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Thema: Stuttgart - Ideen zu den Hintergründen

  1. #271
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    In welchem Kontext wurde denn der taz-Artikel geschrieben?
    Polizeigewalt in USA, Black Lives Matter, in Deutschland die Frage, wieviel "rechtes" Gedankengut strukturell bei der Polizei vorhanden ist und in wie weit ausländische Mitbürger allein wegen Ihrer Herkunft von der Polizei diskriminiert werden ...

    Das weisst du aber auch alles selber...!



    War ja auch ein gutes "Ablenkungsmanöver" von Seehofer, diese Androhung einer Anzeige..
    Genauso, wie sich alle Anzeigen von Polizeigewerkschaften usw. im Sande verlaufen werden..

    Vllt gibts ne Rüge vom Presserat, mehr aber auch nicht...
    Geändert von Macabre (28-06-2020 um 19:59 Uhr)
    Suckers try it, but I don't buy it.

  2. #272
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    Zitat Zitat von rambat Beitrag anzeigen
    so ganz ohne die betrachtung politischer hintergründe wird es wohl nicht möglich sein, die gewalt und plünderungen von stuttgart zu betrachten und zu erklären:

    https://bnn.de/nachrichten/suedweste...tifa-dabei-war
    Jaja, die Antifa...

    Und Anarchisten..
    Suckers try it, but I don't buy it.

  3. #273
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    So werde argumentiert, die Geschehnisse seien die Antwort auf „strukturellen Rassismus“ und „Polizeigewalt“. Aufgabe sei es nun, den „Kampf gegen das rassistische System ganz konkret mit dem Kampf gegen den Kapitalismus und für den Sozialismus zu verknüpfen“, zitiert der Verfassungsschutz aus aktuellen Szeneäußerungen.
    Finde ich nicht sonderlich überraschend. Das sind genau die Stichwörter die auch in Amerika fallen. Ich weiß Korrelation und Kausalität sind zwei paar Schuhe aber wäre schon ein komischer Zufall, dass das hier kurz nach den Unruhen in den USA passiert. Zu mindestens in Berlin gab es kurz vorher auch die ersten BLM-Demos.
    Geändert von oxcart (28-06-2020 um 20:21 Uhr)

  4. #274
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    Bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss, aber immerhin ein Interview, ohne vorschnelle Schuldzuweisungen:

    https://www.t-online.de/nachrichten/...nnenstadt.html




    Haben Sie eine Vermutung, warum die Situation so eskaliert ist?

    Bei dem was im Augenblick bekannt ist, wäre ich vorsichtig damit, eine Ferndiagnose zu stellen. Und es macht auch überhaupt keinen Sinn, wenn jetzt Politikerinnen oder die Medien sich ganz schnell an irgendwelche Erklärungen wagen, die sehr aus der Luft gegriffen sind.

    Entsteht da gerade ein Trend in Deutschland?

    Vorsichtig gesagt: Wir sind zumindest an einem Punkt angekommen, wo man die Gefahr nicht ausschließen kann, dass sich ein konfrontatives Verhältnis zur Polizei verfestigt. Deshalb ist es jetzt notwendig, rasch zu einer differenzierteren Wahrnehmung zurückzukehren.


    Die Polizeigewerkschaft fordert konkret für Stuttgart ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und eine Sperrstunde. Meinen Sie, dass man solchen Ausschreitungen so Einhalt gebieten könnte?


    Das sind wieder Schnellschuss-Reaktionen. Ich wäre zu allererst dafür, dass man ein Dialogprogramm zwischen Polizei und Stuttgarter Jugendlichen auflegt, also eine vertrauensbildende Maßnahme. Ich würde mir wünschen, dass Polizei und Politik sich der Diskussion mit den Jugendlichen in Stuttgart stellen. Das halte ich für wesentlich nahe liegender als die Idee einer Sperrstunde, weil die aus meiner Sicht potenziell eher kontraproduktiv ist. Wenn man auf Jugendliche, die sich aus guten oder auch schlechten Gründen in ihren Freiräumen aktuell eingeschränkt fühlen, mit weiteren Einschränkungen reagiert, ist das eher dazu geeignet, dass sich der Konflikt weiter hochschaukelt.

    Wie kann es auch Ihrer Sicht jetzt weitergehen?

    Mich hat die Reaktion der Politik irritiert: Zunächst haben sowohl der Oberbürgermeister als auch der Innenminister eine gründliche Aufklärung der Ereignisse eingefordert. Und dann kündigen sie im nächsten Schritt die Bildung einer 40-köpfigen Polizeikommission an, die diese Aufklärung leisten soll. Bei aller Wertschätzung der Polizei gegenüber halte ich es für keine überzeugende Strategie, jemanden mit der Aufklärung eines Problems zu beauftragen, der möglicherweise selbst in das Problem verstrickt ist.
    Geändert von Macabre (28-06-2020 um 20:28 Uhr)
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  5. #275
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    Zitat Zitat von Macabre Beitrag anzeigen
    Im Prinzip kann ich mir auch ... "Das Kapital" von Marx mit der Bibel vergleichen.
    Ja. Kann man. Hat z.B. die Theologie des Religiösen Sozialismus vollzogen. Oder ist ein Aspekt in der prostestantischen Ethik von Max Weber. Oder habe ich in meinem Philosophicum zur Zwischenprüfung am Rande gestreift. Eigentlich gings um seine Religionskritik. Insbsondere die Thesen über Feuerbach.

    Ich bleibe dabei, der Kontext, in dem der Taz Artikel und das Interview von Meinhof geschrieben wurden, sind wichtig und eben nicht/null vergleichbar.
    Wenn du schreibst, "nicht vergleichbar", meinst du dann damit "nicht gleichzusetzen"? Dann könnte ich diese Aussage nachvollziehen. Ansonsten scheint sie mir inhaltsfrei. Denn natürlich kann man auch Äpfel mit Birnen vergleichen. Und das kann in bestimmten Kontexten durchaus Sinn machen. Z.B. wenn man versucht, in der Beschreibung der Gestalt der Erde das Geoid (Birne) vom Elipsoid (Apfel) abzugrenzen.

    Und im Fall der beiden Autorinnen scheint mir ihre jeweilige Deutung des gesellschaftlichen Kontextes nicht allein nur verwandt, sondern durchaus vergleichbar. Wenn du etwas tiefer schaust und den Kontext von Frau Hengameh, den du Pansapiens skizziert hast, differenzierter beschreibst, dann wirst du auf Vieles stoßen, was auch den Kontext von Ulrike Meinhof bestimmt hat. Und was sich dann in ihren Texten sehr reflekiert äußert. Z.B. über strukturellen Rassismus in der Polizei und strukturelle Gewalt der Polizei. Und es liegen den Texten beider Autorinnen offenbar dann auch ähnliche biographische Erfahrungen voraus. Allerdings weiß ich über Frau Hengameh eher wenig.
    Ich mag jetzt hier nicht die gesamte Genese der Texte aufdröseln. Ich hätte gedacht, das wäre hinlänglich bekannt. Ebenso auch wie die späteren Erläuterungen von Ulrike Meinhof zu diesem Text. Das ist ja auch noch spannend. Da der Text von Ulrike Meinhof - anders als der von Frau Hengameh - ohne ihr Wissen aufgenommen und ohne ihr Wissen veröffentlicht wurde. Er war nicht als öffentliches Statement gedacht. Seisdrum ...

    Lustige Nebenbemerkung: Der Spiegel hat mal erfolgreich eine Einstweilige Verfügung gegen eine satirische Glosse von Ulrike Meinhof erwirkt.

    Mal ganz abgesehen davon, daß das Blatt, für das Frau Hengameh schreibt, doch auch historisch betrachtet eine ganz enge Verbindung hat zu den Geschehnissen um Ulrike Meinhof und Co.Immerhin war einer der Mitbegründer 1970 Verteidiger von Andreas Baader. Und Konkret und taz sind ja nun auch nnicht zwei vollkommen getrennte Universen ...

    Undsoweiterundsofort ...
    ... wenn man sich bemüht, da hinzuschauen, dann ist auf einmal ne ganz Menge zu vergleichen.

    Oder, um die Perspektive etwas zu weiten:
    Ulrike Meinhof ist Berstandteil des historischen Kontextes, innerhalb dessen Frau Hengameh schreibt. Denn Ulrike Meinhof ist ein Aspekt des Kontextes, der zur Gründung des Blatts geführt hat, für das Frau Hengameh schreibt. Und die Analyse von Ulrike Meinhof - und vielen anderen - hat mit das Fundament bereitet, auf dem linke Gesellschaftskritik heute steht.

    Ich sage ja nicht, daß man eine solche historische Debatte in extenso führen muß, um den Text in der taz auszudeuten. Aber einfach zu behaupten, da gäbe es schlicht keine Bezüge, wird dem Sachverhalt - nach allem, was ich zu wissen glaube - ganz sicher nicht gerecht.
    Geändert von carstenm (28-06-2020 um 21:22 Uhr)

  6. #276
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    Zitat Zitat von Macabre Beitrag anzeigen
    Jaja, die Antifa...

    Und Anarchisten..
    Weil du BLM oben erwähntes: da gibst ein Video- glaube aus Kanada, wo ein Typ mit einen Wagen voller Backsteine rumschiebt und diese freundlich an die jungen Leutean Leuze vereteilt, die damit auf Gebäude schmeißen. Der muss natürlich nicht bei der Antifa sein. Aber der hat richtig Spaß die Leute dazu zu animieren, loszulegen und das Material zu liefern.
    (Leider finde ich das Video nicht mehr).

    Warten wir es mal ab, was noch so rauskommt.

  7. #277
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Weil du BLM oben erwähntes: da gibst ein Video- glaube aus Kanada, wo ein Typ mit einen Wagen voller Backsteine rumschiebt und diese freundlich an die jungen Leutean Leuze vereteilt, die damit auf Gebäude schmeißen. Der muss natürlich nicht bei der Antifa sein. Aber der hat richtig Spaß die Leute dazu zu animieren, loszulegen und das Material zu liefern.
    Erinnert mich an den Inhaber einer Glaserei, der Steinschleudern an Kinder verschenkte....

  8. #278
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Erinnert mich an den Inhaber einer Glaserei, der Steinschleudern an Kinder verschenkte....
    Erscheint mir auch reichlich absurd, in einer Demokratie eine "bessere" Gesellschaft damit einzuleiten, indem man Geschäfte in Schutt und Asche zu legt, die Polizei angreift und Leute, die sich für beide Methoden nicht begeistern können gegen den Kopf tritt.

  9. #279
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    .. absurd, in einer Demokratie eine "bessere" Gesellschaft damit einzuleiten, ...
    Na ja, die Demokratie käme ja wohl als Erstes auf die Müllkippe.
    Kannix, 24.06.2010, 14:17 Uhr: "Also ich hab noch oben ein Luftgewehr, ganz normal. Bei Katzen jedenfalls gibts keine sichtbaren Verletzungen"

  10. #280
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    Ich dachte die RAF wäre ein Vorkämpfer für radikale, friedliche Basisdemokratie gewesen ?!
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  11. #281
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Erscheint mir auch reichlich absurd, in einer Demokratie eine "bessere" Gesellschaft damit einzuleiten, indem man Geschäfte in Schutt und Asche zu legt, die Polizei angreift und Leute, die sich für beide Methoden nicht begeistern können gegen den Kopf tritt.
    Ulrike Meinhof:
    „Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht.
    Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht.
    Gegengewalt, wie sie in diesen Ostertagen praktiziert worden ist, ist nicht geeignet, Sympathien zu wecken,
    nicht, erschrockene Liberale auf die Seite der Außerparlamentarischen Opposition zu ziehen.
    Gegengewalt läuft Gefahr, zu Gewalt zu werden, wo die Brutalität der Polizei das Gesetz des Handelns bestimmt,
    wo ohnmächtige Wut überlegene Rationalität ablöst, wo der paramilitärische Einsatz der Polizei mit paramilitärischen Mitteln beantwortet wird.“
    konkret, Mai 1968

  12. #282
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    Ich habe einen Artikel gelesen, würde ich nicht glauben, wenn ich es nicht vor Augen hätte.

    In Frankfurt gibt es Im Nordend Mehrere Plätze, in denen auch schon in der Vor-Corona-Zeit Leute geffeiert haben, Anwonner fühlen sich natürlich gestört.
    3 von 4 Plätzen liegen an einer Hauptverkehrsstraße die z. T. zweispurig ist. Aber die Leute die dort feiern ( an einem Platz sind das Banker in Afer-Work-Parylaune) die stören.

    Offensichtlich haben DieGrünen einen Antrag eingereicht der vom Orsbeirat angenommen wurde: Schließung (also vertreibung) am Freitag um 22:00 Uhr. Was für Nachtwächter sind das? Finde ich schon zimlich schräg für eine Großstadt und für Leute, die halt nicht in eine angesagte teure Location gehen wollen. dann als Schluss aber noch dieser Satz im Artikel der FR:

    ...Einige Stadtteilpolitiker sprachen sich dafür aus, mit den Besuchern am Beltz-Platz wie auf dem Friedberger Platz in Kontakt zu treten. ...
    Das heißt, man hat mit den Leuten gar nicht gesprochen und beschließt einfach. LOL Muss man sich nicht wundern, wenn man einem bestimmten Bevölkerungsschicht alles wegnimmt, das Ordnungsamt schickt und nicht mit ihnen spricht, als ob die nicht in Frankfurt wohnen und arbeiten. Hauptsache es gibt massenhaft Fußballkneipen und noch Clubs für die betuchteren. Und die Grünen haben sich ja gut angepasst, als frühere außerparlamentarische Demokraten...

  13. #283
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    Stimmt, an anderen Plätzen zB in Sachsenhausen werden Bänke abmontiert damit Ruhe herrscht.

    Ins quirligste Szeneviertel ziehen und es dann baldigst ,,zwangsberuhigen", wundert mich auch. Die Leute sind wohl sehr im Ich und wähnen sich im Recht.

    Vom Hipster zum Spiesser in ein paar Jahren...auch die Art in der das geschieht ist sehr sonderbar.

  14. #284
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    Zitat Zitat von MichaelII Beitrag anzeigen
    Ich habe einen Artikel gelesen...
    Ich auch:

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-ma...-16838573.html

    Was da feiert, gehört offensichtlch nicht zur unterprivilegierten Schicht. Scheinen mir eher Leute zu sein, die, wenn Sie dann älter werden und/oder Kinder bekommen dann wohl selbst Ruhe-bedürftiger werden.

    Egozentriker mit situativer Ausrichtung.

  15. #285
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    https://www.sueddeutsche.de/panorama...llen-1.4950511

    Am Ende werden sich wohl grade die sich darüber beschweren und von "Polizeistaat etc." fabulieren, die zur Aufrüstung genötigt haben: "Die Geister, die ich rief.".... .

    Diese zusätzlichen Polizisten fehlen dann natürlich an anderer Stelle.

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