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Thema: Der Coranavirus breitet sich jetzt wieder aus.......

  1. #15136
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    Nochmal zu den gestrigen Demos:
    Diese waren dezentral auf die jeweiligen Hauptstädte angelegt.
    Erkenntnis der Querdenker auf ihren Schwurbelkanälen: "Die Polizei habe wohl die Organisation und Manpower, um alle Dezentralen Aktionen zu behindern". LOL Was haben die denn gedacht?
    Auch gab es den Aufruf, überall die Parlamente zu stürmen. Jetzt kann ich auch die gewechselte Strategie der Polizei verstehen, wie z. B. Wiesbaden mit dem Kessel. Man wollte etwaige Bilder wie bei USA vermeiden. Siehe "Hörnermann"

    Frage mich, was eigentlich passieren würde, wenn z. B. eine moslemische Jugendgruppe Bundesweit nicht angemeldeten Demonstrationen organisiert und zum Sturm auf die Parlamente aufruft...

    Aber hier noch etwas Spass um den Sonntag ausklingen zu lassen:
    Der Youtubkanal "Schlauchbootfan" ist ja innig mit Bodo Schiffmann verbunden

    Der Youtubekanal "Cinemaware" nimmt sich den Corona-Kritikern etwas breiter an. Es werden Demos, Auftritte und Aktionen der Hinterfrager veröffentlicht und kommentiert.

    Beispiel: Der Querdenker Nana Domena, der letztes Wochenende nach Frankfurt zum HR aufgerufen hatte, dachte er wird von Pro7 begleitet. Muss sagen, nach dem totalen Reinfall der Aktion einschließlich Haue durch Punkmädchen wäre das noch das I-Tüpfelchen gewesen. Im Video auch Kommentare zu den neusten Warnungen von Bodo Schiffmann vor den Impfungen...

    Geändert von Barbecue (18-04-2021 um 16:55 Uhr)

  2. #15137
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    Zitat Zitat von Barbecue Beitrag anzeigen
    Aber bei der manchmal schnellen Steigerung der Indizien auch bei Gegenmaßnahmen, kann ich mir eine 500er Indiz oder noch Höher ohne Maßnahmen doch vorstellen.
    Wer sagt denn etwas von "keine Maßnahmen"?

    Permanent FFP-2 Maske und 2 Schnelltests pro Woche sollten wohl ausreichen, wenn man dann auch noch die Massenveranstaltungen streicht.

    Mit einem negativen Schnelltest kannst du sogar wieder Kontaktsport in geschlossenen Räumen freigeben, da der zu 96% die Infektionen mit einem CT Wert um 26 abfängt.

    Noch einmal: Es geht doch gar nicht darum ALLE Infektionen zu verhindern, sondern nur so viele, damit die ITS nicht überlastet werden. Eine SARS-Cov-2 Infektion hat eine Letalität von 0,3-0,4%. Das ist im Bereich eines schweren Influenzaverlaufs. Daran hat sich nichts geändert. Wir müssen die Kurve ABFLACHEN und nicht die Kurve verhindern.

    Menschen sterben an Viruserkrankungen. Sie sterben an Influenza und sie sterben an COVID-19. Um all die Influenzatoten hat man vorher auch nie so eine Welle gemacht. Mit den o.g. Maßnahmen kann man die Kurve abflachen ohne alle immer und permanent einsperren zu müssen. Vor allem kann man damit auch wieder Gastronomie, Einzelhandel und Sport öffnen.

    Das Problem ist halt dass sich die Leute auch an diese Maßnahmen nicht halten wollen, da sie es mittlerweile "über" haben. Wo ist das Problem den ganzen Tag mit FFP-2 Maske rumzurennen? Das könne auch Kinder und mache ich schon seit Monaten jeden Tag. Wo ist das Problem sich 2 mal die Woche abzustreichen? Mache ich auch schon seit Monaten.

    Das wäre für alle eine kleiner Aufwand, wenn man dafür wieder lockern könnte. Durch all die Panikmache in den Medien spalten sich die Lager aber immer mehr und selbst einfache Dinge werden von einigen boykottiert was dann zu Infektionsclustern führt, die dann die Zahlen regional nach oben treiben.

  3. #15138
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Wer sagt denn etwas von "keine Maßnahmen"?

    Permanent FFP-2 Maske und 2 Schnelltests pro Woche sollten wohl ausreichen, wenn man dann auch noch die Massenveranstaltungen streicht.

    Mit einem negativen Schnelltest kannst du sogar wieder Kontaktsport in geschlossenen Räumen freigeben, da der zu 96% die Infektionen mit einem CT Wert um 26 abfängt.

    Noch einmal: Es geht doch gar nicht darum ALLE Infektionen zu verhindern, sondern nur so viele, damit die ITS nicht überlastet werden. Eine SARS-Cov-2 Infektion hat eine Letalität von 0,3-0,4%. Das ist im Bereich eines schweren Influenzaverlaufs. Daran hat sich nichts geändert. Wir müssen die Kurve ABFLACHEN und nicht die Kurve verhindern.

    Menschen sterben an Viruserkrankungen. Sie sterben an Influenza und sie sterben an COVID-19. Um all die Influenzatoten hat man vorher auch nie so eine Welle gemacht. Mit den o.g. Maßnahmen kann man die Kurve abflachen ohne alle immer und permanent einsperren zu müssen. Vor allem kann man damit auch wieder Gastronomie, Einzelhandel und Sport öffnen.

    Das Problem ist halt dass sich die Leute auch an diese Maßnahmen nicht halten wollen, da sie es mittlerweile "über" haben. Wo ist das Problem den ganzen Tag mit FFP-2 Maske rumzurennen? Das könne auch Kinder und mache ich schon seit Monaten jeden Tag. Wo ist das Problem sich 2 mal die Woche abzustreichen? Mache ich auch schon seit Monaten.

    Das wäre für alle eine kleiner Aufwand, wenn man dafür wieder lockern könnte. Durch all die Panikmache in den Medien spalten sich die Lager aber immer mehr und selbst einfache Dinge werden von einigen boykottiert was dann zu Infektionsclustern führt, die dann die Zahlen regional nach oben treiben.
    Meiner Meinung nach war ein großer Fehler im letzten Herbst in D, vermutlich mit dem Damoklesschwert der Impgegner im Nacken, keine Sonderzuzlassungen für die Impfstoffe zu machen und schon vor Weihnachten den Impfstart einzuläuten. Wäre nach deutschem Recht möglich gewesen, Engländer haben das z. B. gemacht, auch die USA.
    Somit wären wir schon viel weiter und die 3. Welle würde fermutlich abdümpeln.

  4. #15139
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    Zitat Zitat von Barbecue Beitrag anzeigen
    Wo bei der Stadtplanung?
    Wohnungsbau?
    Wo bei der Verkehrsplanung?
    Wo eigentlich überhaupt bei der großen Politik?
    Spielstraßen, Fahrradstraßen, sozialer Wohnungsbau, integratives Schulwesen, Förderprogramme für wirtschaftlich und sprachlich Schwächere, Anspruch auf Kitabetreuung, ... also wenn ich kurz darüber nachdenke, stelle ich fest, daß sich in einigen Bereichen in den letzten 20 Jahren doch etwas verändert hat.

    Natürlich scheitert einiges an der Realität und Vieles ist noch nicht gut genug, aber zu behaupten, das Kindeswohl würde von „der großen Politik“ ignoriert, halte ich für falsch.

    Zudem finde ich dein Argument (wenn sich bisher nicht gekümmert wurde, dann ist es ja in der jetzigen Situation auch egal) ziemlich fatalistisch.

  5. #15140
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    Zitat Zitat von kloeffler Beitrag anzeigen
    Spielstraßen, Fahrradstraßen, sozialer Wohnungsbau, integratives Schulwesen, Förderprogramme für wirtschaftlich und sprachlich Schwächere, Anspruch auf Kitabetreuung, ... also wenn ich kurz darüber nachdenke, stelle ich fest, daß sich in einigen Bereichen in den letzten 20 Jahren doch etwas verändert hat.
    Hmm, ich habe das Gefühl, bis auf die Spielstraßen sind die meisten Punkte eher beschlossen, aber werden nicht wirklich oder nur sehr unzureichend umgesetzt:
    Sozialer Wohnungsbau: Also über die Probleme auf dem Wohnungsmarkt ist ja mittlerweile jeden 2. Tag ne Doku im ZDF oder ARD.
    Integratives Schulwesen: Ja, beschlossen, große Probleme und zu wenig pädagogische Kräfte (mein zugegeben oberflächlicher Kenntnisstand).
    Förderprogramme: Sozialer Status sind noch immer Hauptindikator für schulischen Erfolg, eine echte Änderung nicht in Sicht?
    Anspruch auf Kitabetreuung: In echt häufig nicht eingelöst, was ich so gehört habe.

    Aber wie gesagt, das ist nur aus dem spontanen Gefühl raus, kann sein dass die realen Zahlen das anders darstellen!
    Das Leben ist groß.

  6. #15141
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    Zitat Zitat von Paradiso Beitrag anzeigen
    Das ist in jedem Beruf mit hoher Verantwortung für Fehler die gesundheitliche Folgen haben kann der Fall.
    Das jetzt politisieren zu wollen mit Hinsicht auf aktuell Corona ist aber grenzwertig wenn es von Leute kommt die beruflich gar nicht invoviert sind und das aus purer politischer Krawallfreudigkeit machen.
    Huiuiui, das ist ma mal ne Kurve ... naja, Seemann hats goutiert und ist jetzt vielleicht etwas beruhigter. Ansonsten hast du unrecht. vergl. einfach Kankens ziemlich deutliche Aussagen.

  7. #15142
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Hmm, ich habe das Gefühl, bis auf die Spielstraßen sind die meisten Punkte eher beschlossen, aber werden nicht wirklich oder nur sehr unzureichend umgesetzt:
    Sozialer Wohnungsbau: Also über die Probleme auf dem Wohnungsmarkt ist ja mittlerweile jeden 2. Tag ne Doku im ZDF oder ARD.
    Integratives Schulwesen: Ja, beschlossen, große Probleme und zu wenig pädagogische Kräfte (mein zugegeben oberflächlicher Kenntnisstand).
    Förderprogramme: Sozialer Status sind noch immer Hauptindikator für schulischen Erfolg, eine echte Änderung nicht in Sicht?
    Anspruch auf Kitabetreuung: In echt häufig nicht eingelöst, was ich so gehört habe.

    Aber wie gesagt, das ist nur aus dem spontanen Gefühl raus, kann sein dass die realen Zahlen das anders darstellen!
    Ja, ich habe einen ähnlichen Eindruck.

    Aber vergleiche ich meine Kindheit in den 80ern mit den heutigen Zuständen, stelle ich fest, daß sich etwas zum Positiven (und manchmal leider auch darüber hinaus) entwickelt hat.

    Mir ging es darum, daß in der „großen Politik“ sehr wohl um diese Themen gerungen wird.

  8. #15143
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Wer sagt denn etwas von "keine Maßnahmen"?

    Permanent FFP-2 Maske und 2 Schnelltests pro Woche sollten wohl ausreichen, wenn man dann auch noch die Massenveranstaltungen streicht.

    Mit einem negativen Schnelltest kannst du sogar wieder Kontaktsport in geschlossenen Räumen freigeben, da der zu 96% die Infektionen mit einem CT Wert um 26 abfängt.

    Noch einmal: Es geht doch gar nicht darum ALLE Infektionen zu verhindern, sondern nur so viele, damit die ITS nicht überlastet werden. Eine SARS-Cov-2 Infektion hat eine Letalität von 0,3-0,4%. Das ist im Bereich eines schweren Influenzaverlaufs. Daran hat sich nichts geändert. Wir müssen die Kurve ABFLACHEN und nicht die Kurve verhindern.

    Menschen sterben an Viruserkrankungen. Sie sterben an Influenza und sie sterben an COVID-19. Um all die Influenzatoten hat man vorher auch nie so eine Welle gemacht. Mit den o.g. Maßnahmen kann man die Kurve abflachen ohne alle immer und permanent einsperren zu müssen. Vor allem kann man damit auch wieder Gastronomie, Einzelhandel und Sport öffnen.

    Das Problem ist halt dass sich die Leute auch an diese Maßnahmen nicht halten wollen, da sie es mittlerweile "über" haben. Wo ist das Problem den ganzen Tag mit FFP-2 Maske rumzurennen? Das könne auch Kinder und mache ich schon seit Monaten jeden Tag. Wo ist das Problem sich 2 mal die Woche abzustreichen? Mache ich auch schon seit Monaten.

    Das wäre für alle eine kleiner Aufwand, wenn man dafür wieder lockern könnte. Durch all die Panikmache in den Medien spalten sich die Lager aber immer mehr und selbst einfache Dinge werden von einigen boykottiert was dann zu Infektionsclustern führt, die dann die Zahlen regional nach oben treiben.
    Ich danke für das erneute Einbringen von etwas Realismus.

    Zum Thema FFP2.
    Meine Beobachtung, und zwar durch die Bank durch, über Profi- wie Laienzielgruppen hinweg ist, dass grob geschätzt 8 von 10 Leuten, die FFP2-Masken tragen, diese mit "Nebenluft", also - mit Verlaub - fürn Ar*** tragen.

    Ich weiß nicht, ob du ab und zu Nachrichten guckst, aber ... mach mal! Die Politikerin, die das Dingen ÜBER der Brille trägt, der nach wie vor, auch über FFP2 beliebte Nasenpi**el, der Chefarzt, dem das Teil von schief nach quer hängt ... und, ja, klar, Lieschen und Hänschen Müller machen das auch nicht besser. Ganz ehrlich? Ich bemühe mich wirklich, das blöde Teil sauber meinem Nasensattel anzuschmiegen, aber auch mir beschlägt die Brille. Und, ja, ich weiß, was das heißt.
    (Sehr schön auch letzthin der augenscheinlich Wohnungslose, der auf der Bank im Verbrauchermarkt saß und durch eine wunderbar schmutzfeudelgraubeige FFP2-Maske in die Runde schnaubte.)

    Aber statt an diesem Punkt aufklärerisch anzusetzen, den RICHTIGEN Gebrauch umfassend medial zu vermitteln und sich auch ansonsten auf die zwei, drei wichtigsten Basics der Ansteckungsvermeidung zu konzentrieren, wird publikumswirksam (und immer weiter polarisierend) über ... Ausgangssperren debattiert und alles geschlossen gehalten, was einem auch nur irgendwie Fitness oder einfach Unterhaltung, Genuss bis gar Freude bieten könnte.

    Nö. Wundert mich nicht, dass die Leute sich denken (oder sagen), dass man ihnen doch bitte im Mondschein begegnen möge.

  9. #15144
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Ja, das Personal für die 300 Betten würden wir haben. Wäre schwer, aber es würde gehen.
    UND WARUM beteuern wichtige intensiv mediziner , dass es eng wird und das personal durch ist ?? sind die alle arbeitsfaul und wollen stress abwenden?

    Ps irgendwie hört sich das ziemlich gefühlskalt an, was du sagst und du nur auf die intensivstationen abstellst. es geht imo auch um die volksgesundheit, vor der man sich eben als 20 - 60 jähriger nicht immer den AHA rregeln allein schützen kann.
    Geändert von marq (18-04-2021 um 19:15 Uhr)

  10. #15145
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    UND WARUM beteuern wichtige intensiv mediziner , dass es eng wird und das personal durch ist ?? sind die alle arbeitsfaul und wollen stress abwenden?
    Hör Dir das Interview mit Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken, FRCA, FANZCA an. Da erklärt er es. Der gute Mann ist in der deutschen Anästhesie- und Intensivszene eine Institution.
    Geändert von kanken (18-04-2021 um 19:30 Uhr)

  11. #15146
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Da meldet sich mal ein Mediziner zu Wort - und dann sagt er das falsche.
    es soll sogar coronaleugner unter medizinern geben, was ein schlechtes argument von dir

  12. #15147
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    es soll sogar coronaleugner unter medizinern geben, was ein schlechtes argument von dir
    Wir sprechen von Kanken. Das ist ein schlechtes Argument von dir, eher gar keins.

    Denk mal bitte an die Buch-Rezension!

  13. #15148
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    Hier mal ein sehr schöner Artikel eines Intensivmediziners:

    Lage auf Intensivstationen: „Die Klagen der Spitzenmediziner sind getrost zu ignorieren“
    Faktenbasierte Abrechnung eines Krankenhausarztes


    Knapp 1200 der 2000 Krankenhäuser in Deutschland haben weniger als 200 Betten. Diese haben max. 10 Intensivbetten, zumeist aber 6-8 Intensivbetten, die Krankenhäuser mit weniger als 100 Betten max. 3 Betten auf Intensivstation (und dies sind schon 690 Krankenhäuser (Quelle s.o.). Im Median haben wir 12 Intensivbetten pro Krankenhaus. Bei letzteren bedeutet ein COVID-19 Fall also schon eine Auslastung von 33%, in der DIVI-Darstellung die zweitdunkelste Darstellung. Bei 2 Patienten eines Hauses mit 200 Betten und 8 Intensivbetten bedeuten bereits 2 Patienten auf der Intensivstation eine Auslastung von 25%, also ebenso ein dunkles Blau. Hinzu kommt, dass in den kleineren Häusern am Wochenende bei internistischen Patienten keine Visite durchgeführt wird und alle auch nur etwas „problematischen“ Fälle daher gleich auf die Intensivstation verlegt werden, damit hier wenigstens ein Arzt nach den Patienten sehen kann.
    Anhand des DIVI-Tagesreports vom 17.4. verfügen wir über 23.739 Intensivbetten. Dies sind weniger als 2019, also vor der COVID-19-Pandemie, und ich frage mich, wo sind dann auch die ganzen neu geschaffenen Betten geblieben, für die die Krankenhäuser die € 50.000 pro geschaffenem Bett erhalten haben. Wurden die Prämien gezahlt und dann wurden die Betten wieder abgebaut, weil es kein Pflegepersonal dafür gibt? Waren dies Scheinbetten? Fragt der Bundesrechnungshof mal nach?
    Die HELIOS-Kliniken wollten eigentlich zum 31. März 2020 das Krankenhaus Bochum-Linden schließen. Dann kam Corona und sie verschoben die Schließung bis zum 30.09.2020. Begründung offiziell: Die Corona-Krise. Dies ist auch nicht falsch, aber nicht, weil ein Krankenhaus mit 181 Betten erheblich zur Bewältigung der COVID-19-Situation beitragen hätte können. Die vorgehaltenen Abteilungen („Es verfügt über die vier somatischen Fachabteilungen Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin und Augenheilkunde (Belegabteilung) sowie eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Schwerpunkte des St. Josefs-Hospital sind die Gefäßmedizin (Gefäßchirurgie und Angiologie im Gefäßzentrum Ruhr), die gastroenterologische Versorgung (Magen-Darm-Krankheiten, Darmzentrum West) und die Fußchirurgie.“) (Quelle hier) konnten da auch fachlich nicht viel zu beitragen. Aber: Pro Bett, welches nicht belegt war, bekamen die Krankenhäuser in 2020 eine Freihaltepauschale von 560 Euro am Tag. Wenn ich in einem Krankenhaus keine geplanten Patienten mehr aufnehme, ist die Belegung automatisch deutlich geringer als in 2019 und solche Krankenhäuser konnten sich an dieser Freihaltepauschale für viele Monate gesundstoßen. Nicht zu Unrecht beklagten sich bereits im Mai 2020 viele Ärztevertreter und die Politik, dass sich gerade die kleinen Krankenhäuser an der aktuellen Situation durch die großzügigen Zahlungen der Politik ungerechtfertigt bereichern. Ich kenne sogar Krankenhäuser, in denen es den Ärzten im vergangenen Jahr untersagt wurde, elektive Patienten aufzunehmen, da mit der Corona-Pauschale mehr Geld verdient wird, als wenn in dem Bett Patienten liegen, die behandelt werden.
    Anscheinend agieren viele Kliniken aus dem Status „Regelbetrieb“ heraus. Dies wird aus einem aktuellen Blog erkennbar. Hier heißt es, dass viele Kliniken anhand der aktuellen Behandlungszahlen aus diesem Regelbetrieb kaum noch in der Lage seien, COVID-19 Patienten aufzunehmen. Regelbetrieb? Das Land ist seit einem Jahr im Ausnahmezustand. Die Intensivmediziner gehen aber noch von einem Regelbetrieb aus. Die Wirtschaft in diesem Land muss runterfahren, alle fordern Homeoffice, die Wirtschaft ächzt, aber die Intensivmediziner gehen noch von einem Regelbetrieb aus? Verstehe ich nicht. Im Mittel, so heißt es in diesem Blog, hat die deutsche Intensivmedizin 12 Betten pro Intensivstation. „Wenn ich auch nur ein einziges Bett freihalte, dann bin ich bei 8%“, so heißt es hier. Unterstützt meine obige Aussage, dass die graphische Darstellung irreführend ist. Es wird aus diesem Blog aber auch deutlich, dass es einfach zu wenige Intensivbetten bei uns gibt. Auch ohne COVID-19.
    Geändert von kanken (18-04-2021 um 19:53 Uhr)

  14. #15149
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Eine SARS-Cov-2 Infektion hat eine Letalität von 0,3-0,4%. Das ist im Bereich eines schweren Influenzaverlaufs. Daran hat sich nichts geändert.
    War da nicht noch was mit systemischer Erkrankung und Long Covid?
    Alles wie bei Grippe?

  15. #15150
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    @Susi Konuichi:

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Hier mal ein sehr schöner Artikel eines Intensivmediziners:
    [...]Wenn ich in einem Krankenhaus keine geplanten Patienten mehr aufnehme, ist die Belegung automatisch deutlich geringer als in 2019 und solche Krankenhäuser konnten sich an dieser Freihaltepauschale für viele Monate gesundstoßen.[...]

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