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Thema: Chinesische Ursprünge des Karate

  1. #256
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    Sanchin wurde von Huangshan in Zusammenhang mit dem Hauptthema als Thema angepinnt, da sind wir aber ganz weit von weg.
    Das Dein Erklärungsversuch mit dem white crane master bei mir nicht funktioniert hat, haben wir weiter oben schon festgestellt.
    Die einzigen, die etwas zu dem Thema gesagt haben, weil sie die Kata geübt haben, sind 3 Leute, die das nicht mehr betreiben.
    Ich finde es halt immer noch interessant, warum "alle" die betreiben, keiner eine allgemein verständliche Aussage zum Sinn beitragen kann,
    hier keiner schreibt, der die wirklich aktiv betreibt. Also interessant im Sinne von unterhaltsam.
    Ich habe geschrieben, wie ich die "von außen" sehe und für mich keinen Trainingssinn erkennen kann, das hat sich jetzt durch diesen Fred nicht gerade
    zum positiven geändert.
    Vermutlich wie ein Haufen Zeug in allen "klassischen" Systemen eine Art "urban legend".
    Alles unheimlich wichtig und geheim?
    Ich geh jetzt und schreib´ für ein jemanden ein review der PE DVD, ob es sich lohnen könnte, sich diese zuzulegen.
    Also das muß er naklar selbst entscheiden, ich will/kann den internaloderwasweißich benefit nicht weiter beurteilen.

  2. #257
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    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Ich habe die Theorie, dass die verschiedenen Grapplingstile gewissermassen Dialekte derselben Sprache sind (ohne einen gemeinsamen Ursprung zu postulieren), die auch eine breite Kontaktzone mit der "Diskussionsebene" des gerüsteten Kampfes hat. Gerade bei den TCMA sehe ich z.T. sehr ausgeprägte Ähnlichkeiten mit den HEMA, gerade im grapplerischen Bereich (natürlich auch Unterschiede); wie Du vielleicht weisst, gibt es bei den Überlieferungen in den Fechtbüchern gewisse Lücken – weniger im Sinne von «fehlende Seiten» sondern mehr im Sinne von «worüber schreibt man, worüber nicht» was die Frage aufwirft «was wird vorausgesetzt und warum ist das wohl so». Ich meine, zumindest einige recht gut mit dem füllen zu können, was ich aus dem Ringen kenne, und es gibt bestimmte Anhaltspunkte dafür, dass der Ansatz in sich durchaus schlüssig sein kann.
    Das sehe ich ganz genau so.

    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und überlege warum dies in so vielen Kulturen ähnlich ist und vor allem was sich noch alles im kriegerischen Bereich ähnlich entwickelt hat. Da ist man dann ganz schnell bei Pfeil und Bogen und bei dem Speer.

    Ringen, Pfeil und Bogen und den Speer gibt es quasi überall auf der Welt.

    Als nächstes gucke ich halt immer von der Seite der natürlichen Bewegung auf diese Dinge und auch da sehe ich dass Ringen, Bogenschießen und Speerarbeit (jedenfalls wenn man Shortpower in den Speer bringen will) alle mit dem gleichen Bewegungsmuster funktionieren und das extrem „natürlich“ im Gehirn angelegt ist.

    Daher empfehle ich ja auch jedem zu Bouldern und Bogenschießen mit hohen Gewichten (und Daumentechnik) zu machen.

    Die Leute früher hatten halt ein gewisses „Grundmuster“ der Bewegungssteuerung, bedingt durch ihre alltäglichen Bewegungen, (traditioneller Ackerbau schult übrigens das gleiche Muster). Dadurch bilden sich halt bestimmte Netze im Gehirn aus und die wiederum sorgen dafür dass man bestimmte Bewegungen auf eine ganz bestimmte Art und Weise ausführt.

    Man muss dieses „Grundmuster“ im Körper fühlen und verstehen. Etwas was in unserer heutigen Gesellschaft halt einfach nicht mehr selbstverständlich ist, da sehr viele unserer heutigen alltäglichen Bewegungen ein komplett anderes Muster nutzt.

    Wenn man traditionelle Kampfkünste verstehen will, dann muss man auch die alten Bewegungsmuster verstehen.

  3. #258
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    Ich meine Ellis Amdur geht in Hidden in plain sight auch explizit auf Viehzucht und Ackerbau ein. Ala dass entsprechende Kulturen da quasi täglich Kälber, Pferde, Schafe etc. niederringen mussten und er bringt auch eine Anekdote, wo er als junger kräftiger Kerl mal einen Tag ein paar japanischen Omas beim Karottenernten geholfen hat und danach total fertig und krank war und die Omas meinten "jaja ihr jungen Stadtleute, ihr kennt das halt nicht" ��

  4. #259
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    jede ungewohnte Betätigung macht einen fertig
    jede alltägliche Bewegung verinnerlicht sich
    als Zuschläger beim Schmieden, brauchst du ganz sicher keine internal Konzepte für #1 Winkel oder einen Schulterwurf
    wenn Du ein Reisfeld tagtäglich as Deinen Aufenthalts- und Arbeitsort hast, fällt Dir 3point stance im Silat noch nicht ´mal auf
    bist Du Spargelstecher in Kalifornien besteht Dein Eskrima in erster Linie aus sonkete, echekete
    abgesehen davon, daß Karottenernte von Hand oder Erbsensetzen von Hand wirklich schwere Arbeit ist, ist sie auch extrem eintönig, das können Männer eh nicht so gut

    ich habe hier in Lübeck ´mal bei einem größeren Unternehmen der Süßwarenindustrie gearbeitet, da gab´s eine Verleseabteilung für blanchierte Mandeln,
    die Mandeln werden an sich maschinell gebrüht und geschält und dann mit einer aufwendigen Sortiermaschine getrennt, um die wirklich komplett blanchierten Mandeln
    auszustoßen, die man extra verkaufen kann, der Rest wird geröstet oder zu Marzipan verarbeitet, da die Maschine aber kein Hundertprozentiges Ergebnis leistet, wird
    da von Hand nachverlesen, da gibt es genau null Männer am Band, die brechen nach spätestens einem Tag ab, alles Frauen da, die können das echt 45 Jahre lang machen.
    Ich wäre da durchgedreht und schreiend weggelaufen.

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