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Thema: Sparring. Aktiv/Passiv wie schaltet ihr um?

  1. #1
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    Standard Sparring. Aktiv/Passiv wie schaltet ihr um?

    Hallo Leute,

    in letzter Zeit machen wir im Training wieder vermehrt versch. Sparringsvarianten. Wenn wir dann freies Sparring machen verfalle ich immer wieder dem aktiven bzw. aggressiven Part. Was aus strategischer Sicht nicht immer das Beste ist.
    Ich würde gerne bewusster auch mal in den passiven/defensiven Gang schalten... Habt ihr da für Euch irgendwelche Tricks etabliert wie ihr euch dann wieder dazu bringt den Vorwärtsgang raus zu nehmen?

    Am besten wären natürlich Antworten von erfahrenen Fightern aus dem Vollkontakt.

  2. #2
    El Greco Gast

    Standard

    Zitat Zitat von NightFury Beitrag anzeigen
    Hallo Leute,

    in letzter Zeit machen wir im Training wieder vermehrt versch. Sparringsvarianten. Wenn wir dann freies Sparring machen verfalle ich immer wieder dem aktiven bzw. aggressiven Part. Was aus strategischer Sicht nicht immer das Beste ist.
    Ich würde gerne bewusster auch mal in den passiven/defensiven Gang schalten... Habt ihr da für Euch irgendwelche Tricks etabliert wie ihr euch dann wieder dazu bringt den Vorwärtsgang raus zu nehmen?

    Am besten wären natürlich Antworten von erfahrenen Fightern aus dem Vollkontakt.
    Was spricht denn dagegen offensiv zu boxen solange man nicht getroffen wird.
    Wichtig ist immer eine stabile Deckung und ich als Konterboxer stehe meist in Doppeldeckung da und
    versuche den Angreifer immer auszuboxen bzw auszukontern mit dem Jab als Doublette oder Links-Rechts Kombi.

  3. #3
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    Ich finde das der offensive Stil mehr Risiken in sich birgt und außerdem mehr Kondition verlangt - an sich spricht da aber nix dagegen - macht mir ja auch Spaß.
    Immer nur Vorwärts hat halt irgendwie nicht mehr so viel mit Taktik zu tun. Wenn mein Gegenüber lange genug selbst keinen Angriff probiert werd ich ungeduldig. Ich will aber halt auch das passive/kontern üben. Wir reden ja vom Trainieren und nicht vom Wettkampf.

    Habt ihr euch ein Mantra das ihr euch immer sagt? Oder andere mentale Tricks? Fühle mich immer so wie wenn man endlich mal zum Spielen mit den anderen Hunden raus gelassen wird.... hehehe

  4. #4
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    Du könntest mal probieren, dich vor dem Sparring schon ziemlich müde zu machen, oder halt mehrere Runden hintereinander ohne Pause immer mit einem 'frischen' Partner zu sparren. Dann schaltest du wahrscheinlich von alleine eher in den defensiven Energiesparmodus.

    Sonst ist glaub ich schwierig, wenn dein eigener Stil halt eher offensiv ist. Du kannst versuchen, immer drei offensive Aktionen deines Partners abzuwarten, bevor du selber angreifen darfst. Dann ganz bewusst eine saubere Kombination und dann wieder warten.

  5. #5
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    Eine gute Idee.... Dann bin ich aber auch meist zu träge und platt um den passiven Modus trotzdem ordentlich trainieren zu können.
    Ja, der zweite Satz ist gut. Das probiere ich mal.

    Oder es bedarf einfach selbst offensive Sparringsparter und nicht immer diese Rückwärtsgang-***sys

  6. #6
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    Zitat Zitat von NightFury Beitrag anzeigen
    Am besten wären natürlich Antworten von erfahrenen Fightern aus dem Vollkontakt.
    Sorry, bin eher wenig erfahren und auch kein Vollkontaktler.

    Aber ich merke, wie sich das, so banal es klingt, mit der Zeit ergibt.

    Früher, in meinen KS-Anfängen bin ich, auch damals schon nicht mehr so jung, wie eine Blöde immer nur nach vorne gegangen, um mir meine Packung (auch bei "netten" Partnern) anzuholen und um nach spätestens einer Minute völlig fertig zu sein.

    Inzwischen schaffe ich es immer öfter, mich runter zu bremsen, locker(er) zu bleiben, zu beobachten, dies und das anzutesten, hier und da auf diese Weise Schwachstellen des Gegenübers zu finden und da dann, manchmal sogar strategisch halbwegs geschickt, ^^ reinzugehen.
    Von Regelmäßigkeit müssen wir da (noch) nicht reden, aber die Entwicklung ist deutlich zu spüren.

    Vielleicht hilft es auch dir, wenn du dir immer mal wieder, auch und gerade im Freikampf ein kurzes "Durchatmen, alles lockern! Nur gucken und abwehren!" verordnest? Also, falls du nicht genau in dem Moment vom Gegner die Frisur gerichtet bekommst ...

  7. #7
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Vielleicht hilft es auch dir, wenn du dir immer mal wieder, auch und gerade im Freikampf ein kurzes "Durchatmen, alles lockern! Nur gucken und abwehren!" verordnest? Also, falls du nicht genau in dem Moment vom Gegner die Frisur gerichtet bekommst ...
    Genau darum geht es... aber aus Spaß an der Freude ist das dann immer gleich wieder vergessen. Darum frage ich ja, wie kann man das mental verankern? Was gibt es da für Tricks?

  8. #8
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    Zitat Zitat von NightFury Beitrag anzeigen
    Genau darum geht es... aber aus Spaß an der Freude ist das dann immer gleich wieder vergessen. Darum frage ich ja, wie kann man das mental verankern? Was gibt es da für Tricks?
    Vielleicht hilft es dir, wenn du im Vorfeld ganz bestimmte (defensive) Manöver drillst und im Sparring genau diese Umzusetzen? Defensiv boxen bedeutet ja mitnichten passiv zu sein.

  9. #9
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    Hm, bei mir sind es der Trainer und einige Randori-Partner, die dann schon mal ein "Ripley, locker!" einwerfen. Das internalisiere ich schon über die Zeit.
    Ansonsten merke ich ja, wenn mir die Puste langsam auszugehen droht. Gute Gelegenheit Luft zu holen, beim Wieder-Ausatmen alles 5cm sacken zu lassen und es für die nächsten 20 oder 30 Sekunden mal ruhiger angehen zu lassen.
    Wie gesagt, je öfter man/frau das macht, desto ruhiger wird man wohl. Okay, mit Grenzen. Sich im tiefentspannten Sofamodus die Kauleiste umgestalten lassen ist ja nicht das Ziel. ^^

  10. #10
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    Probiert doch mal Aufgabensparring, einer nur offensiv der Andere nur defensiv. Vllt kannst du dich dann eher darauf einlassen.

    Bin auch der Meinung, dass sein sehr offensiver Stil dazu führt, dass man selbst auch mehr harte Treffer abbekommt. Für mich ist es konditionell aber ein Ticken weniger anstegend, da das weckbewegen nwgr Energie kostet.

  11. #11
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    Danke für das viele Feedback.

    Beim Aufgabensparring ist das kein Problem, eben nur wenn wir freies Sparring machen. Bei Neulingen, welche sich einfach noch nicht trauen anzugreifen, ist das aber eine echte Geduldsprobe :

  12. #12
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    Eigentlich gewöhnen einem das bestimmte Partner ab.
    Wenn das Reservoir bei Dir im Training das nicht hergibt, würde ich mich nach Ergänzungsmöglichkeiten umsehen.

    Vielleicht gefällt es auch einem Teil Deiner Partner, dass Du der aktivere part bist. Dann wie im Wettkampf gucken, welcher Rythmus dem anderen unbequem ist.
    Zu deutsch, guck mehr auf den anderen.
    "We are voices in our head." - Deadpool

  13. #13
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    Seh' ich auch so. Also wenn ich zu "frech" werde im Sparring krieg ich eingeschenkt. Nicht von jedem, aber von einigen. Einfach ansagen, dass dir deine Sparringspartner ruhig "zeigen" dürfen, wann du zu offen vormarschierst.
    Wenn das dein Pool aus Trainingspartnern nicht her gibt, zusätzliche Gruppen suchen oder zu offenen Randoris/Sparringstreffs usw. gehen.

  14. #14
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    Zitat Zitat von Gürteltier Beitrag anzeigen
    Eigentlich gewöhnen einem das bestimmte Partner ab.
    Wenn das Reservoir bei Dir im Training das nicht hergibt, würde ich mich nach Ergänzungsmöglichkeiten umsehen.

    Vielleicht gefällt es auch einem Teil Deiner Partner, dass Du der aktivere part bist. Dann wie im Wettkampf gucken, welcher Rythmus dem anderen unbequem ist.
    Zu deutsch, guck mehr auf den anderen.
    ja das ist wahr.
    wir haben viele unerfahrene und dann noch paar erfahrene brecher die lieber passiv sind.

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