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Thema: Antiaggressionstraining

  1. #16
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    Zitat Zitat von KI-MAN Beitrag anzeigen
    Hallo Pansapiens,
    Wenn du das Thema dauerhaft lösen möchtest, kannst du nur bei dir anfangen. Ich habe mich viel damit beschäftigt und im Endeffekt ist alles ganz einfach.

    Hier ist eine Möglichkeit die erstmal für den Verstand nicht sinnvoll scheint...aber befasse dich mal ganz offen damit. Es ist sehr zielführend.
    Traumaheilung.net
    Hier ein Film zu Wut und Hass... https://youtu.be/CURaeNBcnHM

    Schreib mir ruhig wenn du noch Fragen hast.
    Oh, danke.
    Auch wenn Dein Benutzername und Deine Signatur Vorurteile in mir triggert, erscheint das meinem Verstand sehr sinnvoll und hilfreich.
    Tatsächlich war ich wohl als Kind schon recht zornig und meine Agressionen richt(et)en sich größtenteils gegen mich selbst, auch im Sinne von Depressionen.
    Das Ausagieren von Wut, im Sinne der Dampfkessel-Theorie, erschien mir bisher nicht sinnvoll, da dann dann - nach neueren Vorstellungen - die Emotion mit dem Ausagieren verknüpft wird und dieser Zusammenhang erlernt wird.
    In der Form in dem Video, erscheint mir das etwas anders, weil man ja - wenn ich das richtig verstanden habe - lernen soll, im Ausagieren die Kontrolle zu behalten und insbesondere jeden zerstörerischen Aspekt wegnehmen soll.
    Das ist etwas anderes, als auf einen Boxsack zu schlagen und sich vorzustellen, das sei nun die die Wut triggernde Person.

    auch den anderen danke für die Tipps, auch wenn mancher Ratschlag an meiner Situation vorbeigeht.
    Ich bin kein Zwölfjähriger, der seit 100 Jahren Thaiboxen trainiert und sich in einer Konfliktsituation auf der Straße in die Hosen gemacht hat. Es geht um einen Konflikt in einem zivilisierten Kontext und ich bin der, der eskaliert, aber eben mir auch möglicher Folgen durchaus bewusst.
    Aber auch laut werden kann schon negative Folgen haben, insbesondere wenn im Eifer des Gefechts die Wortwahl entgleitetet.
    Führungskräfteschulungen - mal abgesehen davon, dass ich viele davon für sehr zweifelhaft finde - beziehen sich auf eine andere Situation in der ein umgekehrtes Machtgefälle vorliegt.
    Ist wie mit Festlege- und Abführtechniken, die funktionieren, wenn die von Polizisten gegen Leute, die die Staatsgewalt noch respektieren oder zumindest fürchten, angewandt werden, aber gegen sich wirklich mit allen Mitteln Wehrende eher nicht.
    Andere Wange hinhalten...Bier ausgeben....?
    Meine Wut ist ja durchaus ausdruck einer empfundenen Ungerechtigkeit oder eines Fehlverhaltens eines anderen und soll was bewirken und eben.
    Hat in dem Fall sogar - zumindest zeitweise - einen positiven Effekt bewirkt.
    Es geht also darum, wie in dem von KI-MAN geposteten Video angesprochen, dem anderen meinen emotionalen Zustand klar und deutlich zu vermitteln zu können, ohne laut zu werden, die Kontrolle zu verlieren und arbeits- oder strafrechtlich auswertbare Dinge von mir zu geben, sondern eben äußerlich kühl zu bleiben, auch wenn die Bestie an den Ketten zerrt.
    Inklusive der Option, den Zustand zu verbergen, wenn er mir vom Gegenüber als "Schwäche" ausgelegt werden kann, weil er genau das erreichen will.
    Wut selbst sehe ich grundsätzlich nicht negativ, im Gegenteil, die trägt eine starke Energie in sich...ich will die nur nicht gegen mich selbst oder in allgemein schädlicher Art und Weise verwenden.
    Auf keinen Fall will ich ein "netter toter Mensch" oder "Niceneck" werden, bzw. bleiben...

    Der reißende Strom wird gewalttätig genannt, aber das Flußbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig
    Bertolt Brecht
    Geändert von Pansapiens (11-07-2020 um 08:53 Uhr)

  2. #17
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    Der erste Schritt ist wohl tatsächlich, zu lernen rechtzeitig wegzugehen. Einmal um den Block, oder ins Auto und wegfahren.

    Mit richtig widerlichen Soziopathen-Intrigen am Arbeitsplatz komme ich aber immer noch nicht zurecht. Ich weiss nicht wo die Lösung liegt, kommt wohl noch.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  3. #18
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    ...
    Mit richtig widerlichen Soziopathen-Intrigen am Arbeitsplatz komme ich aber immer noch nicht zurecht. Ich weiss nicht wo die Lösung liegt, kommt wohl noch.
    Kenn ich, ist auch schwierig da oft täglich bzw. wiederkehrend mit konfrontiert. So grundsätzlich ist meine Strategie, das was eine stört in einer ruhigen Minute ansprechen, mit der richtugen, nicht beleidigenden, provozirenden Wortwahl. Hilft nicht immer. Dann muss es eben eine Eben höher oder Betriebsrat etc.. Kann aber auch ins Leere laufen und/oder kontraproduktiv sein. Dann ist es fast unvermeidlich zu gehen. Das wiederum kannauch veiel Nachteile haben.

  4. #19
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    @Pansapiens:
    Es würde vielleicht helfen, wenn du uns die Situation mal so weit wie möglich schildern könntest.
    Kannix, 24.06.2010, 14:17 Uhr: "Also ich hab noch oben ein Luftgewehr, ganz normal. Bei Katzen jedenfalls gibts keine sichtbaren Verletzungen"

  5. #20
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    Ich denke auch, daß es situationsabhängig ist. KK macht mich für Kampfsituationen ruhiger, nicht aber bei Leuten, die frech und uneinsichtig sind und einem ständig ins Wort fallen. Man möchte Leuten auch mündlich bestimmte Dinge mitteilen, was sie aber durch ihr Verhalten nicht zulassen. Bei nervigen und uneinsichtigen Leuten, oder Profilneurotiker hat mir die KK bisher nicht geholfen. Die Gelassenheit habe ich dadurch nicht gewonnen. Eher die technischen Sachen, wenn ich zu Fall gekommen bin, daß mir eine Fallschule geholfen hat oder eine gute Reaktion in verschiedenen Situationen.

    Aber frei nach Budoromantik die innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden?..... Nein!

    Was immer hier auch die Situation gewesen sein mag, wichtig, sich von dem Aggressor nicht provozieren zu lassen, auch wenn er noch so provokant ist.

  6. #21
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    -
    Geändert von Pansapiens (14-07-2020 um 03:39 Uhr) Grund: doppel

  7. #22
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    Zitat Zitat von hand-werker Beitrag anzeigen
    @Pansapiens:
    Es würde vielleicht helfen, wenn du uns die Situation mal so weit wie möglich schildern könntest.
    Ich werde in einem öffentlichen Forum nicht die Details der auslösenden Situation dieses Threads schildern.
    Es geht auch nicht darum, Lösungen für einen konkreten Konflikt zu erfahren, sondern vielmehr darum, wie ich in einer konkreten Situation zumindest äußerlich kühlen Kopf bewahre, so dass ein konstruktiver Umgang mit dem zugrunde liegenden Konflikt oder auch nur ein Weggehen überhaupt möglich wird oder bleibt.
    Also Schritt 0.
    Es ist einfach so, dass ich durch bestimmte Verhaltensweisen von Gegenübern, die ich als ungerecht, ignorant, dumm, verlogen etc, empfinde, getriggert werde und dann starke Wut in mir entsteht.
    Meine Beißhemmung funktioniert ganz gut, so dass ich außer mir selbst keine Personen körperlich angreife oder beschädige.

    Es geht also darum, frühzeitig zu erkennen, wann ich getriggert werde und dann den folgenden Ablauf zu unterbrechen, die Wut anzuerkennen und die Energie zu nutzen, ohne mich dadurch davontragen zu lasse, so dass ich handlungsfähig bleibe für konstruktive Ansätze.
    Es geht nicht darum, vor Ungerechtigkeiten zu kapitulieren oder Arschlöchern ein Bier auszugeben.

    Zitat Zitat von Shintaro Beitrag anzeigen
    Was immer hier auch die Situation gewesen sein mag, wichtig, sich von dem Aggressor nicht provozieren zu lassen, auch wenn er noch so provokant ist.
    Genau darum geht es:
    Sich nicht provozieren zu lassen.
    Aber eben darum, wie man das nun macht.
    Ob da jemand Erfahrungen hat mit entsprechenden Methoden.
    Antiaggressionstraining meint übrigens, falls das nicht rüber gekommen ist, nicht den Umgang mit fremden Aggressoren, sondern den Umgang mit den eigenen Aggressionen.
    Geändert von Pansapiens (14-07-2020 um 03:55 Uhr)

  8. #23
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Ist zwar aus dem Bereich SV, aber bei Miller wird das Modell von drei Gehirnen verwendet, die den Menschen "steuern" - Lizard, Monkey, Human.
    Die Techmik besteht darin, zu beobachten, welches Hirn gerade aktiv ist. Allein das bringt schon einen runter. Und beim Aufnsackgehen ist es meist das Problem des Monkey.
    Das Buch behandelt das wohl auch:
    https://www.amazon.de/Conflict-Commu.../dp/1594393311
    werd' ich mir mal anschauen...

    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Ansonsten gibt es noch die Rückkopplung zwischen Atmung und Stresslevel , also müsste man sich auf die tiefe, ruhige Bauchatmung konzentrieren.
    so einfach scheint mir das nicht...Angst sitzt in der Brust, Wut im Bauch

    Zitat Zitat von MichaelII Beitrag anzeigen
    Es gibt Antiagressionstrainer, die feststellen, was einen Triggert und dann entsprechende Mittelchen zur Vefügung stellen. Beispiel: Jeman beleidigt dich verbal in einem fort. Man stellt sich dann den Beleidiger mit Elefantenohren vor. In diesem Moment wechselt die Situation ins Komödienhafte. Die Aggression bei einem selbst soll wegbleiben.
    Hast Du selbst positive Erfahrungen mit so was?
    Da gibt es ja bestimmt eine Reihe unterschiedlicher Methoden und dass ich mein Gegenüber für eine Witzfigur halte, hilft mir nicht weiter, solange diese Witzfigur Macht über mich oder andere hat, oder Handlungen vornimmt, die Auswirkungen auf mich oder andere haben.
    Oder hilft es irgendjemand, sich Donald Trump mit Elefantenohren vorzustellen?
    Geändert von Pansapiens (14-07-2020 um 03:57 Uhr)

  9. #24
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    der erste Schritt wäre wohl, mal gar nichts machen. nichts sagen. nicht bewegen. Einfach nichts. mit Übung kann man das dann ein paar Sekunden aushalten, bis die Rationalität wieder anspringt und eine angemessene Lösung vorschlägt.

    es hilft auch, generell das Aggressionslevel niedrig zu halten, indem angesammelter Stress durch muskuläre Anstrengung regelmässig abgebaut wird.
    unorthodox

  10. #25
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Ich werde in einem öffentlichen Forum nicht die Details der auslösenden Situation dieses Threads schildern.
    Es geht auch nicht darum, Lösungen für einen konkreten Konflikt zu erfahren, sondern vielmehr darum, wie ich in einer konkreten Situation zumindest äußerlich kühlen Kopf bewahre, so dass ein konstruktiver Umgang mit dem zugrunde liegenden Konflikt oder auch nur ein Weggehen überhaupt möglich wird oder bleibt.
    Also Schritt 0.
    Es ist einfach so, dass ich durch bestimmte Verhaltensweisen von Gegenübern, die ich als ungerecht, ignorant, dumm, verlogen etc, empfinde, getriggert werde und dann starke Wut in mir entsteht.
    Meine Beißhemmung funktioniert ganz gut, so dass ich außer mir selbst keine Personen körperlich angreife oder beschädige.

    Es geht also darum, frühzeitig zu erkennen, wann ich getriggert werde und dann den folgenden Ablauf zu unterbrechen, die Wut anzuerkennen und die Energie zu nutzen, ohne mich dadurch davontragen zu lasse, so dass ich handlungsfähig bleibe für konstruktive Ansätze.
    Es geht nicht darum, vor Ungerechtigkeiten zu kapitulieren oder Arschlöchern ein Bier auszugeben.



    Genau darum geht es:
    Sich nicht provozieren zu lassen.
    Aber eben darum, wie man das nun macht.
    Ob da jemand Erfahrungen hat mit entsprechenden Methoden.
    Antiaggressionstraining meint übrigens, falls das nicht rüber gekommen ist, nicht den Umgang mit fremden Aggressoren, sondern den Umgang mit den eigenen Aggressionen.
    Ein schwerer Schritt ist, völlig ruhig zu bleiben, und den Aggressor sich austoben lassen. Das ist sehr schwer, seine eigene Wut und Unmut nicht zu zeigen, besonders dann, wenn man durch sein eigenes Verhalten das Ziel nicht erreicht, was der andere tun soll.

    Manchmal hilft es auch, sich einfach rumzudrehen und weg zu gehen.

    Hier und da gibt es Situationen, auch mal dagegen zu gehen und seinem Unmut Luft zu machen, damit der andere merkt, was Phase ist und daß er mitunter falsch liegt.

    Wie gesagt, das ist schwierig zu beschreiben, wenn man auch den Sachverhalt nicht kennt.

    Es gibt keine Patentlösung dafür.

  11. #26
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    @TE:
    Mir ist noch die Geschichte mit den Ankerpunkten aus dem "train the trainer" Bereich eingefallen, die sich evtl. zweckentfremden lässt.
    Da ging es im Prinzip darum, sich Punkte im Raum (und ggf. passende Körperhaltung) zu suchen und zu sagen:
    Wenn ich am Punkt A stehe, bin ich der Zuhörende, am Punkt B der Moderator, am Punkt C der Oberlehrer, etc. - was immer man machen möchte. Mit etwas Zeit wird es immer einfacher die, zuerst gespielten, Verhaltensmuster in echt abzurufen, bis es am Ende der Geschichte unbewusst passiert. Das hat mir und meinen Kollegen jedenfalls sehr gut gegen Lampenfieber etc. geholfen, weil man irgendwann auch passende Emotionen triggern konnte. Der Raum an sich hilft schon stark, aber es geht auch mit Körperhaltungen und Gesten und evtl. kann man daraus sowas wie einen Anti-Trigger für deine Agressionstrigger basteln. Bei nähren Betrachtung hat es auch eine Ähnlichkeit zu den Mantras.

  12. #27
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    Also bei mir ist das (nicht dass es immer gelänge) so:

    1. "Erste Hilfe": Wenn ich merke, dass ich wütend werde, versuche ich, jegliche spontane Reaktion so lange zu unterdrücken, bis ich wieder auf Normallevel bin. Unterstützend dazu versuche ich, meinen Körper zu kontrollieren: Schultern runter, Atmung kontrollieren und möglichst irgendwelches Zucken, Wippen, etc. unterbinden. Klappt nicht immer aber je länger ich das durchhalte, umso mehr verbessere ich meine Ausgangslage.

    2. "Heilung": Meistens werde ich wütend, weil ich dem Anderen irgendwelche Haltungen, Motive, etc. unterstelle, die ich als negativ bewerte. Hier hilft mir eine Empathieübung. Ich versuche, mich in mein Gegenüber hinein zu versetzen und Hypothesen darüber zu bilden, warum er was macht. Und zwar ganz bewusst so viele Hypothesen wie möglich (alle die ich mir so ausdenken kann). Anzuerkennen, das möglicherweise auch "anständige" Motive zum Verhalten meines Gegenübers geführt haben könnten, reduziert meine Wut meist deutlich. Zumindest aber hilft es mir, die Relativität meiner eigenen Wahrnehmung anzuerkennen, denn die bloße Möglichkeit (und sei sie auch noch so theoretisch) dass ich über- fehl- oder sonstwie falsch interpretieren könnte, relativiert auch meine Wut. Dadurch werde ich wieder (zumindest teilweise) Herr meiner selbst und kann das Problem sachlich und konstruktiv angehen.

    3. "Therapie": Über die Jahrzehnte hat mir mein Karate und auch Sport im Allgemeinen da sehr geholfen. später kamen noch stabile Familien- und somit Lebensverhältnisse und Kinder dazu. Das hat natürlich auch noch einmal einen deutlich positiven Effekt gehabt. Das Alter und ein deutlich reduzierter Ehrgeiz sind allerdings auch nicht zu unterschätzen

  13. #28
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ... darum, wie ich in einer konkreten Situation zumindest äußerlich kühlen Kopf bewahre, so dass ein konstruktiver Umgang mit dem zugrunde liegenden Konflikt oder auch nur ein Weggehen überhaupt möglich wird oder bleibt.
    Also Schritt 0.
    Meine Beißhemmung funktioniert ganz gut, so dass ich außer mir selbst keine Personen körperlich angreife oder beschädige.
    Ist es ein inneres Ziel von Dir, niemanden körperlich zu beschädigen ?
    Es gibt da ja auch Abstufungen von Drohungen oder demütigen mit geringfügiger körperlicher Gewalt. Wäre so was ein akzeptables Ziel ?

    Es geht also darum, frühzeitig zu erkennen, wann ich getriggert werde und dann den folgenden Ablauf zu unterbrechen, die Wut anzuerkennen und die Energie zu nutzen, ohne mich dadurch davontragen zu lasse, so dass ich handlungsfähig bleibe für konstruktive Ansätze.
    Man kann versuchen, das positive im anderen anzuspielen. Ihn also so zu "konfrontieren", das Selbstbotschaft und Bitte überwiegen, bzw. nach einem positiven Selbstbildanteil bei ihm zu suchen.
    " Mir würde das und das gut tun ... ginge das ?" " Da haben wir uns wohl beide auf dem falschen Fuß erwischt. Ich habe mich sehr erschreckt als Du ... ."
    " Wenn sie da mir gegenüber so ohne Maske sitzen, mache ich mir Sorgen um mich. "

    Dann erlebt man sich selber mit der Zeit nicht mehr so aggressiv.

    Der andere Ansatz ist halt, sich ein gewisses Maß an Aggression zu gestatten. Und damit zu leben, wenn Umstände oder Opposition das unmöglich zu machen.
    Die Handlung ist dann das Abwägen und Einlenken. Unter Eindämmmung hinderlicher weil zu konstruierter innerer Zielsetzungen und Rechtfertigungen eines unrreichbaren Selbstideals.
    "We are voices in our head." - Deadpool

  14. #29
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    .
    Geändert von Macabre (15-07-2020 um 22:38 Uhr)
    Suckers try it, but I don't buy it.

  15. #30
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    Hallo,

    hier kam ja schon recht viel gutes, ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Kommunikationskursen gemacht. Sehr gut waren die Train-The-Trainer Seminare (in Teil 1 wurde es angeschnitten, in Teil 2 war es einer der Schwerpunkte). Den Anbieter kann ich hier nicht nennen, war innerbetrieblich organisiert.
    Hervorragend war auch ein zweitägiger Kurs von Falkenberger (professionelle Kurse für Betriebe sind allerdings sehr teuer):
    https://www.falkenberg-seminare.de/e...iktmanagement/
    A
    Das gelernte nutzt aber natürlich nur, wenn man danach gezielt daran arbeitet es in der Praxis umzusetzen - was nicht immer leicht ist.

    Darüber hinaus hilft es ungemein, weniger Zeit im Internet (Foren etc…) und mehr im realen Leben zu verbringen. Ich merke selbst, dass Diskussion im Internet (zum Beispiel hier) sehr schnell zu einem höheren Grad an innerer Gereiztheit führen und dadurch über die virtuelle Welt hinaus wirken.

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