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Thema: kickboxen mit Karate Oi Zukis?

  1. #16
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    Grundsätzlich ist es so, dass das Regelwerk die Techniken bestimmt und nicht die Stilrichtung des Kämpfers. Kickboxer trainieren primär für den Wettkampf und sind damit an ein Regelwerk gebunden. Solange dieses Regelwerk gewisse Techniken nicht verbietet (zb den Oi-Zuki), so kann man den natürlich gerne benutzen (sofern die Schutzausrüstung die korrekte Ausführung zulässt). Und wenn man das macht, wird sich sehr schnell zeigen, ob es sinnvoll ist, die Technik zu benutzen.
    Der Durchschnitts-Karateka hingegen traniert nicht für den Wettkampf, sondern macht Breitensport. Realistisch betrachtet kann man Karate in drei Kategorien einteilen: Prüfungskarate, Wettkampfkarate und SV. Das Prüfungskarate, d.h. die stilrichtungskonforme Ausführung von Techniken, ist Grundlage für die anderen beiden Bereiche. Leider sind in D aber die meisten Karateka im Prüfungskarate "steckengeblieben". Meistens, weil die Trainer selber nicht Wettkampf gemacht haben bzw nie selber ausreichend SV-Situationen erlebt haben. Und deswegen wird gerne soviel und so intensiv Zeugs trainiert, dass beim Umgang mit unkooperativen Gegnern nichts bringt.
    Also nochmal: Es wird immer die Technik trainiert, die Erfolg bringt: Erfolg im Wettkampf, Erfolg in der SV-Situation oder halt Erfolg in der Prüfung.
    Sollte irgendwann mal ein hochklassiger Kickboxer es schaffen, mit einen Oi-Zuki als Technik im Wettkampf Erfolg zu haben, und das dauerhaft und reproduzierbar, DANN wird der Oi-Zuki ein Jahr später sicherlich von den meisten anderen Kickboxern auch angewendet werden.
    Geändert von Inumeg (11-12-2019 um 08:03 Uhr)

  2. #17
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    Die Hand an der Hüfte zu halten und von dort aus auszuholen macht keinerlei Sinn, es sei denn man will das Schlagen aus "Neutralstellung", also Hände unten, üben (gut für SV). Oder aber, wie mir schon öfter erklärt wurde, die Bewegungen stammen aus einem bewaffneten Kontext. Viele der Bewegungen finden sich tatsächlich so in bewaffneten Kampfkünsten wieder. Oi Zuki macht z.B. absolut sinn mit einem Speer, lange Stoßwaffen hält man zur Stabilisierung oft an der Hüfte. Die Age Uke Bewegung ist essentiell in vielen Waffenkünsten, also eine Art Parieren von unten nach oben usw...

    Habe ich das falsch im Kopf oder war das nicht auch so, dass es auf Okinawa verboten wurde Waffen zu tragen und die ursprünglichen Kampfkünste sich dann entsprechend entwickelt haben?

  3. #18
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    Im Prinzip ist dieses Technik in verschiedenen Stufen trainieren nicht schlecht. Ich sehe es so, dass Mehrzweckhallentraining über ein Prüfungsprogramm geschert nicht alles abdeckt was man trainieren müßte. Die Frage ist, wo möchte der TE letzlich hin, will er das Training mit dem Kickboxen etwas anreichern, will er bei einem Wettbewerb einer anderen Sportart antreten etc.. Die Leute trainieren auf bestimmte Wettbewerbe nicht umsonst so hin, wie sie trainieren. Da ist kein Platz für Redundanz. Insofern läßt sich ein Training schlecht für was anderes missbrauchen.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  4. #19
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    naja, Kickboxen und Karate, auch wenn beide auf das Schlagen und Treten fokusiert sind, haben verschiedene Bewegungslehren. Karate hat mehr was mit den Faszien zu tun beim Kickboxen wird mehr auf Muskelkraft gearbeitet...

  5. #20
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    Zitat Zitat von Eskrima-Düsseldorf Beitrag anzeigen
    Ok, ich dachte immer, der Auslagenwechsel gehört dazu und der Oi Tsuki kommt nicht mit der Führhand sondern mit der hinteren Hand und langem Schritt nach vorne.
    Das was du beschreibst, kenne ich als Kizami Tsuki.

    Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk
    So kenne ich das auch nur.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  6. #21
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    Ist, glaube ich, eine Stilfrage. In gewissen Stilen wird hier zwischen Kizami- und Oi-Tsuki unterschieden, während andere den Begriff "Oi-Tsuki" für dieselbe Technik verwenden, die sonst Kizami-Tsuki heisst. Im Kyokushin z.B. habe ich noch nie von einem Kizami-Tsuki gehört. Hier heisst der "normale" Kihon-Fauststoss mit der vorderen Hand Oi-Tsuki.

  7. #22
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    Zitat Zitat von Jach Beitrag anzeigen
    Ist, glaube ich, eine Stilfrage. In gewissen Stilen wird hier zwischen Kizami- und Oi-Tsuki unterschieden, während andere den Begriff "Oi-Tsuki" für dieselbe Technik verwenden, die sonst Kizami-Tsuki heisst. Im Kyokushin z.B. habe ich noch nie von einem Kizami-Tsuki gehört. Hier heisst der "normale" Kihon-Fauststoss mit der vorderen Hand Oi-Tsuki.
    Könnte diese Einfachheit im Kyokushinkai darauf zurückgeführt werden, dass der Systembegründer selbst, also Mas Oyama, Südkoreaner war und sprachlich gar nicht "feiner" differenzieren konnte?
    Als das Teleklingel fonte, treppte ich die Rannte runter und türte gegen die Bumms. - Laozi

  8. #23
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    Zitat Zitat von LahotPeng Beitrag anzeigen
    Könnte diese Einfachheit im Kyokushinkai darauf zurückgeführt werden, dass der Systembegründer selbst, also Mas Oyama, Südkoreaner war und sprachlich gar nicht "feiner" differenzieren konnte?
    Ich vermute, es liegt eher daran, dass diese Unterschiede im realen Kampf eben ziemlich schnell verwischen (womit wir wieder beim ursprünglichen Thema dieses Threads wären). Mas Oyama war zwar koreanischer Abstammung, hat aber den größten Teil seines Lebens in Japan gelebt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ihm die Sprache da solche Schwierigkeiten bereitet hat.

  9. #24
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    Zitat Zitat von Capella Beitrag anzeigen
    Ich vermute, es liegt eher daran, dass diese Unterschiede im realen Kampf eben ziemlich schnell verwischen
    Falls damit gemeint ist

    a) ein Schlag mit Auslagenwechsel mit der hinteren Hand

    oder

    b) ein gerader Schlag mit der Führhand

    ist das im Kampf sehr wohl ein riesiger Unterschied. Beides ist wohl - je nach Karate Stil - möglich. Man müsste also wissen, was der TE genau unter "Oi Tzuki" versteht.

  10. #25
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    ja ich meine einfach einen geraden Schlag wie Zb im Shotokan Karate gebräuchlich. Mit oder ohne Schritt dabei! Oi Tzuki ist normalerweise der gerade Schlag während das gleichseitige Bein vorne Steht. Gyaku tzuki ist der gleiche Schlag nur das das andere Bein vorne Steht. Beim Kumite schlagen wir eigentlich auch garnicht unbedingt von der Hüfte aus, die beiden Arme sind zur Deckung nach vorne gehalten wird bei uns meist einfach kamae genannt. Die Boxer machen doch diesen Schwingerartigen Schlag, wo die sich mit dem ganzen Körper so eindrehen.. Sowas gibts im Karate (Shotokan) nicht! mir jedenfalls nicht bekannt. Es gibt auch Schwinger aber der wird anders ausgeführt ohne die ganze Stellung aufzugeben so in der Art.
    Kickboxen hat aber doch genau diese Boxartigen "rechten" mit eingeführt wenn ich mich nicht irre correkt? und das ist doch der Unterschied zwischen Karate und Kickboxen denke ich mal, seh ich das richtig so?

  11. #26
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    Ja, korrekt

  12. #27
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    Zitat Zitat von babyBorn Beitrag anzeigen
    ja ich meine einfach einen geraden Schlag wie Zb im Shotokan Karate gebräuchlich. Mit oder ohne Schritt dabei! Oi Tzuki ist normalerweise der gerade Schlag während das gleichseitige Bein vorne Steht....
    Ahm, nö.
    Oi Zuki: Schlag kommt und das Bein kommt von hinten mit nach vorn.
    Kime Zuki: Bein bleibt vorne, ggf. schiebt es sich weiter nach vorn und der Schlag kommt.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  13. #28
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    Die Karateka mit denen ich früher Kickbox-Sparring gemacht habe (meist Shotokaner) hatten oft eine schlechte Deckung, und waren zumeist auch steif im Oberkörper.

    Wenn das Sparring nach deren Regelwerk gewesen wäre, hätte ich vielleicht erkannt für was das gut sein soll. Sicherlich wäre ich dann im Nachteil gewesen.

  14. #29
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Kime Zuki: Bein bleibt vorne, ggf. schiebt es sich weiter nach vorn und der Schlag kommt.
    Kime Zuki? Nie gehört. Also nicht in dieser Wortzusammenstellung.

    Meinst du Kizami Zuki?

  15. #30
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Kime Zuki? Nie gehört. Also nicht in dieser Wortzusammenstellung.

    Meinst du Kizami Zuki?
    Ja, meinte ich. Ist schon spät und ich habe da was durcheinander gebracht.
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