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Thema: Was haltet ihr von Kinder-Dan

  1. #1
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    Standard Was haltet ihr von Kinder-Dan

    Ich glaube das Schwarzgurt wie es früher vorgesehen war als Meistergrad hat ausgedient. In vielen Verbänden laufen bereits klein Kinder mit Kuro Obi (selbst Japan macht das vor).

    Das „Do“ der Weg der dich über Jahre zum Schwarzgurt begleiten soll um Erfahrung, Reife, positives soziales Verhalten, gewisse Ernsthaftigkeit geistige Mentalität usw. geht voll unter.

    Shodan ab 16 ist vertretbar aber alles was darunter liegt....hmmmm.
    Ich denke das es Webegeschenke sind um mehr Geld zu machen um Leute zu locken.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Bassidai79 Beitrag anzeigen
    Ich glaube das Schwarzgurt wie es früher vorgesehen war als Meistergrad hat ausgedient. In vielen Verbänden laufen bereits klein Kinder mit Kuro Obi (selbst Japan macht das vor).

    Das „Do“ der Weg der dich über Jahre zum Schwarzgurt begleiten soll um Erfahrung, Reife, positives soziales Verhalten, gewisse Ernsthaftigkeit geistige Mentalität usw. geht voll unter.
    Netter Versuch. Etwas Budo-Romantik, etwas Zweifel ... Wann genau war denn das mal "so vorgesehen"?

    Shodan ab 16 ist vertretbar aber alles was darunter liegt....hmmmm.
    Ich denke das es Webegeschenke sind um mehr Geld zu machen um Leute zu locken.
    Wenn das eh keinen Wert (mehr) hat, wie kann man damit locken?

  3. #3
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    Ich halte da ehrlich gesagt auch nicht viel davon. Ich trainiere Taekwon-Do und könnte von dem Thema fast ein Lied singen. Das thema "wie lange bis zum 1.Dan" ist echt schon ein alter Schuh. In meinem ersten Verein (welcher sich meiner Meinung nach zu einem der größten MCDojos entwickelt hat) erreichte ich den ersten Dan nach ca. 3 Jahre Training (was auch ich komisch fand) . Die Kinder die schon "weit genug" waren und laut der Prüfungsordnung des Vereins den ersten Dan bekommen würden (wenn sie durch die Prüfung kommen), die bekamen den "1.Poom", quasi den Junioren-Dan.

    Es gibt natürlich auch den 2 und 3 Poom. Das Ding ist nur, dass, wenn die Kinder dann 18 sind, die gesamte Dan prüfung neu beginnen und dann wieder beim ersten Dan beginnen obwohl sie schon beim 2.Poom waren. Ist das Abzocke? Ja. Ist das seriös? Meiner meinung nach nein.

    Aber gut. Es gibt tatsächlich auch historische Figuren die den 1.Dan schon nach 2 Jahren Training erreicht hatten. General Choi Hong Hi, einer der Gründer des Taekwondo, soll schon nach "kurzen" 2 Jahren den ersten Dan im Shotokan Karate in Japan erreicht haben und später auch andere Dangrade. In meinem neuen Verein in dem ich jetzt seit ca einem Monat Mitglied bin ist jemand nach 5 jahren Training "erst" Blaugurt.

    Natürlich ist es komisch wenn man Kinder sieht die mit nem Schwarzen Gurt herumlaufen. Aber andererseits denke ich auch, dass ein Gurt nicht so wichtig sein sollte. Es geht immer noch um das was du kannst.

  4. #4
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    Ich denke dass hängt davon ab, was man von dem Dan erwartet. Wenn der erste Dan - wie ursprünglich gedacht - bedeutet "kann alle Grundtechniken" ist das Alter egal.

    Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk

  5. #5
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    Zitat Zitat von Eskrima-Düsseldorf Beitrag anzeigen
    Wenn der erste Dan - wie ursprünglich gedacht - bedeutet "kann alle Grundtechniken" ....
    .. so.

  6. #6
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    In einem Fitness-Studio lag neulich ein Flyer aus.
    Karate Training für Familien ...

    Auf der Rückseite in fett geschrieben: Bei uns kann ihr Kind schon mit seinem 7ten Lebensjahr den schwarzen Gürtel (1. Dan) erreichen!

    ¯\_(ツ)_/¯

  7. #7
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    Zitat Zitat von Bassidai79 Beitrag anzeigen
    Ich glaube das Schwarzgurt wie es früher vorgesehen war als Meistergrad hat ausgedient.
    Ich denke das mit dem "Meistergrad" ist eher ein westliches Phänomen und ist ein Relikt aus der Zeit, als die eigenen Lehrer noch (un)regelmäßig nach Asien reisen mussten, um überhaupt selbst lernen zu können. Hatten diese Vorreiter dann irgendwann mal einen schwarzen Gürtel, war das SEINERZEIT sicherlich schon etwas, das nicht Jeder hatte und erst recht stand man (beispielsweise in Zentraleuropa) nicht so da wie jemand in Japan, der zwar einen 1. Dan hat aber neben Leuten steht, die weitaus höher graduiert sind. Früher schien ein schwarzer Gürtel/1. Dan WESTLERN ein Meistergürtel zu sein, während er z.B. in Japan schon immer nichts weiter ist als ein Shodan, übersetzt die "Beginner-Stufe" und oftmals auch noch mit keinerlei Lehrerstatus o.ä. verbunden wird.

  8. #8
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    Ich war vor 2-Jahren mit meinen Jungs auf einem internationalen Martial Arts Seminar.

    Dort sahen wir eine Gruppe von ca. 15-schwarz-rot-gold-Gurten (hatte ich vorher noch nie gesehen / Eigenkreation).

    Bei Rücksprache mit dem zuständigen Trainer wurde mir gesagt, das dieses die jüngste Hap-Ki-Do Gruppe Europas wäre.

    Die Jungs und Mädels waren zwischen 14-16 Jahre und trugen alle den 4. Dan im Hap-Ki-Do.

    Ich konnte darüber nur schmunzeln, gesagt habe ich dazu nichts weiter, weil ich es auch nicht wollte, das war mir einfach zu dumm.

    Naja, was soll man dazu sagen???
    Die einzige Beständigkeit ist die Veränderung, denn Stillstand ist Rückstand!

  9. #9
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    Die andere Seite:
    Im DJKB kann man sich frühestens mit 18 zum 1. Dan prüfen lassen. Das ist sicher für viele, die als Kinder/Jugendliche angefangen haben, so auch okay, da sie ja auch technisch erst mal auf den Stand kommen müssen.

    Doof hingegen ist das für die Kader-Jugendlichen, die dann mit 15 oder so den 1.Kyu haben, aber ganz einfach wegen des Mindestalters noch nicht auf schwarz kommen können (ich stehe ja auf den Lehrgängen mit ihnen in der Halle, die sind wirklich saugut!).

    Meine persönliche Meinung?
    Mir wäre es am liebsten, wenn der Maßstab verbands- und am liebsten vereinsübergreifend derselbe wäre und sich am tatsächlichen Können statt am Alter orientierte.

    Wenn ich mir Videos von ... weiß nicht ... 10jährigen japanischen Schwarzgurten anschaue - jo, die sind technisch ja auch wirklich gut! Dass sie natürlich "dennoch" keinen 80kg-Kerl mal eben umnieten können, ist (für mich) nachrangig.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Die andere Seite:
    Im DJKB kann man sich frühestens mit 18 zum 1. Dan prüfen lassen.
    Das is ja das Ding. Nicht jeder hat Bock auf nen Verband. Wie oft kommt es vor, dass die Meister mit Trainerlizenz (oder auch ohne) irgendwann sagen "So, kein Bock mehr auf Verband, ich mach jetzt meine eigene PRIVATE Karate/Taekwondo/Hapkido schule auf". In den traditionellen Stilen sieht man sowas sehr oft vorallem im traditionellen Taekwon-Do. Gibt aber auch Private Karate Schulen in meiner Umgebung die keinem (oder keinem richtigen) Verband angehören. Wie das mit Wettbewerbskampfsportarten wie Kickboxen usw ist weiß ich nicht, schließlich muss man da ja Verbandsmitglied sein wenn man bei offiziellen Turnieren teilnehmen möchte (oder..?)

  11. #11
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    Zitat Zitat von KM-Self-Defense-Man Beitrag anzeigen
    Bei Rücksprache mit dem zuständigen Trainer wurde mir gesagt, das dieses die jüngste Hap-Ki-Do Gruppe Europas wäre.
    Die Jungs und Mädels waren zwischen 14-16 Jahre und trugen alle den 4. Dan im Hap-Ki-Do.
    Finde sowas immer witzig vorallem weil es sowas auch umgekehrt gibt "Kommen sie und trainieren sie in unserer (Kampfkunst/Kampfsport hier einfügen)-Schule! (Name hier einfügen) war der allererste Schwarzgurt in (Ort/Stadt hier einfügen)". In kleinen Dörfern ist das ja leicht möglich aber bei uns in Wien...naja :-)

  12. #12
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    Zitat Zitat von KwonChagi1 Beitrag anzeigen
    In den traditionellen Stilen sieht man sowas sehr oft vorallem im traditionellen Taekwon-Do. Gibt aber auch Private Karate Schulen in meiner Umgebung die keinem (oder keinem richtigen) Verband angehören. (oder..?)
    Ah ja. Was kennzeichnet gleich nochmal "traditionelles" Teakwon-Do?

  13. #13
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    Was meinst du denn mit "kennzeichnen"?

  14. #14
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Die andere Seite:
    Im DJKB kann man sich frühestens mit 18 zum 1. Dan prüfen lassen. Das ist sicher für viele, die als Kinder/Jugendliche angefangen haben, so auch okay, da sie ja auch technisch erst mal auf den Stand kommen müssen.

    Doof hingegen ist das für die Kader-Jugendlichen, die dann mit 15 oder so den 1.Kyu haben, aber ganz einfach wegen des Mindestalters noch nicht auf schwarz kommen können (ich stehe ja auf den Lehrgängen mit ihnen in der Halle, die sind wirklich saugut!).

    Meine persönliche Meinung?
    Mir wäre es am liebsten, wenn der Maßstab verbands- und am liebsten vereinsübergreifend derselbe wäre und sich am tatsächlichen Können statt am Alter orientierte.

    Wenn ich mir Videos von ... weiß nicht ... 10jährigen japanischen Schwarzgurten anschaue - jo, die sind technisch ja auch wirklich gut! Dass sie natürlich "dennoch" keinen 80kg-Kerl mal eben umnieten können, ist (für mich) nachrangig.
    Es hat vor einiger Zeit eine Änderung in der PO gegeben. Im DJKB ist 1. Dan bereits mit 16 möglich, wenn vorher mindestens 8 Jahre trainiert wurde. Zudem ist die Mindestvorbereitungszeit nach dem 1. Kyu ein Jahr.

    Es steht zwar Wartezeit in der PO, ist aber gedacht dass das eine Vorbereitungszeit für die nächste Stufe ist, die mindestens 2. mal wöchentliches Training vorsieht.

    Der DJKB versucht, im Gegensatz zu anderen Verbänden wie z.B. die JKA, durch seine Altersgrenzen auch die persönliche (charakterliche) Entwicklung in die Graduierung mit einzubeziehen.

    Früher wurde das wohl durch den persönlichen Lehrer entschieden. Im Formalismus verhafteten Europa ist das, auch wegen der Vergleichbarkeit im Verband, so ohne weiteres wohl nicht möglich.

    Wenn ich Kinder sehe die mit dem schwarzen Gurt rumlaufen, dann akzeptiere ich das. Dieses Kind hat in dem Umfeld wo es lernt eine gute technische Leistung gezeigt. Kinder lernen Bewegungen ja im Allgemeinen Bewegungsabläufe leichter als wir Bürohengste. (Was mich manchmal fast schon neidisch werden lässt.) Die Graduierung ist also immer im Kontext zu sehen und nicht absolut. Wenn das Umfeld sich ändert, z.B. durch den Wechsel in den DJKB dann ist halt erst mal Schluß oder der Gürtel wird vllt. gar nicht anerkannt. (Hier hat z.Z. noch Ochi Sensei die Entscheidungsgewalt.)

    Ich glaube das ist schon auch ein typisch deutsches oder vllt. europäisches Problem, dass wir immer eine absolute Einordnung brauchen. Vermutlich weil wir uns auch gerne mit anderen Vergleichen, obwohl diese Vergleiche sinnlos sind.

    Ich reg mich darüber gar nicht auf.

    Haben wir ja auch in anderen Bereichen auch hier in Deutschland schon. Beispiel ist das vermeintlich unterschiedliche Bildungsniveau der Abiturienten und die ewige Streiterei um das Zentralabitur...

    My 2 Cent
    Brainmaniac

  15. #15
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    Zitat Zitat von KwonChagi1 Beitrag anzeigen
    Was meinst du denn mit "kennzeichnen"?
    Dachte ich doch tatsächlich, dass "kennzeichnen" ein gebräuchliches Wort ist.

    Ich frage nach den Kennzeichen, den Merkmalen, die eine Kampfsportart zur Kampfkunst macht, die man als "traditionell" bezeichnen könnte, insbesondere in Anbetracht der recht kurzen Existenzspanne.

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