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Thema: Wie gut heilt die Naturmedizin?

  1. #1
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    Standard Wie gut heilt die Naturmedizin?

    Wie gut heilt die Naturmedizin?(rbb Sendung)

    https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/...urmedizin.html



    Wie sind eure Erfahrungen mit Naturmedizin?
    Geändert von Huangshan (04-08-2020 um 12:10 Uhr)

  2. #2
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    sehr gut heilt die Naturmedizin, an meinem Körper kommt gar nix Anderes mehr ran seit jahren...natürlich gepaart mit bewusster Lebensweise und Ernährung....

  3. #3
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    Zitat Zitat von Huangshan Beitrag anzeigen
    Wie sind eure Erfahrungen mit Naturmedizin?
    Kamille ist hilfreich.

  4. #4
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    Naturmedizin? ... super!
    Ein Hausarzt der Naturmedizin kategorisch ablehnt hätte sich in meinen Augen selbst disqualifiziert.

    Die Abgrenzung zwischen "Schulmedizin" und "alternativer Medizin" ist auch gar nicht mehr so einfach. Ein bischen Wissen um Naturheilverfahren hat Einzug in die universitäre Ausbildung erhalten und einige hochwirksame Verfahren wie z.B. die manuelle Medizin sind Teil der sogenannten "evidence based medicine" geworden, sind aber nicht Bestandteil des universitären Kurrikulums (das schon so mindestens 6,5 Jahre gross ist) und die Fähigkeiten müssen von Interessierten nach dem Studium über eine Weiterbildung von mind. 2 Jahren erworben werden. Einige der stärksten Medikamente in der Kardiologie oder auch in der Krebstherapie sind Substanzen aus der Natur und Johanniskraut hat einen validen Stellenwert in der Modernen Psychiatrie; ist aber leider sogar eines der nebenwirkungsreichsten Antidepressiva.
    Ein Problem auch für das Image unter vielen Ärzten der älteren Generation ist dass (ähnlich wie in der Kampfkunst) viele Leute mit gefährlichem Halbwissen auf den Naturheilzug aufgesprungen sind, gutes Geld damit verdienen und Patienten schaden. Ich kenne aber selbst Heilpraktiker vor denen ich höchsten Respekt habe. Beim Arzt, beim Heilpraktiker und beim Kämpfer ist das Selbe wichtig: alle müssen ihr Ego überwinden um wirklich anderen Menschen helfen zu können.

    Interessant ist die Verbindung Naturheilmedizin und Kampfkunst in vielen Kulturen. Von Japan, über China, bis zu den Philippinen waren viele Heiler Kampfkünstler und viele Kampfkünstler auch Heiler. Das Wissen in beiden Disziplinen unterstützt sich auch in bescheidenem Ausmass. Das reicht vom Chi Kung bis zu "Angriffspunkten". Aus Medizinischer Sicht ist es auch eine Banalität dass es einen "Dim Mak" tatsächlich gibt; also einen Schlag nach dem man zunächst relativ beschwerdefrei ist, dann aber nach Tagen bis Wochen stirbt. "Zweizeitige Milzruptur" wäre zum Beispiel ein Äquivalent in verständlicher Sprache.

    Wissen um "wissenschaftlich erwiesenes Tuning" von physischen Fähigkeiten ist auch inzwischen von der modernen Physiotherapie, über Neuroathletiktraining in die Kampfkunst hinübergeschwappt - z.b. DK Yoo

    ... alles spannende Berührungspunkte!
    Des einen Geheimnis ist des anderen Fundament

  5. #5
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    man könnte sich auch mal mit der Wim Hof- Methode auseinandersetzen, ich praktiziere sie seit ca 1halbem jahr...könnte,oder sollte auch interessant für Kaampfkünstler/ Sportler sein und ist es für Viele schon bereits....tägliches eiskaltes Duschen gepaart mit speziellen Atemübungen, die tief ins Bewusstsein gehen sind erstmal die Basics...später geht man dann noch unter Anleitung eine zeitlang in eine Schüssel mit Eis....hab mich auch lange gegen kalt duschen gewehrt, jetzt wird mir das schon wieder zu "gewöhnlich" xD

  6. #6
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    Zitat Zitat von Locke Beitrag anzeigen
    Wissen um "wissenschaftlich erwiesenes Tuning" von physischen Fähigkeiten ist auch inzwischen von der modernen Physiotherapie, über Neuroathletiktraining in die Kampfkunst hinübergeschwappt - z.b. DK Yoo
    In die Kampfkunst, zumindest die chinesische, muss nichts “rüberschwappen”, im Gegenteil. Es müssen sich nur Leute mit Ahnung wirklich authentische KK angucken und analysieren. Selbst “neueste” Erkenntnisse aus der Neuroathletik (z.B. Augentraining) sind in den TCMA vorhanden, ebenso hoch effiziente Bewegungsschulung etc.
    Das Problem ist halt nur dass es wenige wirklich authentische Linien gibt, die öffentlich unterrichten und dass es nur sehr wenige Physios, Ärzte, Ostheopathen gibt die sich dafür interessieren und das so intensiv machen dass sie es auf Hochschulniveau betrechten und vor allem auch aufarbeiten. Gerade das aufarbeiten kostet Zeit, die man nicht ins eigene Training stecken kann und nicht mit der Familie verbringen kann.
    Alleine meine insgesamt 8 Stunden PP-Präsentationen zum Thema Neurobiologie, Physiologie und Bewegungssteuerung im Bagua so aufzuarbeiten dass man sie auf Fachkongressen halten könnte würde so viel Zeit kosten dass es sich nicht lohnt. Die sind halt für “Nichtfachpublikum” gemacht und das hat schon Zeit gekostet.

    Um daraus wirklich wissenschaftliche Vorträge halten zu können muss man so viel Zeit investieren dass sich das einfach nicht lohnt. Ohne diese “Aufarbeitung” jedoch wird es nicht wirklich bekannt. Diese Aufarbeitung lohnt sich nur dann wenn man daraus einen konkreten Nutzen in der Therapie ziehen kann und dafür muss man Wirksamkeit erbringen und das geht wiederum nur mit gescheiten Studien, die dann wieder zu zeitaufwendig um sie “nebenbei” zu machen.

    Ideen, wie man das machen könnte, habe ich durchaus. Mal sehen was sich nach Corona so alles ergibt...

  7. #7
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    Locke, kanken:

    Ja stimme euch zu !

    kanken ja es wäre ein sehr interessantes Projekt trad. chinesische Prinzipien,Methoden.... wissenschaftlich aufzuarbeiten,zu übersetzen,verständlich zu machen....


    Meine praktischen Erfahrungen mit Naturheilkunde jenseits Kamillentee,Wickeln etc....

    1:Vor Jahren hatte ich eine Schulterentzündung , die Therapie die mir ein Allgemeinmediziner empfahl half nicht.(Tabletten,Spritzen)
    Habe daraufhin in Münster bei einem chinesischen TCM Arzt,Prof. eine Behandlung begonnen ,nach 2 Wochen Behandlung(Akkupunktur) war ich geheilt.

    2: Vor einigen Monaten hatte ich einen Bandscheibenvorfall,die Orthopädin riet mir zur Operation!
    Bin im Rahmen eines Familienbesuchs in China,Hefei zu einem Tuina Meister in Behandlung gegangen. Nach mehreren Sitzungen (Tuina,Schröpfkugeln) war ich Schmerzfrei.

    Wie im rbb Bericht zu sehen ist werden auch einige Naturheilmethoden an der Berliner Charité praktiziert.
    Geändert von Huangshan (05-08-2020 um 11:08 Uhr)

  8. #8
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    Sehr spannender Artikel muss ich ehrlich gestehen.

    Auch wenn es für mich weiterhin gilt, dass ich in vielen Bereichen der Naturmedizin gegenüber etwas skeptisch eingestellt bin. Denn ich kenne doch einige Menschen, die darauf vertrauten und ihre Beschwerden dadurch verschlimmerten, weil man nicht effektiv dagegen vorging.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Aidocoto Beitrag anzeigen
    Sehr spannender Artikel muss ich ehrlich gestehen.

    Auch wenn es für mich weiterhin gilt, dass ich in vielen Bereichen der Naturmedizin gegenüber etwas skeptisch eingestellt bin. Denn ich kenne doch einige Menschen, die darauf vertrauten und ihre Beschwerden dadurch verschlimmerten, weil man nicht effektiv dagegen vorging.
    Deine Skepsis kann ich gut verstehen Aidocoto
    Ich kenne sogar einige Fälle in welchen Patienten, deren Erkrankung "schulmedizinisch" heilbar gewesen wäre, eine adäquate Therapie in den Händen eines Heilpraktikers "verschlafen" ,und so ihr leben verloren haben. Da liegt der Fehler aber nicht in der "Naturmedizin" an sich, sondern bei einem "Heilpraktiker" mit kleinem Wissen und grossem Ego. Medizinische Laien haben natürlich das Problem dass man ihnen viel erzählen kann. Wenn man sich in ärztliche Behandlung begibt, dann kann man zumindest in der Regel davon ausgehen dass die Behandlung einem gewissen Qualitätsstandard entspricht.

    Kanken,
    Ich stimme Dir zu dass vor allem die chinesische Kampfkunst geeignet ist, bei näherer Betrachtung relevante Wissensfortschritte, vor Allem in den Feldern Physiotherapie und Sportwissenschaft zu generieren; auch wenn ich glaube dass immer jeder von jedem lernen kann!
    Dein Projekt klingt auf jeden Fall hoch interessant. Powerpoint Präsentationen finde ich zwar in der Regel recht langweilig aber was Du zu diesem Thema zusammengestellt hast würde mich brennendst interessieren. Ich weiss nicht wie gut Du vernetzt bist, aber die deutsche Gesellschaft für manuelle Medizin hat sich schon wissenschaftlich mit dem Wing Chun befasst hat; möglicherweise gibt es das ja Berührungspunkte und beidseitiges Interesse. Ich kann Dir auch den Namen eines Chefarztes einer Uniklinik in einer PM geben der sich in dieser Richtung interessiert und natürlich auch wissenschaftlich arbeitet.
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Locke Beitrag anzeigen
    Dein Projekt klingt auf jeden Fall hoch interessant. Powerpoint Präsentationen finde ich zwar in der Regel recht langweilig aber was Du zu diesem Thema zusammengestellt hast würde mich brennendst interessieren. Ich weiss nicht wie gut Du vernetzt bist, aber die deutsche Gesellschaft für manuelle Medizin hat sich schon wissenschaftlich mit dem Wing Chun befasst hat; möglicherweise gibt es das ja Berührungspunkte und beidseitiges Interesse. Ich kann Dir auch den Namen eines Chefarztes einer Uniklinik in einer PM geben der sich in dieser Richtung interessiert und natürlich auch wissenschaftlich arbeitet.
    Ich habe damals bei der DGMM selber meine Fortbildung in manueller Medizin gemacht, aber ich habe momentan eher andere Ideen wo ich die Forschung diesbezüglich verorten würde. Das ist dann eher “disziplinübergreifend” und vor allem “bewegungsorientiert”, d.h. wie kann ich die Körpermechanik und die Didaktik der TCMA in der Therapie nutzen und mit welchem Ergebnis. Da gibt es viele Felder, da man sowohl Erkrankungen des Bewegungssystems damit angehen kann, aber auch psychische Erkrankungen. Gerade im Bereich “Yi” und wie man das einsetzt gibt es sehr starke Überschneidungen zu Ansätzen in der Psychotherapie.
    Wie gesagt, momentan bin ich, coronabedingt, noch sehr stark an anderer Stelle eingebunden, aber wenn das ruhiger wird werde ich mal gucken wie ich das weiterentwickeln, und vor allem systematisieren kann.

    Für die PP-Präsentation musste halt auf einen Tee vorbeikommen, dann halte ich sie Dir

    Ansonsten musst Du dir halt den “Neurobiologie” Bereich unserer Homepage angucken, da sind zumindest für Laien einige Dinge aus dem Bereich der KK einfach erklärt.

  11. #11
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Gerade im Bereich “Yi” und wie man das einsetzt gibt es sehr starke Überschneidungen zu Ansätzen in der Psychotherapie.

    Für die PP-Präsentation musste halt auf einen Tee vorbeikommen, dann halte ich sie Dir
    In der Psychosomatik werden ja bereits sehr viele Elemente aus der asiatischen KK eingesetzt; aber meist auf sehr schwachem Niveau.
    Wo wohnst Du denn?
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  12. #12
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  13. #13
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    Zitat Zitat von Aidocoto Beitrag anzeigen
    Sehr spannender Artikel muss ich ehrlich gestehen.

    Auch wenn es für mich weiterhin gilt, dass ich in vielen Bereichen der Naturmedizin gegenüber etwas skeptisch eingestellt bin. Denn ich kenne doch einige Menschen, die darauf vertrauten und ihre Beschwerden dadurch verschlimmerten, weil man nicht effektiv dagegen vorging.
    Skepsis ist auch mehr als angebracht, weil das ein einziger reudiger Sumpf ist. Und das ist auch nicht Frage einer Meinung, sondern das ist so. Solche Artikel sind "immer" spannend, bei Licht betrachtet bleibt aber am Ende halt nicht viel. In meinen Augen ist das Label "Naturmedizin", was ja gar nicht klar definiert ist, sondern eine Art Wolke, höchstens geeignet Compliance bei einem bestimmten Klientel zu erhöhen. Kann man ja machen, so lange man sich nicht selbst blenden lässt, sollte vllt aber auch mal hinterfragen, ob ein solcher Schritt (Compliancesteigerung durch ein bestimmtes Angebot) langfristig wirklich so sinnvoll ist. Vllt besser die Eier in der Hose zu haben offen zu vertreten, dass Medizin keine Dienstleistung ist, ein Arzt kein Staubsaugervertreter und der Patient kein Kunde.

  14. #14
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    In die Kampfkunst, zumindest die chinesische, muss nichts “rüberschwappen”, im Gegenteil. Es müssen sich nur Leute mit Ahnung wirklich authentische KK angucken und analysieren. Selbst “neueste” Erkenntnisse aus der Neuroathletik (z.B. Augentraining) sind in den TCMA vorhanden, ebenso hoch effiziente Bewegungsschulung etc.
    Das Problem ist halt nur dass es wenige wirklich authentische Linien gibt, die öffentlich unterrichten und dass es nur sehr wenige Physios, Ärzte, Ostheopathen gibt die sich dafür interessieren und das so intensiv machen dass sie es auf Hochschulniveau betrechten und vor allem auch aufarbeiten. Gerade das aufarbeiten kostet Zeit, die man nicht ins eigene Training stecken kann und nicht mit der Familie verbringen kann.
    Alleine meine insgesamt 8 Stunden PP-Präsentationen zum Thema Neurobiologie, Physiologie und Bewegungssteuerung im Bagua so aufzuarbeiten dass man sie auf Fachkongressen halten könnte würde so viel Zeit kosten dass es sich nicht lohnt. Die sind halt für “Nichtfachpublikum” gemacht und das hat schon Zeit gekostet.

    Um daraus wirklich wissenschaftliche Vorträge halten zu können muss man so viel Zeit investieren dass sich das einfach nicht lohnt. Ohne diese “Aufarbeitung” jedoch wird es nicht wirklich bekannt. Diese Aufarbeitung lohnt sich nur dann wenn man daraus einen konkreten Nutzen in der Therapie ziehen kann und dafür muss man Wirksamkeit erbringen und das geht wiederum nur mit gescheiten Studien, die dann wieder zu zeitaufwendig um sie “nebenbei” zu machen.

    Ideen, wie man das machen könnte, habe ich durchaus. Mal sehen was sich nach Corona so alles ergibt...
    Ist doch grundsätzlich so, dass die Ausarbeitung von Vorträgen Zeit kostet und irgendwie erwartet wird, dass man das irgendwie parallel zum normalen Tagesgeschäft erledigt. Das ist ja keine Frage dieses speziellen Themas. Nur bei einem Punkt stimme ich dir absolut zu: Bei diesem konkreten Thema lohnt der Aufwand in der Tat nicht.

  15. #15
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    Zitat Zitat von Seemann Beitrag anzeigen
    Skepsis ist auch mehr als angebracht, weil das ein einziger reudiger Sumpf ist. Und das ist auch nicht Frage einer Meinung, sondern das ist so. Solche Artikel sind "immer" spannend, bei Licht betrachtet bleibt aber am Ende halt nicht viel. In meinen Augen ist das Label "Naturmedizin", was ja gar nicht klar definiert ist, sondern eine Art Wolke, höchstens geeignet Compliance bei einem bestimmten Klientel zu erhöhen. Kann man ja machen, so lange man sich nicht selbst blenden lässt, sollte vllt aber auch mal hinterfragen, ob ein solcher Schritt (Compliancesteigerung durch ein bestimmtes Angebot) langfristig wirklich so sinnvoll ist. Vllt besser die Eier in der Hose zu haben offen zu vertreten, dass Medizin keine Dienstleistung ist, ein Arzt kein Staubsaugervertreter und der Patient kein Kunde.
    Ich stimme Dir in fast allem zu Semann; vor allem in Deiner Metapher mit dem "reudigen Sumpf" und ich unterstreiche auch Deinen letzten Satz. Allerdings muss ich Dir wehement wiedersprechen wenn Du behauptest dass "Naturmedizin" (natürlich ist der Begriff nicht klar umrissen, aber wir merken schon ob wir vom Selben sprechen oder nicht) höchstens zur Steigerung der Complience geeignet sei. Das ist zwar auch ein tatsächlich wichtiger Aspekt, aber ich würde mal behaupten dass eine manualmedizinische Behandlung oder eine Hilottherapie ein adäquateres Mittel darstellt ein Psoassyndrom zu behandeln als eine medikamentöse Analgesie (mit nebenwirkunsreichen NSAR) und ein Muskelrelaxans! Das ist jetzt wirklich ein Beispiel dass ein Hausarzt jeden Tag selber erlebt und entsprechend die Weichen stellt; ich kann das mit hunderten weiteren konkreten Beispielen fortführen wenn Du willst!

    Ich denke dass es in jedem Fall gilt einen blinden Idealismus zu vermeiden und die Hardcore Schulmedizin ist halt eben auch oft mehr eminence- als evidence based. Es gibt ja auch genügend Beispiele an denen man sehen kann wie hardcore Schulmediziner die Karre an die Wand gesetzt haben; das reicht von Contergan bis zur Resmed- Studie.

    Ich möchte jetzt mit diesem Post niemand in seinem Glauben an die moderne Medizin erschüttern. Ganz im Gegenteil; aber es braucht immer kritische Ärzte und Therapeuten mit Menschenverstand und keinesfalls Idealisten; gleich welcher Richtung!
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