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Thema: BJJ und Schlaganfall

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  1. #1
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    Standard BJJ und Schlaganfall

    Da gibt es noch nicht viel darüber, liegt vielleicht ab auch an der mangelnden Aufklärung. Aber es gibt den Verdacht, dass Chokes häufiger Schlaganfälle auslösen, insbesondere im BJJ und Grappling Training (logisch).



    Ist das bei euch ein Thema?
    Frank Burczynski

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  2. #2
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    Tatsächlich, ja!
    Ich habe das früher auch immer unterschätzt.

  3. #3
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    mag jemand die Thematik für Leute die sich kein 42 Minuten Video rein ziehen wollen, mal kurz in Textform aufschlüsseln?

  4. #4
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    Standard

    Bei Chokes im Grappling scheint es ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko zu geben, wobei es dazu keine gesicherten Statistiken gibt.
    Frank Burczynski

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  5. #5
    christianauskiel Gast

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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Bei Chokes im Grappling scheint es ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko zu geben, wobei es dazu keine gesicherten Statistiken gibt.
    Direkte Zusammenhänge her zu stellen wäre schon sehr gewagt. Der Trainingszustand, Blutdruck, Vorschädigungen, weitere Riskikofaktoren etc. wären zu berücksichtigen.

    Die Diskussion ist aber wichtig für das Gestalten des Trainings. Risiken sind doch gut vorstellbar, da der choke zur kurzeitigen Unterbrechung der Blutzufuhr fürht. Das Blut schiesst dann mit erhöhtem Druck wieder nach und dieser "Bluthochdruck" kann u.U. dazu führen das sich bereits vorhandene Gerinsel lösen. Noch interessanter ist die Frage nach Genickhebeln, insbesondere die gedrehten. Da gibt es ein paar Studien die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko durch chiropraktische Behandlungen an der Halswirbelsäule vermuten lassen. Ruckartige Belastungen der Halswirbel können natürlich im Grappling/ Ringen durch Hebel oder Würfe schon mal passieren.

    "Bei einer sogenannten spontanen Vertebralisdissektion finden Ärzte im Ultraschall einen Einriss (Dissektion) in der Gefäßwand einer der Halsschlagadern. Die sogenannte Vertebralis-Arterie verläuft zwischen den Wirbelkörpern und ist dort hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Sind die Gefäße angegriffen, kann schon eine ruckartige Bewegung des Kopfes ausreichen, zum Beispiel ein Schulterblick beim Autofahren, ein Aufschlag beim Tennis oder eine Erschütterung beim Fahrradfahren, damit es zu einer Einblutung in die Gefäßwand dieser Arterie kommt.

    Der Bluterguss in der Gefäßwand verengt die Ader, der Blutfluss wird behindert und hinter der Engstelle kann sich ein Blutgerinnsel bilden. Löst sich das Gerinnsel, kann es ins Gehirn geschwemmt werden und dort ein Gefäß verschließen, also einen Schlaganfall auslösen."

    Also Vorsicht im Training und zunächst für einen optimalen Trainingszustand sorgen. Leider bedenken viele genau das eben nicht und würgen/hebeln/werfen mit teilweise grossen Gewichtsunterschieden einander wie die Weltmeister. Die Folge vieler kleiner Trainingsverletzungen spürt man dann irgendwann halt u.U. gnadenlos und aus heiterem Himmel...

    Gruß
    Christianauskiel

  6. #6
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    generell hört man fast nie etwas davon, wenn leute aus dem sport aufgrund verletzungen oder krankheiten ausscheiden, gerade wenn sie keinen bekanntheitsgrad als WK haben.
    sie sind einfach weg und das training und der sport geht weiter.


    kann sich jemand sich noch detailierter zu den medizinischen dingen äußeren? erfolgt der schlaganfall in kurzer zeitfolge nach "einem" choke ???
    Geändert von marq (24-10-2019 um 10:46 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    kann sich jemand sich noch detailierter zu den medizinischen dingen äußeren? erfolgt der schlaganfall in kurzer zeitfolge nach "einem" choke ???
    Es gibt dazu keine Daten, daher kann man sich dazu auch nicht äußern. Alles Mutmaßungen und ggf. Einzelfälle.

    Ich kenne Leute die haben nach nem Aufschlag beim Tennis eine Dissektion bekommen, bei völliger vorheriger Gesundheit und ohne Risikofaktoren...

    Der gesunde Menschenverstand sagt einem ja schon dass etwas umso eher kaputt geht, desto öfter man dran rumfummelt. Wenn es dann vorher schon etwas marode war, dann ist die Wahrscheinlichkeit kaputt zu gehen halt höher.
    Geändert von kanken (24-10-2019 um 11:13 Uhr)

  8. #8
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    Health ends where competition begins.

    Ich krieg immer Gänsehaut wenn Leute ab 30 noch denken, sie wären biegsam und belastbar wie Teenager und hochgestoffte Leistungssportler, und dann entsprechend trainieren - trotz bereits für jeden Aussenstehenden deutlich erkennbaren Schäden von HWS-Problemen bis Wortfindungsstörungen. Und wenn dann unweigerlich was passiert, weil der Krug eben nur solange zum Brunnen geht bis er bricht, ist das Geschrei wieder gross.

    Man sollte je nach individueller Konstitution schon zwischen 25 und 30 langsam anfangen, das Trainingspensum von "Extrem Van Damme" Richtung Langlebigkeit runterzuschrauben, ansonsten spielt man halt russisches Roulette. Traurig aber wahr.

  9. #9
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Der gesunde Menschenverstand sagt einem ja schon dass etwas umso eher kaputt geht, desto öfter man dran rumfummelt. Wenn es dann vorher schon etwas marode war, dann ist die Wahrscheinlichkeit kaputt zu gehen halt höher.
    du hälst also eine art mikroverlezung für möglich?

  10. #10
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    Sogar Makroverletzungen (siehe das Tennisbeispiel). Man kann halt nur nicht sagen mit welcher Wahrscheinlichkeit, dazu gibt es eben keine Daten.

  11. #11
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    Ich meine man muss sich einfach mal klar machen was beim BJJ / Grappling passiert und alleine welche mechanischen Reize da passieren.

    Wenn man z.B einmal davon ausgeht, das einer der führenden Rückenschmerz Experten, Dr. Stuart McGill nix davon hält sich auf einen Foam Roller zu legen, weil der Druck auf die Wirbelsäule zu groß wird (und der gute Mann beführwortet Kreuzheben und Swings), dann kann man sich ja vorstellen was der von
    Guillotinen, Collar Chokes usw. hält.

    Ich würde sagen im No Gi Bereich ist gerade die Verletzung der HWS extrem hoch und auch dadurch kann es zu Schlaganfällen kommen (wie bei Cro Cop).

    Im Gi Bereich wird halt ein extremer Druck auf den Hals ausgeführt, weil sie der Kragen beim Würgen regelrecht in den Hals einschnürt.

    Was man halt nie vergessen sollte, es gab wahrscheinlich noch nie in der Geschichte der Menschheit so viele Ü30 Breitensportler die sich den Hals regelmäßig verdrehen und zudrücken und das durch die Menge der Sportler auch die Menge der Verletzungen ansteigt ist klar.

    Leute aus Spaß abzuwürgen ist halt kein Spaß und man sollte damit extrem vorsichtig sein.....

  12. #12
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    jede intensive ausübung von vollkampfsport ist nicht gesundheitsförderlich.

    die aussage vieler bjj betreibender, es wäre das spezifische und tolle an dem sport, dass man jedes training im vollmodus sparren / rollen könnte, hat mich schon immer gestört.

    eine abgestimmte einteilung von sparring und die angeleitete hinführung zu einem vernüpftigem sparringsverhalten, ist immer sinnvoll.
    Geändert von marq (12-11-2019 um 11:08 Uhr)

  13. #13
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    Das eine bedeutet doch gar nicht, dass das andere nicht gemacht wird. Und bei den Leuten mit denen ich trainiere kann ich keine Häufung von Schlaganfällen feststellen. Weder im Judo noch im BJJ in zig Jahren und ich komme viel rum. Das ist wie mit allen Dingen im Leben, es kommt drauf an wie. Und die meisten lassen Anfänger eben nicht einfach mal machen. Und die meisten tauschen sich immer wieder über Trainingsverhalten aus. Zu was soll die Diskussion denn hier führen?
    Grapple&Strike
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  14. #14
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    Zitat Zitat von sivispacemparabellum Beitrag anzeigen
    Zu was soll die Diskussion denn hier führen?
    Zum Nachdenken und Beobachten. Auf der Matte im Gym und auf Reisen. Das eigene und das Verhalten der Mittrainierenden genauer beachten.
    Frank Burczynski

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  15. #15
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    Weiß denn jemand aus dem Stehgreif, was die ersten Schritte bei einem Schlaganfallpatient sind?
    "So I came back and I had a good talk to the guy and I hit him a couple more times you know" -Renzo Gracie

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