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Thema: Hilfsbewegungen und Hilfsvorstellungen

  1. #16
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Ich hab zwar keine Ahnung vom Bagua, aber was ich z. B. bei den Videos von Paul gesehen habe, wirkt auf mich so, als wäre seine Fingerhaltung Absicht.
    Die Fingerhaltungen/ -bewegungen im Bagua sind absichtlich und haben sehr konkrete „Hilfsfunktionen“, das ist allerdings eingebunden in eine dtl. Komplexere „Bilderwelt“ und ist etwas was leider nicht in die Öffentlichkeit gehört.

  2. #17
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Ich hab zwar keine Ahnung vom Bagua, aber was ich z. B. bei den Videos von Paul gesehen habe, wirkt auf mich so, als wäre seine Fingerhaltung Absicht. Kann natürlich sein, dass es "bloß" die Klinge simulieren soll.
    Geh einfach mal davon aus das bei Top-Leuten in den TCMA (das gilt sicher auch für die
    Topleute in anderen MAs) ziemlich genau gar nichts an der Körperhaltung usw. beliebig
    ist. Wenn Dir also so etwas bei jemandem auffällt dann ist das schon mal ein starkes
    Indiz das der/diejenige Top ist. Und Paul ist Top.
    Kämpfe nicht gegen jemanden oder etwas -
    kämpfe für jemanden oder etwas.

  3. #18
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    Also in Tekki/Naihanchi kann sogar ich den Drachen erkennen .
    Fingerspreizen ist nur eine von vielen Handhaltungen, die alle unterschiedliche Spannungen in Deinen Unterarmen verursachen,
    gilt für alle Extremitäten, Becken, und vermutlich alles andere, wenn man sich intensiver damit beschäftigt.
    Sicherlich einer der Gründe für Stehübungen in den Neijia.
    Guckt man sich z.B. Neko Ashi Dachi oder die Position im PTK-sidestepping an, vergleicht die mit oldschool sprintstart aus der stehenden Position,
    kann man durchaus seine Schnellkraft erhöhen, einfach nur, in dem man seinen Körper in die richtige Vorspannung stellt.
    Rootingübungen für alle Bewegungsrichtungen im Raum.
    Verschieden Mechaniken für falling step.

  4. #19
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    So, mir ist die nächste Hilfsbewegung über den Weg gelaufen - gespreizte Finger verstärken anscheinend auch den Underhook. Also in dem einen Video ging es um die Variante, bei der meine Hand dabei auf dem Schulterblatt des Partners liegt.

    Sind hier noch wem weitere Sachen eingefallen?

  5. #20
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    So, mir ist die nächste Hilfsbewegung über den Weg gelaufen - gespreizte Finger verstärken anscheinend auch den Underhook. Also in dem einen Video ging es um die Variante, bei der meine Hand dabei auf dem Schulterblatt des Partners liegt.

    Sind hier noch wem weitere Sachen eingefallen?
    Du willst rein Körperbezogene Vorgänge richtig?
    Falls Du eine Waffenkunst betreibst, kannst Du damit experimentieren wie Deine Fingerhaltungen sich auswirken,
    ich glaube das hast Du auf der Seite zuvor angesprochen.
    Sowohl Daumen als auch Zeige!-finger sind mit dem Hirn dahingehend irgendwie verknüpt, daß Du Richtungen damit
    festlegen kannst, sieht man ab und an bei Messerjockeln, bei Einhandschwertnutzern mit fortgeschrittenem Wissen
    (ich meine Roland Warzecha hat da sogar ein Video in der Tube), definitiv bei Rapierfechtern und Säbelfechtern.
    Rapier ist der Korb sogar extra ausgeformt, im olympischen Fechten auch bei den Waffen.
    Die letzten 3 Finger dienen zum "Greifen" der Waffe.
    Siehst Du in KungFu Stilen das Victoryzeichen mit zusammengelegten Fingern (also ohne "V") ist das ein Hinweis
    auf Schwertanwendungen, das kann aber durchaus auch nicht so offensichtlich sein, Dinge machen sich selbständig,
    m.E. z.B. im PTK das ständige Abspreizen von Daumen und Zeigefinger, auch wenn es sinnlos ist.
    Gerade die Hände haben sehr viele unterschiedliche Formen, die durchaus ihren Zweck haben, zumindest hatten.
    Teilweise stehen ganze Körperpositionen symbolisch für Dinge, das hat dann aber eher intellektuellen Wert als körperlichen.
    Sobald Du aus der Phase des rein technischen Kombodenken heraustrittst und anfängst frei zu agieren, wirst Du in irgendeiner Form
    Hilfsstrukturen, Bilder usw. benutzen.
    Rhythmus ist sowieso richtig wichtig, sowohl gebrochen, als auch flüssig.

  6. #21
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    An das Fechten habe ich gar nicht gedacht, danke!

    Zu deiner Eingangsfrage:
    Ich gehe davon aus, dass der Mensch u.a. eine Mustererkennungsmaschine ist und deshalb auch über Muster besonders gut lernen kann. Also ich lerne Technik A und kann eben nur diese und nur in dem Setup. Ich lerne die Technik B und entdecke Gemeinsamkeiten zu A. Ich lerne die Technik C und verstehe plötzlich die Wirkmechanismen (Muster) und kann spontan Technik D "entwickeln".
    Die ganzen prinzipienbasierten KK's versuchen ja über Wirkmechanismen und nicht über Techniken zu lehren, aber da muss die Chemie zwischen Schüler und Lehrer besonders gut sein, damit der Schüler wirklich nachvollziehen kann, was der Lehrer da erklärt, weil ansonsten ein "Du sollst die Kraft des Gegners gegen ihn selbst nutzen." usw. nicht über einen Glückskeksspruch hinausgeht. Das gleiche Phänomen beobachte ich übrigens bei den Volksweisheiten - da wurde so lange abstrahiert, bis die vielschichtige und teils schlaue Bedeutung komplett flöten ging.
    Diese Hilfsbewegungsgeschichte jedenfalls soll mir helfen durch kleine "Hacks" die Muster und Wirkmechanismen über den Körper zu verstehen, ohne dass ich jede kleinste Bewegung zerdenken muss. Der Körper probiert etwas (mit einer Hilfsbewegung), hat ein Aha-Erlebnis und das Gehirn merkt sich das und kann die Lücke zwischen Techniken und Prinzipien schneller schließen - so die Idee.
    Und kurzfristig will ich meine Trainingspartner natürlich mit ein Paar Zaubertricks beeindrucken

  7. #22
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    Nee so meinte ich das nicht, sondern auf z.B. Kanken´s Visualisierungen,
    also wie zum Beispiel dragonbody, wobei ich das anders beschreiben, benennen würde.
    Also mehr geistige Vorstellungen als Hilfsmittel.
    Zauberei ist da nichts.

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