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Thema: Lebensgefühl mit covid 19

  1. #2566
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    Aktuelles Lebensgefühl :

    Leicht schlechte Gewissen für all die, die ihrer Arbeit nicht mehr vernünftig nachgehen können.

    Ansonsten :
    Weniger Leute, die meist respektvoll Platz machen. Meine zu beobachten, das gerade mit der verlockend nahen Impfung viele noch mal richtig aufpassen.
    Eigene Bevorberechtigungsbescheinigung des Arbeitgebers klebt seit Wochen ungenutzt, aber beruhigend an der Wohnungstürinnenseite.
    Berauscht vom Spießerleben "out on the edge".

    Beim einfachen Einkauf dem Sensemann täglich ins FFP2 bleiche Antlitz lachen.

    Coronagewinnler :

    Das Gürteltier
    "We are voices in our head." - Deadpool

  2. #2567
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    Wie es bei mir so läuft ;-)

    mir und meiner Familie im Privaten geht es genauso gut wie vor 1,5 Jahren und die gute Laune haben wir im Großen und Ganzen noch nicht verloren. Wir hatten schon schlimmere Zeiten durchgemacht, die nichts mit den äußeren Zuständen zu tun hatten.

    Im Laufe der Pandemie hat sich meine Meinung/Gefühl oft geändert - von: ich finde die Maßnahmen richtig - bis: was ist das denn jetzt für eine Hysterie! - und wieder zurück.

    Am Ende weiß ich, daß mir Expertenwissen fehlt, um den jetzigen Zustand beurteilen zu können. Sowohl medizinisch, epidemiologisch als auch wirtschaftlich, soziologisch.

    Was mir aber am meisten anstinkt, ist die Kommunikation in meinem persönlichen Umfeld - ich habe Freunde und Nachbarn mit verschiedenen Ansichten bezgl. Pandemie und deren gesellschaftlichen Folgen.

    Oft habe ich das Gefühl, daß dem Thema und der eigenen Haltung dazu, aus dem Weg gegangen wird, weil die Angst da ist, daß man verschiedener Meinung sein könnte.

    Und wenn man doch mal damit anfängt, befindet man sich immer öfter in einer Grundsatzdiskussion, die eigentlich keine ist, oder schweigt sich an.

    Kurz: ich empfinde die momentane Stimmung als ziemlich unentspannt. Als ob alle eine sehr kurze Lunte hätten.

    War früher anders.

  3. #2568
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    Zitat Zitat von kloeffler Beitrag anzeigen
    Was mir aber am meisten anstinkt, ist die Kommunikation in meinem persönlichen Umfeld - ich habe Freunde und Nachbarn mit verschiedenen Ansichten bezgl. Pandemie und deren gesellschaftlichen Folgen.

    Oft habe ich das Gefühl, daß dem Thema und der eigenen Haltung dazu, aus dem Weg gegangen wird, weil die Angst da ist, daß man verschiedener Meinung sein könnte.


    Ich erlebe zudem, dass auch wenn der Kommunikation nicht aus dem Weg gegangen wird, es einfach nicht möglich ist, sich zu streiten ohne dass einer das persönlich nimmt. Die allermeisten scheinen ein (auch noch so zart geäußertes) Hinterfragen ihrer Meinung als eine schwere Attacke auf ihre Persönlichkeit zu empfinden. Einfach furchtbar.
    What is a Zen Buddhist‘s birthday present? Nothing!

  4. #2569
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    Über das Lebensgefühl der Helios-Beschäftigten kann man jetzt nur spekulieren.
    Ich persönlich assoziiere gerade Fackeln und Forken.

  5. #2570
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    Das wird wieder ein Werbegutschein sein. Kliniken bekommen oft Werbeartikel geschenkt oder haben Werbegeschenke von Jobbörsen übrig. Die werden dann an die Mitarbeiter verschenkt. Das ist ganz normal, und da derzeit die ganzen Jobmessen und Schnuppertage ausfallen, gibt es halt ziemlich viel zu verschenken. Wir haben April, das Sommersemester ist angelaufen. Jetzt wäre normalerweise die Saison, um sich mit Kondomen, Aspirin und Coffeintableten bei Medizinstudenten einzuschleimen.

  6. #2571
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    Ein Klinikarzt berichtet von seiner Post-Coviderfahrung. Der Verlauf der Ersterkrankung war milde, aber bald darauf bekam er Probleme.
    Erst ein Herzspezialist entdeckte eine Herzmuskelentzündung.

    ..Bley arbeitet nicht nur als Ärztlicher Leiter der Notaufnahme im Frankfurter St. Elisabethen-Krankenhaus. Er ist als Notarzt auch in Frankfurt und Offenbach unterwegs. Bei einem solchen Einsatz fiel ihm erstmals auf, dass mit ihm etwas nicht stimmt: „Als ich im ersten Stock angekommen war, war ich so außer Puste, dass ich mich erst mal neben den Patienten setzen musste.“...

    Wenige Tage später dann die Situation vor einer Routineuntersuchung im Wartezimmer eines Hautarztes: „Ich habe keine Luft bekommen, hatte Druck auf der Brust.“ Ein bedrohliches Gefühl. „Ich habe mir die Maske runtergerissen, das war völlig absurd.“ Dann kam das dritte Erlebnis dieser Art und die Erkenntnis, dass er etwas unternehmen muss: „Ich saß vor dem Fernseher, der Film war nicht besonders aufregend und die Pulsuhr an meinem Handgelenk zeigte 120 Schläge pro Minute.“ Doppelt so viel wie normal. „Das kannte ich so nicht.“...

    https://www.fr.de/frankfurt/long-cov...-90468116.html

  7. #2572
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    Zitat aus dem Link:

    Bei einem solchen Einsatz fiel ihm erstmals auf, dass mit ihm etwas nicht stimmt: „Als ich im ersten Stock angekommen war, war ich so außer Puste, dass ich mich erst mal neben den Patienten setzen musste.“

    Wenige Tage später dann die Situation vor einer Routineuntersuchung im Wartezimmer eines Hautarztes: „Ich habe keine Luft bekommen, hatte Druck auf der Brust.“ Ein bedrohliches Gefühl. „Ich habe mir die Maske runtergerissen, das war völlig absurd.“ Dann kam das dritte Erlebnis dieser Art und die Erkenntnis, dass er etwas unternehmen muss: „Ich saß vor dem Fernseher, der Film war nicht besonders aufregend und die Pulsuhr an meinem Handgelenk zeigte 120 Schläge pro Minute.“ Doppelt so viel wie normal. „Das kannte ich so nicht.“
    Er braucht eine Pulsuhr, um zu merken, dass sein Puls sehr hoch ist, während er gemütlich auf der Couch sitzt?

    Wenn er nach einem Stockwerk Treppensteigen völlig ausser Atem ist, ist das für ihn zu Zeiten von Corona noch KEIN Warnzeichen, das sofort ernst zu nehmen ist?

    Das klingt nach einem, der völlig kein Körpergefühl hat. und nach einem, der seine Urteilskraft an Maschinen (zB Pulsuhr) auslagert, weil er offenbar die direkte Erfahrung des eigenen Befindens nicht hoch genug schätzt, um diese in Entscheidungen betreffend der eigenen Gesundheit angememessen zu berücksichtigen.

    Und er ist froh, dass die Expertise an der Uniklinik ihn vor Schlimmerem bewahrt hat. „Es wäre fatal gewesen, wenn ich weiter trainiert hätte.“
    nochmals dasselbe Thema: Atemnot zu haben hätte ihn selbst nicht daran gehindert, weiter zu trainieren - er brauchte schon eine Uniklinik, die ihm das Naheliegene sagt.

    Das finde ich schon sehr irritierend - nicht nur in diesem Fall, ich beobachte das als allgemeine Tendenz - wie sehr sich in den letzten Jahren medizinische Massnahmen vom subjektiven Befinden abgekoppelt haben. als ob die zwei Dinge gar nicht miteinander zu tun hätten.
    unorthodox

  8. #2573
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    Bei Leuten, die Sport nicht nur simulieren, ist Atemnot normaler Teil des Trainings.

  9. #2574
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    Zitat Zitat von Affenherz Beitrag anzeigen
    Bei Leuten, die Sport nicht nur simulieren, ist Atemnot normaler Teil des Trainings.
    nachdem du als sportlicher Mensch eiine Treppe ein ( 1 ) Stockwerk hoch gegangen, oder meinetwegen auch gerannt, bist?

    nein, das sollte nicht dazu führen, dass du dich erst setzen und erholen musst. wirklich nicht.
    unorthodox

  10. #2575
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Zitat aus dem Link:

    Er braucht eine Pulsuhr, um zu merken, dass sein Puls sehr hoch ist, während er gemütlich auf der Couch sitzt?
    Das steht da so nicht. Er berichtet lediglich, dass die Pulsuhr eben die Herzfrequenz anzeigte, gefühlt hat er das vermutlich selbst und deshalb auch auf die Pulsuhr geschaut.

    So wie er das "ausser Atem" ja auch bemerkt hat. Nicht jeder tendiert dazu gleich an eine Erkrankung zu denken. Schlechte Tagesform, wenig geschlafen (Er ist Notarzt, da wird sowas vorkommen), da merk ich auch schon öfter mal dass ich schneller ausser Puste komme.

    Dem Text ist insgesamt nicht zu entnehmen wie lange der zeitliche Abschnitt war vom Wahrnehmen der ersten ungewöhnlichen Köpersymptome bis zum Gang zum Arzt.

    Ich war Jan/Februar 2020 selbst erkrankt , so wenig Luft wie noch nie, beim Austamen Geräusche. Bin auch gleich zum Arzt. Angeblich nur Erkältung (Corona war noch nicht offiziell). Als dann die Akutsymptome weg waren, war ich - vor allem Ausdauermäßig - wochenlang körperlich deutlich weniger belastbar. Post-Covid war da noch kein weitläufiger Begriff... .

    Das finde ich schon sehr irritierend - nicht nur in diesem Fall, ich beobachte das als allgemeine Tendenz - wie sehr sich in den letzten Jahren medizinische Massnahmen vom subjektiven Befinden abgekoppelt haben. als ob die zwei Dinge gar nicht miteinander zu tun hätten.
    Bin mir nicht sicher ob das in bestimmten Berufen und bei bestimmten Persönlichkeiten nicht schon lange so war.

  11. #2576
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    So wie er das "ausser Atem" ja auch bemerkt hat. Nicht jeder tendiert dazu gleich an eine Erkrankung zu denken.
    Als Anästhesist, also mitten im Gesundheitswesen tätig, berufshalber in regelmässigem Kontakt mit Coronapatienten, während der Coronazeit, mit einem typischen, und ausgeprägten, Coronasymptom? ... kommt er nicht auf die Idee, dass es Corona sein könnte.




    Bin mir nicht sicher ob das in bestimmten Berufen und bei bestimmten Persönlichkeiten nicht schon lange so war.
    Doch doch, das ist weit verbreitet, seit langem.

    Gerade in der Schulmedizin ist die "Halbgott in Weiss"-Mentalität doch nach wie vor vorhanden. Jeder Fahrer eines Lastwagens muss peinlich genau seine Pausen einhalten und kriegt massiv Ärger, wenn der das nicht tut (und aus gutem Grund!), aber der Herr Chirurg kann nach zwölf Stunden Dienst ohne Weiteres eine Aufweckpille reinschmeissen und nochmals in den Eingeweiden eines Patienten rumschneiden, das ist offenbar gar kein Problem.

    Oder auch: Mensch (leistungsorientiert, passioniert, engagiert, aktiv) züchtet sich einen Burnout, kleinere Beschwerden werden via symptomunterdrückender Pille ignoriert - shit happens - und muss dann dafür kämpfen, nicht bloss zwei, drei Wochen Kur von der Kasse bezahlt zu kriegen, und dann zurück zum Job, sondern tatsächlich die Zeit zu bekommen, die es braucht - ein halbes Jahr, ein Jahr, oder mehr - um sich zu regenerieren und neu aufzustellen. "long"-Krankheiten, lange Regenerationszeiten, gab es ja schon immer - wenn diese ab nun besser beachtet werden, das wäre ja mal was Positives, das aus diese Covid-Geschichte rauskäme.

    Oder auch: Arbeitgeber, die bei den Angestellten Druck machen, sie mögen doch so schnell wie möglich wieder arbeiten. Und das, obwohl es eine Binsenweisheit ist, dass ein paar Tage Ruhe gleich beim Beginn von Beschwerden das Problem im Keim ersticken kann, und gut ist - wer es aber lange rausschleppt, trotz Unwohlsein normal weiter macht, den haut's dann irgendwann richtig um. Wochen, Monate... wovon der Arbeitgeber dann ja auch nichts hat.

    Es wäre ja gut, wenn sich das endlich mal ändern würde.
    unorthodox

  12. #2577
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Als Anästhesist, also mitten im Gesundheitswesen tätig, berufshalber in regelmässigem Kontakt mit Coronapatienten, während der Coronazeit, mit einem typischen, und ausgeprägten, Coronasymptom? ... kommt er nicht auf die Idee, dass es Corona sein könnte.

    Sollte gerade dich nicht überraschen, nennt sich Verdrängung.

  13. #2578
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    An den Zeitungen vorbei gelaufen, Bild Schlagzeile gelesen: Merkels Einsperrgesetz! Oder so ähnlich.
    Vielleicht weil ich sonst kaum eine Bildzeitung zu sehen bekomme, aber ich dachte mir, dass die Gesellschaft wohl immer mehr verblödet.

  14. #2579
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    ich gehe auch gerne nach 22.00 vor die tür und raus. ich frage mich allerdings was ich zur zeit nach 22.00 draußen machen soll, ist ja alles geschlossen! insofern.... kann ich die beschränkung akzeptieren. immerhin kann ich mit dem bike bis 24 h fahre n

  15. #2580
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    Für mich heute defintiv wieder ein Schritt weiter in eine Richtung die ich nie akzeptieren kann. Eine Demokratie am Ende, Menschlichkeit die vor Angst kapituliert, einfach nur schlimmn zu sehen wie sich dieses Land in 12 Monaten entwickelt hat.

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