    Zitat Zitat von TREiBERtheDRiVER Beitrag anzeigen
    Och, das muss man halt auch mal machen. Gehört dazu. Das wird ja auch mit Jugendlichen/Erwachsenen so im Dojo gemacht.
    Und ich habe mir soviel Mühe gegeben, Dir zu beschreiben, dass es bei den ganz Kleinen vielleicht einen klitzekleinen Unterschied gibt. Die Eltern sind da noch im Glucken-Modus, man muss höllisch aufpassen, was man sagt, jede "kritische" Aussage wird erstmal auf den Charakter einer Kriegserklärung hin geprüft. Das ist wirklich anstrengend.

    Ich fühle mich gerade, als wäre ich zu nem Date mit nem schönen Geschenk erschienen, die Alte sagt "warte mal" und stellt den Kram zwischen 100 vorherigen Geschenken ab. Die ganze Kreativität und Kosten für den Dackel...
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