Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345
Zeige Ergebnis 61 bis 69 von 69

Thema: Geht die Tradition langsam verloren 🤔

  1. #61
    Registrierungsdatum
    12.09.2008
    Ort
    Augsburg/Ansbach
    Alter
    47
    Beiträge
    1.114

    Standard

    Zitat Zitat von ainuke Beitrag anzeigen
    Bei Mas Oyama wurde geosst. In dieser Doku https://www.youtube.com/watch?v=I0R1SvIsgHw hört man beispielsweise ab 11:10 viele Osses. Nächste Woche kann ich Gudrun Hisatake fragen. Sie hat die Prüfung zum 6. Dan bei Oyama gemacht.
    Ja, aber die Doku ist natürlich erst von 1990; zu der Zeit war das sicherlich schon weithin verbreitet. Anfang der 90er beim Eisheuer wurde auch schon fleißig rumgeosst, und als ich 1998 beim Ashihara in Tokyo war auch.
    Man müsste quasi möglichst alte Aufnahmen finden, oder Leute fragen die ihn oder das Umfeld möglichst früh kannten... Wann/wie kam Kyokushin denn nach Deutschland?
    Aber letztlich ist mir das mit dem oss ehrlich gesagt auch egal, rangiert nicht unbedingt weit oben in der Interessen-Skala :-)
    Das Leben ist groß.

  2. #62
    Registrierungsdatum
    15.09.2013
    Beiträge
    2.963

    Standard

    Erklärung von Wado Ryu Karate Lehrer Kiyohisa Hirano.



    OSU - Abkürzung in der jap. Marine für 「おはようございます」 "Ohayou-gozaimasu! Guten Morgen -- umgeformt zu OSS.

    Hier mal ein statement von einer japanischen Shotokan Karate Danträgerin.




    1. Das Wort stammt nicht von den Ryukyu Inseln(Okinawa) dem Ursprungsland des
    Karate.

    2. Es stammt aus der Kantō (jap. 関東地方) Region in Japan .
    Geändert von Huangshan (24-11-2019 um 09:27 Uhr)

  3. #63
    Registrierungsdatum
    05.09.2001
    Ort
    Bayern
    Alter
    45
    Beiträge
    152

    Standard

    Zitat Zitat von ainuke Beitrag anzeigen
    Bei Mas Oyama wurde geosst. In dieser Doku https://www.youtube.com/watch?v=I0R1SvIsgHw hört man beispielsweise ab 11:10 viele Osses. Nächste Woche kann ich Gudrun Hisatake fragen. Sie hat die Prüfung zum 6. Dan bei Oyama gemacht.
    Hi Ainuke.
    Wer hat Dir den das erzählt? Gudrun Hisatake, Sensei, hat den 6.Dan vom DKV bekommen und da war Mas Oyama schon viele Jahre verstorben.
    Außerdem hat Sie den 6.Dan im Shotokan.
    Hier der Link: http://archiv.karate-bayern.de/texte...atake_6dan.htm

    Was ihre Leistung aber sicherlich nicht schmälert.


    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Wann/wie kam Kyokushin denn nach Deutschland?
    Zumindestens für den bayerischen Raum fing es so an:
    http://www.karate-tg48.de/index.php/...in-schweinfurt

    Gruß
    Tohon
    Geändert von Tohon (24-11-2019 um 18:27 Uhr)

  4. #64
    Chrisdz Gast

    Standard

    Argh - ich wusste es, dass diese Diskussion ins Osu abdriften wird!!!

    Und weil jemand Andreas Quast heisst und dicke Bücher schreibt, muss es nicht unbedingt richtig sein. Nein, falsch ausgedrückt: Ist seine Wahrheit auch nur eine Teilwahrheit!

    Dreimillionenundnochmehrmal habe ich bereits irgendwo geschrieben, dass uns die Japaner mit Osu verarschen, sorry, verpopoen!

    Nie soviel geosst, wie bei Kanazawa & Co.

    Niemals hat jemand seinen Colt schneller gezogen, äh, sorry, schneller geosst, als Kanazawa himself!

    Also was???

    Als jugendlicher Kyokushinkaimensch im Dojo von Arthur Hisatake in München haben wir laut über die Strassen hinweg geosst, wenn auf der anderen Strassenseite ein anderer Karateka lief - so verrückt waren wir (1971, 72, was weiss ich!?)

    Osonu shinobu (die Japaner können das besser) steht noch immer auf meinen Pullovern oder T-Shirts mit Kyokushin-Logo.

    Und im Shotokan ist es eben Onegai shimasu. Punkt, Aus, Ende der Diskussion.

    Und sollte ich morgen mal plötzlich in Japan aufwachen, werde ich tunlichst erstmal das Maul halten und mich umhören, was und wie die anderen (Einheimischen!) sich verhalten, könnte nicht schaden!

    Zurück zur Ausgangsfrage und der Antwort, man solle selber mit gutem Beispiel vorangehen:

    Nein, ich lebe hier, betreibe Karate, bin aber kein Konfuzianer!

    Bei mir gilt es, dass jüngere Menschen sich älteren gegenüber respektvoll zu verhalten haben (das wiederum gilt bei Chinesen und Japaner auch).

    Die Erziehung dieser Schratzen ist aber Sache der Eltern - schon zu meiner Zeit, wurden Kinder in der Schule nicht (mehr?) erzogen, wohl aber noch verdroschen, sogar prophylaktisch (Humanistisches Karlsgymnasium München, Eintritt Schuljahr 1964/65!).

    Ich werde einen Deibel tun und meine Schüler bzw. Kinder als erstes grüssen, wenn sie (noch in Zivil) in die Schule kommen. Das mag jetzt alt, konservativ und überholt klingen oder gar sein, aber so isses.
    Für die Erziehung sind die Eltern da - und leider hat meine Generation darin versagt (die meisten Eltern könnten durchaus meine eigenen Kinder sein, wir selbst haben unsere erst relativ spät bekommen).

  5. #65
    Registrierungsdatum
    16.03.2018
    Beiträge
    74

    Standard

    Zitat Zitat von Chrisdz Beitrag anzeigen
    Argh - ich wusste es, dass diese Diskussion ins Osu abdriften wird!!!

    Und weil jemand Andreas Quast heisst und dicke Bücher schreibt, muss es nicht unbedingt richtig sein. Nein, falsch ausgedrückt: Ist seine Wahrheit auch nur eine Teilwahrheit!

    Dreimillionenundnochmehrmal habe ich bereits irgendwo geschrieben, dass uns die Japaner mit Osu verarschen, sorry, verpopoen!

    Nie soviel geosst, wie bei Kanazawa & Co.

    Niemals hat jemand seinen Colt schneller gezogen, äh, sorry, schneller geosst, als Kanazawa himself!

    Also was???

    Als jugendlicher Kyokushinkaimensch im Dojo von Arthur Hisatake in München haben wir laut über die Strassen hinweg geosst, wenn auf der anderen Strassenseite ein anderer Karateka lief - so verrückt waren wir (1971, 72, was weiss ich!?)

    Osonu shinobu (die Japaner können das besser) steht noch immer auf meinen Pullovern oder T-Shirts mit Kyokushin-Logo.

    Und im Shotokan ist es eben Onegai shimasu. Punkt, Aus, Ende der Diskussion.

    Und sollte ich morgen mal plötzlich in Japan aufwachen, werde ich tunlichst erstmal das Maul halten und mich umhören, was und wie die anderen (Einheimischen!) sich verhalten, könnte nicht schaden!

    Zurück zur Ausgangsfrage und der Antwort, man solle selber mit gutem Beispiel vorangehen:

    Nein, ich lebe hier, betreibe Karate, bin aber kein Konfuzianer!

    Bei mir gilt es, dass jüngere Menschen sich älteren gegenüber respektvoll zu verhalten haben (das wiederum gilt bei Chinesen und Japaner auch).

    Die Erziehung dieser Schratzen ist aber Sache der Eltern - schon zu meiner Zeit, wurden Kinder in der Schule nicht (mehr?) erzogen, wohl aber noch verdroschen, sogar prophylaktisch (Humanistisches Karlsgymnasium München, Eintritt Schuljahr 1964/65!).

    Ich werde einen Deibel tun und meine Schüler bzw. Kinder als erstes grüssen, wenn sie (noch in Zivil) in die Schule kommen. Das mag jetzt alt, konservativ und überholt klingen oder gar sein, aber so isses.
    Für die Erziehung sind die Eltern da - und leider hat meine Generation darin versagt (die meisten Eltern könnten durchaus meine eigenen Kinder sein, wir selbst haben unsere erst relativ spät bekommen).
    Ich verstehe Dich ein wenig, aber eben nur ein wenig.

    Gruße

    Yamazuki

    PS: Komme auch aus der Zeit nur nicht ganz so viel, es sind jedoch keine 10 Jahre.

  6. #66
    Chrisdz Gast

    Standard

    Du bist sooo gut zu mir, danke......
    Endlich mal jemand, der mich versteht, wenn auch nur ein bisserl!

  7. #67
    Registrierungsdatum
    15.08.2018
    Beiträge
    2.929

    Standard

    Zitat Zitat von Chrisdz Beitrag anzeigen
    1. Definiere "traditionell" - wird Dir nicht gelingen, weil jeder unter "traditionellem Karate" etwas anderes versteht
    2. Definiere "Shotokan" - dito, können sogar die Stiloberen nicht (wollen sie es definieren? Da ist viel Politik mit drin)
    3. Schreibt Gibukai in seiner Replik schon fast alles
    4. Wäre es schön, wenn ich als Trainer im Vorraum sitzend und auf den Trainingsbeginn wartend, von auch nur 10 % meiner Kinder beim Betreten der Schule mit einem "Hallo", "Servus" oder wenigstens einem Kopfnicken begrüsst werden würde - da das zu Hause nicht mehr den Kindern beigebracht wird, muss man zwangsläufig im Dojo Rituale einführen, also
    5. Macht es Sinn, wenn die Kinder durch das Begrüssungs-Ritual zur Ruhe kommen und wenigstens hier lernen, etwas Respekt für andere zu zeigen (Hat jemand ein besseres Ritual als das im Karate übliche, möge er es mich wissen lassen - solange ich nicht mit der Hand auf der Brust die amerikanische Hymne singen muss, bin ich offen für Alternativvorschläge)
    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
    Aus Sicht der Etikette finde ich ein Hallo und einen Handschlag absolut ok. Wer allerdings japanische reiho aus dem Training verbannt, beraubt sich einer sehr konkreten und förderlichen körperlichen Trainingspraxis.
    Zitat Zitat von Billy die Kampfkugel Beitrag anzeigen
    Es geht nicht ohne, schon weil man fürs Kämpfen fokusiert sein muss. Beim modernen Fechten stellt man sich auch auf und beginnt konzentriert das Training, lässt den Alltag draußen. Man begrüßt sich bevor man mit einer Waffe aufeinander los geht. ... ...
    Das zieht sich so durch, die Rituale helfen dabei bei der Sache zu sein ...

    Beim Karate im Prinzip dasselbe. Mit Asien, Japan etc. hat das weniger zu tun als mit einem vernünftigen wünschenswerten Miteinander um sich nicht zu verletzen weil man nicht aufpasst.
    Ich hab mir mal die drei Sachen rausgegriffen. Verstehe die Aufregung in anderen Beiträgen nicht wirklich. Wir lernen Bewegungen und Techniken, von denen wir anfangs nicht wissen, was sie bedeuten sollen und wie sie in das komplexe Geschehen eines Kampfes einzuordnen sind. Wir lernen Kata und haben keine Ahnung vom Sinn. Wir lernen den Ablauf, weil man ja irgendwo anfangen muß, bekommen im gleichen Moment idealerweise die ersten Anwendungen mit ... wirklich verstanden haben wir viele Inhalte erst Jahre später, in dem Bewußtsein, dass unser Bild wahrscheinlich nie vollständig werden wird.

    Warum sollten wir also nicht eine Begrüßungszeremonie durchführen, die wir für nützlich erkennen und, die klar belegte Vorteile hat, die in der einen oder anderen Form auch von fast jedem Wettkämpfer praktiziert wird? Nur, weil die Herkunft dieses Zeremoniells nicht exakt wissenschaftlich belegt werden kann? Das ist offensichtlicher Unsinn. Der Nutzen läßt sich exakt belegen, da bin ich sicher.

    Normalerweise müßte als Grund doch schon ausreichen: Hab ich bei meinem Lehrer so gelernt ... Wir praktizieren sie, ohne zu übertreiben, sammeln Erfahrung damit, wie mit allen anderen Übungen auch. Irgendwann ändern wir vielleicht den Ablauf etwas, oder auch nicht - in jedem Fall wissen wir dann besser, was wir tun und warum. Auch wenn die Herkunft nicht genau geklärt ist.

  8. #68
    Registrierungsdatum
    15.08.2018
    Beiträge
    2.929

    Standard

    Zitat Zitat von Chrisdz Beitrag anzeigen
    Du bist sooo gut zu mir, danke......
    Endlich mal jemand, der mich versteht, wenn auch nur ein bisserl!
    .. du siehst - ich versteh dich auch ...

  9. #69
    Chrisdz Gast

    Standard

    Gestern Abend Kindertraining, ca. 30 Kinder von ca. 6 bis 13, 14...
    Neu, eine japanische Mutter mit zwei Töchtern, eine 7 Jahre, eine 5 Jahre.
    Die 5jährige ist herzallerliebst und rennt durch die Halle, das wars dann aber auch schon.
    Die 7jährige hat einen Karate-Gi und einen Orangegurt, auf dem Gi das Emblem der IOGRKF.

    Natürlich traditionelles Abknien, trad. Grüssen usw. - die 7jährige kann nicht still sitzen...
    Im Training ( 1h ) tanzt sie herum, die Mutter sitzt auf der Bank und lächelt (beim ersten Probetraining dürfen Eltern bei uns zuschauen).
    Bei der Kata (wir beginnen mit Heian Shodan, die Gruppe ist 50% weiß, der Rest bis max blau, davon nur ein Mädel) ist sie natürlich überfordert, ok, anschl. spreche ich sie an und frage sie auf englisch, ob sie uns ihre Kata (Fukyu-Gata ichi) mal zeigen will - sie guggt mich staunend an??? Die Mutter spricht mit ihr, Kata, nee, Kata kann sie nicht.
    Die Familie hat bis vor kurzem in UK gelebt, das Kind war dort in einem Goju-Verein.

    Ich frage mich jetzt:

    Was machen wir anderes in diesem ach so bescheidenen DKV, wenn Kinder aus dem ach so tollen originalen Goju-Ryu nichts können und das trotz Orangegurt (wir haben hier aber auch etliche bis blau aus dem benachbarten Verein übernommen, der sich aufgelöst hat - die dt. Blaugurtkinder erzählten, sie hätten ihre Gürtel einschl. Zwischenprüfungen überwiegend wegen der Liegestütze und sit-ups bekommen, aber immerhin laufen die 3 Blaugurtjungs wenigstens die Fukyu ichi, die ni nur ansatzweise).

    Und sind wir hier in D traditioneller als die Japaner, wenn japanische Kinder nicht still während der 2, 3 Minuten Za-zen sitzen bleiben können?

    (Was im übrigen empirisch dadurch bestätigt wird, dass meine anderen Japaner im Dojo genauso hibbelig sind, die Chinesen sind im Vergleich dazu konzentrierter. Aus welchen Gründen auch immer, haben wir hier derzeit einen Zulauf von Asiaten im Dojo)
    Geändert von Chrisdz (27-11-2019 um 11:56 Uhr)

Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Überblick verloren!
    Von mäckes im Forum Archiv Wing Chun / Yong Chun
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 31-05-2011, 10:49
  2. Wohin geht die Tradition?
    Von Haishu im Forum Karate, Kobudō
    Antworten: 118
    Letzter Beitrag: 25-06-2010, 13:35
  3. Verloren
    Von Wulf20 im Forum Grappling
    Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 29-05-2010, 21:36
  4. Wohnungsschlüssel verloren
    Von Kouhei im Forum Off-Topic Bereich
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 15-09-2009, 21:26
  5. Warum geht bei einem Schlag Kraft verloren wenn man sich vorlegt?
    Von D.B. im Forum Kickboxen, Savate, K-1.
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 29-05-2008, 15:36

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •