Seite 6 von 6 ErsteErste ... 456
Zeige Ergebnis 76 bis 86 von 86

Thema: Hapkido oder Judo fürs Stand Up Grappling

  1. #76
    Registrierungsdatum
    10.11.2004
    Alter
    42
    Beiträge
    6.335

    Standard

    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich würde differenzieren zwischen geselligem Ringen und Kampfringen.
    Genau diesen Unterschied meinte ich ja mit „in Bezug zum HEMA“. Das Judotraining (Fallschule, unkooperativer Gegner etc.) nicht schlecht ist, bezweifle ich ja gar nicht, im Gegenteil.

    Karate_Fan möchte ja etwas machen, das ihn auf Ringen mit Dolch/Schwert vorbereitet. Klar, man kann argumentieren dass Fallschule und überhaupt unkooperatives Üben dafür wichtig ist, aber aus der Perspektive einer lebendigen Schwertkampfschule kann ich Dir sagen dass ich man sich so auch „ungünstige“ Verhaltensmuster angewöhnt. Man braucht einen Trainer der die alten Methoden, die im Judo drinsteckten, noch kennt und sie vor allem auch im Bezug auf den Schwertkampf unterrichten kann!

    Wie viele Judolehrer sind denn aktives Mitglied einer Koryu, die noch mit Stahlschwertern und Schutzausrüstung übt? Ich kenne keinen.

    Wie ich ja schon schrieb ist das Bridging und die Annahme essentiell, da sind elementare Dinge drin kodiert. Man muss das Ringen unter diesen Gesichtspunkten betrachten, vor allem wie es ab da weitergeht, damit es etwas für das HEMA bringt.

    Das Pushen ohne Waffen ist ja, in den TCMA, eine Übung für die Klingen. Wenn man jedoch nicht weiß wie sich Stahlschwerter anfühlen, die mit Wucht geführt werden und wie man darauf reagiert, dann wird man das Pushen, so wie es als traditionelle Übungsmethode gemeint war, nicht verstehen können.

    Du sagst ja selber auch im Ringen gibt es verschiedene Richtungen und jede hast ein bestimmtes Ziel und einen bestimmten Zweck. Das macht keine „Besser“ oder „Schlechter“, sondern die Zielsetz und ist halt eine andere. Eine „nutzbare Schnittmenge“ gibt es natürlich. Das ist ja die ewige Diskussion über „Wettkampf vs. Tradition“.

    Der TE kann jetzt natürlich hingehen und sich etwas für die Schnittmenge suchen. Ich persönlich halte das für eher weniger zielführend, aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

  2. #77
    Registrierungsdatum
    24.01.2014
    Alter
    34
    Beiträge
    2.097

    Standard

    Kanken und Period haben beide sehr gute Argumente die jemals für die unterschiedlichen Trainingswege sprechen würden. Ich kann beiden nicht wiedersprechen, weil alles für mich völligen Sinn macht, was Sie sagen.



    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Da hast du in beiden Punkten ja recht, aber es ist halt eine andere Fallschule und ein anderes unkooperatives arbeiten. Aber klar, besser als nichts ist es.Die Frage ist halt was man will...

    In meinem Fall stellt sich ja auch die Frage ob das was man möchte auch wirklich sinnvoll ist.

    Was ich möchte ist eigentlich ganz Simpel. Ich möchte mir die nötigen Basics aus dem Ringen/Grappling aneignen stabil genug stehen zu können und um Fallen zu können damit ein besseres Verständnis für die ringerischen Eingänge des Bloßfechtens zu entwickeln.

    @Peroid Die ringerischen Elemente des Bloßfechtens würden eher unter das kriegerische Ringen fallen???


    Aber wie du schon gesagt hast Kanken gibt es den leichten Weg nicht und nur ein "bisschen Ringen zu üben ist möglicherweise nicht genug. Und es wäre vielleicht sinnvoller sich von der Pieke auf mit dem Ringen zu beschäftigen um generell ein besseres Körpergefühl für das Bloßfechten zu entwickeln.

    Ist ein längerer und vor allem viel anstrengender Weg als sich die Basics woanders zu holen, aber am Ende wohl zielführender. Mit einem bessern Körpergefühl würde das HEMA Training als ganzes davon profitieren und mit guten Ringer Skills kann man auch leichter in andere Elemente von HEMA eintauchen, wie z.B den Dolch Kampf.

    Bin nicht abgeneigt deinen Rat des langen Weges zu folgen Kanken. Werde mich mal bei meinem HEMA Kontakten umhören ob die jemanden kennen.

    War gestern übrigens schon beim Judo und es war eine Erfahrung. Fallen und Rollen würde man dort ganz bestimmt gut lernen. Habe mich auch schon mehr schlecht als Recht am ersten Wurf versucht (hieß glaube ich Seo Otoshi) und es war eine nennen wir mal interessante Erfahrung. Nur das man bei dem Wurf dem Gegner den Rücken zudrehen soll war ungewohnt für mich. Wir haben beim fechten immer gelernt den Gegner immer im Blick zu behalten. Ja ich weiß bei einem Profi dauert das Aufladen auf den Rücken nur ein paar Sekunden ,war aber trotzdem irgendwie erwähnenswert.

    Alles im Allen ist Judo eine sehr schöne Sportart, die für mir sich aus gesehen durchaus Spaß machen würde, aber habe meine Zweifel ob die richtige KK ist, wenn man sich aus HEMA Sicht Grappling technisch gesehen verbessern möchte.
    Geändert von karate_Fan (07-02-2020 um 08:04 Uhr)

  3. #78
    Registrierungsdatum
    10.11.2004
    Alter
    42
    Beiträge
    6.335

    Standard

    Zitat Zitat von karate_Fan Beitrag anzeigen
    Bin nicht abgeneigt deinen Rat des langen Weges zu folgen Kanken. Werde mich mal bei meinem HEMA Kontakten umhören ob die jemanden kennen.
    Period hat dir ja schon ein Angebot gemacht. In MS kannst du eh immer gerne vorbeischauen, ansonsten kannst du ja auch mal nach einer Koryu Ausschau halten die sich noch ernsthaft klopfen.

  4. #79
    Registrierungsdatum
    24.01.2014
    Alter
    34
    Beiträge
    2.097

    Standard

    Ja habe das Angebot von Period schon gelesen. Vielen Dank @Period und ein Danke an dich Kanken. Jetzt fehlen nur noch die Trainingspartner die ebenfalls an solcher Reise interessiert sind um auf die netten Angebote zurück greifen zu können. Was das betrifft werde ich mich so schnell es geht umhören.

    Nochmal danke an alle die hier geschrieben gehaben.

  5. #80
    Registrierungsdatum
    09.12.2019
    Ort
    HL
    Alter
    56
    Beiträge
    213

    Standard

    Man muß halt entscheiden, was man will.
    Wenn man "zu spät" mit Kampfsport anfängt, wird man halt nicht alle Bereiche abdecken können.
    Dann macht man halt Langschwert mit schlechtem Ringen. Ist ja nicht schlimm, muß man halt wissen und nicht damit hadern.
    Er will ja eigentlich Langschwert lernen, zumindest gehe ich davon ´mal aus.
    Sowohl Ringen als auch Judo findet als Anfänger in D. vermutlich im Kinder- und Jugendbereich statt.
    Macht auch Sinn, die können sich den ganzen Tag irgendwo hinschmeissen und wissen da am nächsten Tag nichts von.
    Das ist als Erwachsener anders .
    Ich habe meine Fallschule mit 19 beim Bund gelernt, 6 Monate Sonthofen im Turm, das sitzt noch heute, aber das war auch, wie soll ich sagen, recht intensiv da .
    Kann man also machen, aber mit 34 neben Job und Familie? Während man eigentlich was anderes lernen will?
    Abgesehen davon ergeben sich im Laufe eines Trainingslebens sowieso viele Sachen von selbst.
    Alles ist eins.
    Schlußendlich ist alles Schrittarbeit, Rambat, Period, EskrimaD und Kanken werden Euch das bestätigen können.
    Auch XingYi, CLF oder Corto Linear haben Winkel, sonst funktioniert das halt nicht.
    Ein Wurf ist Winkelarbeit mit Schritt und Körper. dabei ist es völlig egal, wie ausgefeilt das ist.
    Der Herr Kanken hat doch sogar eindeutig weiter oben beschrieben, wie und was man aus so einem Standbild alles herauslesen kann.
    Ob Bild im Buch oder Form, mit entsprechenden Kenntnissen läßt sich aus den Standbildern wieder ein Film herstellen.
    Vorausgesetzt Zeichner und Formersteller wußten was sie tun, aber selbst die Fehler kann man lesen.
    Kämpfen heißt Bewegen,- Stellungen und Stände sind da also vermutlich nur Transitionspunkte.
    Der Herr Warzecha hat extrem gute Videos in der Tube, guckt sie halt an.
    Zumal es ja auch egal ist, ob Herr Thalhoffer eine andere Applikation vor Augen hatte, als die, die Ihr da gerade entdeckt.
    Applikation ist nur eine Zwischenstufe zum Verständnis.
    Versteht Ihr das Schwert, sowohl ein- als auch zweihändig, versteht Ihr auch den Rest.
    Wenn Ihr glaubt, Ihr wißt alles, nehmt das omote und sucht das ura.
    Irgendwann sieht man Struktur und Matrix.
    Dann geht´s weiter.
    Fallen und Ringen kommen von selbst im Verlauf.

  6. #81
    Registrierungsdatum
    24.01.2014
    Alter
    34
    Beiträge
    2.097

    Standard

    @Panzerknacker

    Sehr interessante Ausführungen.

    Nur was genau meinst du jetzt mit schlechten Ringen? Das ich mit meinem ja fast schon biblischen Alter keinen Ringer besiegen kann, der das seit Kindesbeinen macht besiegen kann ist klar. Den Trainingsrückstand würde ich nie mehr aufholen.

    Was ich möchte ist, nur die Grundlagen des Fallens und des richtig Stehen lernen um die Stücke mit den Ringer Elementen besser replizieren zu können.

    Und du hast schon recht ich finde Waffenarbeit wesentlich interessanter als Waffenlos, aber ohne ganz ohne Kenntnisse des waffenlosen Arbeiten geht es nicht. Da doch einiges an Ringen im Bloßfechten dabei ist.

    Ist es ein muss um Bloßfechten zu lernen? Gewiss nicht, gibt noch genug andere Elemente an denen arbeiten könnte und in meinem Fall auch muss um die Arbeit mit dem langen Schwert zu üben.

    Diese zu meistern dauert eine lange Zeit. Und natürlich könnte man die ringerischen Eingänge auch ausblenden und es würde noch genug zu üben gehen.

    Aber dafür sind die ringerischen Eingänge für mich zu interessant um sie einfach so zu übergehen.

    Daher möchte ich versuche mich damit zu beschäftigten solange ich noch einigermaßen jung bin. Möchte es jetzt versuchen. Immer noch besser jetzt als ich 10 Jahren wo es noch schwieriger wird es zu lernen.

  7. #82
    Registrierungsdatum
    09.12.2019
    Ort
    HL
    Alter
    56
    Beiträge
    213

    Standard

    So drücke ich mich aus, wenn Leute Dinge machen, die sie eigentlich nicht trainieren.
    Gutes Ringen wirst Du eben nicht mehr erlernen, macht ja nix, es sei denn Du willst der
    letzte Ritter der Tafelrunde werden.
    Bevor Du also versuchst irgendwas anderes da suboptimal bei Dir einzubinden, halte ich es für
    besser, Du läßt Dir einfache Fallschule von jemandem zeigen, danach schnappst Du Dir einen
    Trainingspartner mit dem Du möglichst konstant die Bilder durchgehst, schön auf´m Rasen.
    Vermutlich hat bei Deinem Karateverein keiner Plan vom clinchen, hebeln,sweepen gehabt?
    Immer wenn Ihr was nicht schnallt, fragt Ihr halt jemanden der Plan hat.
    Die Tube ist voll mit Langschwertvideos.
    Bevor Ihr das macht, macht Ihr Schrittarbeit. Guckst Du erstmal bei den Filippinos, die haben das groß drin.
    Ist bei allen gleich. Wenn die Plan haben, unterscheiden die in corto mano und larga mano.
    Weil in medio willst Du ja nicht sein, bist es aber oft.
    Dann experimentierst Du so lange mit den 8 bis Du das grundlegend schnallst.
    Danach packst Du die Haue dazu, Dann überlegst Du Dir wie man wirft,- mittels der Schritte.
    Wenn Du das kannst, suchst Du für alles die reverse Funktion.
    Dabei solltest Du dann irgendwann verstehen, das 2D aussieht wie 3D bloß halt in 3D .
    Hast Du das geschnallt, schnallst Du dann auch irgendwann 4D.
    Oder Du kommst mal vorbei und ich zeig Dir das, dauert 3-4 Stunden, dann hast Du Stoff für 3-4 Jahre.
    Du brauchst auf jeden Fall Trigonometrie.

  8. #83
    Registrierungsdatum
    24.01.2014
    Alter
    34
    Beiträge
    2.097

    Standard

    Nochmal danke für deine Tipps Panzerknacker.

    Und du vermutest fast richtig, was meinen alten Karate Verein betrifft. Der Haupttrainer, war ein lebendes Karate Klischee, nur Kata Bahnen laufen, und gegen die Luft schlagen. Anwendungen, besonders aus der Nachdistanz, Fehlanzeige. Hätte ich da beim Karate was sinnvolles gelernt, wäre es nicht nötig den Thread aufzumachen.

    Der Ko Trainer war da etwas aufgeschlossener und hat versucht hin und wieder Hebel und Würfe einzubringen, war mehr gut gemeint als gut gemacht. Der beste auf dem Gebiet war er auch nicht, und wir haben das werfen, fallen und co viel zu sporadisch geübt um es wirklich zu üben.

    Muss bei 0 anfangen. Aber gibt ja wie du bereits gesagt hast genug Quellen aus denen man schöpfen kann. was auch tun werde.

    Vielen Dank für deine Hilfe.

  9. #84
    Registrierungsdatum
    04.01.2005
    Ort
    Franken
    Beiträge
    2.823

    Standard

    Falls Du im Judo bleibst, schau mal ob die Fortgeschrittenen sich regelmäßig mit den Füßen (Ferse) abfangen oder ordentlich wie in der Fallschule geübt (wobei es dabei auch viele Details gibt).

  10. #85
    Registrierungsdatum
    06.02.2020
    Beiträge
    11

    Standard

    Top!

  11. #86
    Registrierungsdatum
    25.05.2016
    Beiträge
    13

    Standard

    Wie sind die beiden Waffen vom Gewicht her?
    Krieger und Sieger MARSOXX

Seite 6 von 6 ErsteErste ... 456

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Judo- Armhebel im Stand ?
    Von Mozi im Forum Japanische Kampfkünste
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 19-03-2017, 10:45
  2. Gesucht: Grappling Stand up
    Von Archangel im Forum Offenes Kampfsportarten Forum
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 30-10-2013, 12:27
  3. Grappling vs Stand up ?
    Von MMA09 im Forum MMA - Mixed Martial Arts
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 08-10-2009, 13:59
  4. Judo: Arm-Hebel im Stand
    Von cre- im Forum Japanische Kampfkünste
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 13-07-2006, 11:57
  5. Judo Stand und Bodenkampf verbessern
    Von Dead_or_Alive im Forum Japanische Kampfkünste
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 10-04-2006, 10:02

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •