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Thema: Private Krankenversicherung - Erfahrungen?

  1. #1
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    Standard Private Krankenversicherung - Erfahrungen?

    Moin zusammen,

    ich wage diesen Monat den Sprung eines Arbeitnehmers, mit einer Nebeneinkunft in die volle Selbstständigkeit.
    Ich habe eine kleine Firma mit ein paar Kunden und letzten Monat einen größeren Auftrag an Land gezogen, welcher vertraglich zugesichert ist und bereits begonnen hat.
    Dieser und die anderen Kunden sind liefern Zahlen mehr "Geld" (abzüglich aller Steuern und ungefährer Krankenkassenbeiträge) als mein Gehalt als Arbeitnehmer, weswegen ich den Schritt jetzt machen möchte.

    Ich habe die Vor- und Nachteile der freiwillig gesetzlichen Krankenkasse und der privaten Krankenkassen abgewogen und möchte mich privat versichern lassen. Das steht hier nicht zur Debatte.
    Ich möchte mich nur erkunden ob hier jemand gute oder schlechte Erfahrungen mit irgendwelchen Anbietern machen konnte, da ich den gängigen Seiten (Trustpilot/Check24/Jameda...) kein Vertrauen bei solchen Entscheidungen schenken möchte (gekaufte Bewertungen, egal ob positiv oder negativ).
    Das Forum hier hat mir schon öfters geholfen

    Vielen Dank!

  2. #2
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    Standard

    Ich war Jahrelang privat versichert (bis zur Auswanderung) und würde es rückblickend NICHT nochmal machen !

    Der Beitragssatz klingt hübsch niedrig, was die Dir nicht verraten ist, dass er jedes Jahr steigt (um wenigstens 5%), sobald Du auch nur einmal etwas in Anspruch nimmst.
    Rechne das dann einfach mal hoch bis Du in Rente gehst... Meinst Du das kannst Du bezahlen?
    "Ach was, ich muss ja nicht zum Arzt. Und warum sollen die den Beitrag erhöhen wenn ich garnicht beim Arzt war?"
    Wenn Du so denkst, freust Du Dich sicher auch noch auf den Osterhasen und den Weihnachtsmann!
    Denn das sind Aktengesellschaften die erstmal ihrem eigenen Vorstand die Boni und dann den Aktionären die Rendite auszahlen, bevor DU irgendeine Leistung bekommst.

    Fakt ist, wenn Du nicht gerade überdurchschnittlich Besserverdiener bist wirst Du im Alter eine teure private Versicherung haben, die Dir nur Leistungen auf AOK Niveau bietet.

    BEi der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland/Europa rate ich Dir dringend, bleibe in der gesetzlichen Versicherung und mit dem Gold was Du mehr verdienst schliesse sinnvolle Zusatzversicherungen für zB Zahnersatz ab.
    Mit dem Gold was Du übrig hast kauf REnditestarke Aktien und streiche damit jährliche Rendite von über 3% ein, das ist mehr als Du normalerweise bekommen kannst.

  3. #3
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    Standard

    Sehe ich komplett anders. Meine private Krankenversicherung ist in den Jahren 2003, in der ich sie abgeschlossen habe, bis heute knappe 7€ teuerer geworden. Bin zu 50% privat zu 50% über die Beihilfe versichert.
    Leistungen habe ich das komplett rundumsorglos Paket.
    Selbst bei ganz teuren OPs sind die komplett in Vorkasse getreten und haben sich den Beihilfeanteil selbstständig zurück geholt.
    Alles was die Beihilfe nicht zahlt, wird von dem privaten Anteil ausgeglichen.
    Muss aber dazu sagen, dass ich Beamter bin. Ich weiß nicht, wie es bei 100% Privat ist.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von PhilExpat Beitrag anzeigen
    ...
    BEi der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland/Europa rate ich Dir dringend, bleibe in der gesetzlichen Versicherung und mit dem Gold was Du mehr verdienst schliesse sinnvolle Zusatzversicherungen für zB Zahnersatz ab.....
    Sehe ich nach meinen Erfahrungen und denen in meiner Familie ähnlich. Mein daddy hat dagegen z.B. eine BEK-Grundversicherung und eine DKV-Zusatzversicherung (keine Ahnung, ob das so heute noch geht); das ist insgesamt deutlich günstiger als eine Private und er kriegt nahezu 100% insgesamt erstattet.

    Und @ Anfangspost: Meine Erfahrungen mit der Privaten sind gemischt: Als ich noch in der Berlin-Kölnischen war: GUT (witzigerweise genau den beiden Städten meiner Wahl ). Die ist dann allerdings im Zuge von Übernahmen zweimal geschluckt worden; und heute bin ich damit bei der Gothaer privatversichert, und hier ist meine Erfahrung ganz schlecht, und meine Empfehlung: FINGER WEG !
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  5. #5
    SalvaMea Gast

    Standard

    Zitat Zitat von PhilExpat Beitrag anzeigen
    Der Beitragssatz klingt hübsch niedrig, was die Dir nicht verraten ist, dass er jedes Jahr steigt (um wenigstens 5%), sobald Du auch nur einmal etwas in Anspruch nimmst.

    Denn das sind Aktengesellschaften die erst mal ihrem eigenen Vorstand die Boni und dann den Aktionären die Rendite auszahlen, bevor DU irgendeine Leistung bekommst.

    Fakt ist, wenn Du nicht gerade überdurchschnittlich Besserverdiener bist wirst Du im Alter eine teure private Versicherung haben, die Dir nur Leistungen auf AOK Niveau bietet.
    Sorry, wenn Du schlechte Erfahrungen mit der PKV gemacht hast. Wäre aber nett, wenn Du trotzdem keine falschen Informationen verbreitest. Von dem Zitat ist so ziemlich alles falsch

  6. #6
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    Standard

    Also es kommt drauf an.

    Es gibt sehr teure die wirklich Alles dabei haben. 5 facher Satz ohne wenn und aber usw....
    Dann gibt es sehr günstige wo nicht wirklich ein Mehrwert besteht.
    Und eben welche, wo es "drauf an" kommt und dafür moderat sind.

    Wichtig ist aus meiner Sicht folgendes:
    - Teurungsrate bzw. Stabilität der Kostenentweicklung - hier gibt es eben viele pKV's wo man einen extra Posten bezahlt, der dafür gedacht ist, dass es im Alter dann eben nicht exorbitant teurer wird - dafür zahlt man halt jetzt schon etwas mehr.
    (weiß den genauen Begriff nicht).
    - Welche Leistungen könntest du später mal brauchen. Bei einer Freundin z.B. war es so, dass sie in ihrer Arbeit depressiv wurde und die pKV hat aber nur 20 Sitzungen pro Jahr bezahlt. Doof, weil sie die Stunden über Jahre hinweg schon nach 6 Monaten aufgebraucht hatte und auch in der Häufigkeit benötigt hat. D.h. 20 Stunden pro Jahr durfte sie selbst bezahlen. Die pKV war hier nicht kulant.
    Oder gibt es in deiner Familiengeschichte viele Herzerkrankungen. . . Dann sollte man sich vielleicht absichern das man auch einen absoluten Top Profil (5facher-Satz nehmen darf).
    - uvm...
    Evtl. Empfiehlt es sich einen unabhängigen Berater zu nehmen und diesen zu bezahlen.

  7. #7
    Chrisdz Gast

    Standard

    Ich habe wenige Fehler in meinem Leben gemacht, die PKV gehört dazu!

    Schnüffler - wenn Du in einem Satz die Beihilfe erwähnst, dann muss man davon ausgehen, dass Du verbeamtet bist. Juhu, die Pension ist gesichert und auch entsprechend hoch!

    Das gilt aber nicht für den Fragesteller, der nach X Jahren Unselbständigkeit sich jetzt privat versichern will und künftig also alles selbst bezahlt.

    Erstens werden auch die Beiträge in der PKV steigen, Statistiken zeigen, dass sich aufgrund der Verschiebungen innerhalb der gesellschaftlichen Strukturen die Beiträge dort stärker nach oben entwickeln werden. Ok, kann man alles, solange man Geld verdient, auffangen.

    Ich gehe aber nun Mitte nächsten Jahres in Rente.
    Habe seit über 30, 35 Jahren immer über der SV-Grenze gelegen und entsprechend hohe Beiträge eingezahlt. Liege mit meiner Rente nach über 45 Versicherungsjahren aber brutto (!, Achtung, Steuern sind zu entrichten, das sagt die alljährliche Renteninfo nicht!) noch immer unter 50 % meines aktuellen Nettogehaltes. Mein PKV-Beitrag liegt derzeit bei rund 650 € zzgl rund 60 € für die Pflege-Pflichtversicherung.

    Mit Renteneintritt kann ich die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall entfallen lassen, spart mir sage und schreibe rund 12 € im Monat. Die Rentenkasse legt mir als Selbstversicherer noch ca. 135 € drauf. Bleiben also in Summe noch immer monatlich über 560 € Beitrag zu bezahlen! Das muss man sich leisten können!!!

    Alternative:

    In der gesetzlichen Versicherung verbleiben und für das, was man individuell braucht, eine private Zusatzversicherung abschliessen!

    Ok, ich bin Brillenträger, brauche alle 2 Jahre eine neue Brille, kostet (Apollo, einfaches Gestell, aber komplizierte Gläser) noch immer ca. 1.000 € - zahlt die PKV zu 100 %, muss man bei der GKV anteilig auf den Beitrag drauflegen - sind bei 24 Monaten also ca. 41 €, die zum GKV-Beitrag dazu kommen.

    Zusatzfrage an den Fragesteller:

    Hast Du Kinder bzw. willst Du mal welche haben?

    Bei uns war damals die Tinte auf dem PKV-Antrag noch nicht richtig trocken und meine Frau war das erste Mal schwanger!

    Regel für die Versicherung der Kinder ist, dass sie dort versichert sind, wo der hohe Einkommensbeitrag erwirtschaftet wird, war ich. Und dann blieb meine Frau zu Hause wegen der Kindererziehung.

    Ich habe in den 90er-Jahren netto (nach Abzug des AG-Anteils zu KV) teilweise im Monat bis zu 1.800 DM, also heute rund 900 €, in Summe an die Kasse gezahlt.

    Noch Fragen Hauser - nein, Kienzle!

  8. #8
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    Jepp, bin Beamter. Von daher kann ich es auch nur aus dieser Sicht sehen.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  9. #9
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    Habe jahrelang in der Versicherungsbranche gearbeitet, und auch PKV verkauft.
    PKV, ich würde mir es gewaltig überlegen.

  10. #10
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    Ich war Privat bei der HUK versichert, hatte mir die vorher schon gut ausgesucht.
    Allerdings hatte ich ständig Rückenprobleme und war halt ständig auch beim Arzt, und das summiert sich halt.

    Denn was man auch nicht übersehen darf ist, dass es leider auch unter den Ärzten viele Schwarze Schafe gibt, die einen privatversicherten als Goldene Melkkuh Sehen! Sprüche wie "Wir machen erstmal diese Behandlung und dann sehen wir was wir noch alles tun können" kamen recht oft aus Arztes Mund, und man sah die Absicht den 3,5fachen Satz nehmen zu können.

    Der Vorteil einer PKV ist ja, das man vom Arzt die Rechnung bekommt und sieht WAS die Behandlungen kosten.
    Danach weis man aber auch woran es im Gesundheitssystem krankt...

  11. #11
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    Das Problem sind die Beiträge im hohen Alter, da muß dann der 72 Jährige 1000€ zahlen, das bedeutet natürlich Altersarmut.
    Bei deiner Rechnung darfst du auf deiner Seite sonstige Kosten (z.b. Hafpflicht, rechtsberatung/Vertragsrecht/AGB, BG etc., auch Steuerberater, bei mir fast so teuer wie die Miete) und auf der Arbeitgeberseite den Arbeitgeberanteil nicht vergessen.
    Das Problem bei der Selbständigkeit ist der Zahlungsdruck, den du jeden Monat hast, bzw. dann wenn du noch keinen Auftrag/Vertrag hast. Du weist nie wann du wie viel Geld wirklich hast. Langfristig macht das dann einem(mir) keinen Spaß mehr, bzw. diese Nachteile überwiegen den Vorteil den man hat.
    Ich würde niecht mehr selbständig werden sondern es als Nebentätigkeit ausübene. Aktuell versuche ich wieder zurück in eine Anstellung zu gelangen.

    Was die KK(sieht man mal wie doof Abkürzungen sind :-) betrifft, hängt es davon ab was für Leistungen du möchtest.
    Z.b. Osteopaie, Naturheilkunde etc. da must du dann genau schauen und nachfragen. Beim Heilpraktiker steht dann oft 2,5 fache von der Tabelle oder so. Die Tabelle ist allerdings schon so alt, das die meisten Heilpraktiker dann nicht mal mit 3,5 fache zufrieden sind. In dem fall hättest du dann ne KK die Heilpraktiker zahlt, aber eben zu wenig, oder Teile davon gar nicht.
    Man muß also genau aufpassen und das Kleingedruckte lesen.
    Ob eine KK gut ist, merkst du leider erst, wenn sie mal nicht zahlt.

  12. #12
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  13. #13
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    Zitat Zitat von Steinbock Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist aber mit Vorsicht zu genießen.
    Bei diesem Satz habe ich aufgehört zu lesen: „In den Bereichen Psychotherapie und Reha-Maßnahmen bieten die gesetzlichen Kassen mehr als die meisten Tarife in der PKV, die beitragsfreie Familienversicherung gibt es nur in der GKV.“
    Es mag sein, dass man vielleicht eine höhere Anzahl an Therapiestunden bekommt - es ist aber, jedenfalls in Großstädten, super schwierig als gesetzlich versicherte Person eine/n guten Psychotherapeuten und das auch noch zeitnah zu finden. Hier hat man als pKV-Nehmer es wirklich besser. Und gerade wenn man psychisch erkrankt ist und Hilfe benötigt muss eine Behandlung schnell beginnen und wie überall gibt es auch in diesem Beruf richtige Trottel - die sich halt eher um die GKV-Nehmer kümmern.
    Ich spreche hier aus persönlichen Erfahrungen aus Freundeskreis und Familie in München.
    Geändert von NightFury (07-11-2019 um 11:09 Uhr)

  14. #14
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    Ich war einige Jahre privat krankenversichert bei der Hanse Merkur. Die wenigen Male, die ich sie in Anspruch nehmen musste, hat alles geklappt. Die ersten drei Jahre gab es auch nur minimale Beitragssteigerungen.

    Ich weiß, das am Anfang der Selbstständigkeit der Beitragssatz im Vergleich zur GKV deutlich darunter liegen kann. Aber eine ungefähre Schätzung wie hoch der Satz bei der PKV sein wird, wenn Du 50/60//70 Jahre alt bist, sollte bei der Wahl der Versicherungsart unbedingt beachtet werden.

    Viel Glück und Erfolg mit deiner Selbstständigkeit. Es gibt nix besseres, ich genieße es jeden Tag!

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