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Thema: Ukemi für Ältere oder sind die Übungen des Aikido wirklich immer gesund?

  1. #46
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    Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
    . Das Risiko in einer SV-Situation zu Schaden zu kommen, schätze ich für mich persönlich als weit geringer ein, als das Risiko in einem harten Aikido ("mit Crosstraining, Bodenkampf, atemi an Sandsack und Pratze, Headbutts, Schläge und Tritte mit der Intention jemanden K.O. zu hauen") oder einer anderen VK-KK/KS einen vorzeitigen Verschleiß oder Verletzungen zu erleiden, die das weitere Üben behindern oder unmöglich machen.
    Wo wir wieder beim Thema sind, wie übt man altersgemäß, und trotzdem mit einem gewissen Realitätsbezug.
    Atemi am Sandsack kann man auch mit Ü50 ohne sich die
    Hände zu brechen, aber um power zu entwickeln gibt es ganz verschiedene Methoden.
    Aber da muss halt auch ein Konzept vorhanden sein.
    Aber Budo und SV sind ja nun auch nicht ein und das Selbe.

  2. #47
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    Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
    Damit sind aber für dich beide Seiten von Budô untrennbar miteinander verbunden.
    Ja. Genau das ist m.E. das Wesen vieler budô.

    Die harte Seite habe ich nun mal in jüngeren Jahren nicht kennen gelernt. Damit fehlt mir dieser Hintergrund und die Erfahrung, der es dir ermöglichte, wie du geschrieben hast, "aikidô ausschließlich als Körperarbeit" zu üben. Also bleibt es dabei, dass ich persönlich für mein Üben den Begriff "budô" nicht angemessen finde.
    Ich selber habe durch diese Art des Übens außer blauen Flecken und Prellungen keine Verletzungen davongtragen. Volleyball war tausendmal schlimmer. Und das war auch bei meinen Mitübenden so.
    Alle "echten" Verletzungen, die ich selber oder auch andere hatten, waren "Unfälle", wie z.B. im hakama hängen bleiben, in einen anderen Übenden hineinrollen, "doof" fallen, ... dergleichen Dinge, die auch bei weichem, entspannten Üben vorkommen. einmal hat mir mein Lehrer bei kenjutsu Training eine Rippe angebrochen. Aber das war beim Üben von kata und lag daran, daß ich mir was beweisen wollte ...

    Zumal ich die Aussage, dass aikidô "irgendwie auf eine verschrobene Weise mit Kämpfen zu tun hat", angesichts folgendem Anspruches nicht nachvollziehen kann:
    Mit "verschroben" meine ich stark verkürzt, daß ich / wir "tödliche Techniken" üben, wie es u.a. Tada sensei beshreibt, in einer KK, in der es kein Sparring gibt, kein Randori im eigentlichen Sinne ... eben keinen Kampf ...

    Die logische Konsequenz ist dann halt, dass ich kein Aikido übe.
    Ach, das glaub ich nicht. ;-) Es entscheidet doch nicht das Zitat eines Lehrers, zu dem du - wenn ich es richtig vermute - gar keine Beziehung als Übender hast, oder die Aussagen von klugen oder dummen Leute in Internetforen oder sonst irgendwer darüber, was du übst oder nicht. Vielleicht wäre es ja mal spannend, dich mit deinem Lehrer oder fortgeschrittenen sempai über dieses Thema auszutauschen? Weiß nicht, aber die nennen es doch offenbar "aikidô", was sie da unterrichten. Und sie unterrichten es ja offenbar so, daß du dich da mit deinem Verständnis gut aufgehoben fühlst. Ich habe in früheren Jahren oft - genau umgekehrt - den Vorwurf gehört, das, was ich üben würde, sei kein aikidô ...

  3. #48
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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen

    Ich selber habe durch diese Art des Übens außer blauen Flecken und Prellungen keine Verletzungen davongtragen. Volleyball war tausendmal schlimmer. Und das war auch bei meinen Mitübenden so.
    Ging es dabei nocht immer um so Langzeit- oder Folgeverletzungen, Gelenk- oder sonstige Probleme?
    Und die hast du doch jetzt eben durch das andere Üben nicht mehr, wie du sagtest.

  4. #49
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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen

    Mit "verschroben" meine ich stark verkürzt, daß ich / wir "tödliche Techniken" üben, wie es u.a. Tada sensei beshreibt, in einer KK, in der es kein Sparring gibt, kein Randori im eigentlichen Sinne ... eben keinen Kampf ...

    Wenn man Tada gegenübersteht, versteht man ein bisschen, was das für ein Mann ist.

  5. #50
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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    Die logische Konsequenz ist dann halt, dass ich kein Aikido übe.
    Ach, das glaub ich nicht. ;-) Es entscheidet doch nicht das Zitat eines Lehrers, zu dem du - wenn ich es richtig vermute - gar keine Beziehung als Übender hast, oder die Aussagen von klugen oder dummen Leute in Internetforen oder sonst irgendwer darüber, was du übst oder nicht. Vielleicht wäre es ja mal spannend, dich mit deinem Lehrer oder fortgeschrittenen sempai über dieses Thema auszutauschen? Weiß nicht, aber die nennen es doch offenbar "aikidô", was sie da unterrichten. Und sie unterrichten es ja offenbar so, daß du dich da mit deinem Verständnis gut aufgehoben fühlst. Ich habe in früheren Jahren oft - genau umgekehrt - den Vorwurf gehört, das, was ich üben würde, sei kein aikidô ...
    Meine Aussage war die (prädikaten)logische Konsequenz aus "Aikido ist Budo" und "Budo ist ein Weg des Kriege(r)s". Aber das ist doch Keyboar-Do und hat mit dem Übungsalltag nichts zu tun.

    Ich weiß jetzt nicht, was mein(e) Lehrer dazu antworten würde(n), aber mir fällt dazu ein Cartoon eines BJJ'lers ein:


    Quelle: https://www.reddit.com/r/bjj/comments/7iohv7/therapy/

    Wobei idealerweise der Zustand aus Bild 6 schon bzw. gerade beim Üben des Aikido, das ich kenne, erreicht werden sollte..

  6. #51
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    Mir fällt dazu ein Satz von Andre Protin ein:

    "Aikido als psychohygienisches sich austoben"

  7. #52
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Wenn man Tada gegenübersteht, versteht man ein bisschen, was das für ein Mann ist.
    Ja, das denke ich mir. Ihn meinte ich auch nicht mit "verschroben", sondern das Phänomen, daß vielen Übenden die "praktische Erfahrung" oder auch die innere Haltung fehlen, die hinter Aussagen wie der von Tada sensei - oder auch manchem anderen Lehrer - stehen.

  8. #53
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Ging es dabei nocht immer um so Langzeit- oder Folgeverletzungen, Gelenk- oder sonstige Probleme?
    Und die hast du doch jetzt eben durch das andere Üben nicht mehr, wie du sagtest.
    Ich bin nicht ganz sicher, worauf du dich beziehst? Ich erinnere mich an eine Diskussion über "ungesundes" aikidô. Dort habe ich mich aber mit meiner Kritik auf die Trainingsweise in einem anderen dôjô bezogen.
    Wenn ich mich denn recht erinnere ...

  9. #54
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    Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
    Aber das ist doch Keyboar-Do und hat mit dem Übungsalltag nichts zu tun.
    Danke, das war mir nicht bewußt.

    Ich versuche so zu schreiben, daß meine Worte ungetrennt sind von meinem Üben und Leben.

    Ich weiß jetzt nicht, was mein(e) Lehrer dazu antworten würde(n), aber mir fällt dazu ein Cartoon eines BJJ'lers ein:
    Wobei idealerweise der Zustand aus Bild 6 schon bzw. gerade beim Üben des Aikido, das ich kenne, erreicht werden sollte.
    Im Üben von Endô sensei - und auch bei meinem Lehrer - ist das etwas, das während der Vorbereitung auf das Training geschehen sollte und weswegen man sich idealerweise 15 Minuten vor Beginn auf der Matte einfindet ...
    Geändert von carstenm (18-09-2019 um 09:01 Uhr)

  10. #55
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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht ganz sicher, worauf du dich beziehst?

    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    .
    Mein Körper wird im Laufe der Jahre flexibler, beweglicher.
    Und die Probleme mit Gelenken, Rücken, ... die ich früher hatte, sind aufgrund meines Trainings verschwunden ...
    Diese Auasage bezog sich also nicht auf dein früheres Training?

  11. #56
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Diese Auasage bezog sich also nicht auf dein früheres Training?
    Nein. Das bezog sich auf die Probleme und Einschränkungen, die ich mitgebracht habe, als ich begonnen habe, aikidô zu üben.

  12. #57
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    Alles klar

  13. #58
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    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    Meine Aussage war die (prädikaten)logische Konsequenz aus "Aikido ist Budo" und "Budo ist ein Weg des Kriege(r)s". Aber das ist doch Keyboar-Do und hat mit dem Übungsalltag nichts zu tun. Danke, das war mir nicht bewußt.
    Ich versuche so zu schreiben, daß meine Worte ungetrennt sind von meinem Üben und Leben.
    Noch mal zur Klarstellung: Mit Keyboar-Do meinte ich nur die Diskussion um den Begriff "budô", verbunden mit der Aussage "Aikido ist Budo". Solche Diskussionen um Begriffe, die sich mittlerweile im Kreis drehen, haben tatsächlich nichts mit meinem Üben und Leben zu tun. Es ist sogar so, dass wir uns beim Üben gerade nicht an Begriffe und sprachliche Gedanken, Erklärungen klammern sollen. "Lerne es und vergiß es" soll Ueshiba laut Shioda "ständig" gesagt haben*.

    Ausgangspunkt der Diskussion zu "budô" in diesem Thread war folgende Frage:
    Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
    Wie verstehst du es stattdessen?
    Und welche Bedeutung hat es für dich, wenn die Website des honbu dôjô des aikikai auf die Frage: "Was ist aikidô?" antwortet: "aikidô ist ein modernes budô."?
    Die Antwort auf japanisch auf der Website des honbu dôjô des aikikai lautet: 合気道は現代武道。 Aikidō wa gendai budō.

    Dazu habe ich jetzt einen Artikel von Guillaume Erard Real fighting is not the primary purpose of budo gefunden, der wiederum auf ein längeres auf YouTube veröffentlichtes Interview mit Alex Bennett (Teil 8-11) verweist.

    (Gendai) Budô ist ein Begriff, der laut Alex Bennett erst vor ca. 100 Jahren eingeführt wurde für kobudo-Disziplinen, um sie in ein Erziehungssystem umzuwandeln. Jiguro Kano hat wohl 30 Jahre dafür geworben, dass Judo in Schulen an Kinder und Jugendliche unterrichtet werden durfte. Demnach ist "modernes Budo" in erster Linie ein Erziehungssystem und ein Weg zu Persönlichkeitsentwicklung, in dem Effektivität auf Straße oder Schlachtfeld zweitrangig geworden ist.

    Damit könnte ich mich identifizieren, aber die Bedeutung des Begriffs in Gesprächen und Diskussionen dürfte wohl umstritten bleiben (erst recht, wenn man sich an die wörtliche Übersetzung "Weg des Krieges" klammert). Außerdem bleibt mir weiter unklar, was Morihei Ueshiba unter "Budo" oder anderen Begriffen wie "Budo der Liebe", "Liebe", "Harmonie" usw. verstand. Warum sollte ich mich also mit einem Begriff identifizieren, der mir selber unklar ist, und völlig unterschiedliche, teils gegensätzliche Interpretationen und Bedeutungen hat?


    _________________________
    *) Gozo Shioda. Aikidô Shugyô

  14. #59
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    Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
    .

    (Gendai) Budô ist ein Begriff, der laut Alex Bennett erst vor ca. 100 Jahren eingeführt wurde für kobudo-Disziplinen, um sie in ein Erziehungssystem umzuwandeln. Jiguro Kano hat wohl 30 Jahre dafür geworben, dass Judo in Schulen an Kinder und Jugendliche unterrichtet werden durfte. Demnach ist "modernes Budo" in erster Linie ein Erziehungssystem und ein Weg zu Persönlichkeitsentwicklung, in dem Effektivität auf Straße oder Schlachtfeld zweitrangig geworden ist.
    Du schreibst einfach so viele selbst zusammengereimte Sachen, die zwar nicht total falsch sind, aber oft irgendwie am Kern vorbeigehen.
    Jigoro Kanos Judo orientierte sich durchaus am realen Kampf.
    Erziehungsystem und Persönlichkeitsentwicklung war zudem natürlich zu einem erheblichen Anteil auf die körperliche Entwicklung bezogen und im Rahmen des aufkeimenden Nationalismus auf die Entwicklung bestimmter Ideale und Vorstellungen.
    Der Gedanke der heute ins Judo hineininterpretiert wird, das mit dem Begriff "Do" etwas wie ein philosophischer Weg gemeint ist ( allgemein als Do-Disziplinen bezeichnet) war Kano fremd.
    Lies dazu mal Niehaus Abhandlung über Kanos Vortrag
    vor der Dai Nihon kyoikukai (,Großjapanischen Gesellschaft für Erziehung'), in Gegenwart des Erziehungsministers Enomoto Takeaki von 1889.
    Der Begriff Gendai Budo dient als Abgrenzung zu den Koryu- Schulen, Budo die nach der Meiji Reform begründet wurden zählen nicht als Koryu.
    Geändert von Inryoku (22-09-2019 um 12:14 Uhr)

  15. #60
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Du schreibst einfach so viele selbst zusammengereimte Sachen, die zwar nicht total falsch sind, aber oft irgendwie am Kern vorbeigehen.
    Bei meinem letzten Beitrag ging es ja auch nur darum, dass ich den Begriff "Budo" nicht verstehe und ganz unterschiedliche Ansichten lese und ich es schon deswegen für unangemessen halte, mich als Budoka zu bezeichnen.

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