Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 86

Thema: Hapkido oder Judo fürs Stand Up Grappling

  1. #1
    Registrierungsdatum
    24.01.2014
    Alter
    34
    Beiträge
    2.107

    Standard Hapkido oder Judo fürs Stand Up Grappling

    Das ist jetzt eine komplette Noob Frage. Eigentlich bin ja glücklicher HEMA man, nur leider ist das Training jetzt bis zum Sommer wegen gesundheitlichen Problemen des Übungsleiters ausgesetzt. Werde natürlich weiterhin versuchen privat so viel es geht zu trainieren, da aber bis dahin nicht völlig untätig herumsitzen möchte, dachte ich mir das mich mehr mit dem Grappling beschäftigen möchte um bestimmte Anwendungen des langen Schwertes besser verstehen zu können. Interessiere mich ja wie in meinem Thread zu dem Thema zu sehen auch für den Dolch, und da ist auch viel Grappling Zeug dabei.

    Welche KK wäre dann die beste Wahl um Grappling im HEMA Sinn besser zu verstehen. Meine Traum KK in dem Sinn wäre ja Shuaijiao, da es wohl am ehesten mit HEMA kompatibel wäre.

    Leider ist das Leben aber kein Wunschkonzert, und das gibt es bei mir in der Gegend nicht. Eigentlich stehen "nur" Judo und Hapkido zur Auswahl.

    Hapkido scheint mir laut youtube so ähnlich zu sein wie das Jujutsu, wird also also auch geschlagen und getreten, und gehebelt und nicht nur geworfen.

    Judo ist da mehr Wurfspezifisch und somit wohl die bessere Wahl um ein Grundverständnis für das Stand Up Grappling zu bekommen?

    Ist an meinen Schlussfolgerungen irgend etwas auszusetzen ?


    ps: Mir ist klar, dass ich das Grappling wesentlich länger machen muss als bis zum Sommer, um auch nur ansatzweise was davon zu verstehen ist klar. Ohne Parallel Training zum HEMA wird das nichts werden.

    Es geht nur darum, dass mir jetzt die Zwangspause die Gelegenheit gibt, mich Aspekten zu beschäftigen die es zwar in den HEMA gibt die aber in unsere Gruppe nicht so oft trainiert werden; Das Ringen.

    Und da lautet die Frage eben ob Hapkido oder Judo (tendiere ja momentan mehr zu Judo) als Sprungbrett zu den Grundlagen des Ringes dienen könnten???

  2. #2
    Registrierungsdatum
    15.08.2018
    Beiträge
    2.502

    Standard

    Zitat Zitat von karate_Fan Beitrag anzeigen

    Welche KK wäre dann die beste Wahl um Grappling im HEMA Sinn besser zu verstehen. Meine Traum KK in dem Sinn wäre ja Shuaijiao, da es wohl am ehesten mit HEMA kompatibel wäre.

    Leider ist das Leben aber kein Wunschkonzert, und das gibt es bei mir in der Gegend nicht. Eigentlich stehen "nur" Judo und Hapkido zur Auswahl.

    Hapkido scheint mir laut youtube so ähnlich zu sein wie das Jujutsu, wird also also auch geschlagen und getreten, und gehebelt und nicht nur geworfen.

    Judo ist da mehr Wurfspezifisch und somit wohl die bessere Wahl um ein Grundverständnis für das Stand Up Grappling zu bekommen?

    ; Das Ringen.

    Und da lautet die Frage eben ob Hapkido oder Judo (tendiere ja momentan mehr zu Judo) als Sprungbrett zu den Grundlagen des Ringes dienen könnten???

    Na das ist mal ne Frage!
    Geändert von Bücherwurm (04-02-2020 um 09:28 Uhr)

  3. #3
    Registrierungsdatum
    23.10.2010
    Alter
    31
    Beiträge
    9.626

    Standard

    Kommt zu einem sehr auf den Hapkido Stil an, weil es da von sehr modern Kickbox-lastig bis sanftes Gegeben alles geben kann.
    Für deine Zwecke würde ich aber Judo sagen, da das in der Regel mehr den Fokus auf Würfe legt.
    I'm here to kick ass and chew bubblegum and I'm all out of bubblegum.

  4. #4
    Registrierungsdatum
    24.01.2012
    Ort
    Duisburg
    Alter
    37
    Beiträge
    4.247

    Standard

    Aus der Hüfte geschossen würde ich sagen Judo oder Ringen im griechisch-römischen Stil.

  5. #5
    Registrierungsdatum
    20.05.2006
    Ort
    Köln
    Alter
    55
    Beiträge
    9.116

    Standard

    wenn ich mir alte bilder mit "ringend" kämpfenden leuten anschaue, dann sehe ich da nichts, was mich an hap ki do erinnern würde. judo passt da schon um einiges mehr. freistilringen erst recht.
    "I prefer them to be awake when I severe their arms and beat them to death with it." Maul Mornie und sein Verhältnis zu k.o.s

  6. #6
    Registrierungsdatum
    11.02.2005
    Ort
    Zürich
    Alter
    31
    Beiträge
    2.385

    Standard

    Tatsächlich gibt es ziemlich deutliche Unterschiede zum Freistilringen, bedingt durch die Optimierung des letzteren für das Regelwerk und die weichen Matten (=> viele tiefe Angriffe mit Knie am Boden => tiefe Grundstellung). Das Harnischringen sieht für mich mehr nach dem aus, was dabei herauskommt, wenn ein gelernter Greco-Ringer Freistil ringen soll (der geht meistens nur so tief runter, wie er muss), das gesellige Ringen hat tatsächlich mehr Ähnlichkeiten mit Old School Judo, Sambo oder Ranggeln (relativ aufrechte Grundstellung, Griff an der Kleidung, Arme greifen in erster Linie den Oberkörper bis zur Hüfte an und die Beine die Beine).

    Generell: Jede Grapplingdisziplin mit ausgeprägter Stand-Up Komponente ist hilfreich, wie sehr bzw. wie schnell ist die andere Frage. Wenn ich einem x-beliebigen Ringer egal welcher Stilart Talhoffers Ringabbildungen zeige, wird der in 90% der Fälle innerhalb von drei Versuchen die entsprechende Technik zeigen können, in den meisten Fällen vorher (im Sambo dito). Aber das halt nach 10-15 Jahren Training mit verwandten Schemata. Im Judo ist der Übertrag m.E. in Summe etwas kleiner (wenn wir vom modernen Wettkampfjudo ausgehen), und die Ranggler die ich kenne sind entweder Eklektiker (= man macht, was im Verein schon seit Opas Zeiten das Prädikat "funktioniert" hat, gewürzt mit einer Handvoll Dinge, die man sich irgendwo abgeschaut hat) oder kommen aus einem anderen Grapplingsystem (meistens Judo oder Ringen), daher würde ich da keine zu pauschalen Aussagen wagen.

    Beste Grüsse
    Period.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  7. #7
    Registrierungsdatum
    19.12.2001
    Ort
    FFM, Hessen
    Alter
    56
    Beiträge
    7.887

    Standard

    Zitat Zitat von karate_Fan
    ...Es geht nur darum, dass mir jetzt die Zwangspause die Gelegenheit gibt, mich Aspekten zu beschäftigen die es zwar in den HEMA gibt die aber in unsere Gruppe nicht so oft trainiert werden; Das Ringen.
    Und da lautet die Frage eben ob Hapkido oder Judo (tendiere ja momentan mehr zu Judo) als Sprungbrett zu den Grundlagen des Ringes dienen könnten???
    Ringen wird im Hapkido nicht trainiert.


    Gruß
    Alfons.
    Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop
    ...Dosenbier und Kaviar...

  8. #8
    Registrierungsdatum
    28.06.2017
    Ort
    Siegerland
    Alter
    52
    Beiträge
    1.300

    Standard

    Würde auch eher (Freistil-) Ringen empfahlen wegen dem HEMA Bezug.

    Liebe Grüße
    DatOlli

  9. #9
    Registrierungsdatum
    24.01.2014
    Alter
    34
    Beiträge
    2.107

    Standard

    Zitat Zitat von Alfons Heck Beitrag anzeigen
    Ringen wird im Hapkido nicht trainiert.


    Gruß
    Alfons.

    Das ist zwar richtig, aber es gibt dort doch den einen anderen Hebel zu lernen und auch die eine andere Wurftechnik im Stand? So ähnliche Techniken die man auch im Akido findet oder etwa nicht?

    Die könnte man dann durchaus auf das Lange Schwert übertragenn.


    @DatOlli Danke für deinen Input, Ringen haben wir aber leider nicht in der Gegend. "Judo, Hapkido und dann noch Aikido.


    Wie ich sehe gehen die Antworten stark in Richtung Judo, was auch mehr Sinn für mich ergibt.

    Hier mal ein Beispiel wie die Würfe in den langen Schwert Stücken aussehen könnten

    https://www.youtube.com/watch?v=aLSn0JAQsFg

    Und auch wenn es natürlich nicht 1:1 sind, so erscheint es mir als Laie zumindest doch so, das solche ähnlichen Würfe wohl am ehesten im Judo lernen kann, sofern man kein Ringen zur Verfügung.

    Aber Achtung Noob Alarm, verstehe nichts von Judo oder Grappling. Könnte durchaus was übersehen haben.

    Danke für die Beratung.
    Geändert von karate_Fan (04-02-2020 um 21:34 Uhr)

  10. #10
    Registrierungsdatum
    10.11.2004
    Alter
    42
    Beiträge
    6.392

    Standard

    Was ist das denn bitte für ein Quatsch auf dem Video? Blocken die da allen Ernstes so gut wie immer mit der Schneide?

    Sagt mir bitte das das nicht repräsentativ ist!

  11. #11
    Registrierungsdatum
    08.12.2013
    Beiträge
    5.857

    Standard

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Was ist das denn bitte für ein Quatsch auf dem Video? Blocken die da allen Ernstes so gut wie immer mit der Schneide?

    Sagt mir bitte das das nicht repräsentativ ist!
    ööööhhhmmmm ...
    also ich hab auch mal so gedacht.

    ABER die blocken nicht mit der schneide.
    soweit ich das sehe, hatten diese schwerter vor allem im oberen drittel der klinge eine scharfe schneide.
    daher ist das blocken, wie es in dem video gezeigt wird, durchaus machbar, ohne die schneide der waffe zu beschädigen.

    ... historisch[20] und archäologisch Fehlschärfen bei Langschwertern feststellbar, diese waren allerdings in der Regel an bestimmten Stellen der Klinge mit dem Ziel angebracht, das gefahrlose Ausführen der Halbschwert-Techniken zu sichern.
    ... und um hiebe zu parieren, wie ich hinzufügen möchte.
    aber dazu können die HEMA-jungs hier im forum ganz sicher viel besser auskunft geben.

    ich denke, dass t.stoeppler da der richtige ansprechpartner ist.

    Geändert von rambat (04-02-2020 um 22:19 Uhr)
    www.judo-blog.de
    Warnhinweis: Meine Beiträge können Ironie und Sarkamus enthalten! Für Allergiker ungeeignet!

  12. #12
    Registrierungsdatum
    09.12.2019
    Ort
    HL
    Alter
    56
    Beiträge
    247

    Standard

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Was ist das denn bitte für ein Quatsch auf dem Video? Blocken die da allen Ernstes so gut wie immer mit der Schneide?

    Sagt mir bitte das das nicht repräsentativ ist!
    Mache kein Hema, denke aber Du hast recht, die blocken, was sie ganz bestimmt nicht sollen außerdem ist das timing dar Haue falsch, behaupte ich mal.
    Das kommt dabei heraus wenn man denkt, man kann mit einem Holzschwert eine Stahlklinge simulieren.
    Die von Ochs hatten meine ich ganz gute Videos zum Thema. Aegelitas TV?

  13. #13
    Registrierungsdatum
    24.01.2014
    Alter
    34
    Beiträge
    2.107

    Standard

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Was ist das denn bitte für ein Quatsch auf dem Video? Blocken die da allen Ernstes so gut wie immer mit der Schneide?

    Sagt mir bitte das das nicht repräsentativ ist!

    Die erfahrenen HEMA Leute können dazu sicher mehr sagen. Ich persönlich hatte noch nie ein scharfes Europäisches Schwert in der Hand. Ergo weiß ich nicht genug vom Aufbau einer solchen Waffe um zu sagen, dass man damit wirklich das Schwert kaputt machen würde.

    Jemand anders hier im Forum kann es aber vielleicht.

    Wenn Lichtenauer aber kein mittelalterlicher Internet Troll war, noch bevor das Internet überhaupt erfunden wurde, dann werden die Techniken wohl so irgendwie funkioniert haben ohne die Waffe zu beschädigen.

    Was TCMA Sicht falsch ist, muss nicht aus Hema Sicht falsch sein. Ein Andert Halber ist ja eine andere Waffe als ein chinesisches Schwert. Übt ihr im Bagua eigentlich mit einem Jian oder Dao als Hauptwaffe?

  14. #14
    Registrierungsdatum
    10.11.2004
    Alter
    42
    Beiträge
    6.392

    Standard

    Zitat Zitat von rambat Beitrag anzeigen
    ööööhhhmmmm ...
    also ich hab auch mal so gedacht.

    ABER die blocken nicht mit der schneide.
    soweit ich das sehe, hatten diese schwerter NUR im oberen drittel der klinge (oder sogar in einem noch kleineren abschnitt) eine scharfe schneide.
    daher ist das blocken, wie es in dem video gezeigt wird, durchaus machbar, ohne die schneide der waffe zu beschädigen.


    Schneide meinte nur den Teil des Schwertes. Die chinesischen Schwerter und Säbel waren unten auch nicht scharf geschliffen und zum parieren gedacht, aber dennoch nimmt man nicht mit dem „schmalen“ Teil an! Das macht ziemlich schnell ziemlich schartig.
    So zu blocken ist wie einen Bogen leer zu schießen.

    Außerdem kann man so kein listening (Indes) betrieben und die Schwerter verbeißen sich ggf.

    Man kann so ggf. die Bindung herbeiführen aber niemals einen starken Schlag annehmen.

    Die „Annahme“ ist das Herzstück eines Stils, da sie zusammen mit dem Bridging kodiert ist. Wie Leute Angriffe annehmen sagt extrem viel über ihr Verständnis des Schwertes aus. Annahmen wirst du auch nicht online finden. Was du bei uns online findest ist sehr bewusst so gefilmt das die eigentlichen Annahmen (und das Bridging) nicht zu sehen sind.
    Geändert von kanken (04-02-2020 um 22:21 Uhr)

  15. #15
    Registrierungsdatum
    10.11.2004
    Alter
    42
    Beiträge
    6.392

    Standard

    Zitat Zitat von karate_Fan Beitrag anzeigen
    Übt ihr im Bagua eigentlich mit einem Jian oder Dao als Hauptwaffe?
    Dao und Speer, aber das Jian ist ein „fortgeschrittenes“ Dao.

Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Judo- Armhebel im Stand ?
    Von Mozi im Forum Japanische Kampfkünste
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 19-03-2017, 10:45
  2. Gesucht: Grappling Stand up
    Von Archangel im Forum Offenes Kampfsportarten Forum
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 30-10-2013, 12:27
  3. Grappling vs Stand up ?
    Von MMA09 im Forum MMA - Mixed Martial Arts
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 08-10-2009, 13:59
  4. Judo: Arm-Hebel im Stand
    Von cre- im Forum Japanische Kampfkünste
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 13-07-2006, 11:57
  5. Judo Stand und Bodenkampf verbessern
    Von Dead_or_Alive im Forum Japanische Kampfkünste
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 10-04-2006, 10:02

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •