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Thema: Was macht das Messer in der Tasche ?

  1. #316
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Nochmal zu der Zielgruppe des Verbots:
    In meiner Wahrnehmung hat man die feststellbaren Einhandmesser seinerzeit eingeschränkt, nachdem die Berichterstattung immer öfter vom Abziehen und Bedrohen unter den Jugendlichen berichtet hat. Der Tatort war dabei oft der Schulhof, oder der Kiez.
    Das was Du hier verharmlosend mit Euphemismen wie "Abziehen" oder "Besorgen" bezeichnest, nennt sich Raub oder räuberische Erpressung.
    Mindeststrafe ein Jahr, in minder schweren Fällen (die ich bei Verwendung eines Messers nicht sehen kann) sechs Monate.
    Wenn das die Zielgruppe des Verbots ist, dann einfach mal ein paar davon ein paar Jahre wegsperrren, denn wenn weniger Verbrecher frei rumlaufen wird die Gefahr, die von ihnen ausgeht reduziert und fördert vielleicht ein Umdenken in der Peergroup.

    Ein Einhandmesser hat den Vorteil, dass man es schnell einsatzfähig hat. Um jemanden zu berauben braucht man kein Einhandmesser. Da genügt körperliche oder zahlenmäßige Überlegenheit, oder normale Küchenmsser, Schraubenzieher etc.
    In London sind die "Kiddies" teilweise zu Säureangriffen übergegangen, um Ihre Opfer wehrlos zu machen. Bei Kontrollen im Moment wohl noch nicht strafbewehrt.
    Da werd ich doch lieber unter Vorhalte eines Messers "abgezogen" als dass mir der Verbrecher Säure ins Gesicht kippt, um sich meiner Wertsachen zu bemächtigen.
    Geändert von Pansapiens (01-11-2019 um 10:36 Uhr)
    "Verlockend ist der äußere Schein. Der Weise dringet tiefer ein.“
    -Wilhelm Busch-

  2. #317
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    dann einfach mal ein paar davon ein paar Jahre wegsperrren, denn wenn weniger Verbrecher frei rumlaufen wird die Gefahr, die von ihnen ausgeht reduziert und fördert vielleicht ein Umdenken in der Peergroup.
    Ist in diesem Thread OT, aber so denke ich auch.

  3. #318
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    In London sind die "Kiddies" teilweise zu Säureangriffen übergegangen, um Ihre Opfer wehrlos zu machen. Bei Kontrollen im Moment wohl noch nicht strafbewehrt.
    In Paris war (ist?) es nach Fred Perrin Mode, zu diesem Zweck jemandem Superkleber in die Augen zu schmieren... er erwähnt auch das Abrichten von Hunden, auf den Punkt eines Laserpointers zu attackieren. Ist beides sehr kreativ (wo ein Wille...), aber unter Umständen beides unangenehmer als Messerkontakt.

    Beste Grüsse
    Period.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  4. #319
    oxox Gast

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    Zitat Zitat von Pflöte Beitrag anzeigen
    Ist in diesem Thread OT, aber so denke ich auch.
    Halte ich für naiv, kein Angriff. Habe mit einem Ohr schon Sachen überhört von wegen ein Mann ohne Knasterfahrung wäre kein Mann. Wenn man Pech hat ist's nur ein Mannbarkeitsritual, gerade wenn bestimmte Kreise das deutsche Gefängnis eh nicht ernst nehmen. Selbst die 3-Strike-Gesetze in Amerika funktionieren nicht im Sinne von Prävention und es gehen trotzdem Leute wegen kleinen Vergehen in den Knast.

    In England wurden meine ich an einem bestimmten Tag in der Woche Taschendiebe usw. öffentlich hingerichtet, aber im Publikum gab selbst zu solchen Gelegenheiten Taschendiebstähle.

  5. #320
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Das was Du hier verharmlosend mit Euphemismen wie "Abziehen" oder "Besorgen" bezeichnest, nennt sich Raub oder räuberische Erpressung.
    Mindeststrafe ein Jahr, in minder schweren Fällen (die ich bei Verwendung eines Messers nicht sehen kann) sechs Monate.
    Wenn das die Zielgruppe des Verbots ist, dann einfach mal ein paar davon ein paar Jahre wegsperrren, denn wenn weniger Verbrecher frei rumlaufen wird die Gefahr, die von ihnen ausgeht reduziert und fördert vielleicht ein Umdenken in der Peergroup.

    Ein Einhandmesser hat den Vorteil, dass man es schnell einsatzfähig hat. Um jemanden zu berauben braucht man kein Einhandmesser. Da genügt körperliche oder zahlenmäßige Überlegenheit, oder normale Küchenmsser, Schraubenzieher etc.
    In London sind die "Kiddies" teilweise zu Säureangriffen übergegangen, um Ihre Opfer wehrlos zu machen. Bei Kontrollen im Moment wohl noch nicht strafbewehrt.
    Da werd ich doch lieber unter Vorhalte eines Messers "abgezogen" als dass mir der Verbrecher Säure ins Gesicht kippt, um sich meiner Wertsachen zu bemächtigen.
    Ich habe die Ausdrücke gebraucht, die damals üblich waren, bzw. heute noch sind. Mir ging es darum, dass die Zielgruppe eben nicht der klassische Räuber in der dunklen Gasse ist, der "Geld oder Leben" fordert.
    Wegsperren ist eine Möglichkeit, allerdings die der Justiz und nicht der Legislative oder Exekutive. Die Möglichkeit ist auch jetzt schon gegeben, wird nur nicht genutzt, weil "sind ja nur Kids" oder "ein Messer ist nur ein Werkzeug", oder "die wollen doch niemanden abstechen".
    Zum Thema Einhandmesser - ein Einhand-Slipjoint ist nach wie vor unproblematisch. Man kann natürlich sagen - ich will aber, dass es Einhand und feststellbar ist, weil es sonst zuklappen kann und mich verletzen, aber dann ist man halt schnell beim Stechen gelandet.
    Nochmal zu meinem damaligen Eindruck:
    Die Kids standen auf Messer, die möglichst fies und verrucht aussahen.
    Zuerst waren es doppelseitig geschliffene Dolche oder Butterflys - nach dem Verbot stieg man auf feststellbare Einhandmesser um, die am besten möglichst "military" und "tactical" aussehen sollten. Die Sache ist halt die - die speziellen Spezialeinheiten haben in der Regel keinen erhöhten Bedarf an supertaktischen Zombiekillern. Wenn sie etwas haben, dann sind es i.d.R. dienstlich gelieferte Sachen, irgendwelche Bajonette, oder - was am meisten Sinn macht - einfache Multitools.
    Wenn ich aber im Netz nach einem Folder suche, bekomme ich eine gigantische Anzahl an Modellen angeboten, die möglichst schwarz, serrated, mit Blutrillen versehen sind und eine Klingenstärke von 5mm+ haben. Selbst wenn man z.B. beim Böker nach "Gentleman Folder" sucht, sind noch erstaunlich viele taktische Messer in der Auswahl. Ich weiß nicht, was an denen Werkzeug-Charakter haben soll - schneiden kann man damit jedenfalls nicht besonders gut. In meinen Augen sollen die Dinger nur dazu dienen, dass sich der Träger irgendwie besonders fühlen.

    Jedenfalls waren die Einhandmesser damals beliebt, daher das Ergebnis. Wird "Säure ins Gesicht" in DEU relevant, wird die Säure verboten. Ist nicht optimal, alles umfassend und super mild, aber wat willste maache?

  6. #321
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    Zitat Zitat von oxox Beitrag anzeigen
    Ich bin niemand der das Gesetz bricht, aber ich sehe es irgendwie nicht ein dafür bluten zu müssen wenn irgendwelche politischen Vollversager es nicht hin bekommen die Ursachen verschiedener Probleme zu lösen. Freiheiten die einmal aufgegeben werden bekommt man nicht mehr wieder und wenn ich ein Messer trage ist's in erster Linie ein Werkzeug und ich denke weniger darüber nach irgendwen damit abzustechen. Ich fühle mich zunehmend in der Bringschuld irgendwie beweisen zu müssen, dass ich ein rechtschaffender Bürger bin, oder mich für jeden Furz rechtfertigen und erklären muss.

    Sachen wie Community Policing und die statistische Analyse von Kriminalitätsstatistiken im Sinne davon an Hotspots präventiv aufzutauchen und gezielt dort zu deeskalieren wo es Probleme gibt halte ich als Laie für wirksamer als alles einfach zu verbieten. Wenn das wenigstens funktionieren würde, tut es aber nicht. Die Einzigen die solche Verbote interessiert sind Bürger die das Gesetz befolgen und die Anderen erkennen das Gewaltmonopol des Staates eh nicht an.
    Ich bin ein Messerfreund und ich habe mir sogar tatsächlich vor Kurzem Gedanken gemacht, ob ich ein Messer zu SV brauche und bin noch zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen. Mein SV-Szenario betrifft aber ein Baby in der Trage und große freilaufende Hunde auf dem Feld, wo ich spazieren gehe. Ich tendiere zu einem großen, stabilen Regenschirm, obwohl der Gedanke ein Messer dabei zu haben irgendwie beruhigend ist. Es sind mir trotzdem zu viele Abers.

    Aber eigentlich wollte ich auf deine Aussage eingehen:
    Solche Gedanken, wie du sie geschildert hast, sind klassisch und nachvollziehbar. Aber das sind sie in den USA auch bei der Schusswaffendebatte. Oder in Deutschland bei dem Tempolimit. Du bist nicht die Zielgruppe, wenn du aber in einem halbwegs harmonischen Land leben möchtest, musst du auf einen Teil deine Rechte verzichten. Und es ist ein Drahtseilakt, weil man sich fragen muss, wie viele Rechte man für Frieden aufgeben muss und will. Aber auf dem Drahtseil gehen muss man trotzdem.

  7. #322
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    ich will aber, dass es Einhand und feststellbar ist, weil es sonst zuklappen kann und mich verletzen, aber dann ist man halt schnell beim Stechen gelandet.
    Nochmal zu meinem damaligen Eindruck:
    Dann ist man bei Arbeitssicherheit gelandet.

    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Du bist nicht die Zielgruppe, wenn du aber in einem halbwegs harmonischen Land leben möchtest, musst du auf einen Teil deine Rechte verzichten. Und es ist ein Drahtseilakt, weil man sich fragen muss, wie viele Rechte man für Frieden aufgeben muss und will. Aber auf dem Drahtseil gehen muss man trotzdem.
    Die Frage sollte nicht sein wie viel Freiheit man für Sicherheit aufgeben will, sondern ob man sich von Minderheiten seine Freiheit nehmen lassen will. Du sagts ja selbst, dass die Messerverbote auf bestimmte Zielgruppen abzielen. Da sollte man sich fragen ob dem Großteil der Bevölkerung die Freiheit beschnitten werden muss, weil ein geringer Prozentsatz mit ihrer Freiheit nicht umgehen kann.
    Das Leben ist immer gefährlich und wenn wie hier schon gesagt wurde finden die Menschen einen Weg um sich Waffen zu beschaffen/bauen. Bestimmte Werkzeuge zu verbieten, Waffen sind auch nur Werkzeuge, ändert nichts an der Gewalt. Die änderung muss in den Köpfen der Menschen statt finden. Verbote sind aber selten der sinnvolle Weg dafür.
    “Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
    - Evolution

  8. #323
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    Vor allem möchte ich mal von den einschlägigen Predigern wissen, wie ich als auf die 60 zugehend mich im Fall der Fälle gegen so ne Jugendbande wehren soll die mich "abziehen" will, oder als "Männlichkeitsritual" zusammenschlagen. Nen einzelnen kann ich vermutlich immer noch durch die Wand prügeln, aber gegen drei ? Oder wenn die selbst Bewaffnung haben ?
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  9. #324
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    @oxox
    Auch wieder wahr... Gibt auch Leute, die vllt. nicht so denken, aber denen es völlig Wurst ist, dass sie weggesperrt werden, da sie rein gar nichts haben im Leben.

    Trotzdem würde ich dem eine erzieherische Wirkung unterstellen. Es gibt vllt. familiäre Zwänge und Drogenabhängigkeit, ansonsten MUSS in D. niemand kriminell bzw. gewalttätig werden. Niemand wird verhungern, wenn er nicht Leute ausraubt. Es geht mMn immer auf ein Wollen zurück und da wird es für viele bestimmt ziemlich schnell ziemlich uncool dem krassesten aus der eigenen „Gang“ nachzueifern, wenn der plötzlich für zehn Jahre im Knast verschwindet.

    Dass das nicht alles löst, ist klar.

  10. #325
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    Zitat Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
    Die Frage sollte nicht sein wie viel Freiheit man für Sicherheit aufgeben will, sondern ob man sich von Minderheiten seine Freiheit nehmen lassen will. Du sagts ja selbst, dass die Messerverbote auf bestimmte Zielgruppen abzielen. Da sollte man sich fragen ob dem Großteil der Bevölkerung die Freiheit beschnitten werden muss, weil ein geringer Prozentsatz mit ihrer Freiheit nicht umgehen kann.
    +1, sehr schön zusammengfasst.

    Das Leben ist immer gefährlich und wenn wie hier schon gesagt wurde finden die Menschen einen Weg um sich Waffen zu beschaffen/bauen. Bestimmte Werkzeuge zu verbieten, Waffen sind auch nur Werkzeuge, ändert nichts an der Gewalt. Die änderung muss in den Köpfen der Menschen statt finden. Verbote sind aber selten der sinnvolle Weg dafür.
    auch damit hast du recht. die entscheidungsträger interessiert das aber nicht, da es lediglich um symbolpolitik geht, im zuge derer man praktischerweise gleichzeitig bestimmte freiheitsrechte beschneiden kann. zwei fliegen mit einer klappe und so...
    "Self defense, martial arts and fighting are as similar\different to each other as tennis, badminton and ping pong are." Rich Dimitri

  11. #326
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    Zitat Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
    Dann ist man bei Arbeitssicherheit gelandet.

    Die Frage sollte nicht sein wie viel Freiheit man für Sicherheit aufgeben will, sondern ob man sich von Minderheiten seine Freiheit nehmen lassen will. Du sagts ja selbst, dass die Messerverbote auf bestimmte Zielgruppen abzielen. Da sollte man sich fragen ob dem Großteil der Bevölkerung die Freiheit beschnitten werden muss, weil ein geringer Prozentsatz mit ihrer Freiheit nicht umgehen kann.
    Das Leben ist immer gefährlich und wenn wie hier schon gesagt wurde finden die Menschen einen Weg um sich Waffen zu beschaffen/bauen. Bestimmte Werkzeuge zu verbieten, Waffen sind auch nur Werkzeuge, ändert nichts an der Gewalt. Die änderung muss in den Köpfen der Menschen statt finden. Verbote sind aber selten der sinnvolle Weg dafür.
    Bei der Arbeitssicherheit gäbe es z.B. feststehende Messer - sind legal und so sicher wie nur möglich. Oder auch Zweihandmesser mit einer feststellbaren Klinge. Mir fällt kein Szenario ein, bei dem ich ein feststellbares, einhändig zu öffnendes Klappmesser brauche und es nicht führen darf. Es gibt immer bessere Gründe für nicht feststellbar, oder nicht einhändig oder nicht klapp. Und wenn doch (z.B. Rettungsdienst oder Baustelle), dann darf ich es auch nutzen. Ich habe aber zugegeben nur für meine Welt Gedanken gemacht, falls jemand gute Beispiele hat, würde ich mich freuen (i.S.v. wieder was gelernt).

    Die Freiheit wird dir mMn. nicht von Minderheiten genommen. Es sind nicht die messerschwingenden Jugendlichen, die die Gesetze erlassen, sondern Politiker, die wir gewählt haben. Und man sollte nicht vergessen, dass wir Messerjockel in der Minderheit sind - zumindest was die Messerfrage betrifft. Man denkt gerne, dass man zu der Mehrheit gehört, weil man in vielen anderen Fragen gedanklich dem gesellschaftlichen Konsens folgt, das heißt aber nicht dass man damit automatisch bei allen Themen die Meinungshoheit hat.

    Nochmal zum Thema Verbote: würdest du es gerne sehen, das die ganzen Verbote in der StVO, für Schusswaffen, Rauchen im Büro, Betreten fremder Grundstücke, Schwarzfahren, Hunde überall hinkacken lassen, *beliebig fortsetzen*, aufgehoben werden würden? Weil sie nur selten der sinnvolle Weg ist?
    Ich habe das Gefühl, dass die Verbote in ihrer Masse bisher sinnvoll das Zusammenleben regeln und sich nach der Mehrheit richten. Und dort wo sie es mMn nicht tun, bin ich i.d.R. einfach nur direkt selbst betroffen - mit anderen Worten, die gehen mir aufn Sack, weil sie für mich als pflichtbewussten Bürger eigentlich nicht nötig wären, mich aber trotzdem einschränken.

  12. #327
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Vor allem möchte ich mal von den einschlägigen Predigern wissen, wie ich als auf die 60 zugehend mich im Fall der Fälle gegen so ne Jugendbande wehren soll die mich "abziehen" will, oder als "Männlichkeitsritual" zusammenschlagen.
    die einschlägigen prediger würden nicht mal wissen, wovon du redest.
    für die wärest du nur ein weiterer dieser "besorgten bürger", die aus völlig unerfindlichen gründen angst vor ihrem eigenen schatten haben - schließlich leben wir im besten deutschland aller zeiten, die straftaten sind rückläufig usw. usf. (also bitte kopf zumachen und ruhe geben - sind ja wenn alles einzelfälle).
    "Self defense, martial arts and fighting are as similar\different to each other as tennis, badminton and ping pong are." Rich Dimitri

  13. #328
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Die Freiheit wird dir mMn. nicht von Minderheiten genommen. Es sind nicht die messerschwingenden Jugendlichen, die die Gesetze erlassen, sondern Politiker, die wir gewählt haben.
    die politiker berufen sich aber u.a. auf eben diese messerschwingenden jugendlichen bei ihrem vorhaben, weiter in freiheitsrechte der allgemeinheit einzugreifen. und dass, obwohl wir - ich wiederhole mich - im besten deutschland aller zeiten leben, die straftaten im allgemeinen rückläufig sind und wir insbesondere eigentlich bekanntermaßen gar keine probleme hinsichtlich messerbenutzung haben (sollten), das ist wenn überhaupt nur angstmacherei (und natürlich hetze einer bestimmten partei)...
    "Self defense, martial arts and fighting are as similar\different to each other as tennis, badminton and ping pong are." Rich Dimitri

  14. #329
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Vor allem möchte ich mal von den einschlägigen Predigern wissen, wie ich als auf die 60 zugehend mich im Fall der Fälle gegen so ne Jugendbande wehren soll die mich "abziehen" will, oder als "Männlichkeitsritual" zusammenschlagen. Nen einzelnen kann ich vermutlich immer noch durch die Wand prügeln, aber gegen drei ? Oder wenn die selbst Bewaffnung haben ?
    Direkt messern. Funktioniert aber nur mit einem Extrema Ratio RAO o.ä., auf gar keinen Fall mit einem Opinel oder Mercator probieren, das ist das eigene Todesurteil.


    Bitte den oberen Satz nicht ernst nehmen
    Ich sehe hier das Problem, das ich als einer der "Prediger" auf der Seite der Messer stehe und trotzdem versuche die andere Seite zu beleuchten - einfach um etwas Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen. Und weiß du wie die Auseinandersetzung mit meinen Argumenten aussieht? Die werden einfach überlesen. Und dann heißt es wieder "aber meine Freiheit!", "meine Rechte!", "wie komme ich denn dazu?", "Verbote funktionieren nicht!", "wie soll ich mich sonst wehren?!"

    Gerade zu dem letzten Punkt - ist ein feststellbares Einhandmesser (von mir aus auch irgendein Messer) wirklich die einzige Möglichkeit, die dir einfällt? Wenn ja, hast du ausreichend das Ziehen, positionieren usw. geübt, um das Ding in einer SV-Situation einsetzen zu können? Hältst du dich psychisch für in der Lage Teenager, die dich abziehen wollen, zu messern?

    Ich persönlich würde in dem Alter auf einen stabilen Gehstock setzen - ist in gekonnten Händen eine furchtbare Waffe, man kann einen auf Dr. House mache, es ist völlig legitim und vor allem kann ich damit gut auf Abstand halten und dosieren. Es gibt Pfeffer, Elektroschocker, Kubotans, Regenschirme, taktische Kugelschreiber, Taschenlampen und Schlüssel, Hunde, diese komischen Holzteile mit einer gehärteten Spitze, feststehende Messer, Klappmesser und nach wie vor die Nr. 1 der Rettungstools: Asics und Co.
    Geändert von Lugasch (01-11-2019 um 13:51 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  15. #330
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    Pflöte:
    Edit: Wenn ich nach einem Verbot (in welchem Bereich auch immer) rufe, dann schließt das eine effektive Kontrolle und angemessene Bestrafung bei Zuwiderhandlung mit ein. So wird das Oma Schulze und jedermann sonst auch sehen. Alles andere ergibt doch auch keinen Sinn...
    So einfach ist dies nicht.
    Erstmal ist dies meist gar nicht realisierbar (siehe auch Gesetzesantrag zur Verschärfung des Waffenrechts bzgl. Messer, dort stand explizit, dass dadurch kein Aufwand entsteht).
    Dann ist die Frage was ist angemessen? Oma Schulze wird die erste sein die sich beschwert, wenn Opa Schulze mit seinem Messer erwischt und hart bestraft wird (obwohl er gar nicht wusste, dass er das nicht mehr darf).
    Geht mal an eine typischen Wandertreff und achtet darauf, wieviele Senioren Messer führen, die inzwischen unter das Führungsverbot fallen (vor allem Einhandmesser).

    Ich habe es gerade erst wieder in Paris gemerkt, wie nervig es ist wenn man nicht mal ein kleines Taschenmesser ohne feststellbare Klinge als Werkzeug mitführen darf.

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