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Thema: Sychronizitäten

  1. #1
    oxcart Gast

    Standard Sychronizitäten

    Als Synchronizität (altgriechisch σύν syn, deutsch ‚mit, gemeinsam‘ und χρόνος chronos ‚Zeit‘) bezeichnete der Psychiater und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung zeitlich korrelierende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind (die also akausal sind), jedoch als miteinander verbunden, aufeinander bezogen wahrgenommen und gedeutet werden.
    Habt ihr Erfahrungen mit Synchronizitäten, versucht ihr diese vielleicht sogar bewusst zu kultivieren? So wie ich es verstanden habe sehen manche Religionen diese als Ausdruck eine höheren Dynamik, selbst wenn diese nur eine Reflexion des individuellen Verstandes ist. Siehe Schicksal, Kismet, Karma vielleicht, und so weiter.

  2. #2
    oxcart Gast

    Standard

    Ein Beispiel für was ich meine, oder wie ich es für mich interpretiere: Ich habe eine Verabredung mit jemanden. Ich möchte noch etwas erledigen und vergesse die Zeit. Draußen hupt ein Auto und ich sehe das als ein Zeichen mich mit der Aufgabe zu beeilen, oder auf den Weg zu machen. Oder ich denke über etwas bestimmtes nach und sehe dann etwas im Fernsehen was dazu zu passen scheint, das dann vielleicht einen Einfluss auf meine Entscheidung hat. Im Kontext passt vielleicht was Robert Anton Wilson als Realitätstunnel bezeichnete, wo im Anbetracht einer nicht in ihrer Gänze verarbeitbare Informationsflut zwangsläufig, gemäß wie auch immer gearteter Prioritäten, gefiltert werden muss. Soll heißen, wenn ich mich stark mit etwas beschäftige kann ich das Gefühl entwickeln damit verbundene Aspekte gehäuft wahrzunehmen, obwohl sich nur meine Filter verschoben haben. Ich denke so gesehen ist es auch möglich mehr Synchronizitäten wahrzunehmen, auch wenn diese wohl nur Ausdruck des Unterbewussten sind, die man auf die Außenwelt projiziert.

  3. #3
    Registrierungsdatum
    05.03.2017
    Beiträge
    3.027

    Standard

    Ich kultiviere die bewusst. und zwar, indem ich mich freue und es schätze, wenn etwas synchronistisch funktioniert. Das fühlt sich nach Flow and und danach, dass Dinge sich wie von selbst an den rechten Platz fügen, dass Gelegenheiten sich zeigen... und auch, dass das Universum ein grundsätzlich freundlicher und hilfsbereiter Ort ist.

    und was heisst hier "nur" das Unterbewusste... das Unterbewusste ist riesig und enorm mächtig. ca 99.99999% von allem, was in meinem eigenen Kérper passiert, ist mir nicht bewusst, zum Beispiel... und eine Synchronizität womöglich eine Art Kommunikation des Unbewussten bzw Unterbewussten mit dem, was "aktiv bewusst" ist ("ich weiss was ich weiss"). Eine Art, wie die ungeheuren Mengen sensorischer Daten, die ich verarbeite, ausgewählt und dem Licht meines Bewusstseins präsentiert werden.
    unorthodox

  4. #4
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    04.11.2017
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    2.300

    Standard

    Das mit der Synchronizität hab ich nie so ganz verstanden..
    Ist das nur eine Koinzidenz, in der ein Sinnzusammenhang entdeckt wird, oder doch Ausdruck eines kausalen Zusammenhanges* auf einer Ebene, die wir kennen?

    *) damit ist nicht unbedingt eine direkte Ursachen-Wirkungs-Kette gemeint, sondern auch zwei Ereignisse, die untereinander keine kausale Wirkung ausüben, aber beide eine gemeinsame Ursache haben.

    Zitat Zitat von oxcart Beitrag anzeigen
    Ein Beispiel für was ich meine, oder wie ich es für mich interpretiere: Ich habe eine Verabredung mit jemanden. Ich möchte noch etwas erledigen und vergesse die Zeit. Draußen hupt ein Auto und ich sehe das als ein Zeichen mich mit der Aufgabe zu beeilen, oder auf den Weg zu machen.
    je nachdem, wo Du wohnst, kann es ja recht häufig vorkommen, dass ein Auto hupt, ohne dass Du dem eine besondere Bedeutung bei misst.

    Zitat Zitat von oxcart Beitrag anzeigen
    Oder ich denke über etwas bestimmtes nach und sehe dann etwas im Fernsehen was dazu zu passen scheint, das dann vielleicht einen Einfluss auf meine Entscheidung hat. Im Kontext passt vielleicht was Robert Anton Wilson als Realitätstunnel bezeichnete, wo im Anbetracht einer nicht in ihrer Gänze verarbeitbare Informationsflut zwangsläufig, gemäß wie auch immer gearteter Prioritäten, gefiltert werden muss. Soll heißen, wenn ich mich stark mit etwas beschäftige kann ich das Gefühl entwickeln damit verbundene Aspekte gehäuft wahrzunehmen, obwohl sich nur meine Filter verschoben haben. Ich denke so gesehen ist es auch möglich mehr Synchronizitäten wahrzunehmen, auch wenn diese wohl nur Ausdruck des Unterbewussten sind, die man auf die Außenwelt projiziert.
    Also eher Ersteres?
    Man entdeckt einen Sinnzusammenhang aufgrund einer selektiven Wahrnehmung?
    Geändert von Pansapiens (06-09-2020 um 10:15 Uhr)
    Verflucht sei, wer sein Leben an das Grosse und Würd’ge wendet und bedachte Plane mit weisem Geist entwirft!
    Dem Narrenkönig gehört die Welt.

  5. #5
    oxcart Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Das mit der Synchronizität hab ich nie so ganz verstanden..
    Ist das nur eine Koinzidenz, in der ein Sinnzusammenhang entdeckt wird, oder doch Ausdruck eines kausalen Zusammenhanges* auf einer Ebene, die wir kennen?
    Kommt drauf an. Ich persönlich empfinde es als Ausdruck des Unterbewussten, andere sehen es vielleicht als das Wirken einer Geisterwelt, die versucht mit uns zu kommunizieren. Die Ahnen, Schutzengel, das Dao, und sowas. Siehe als extremeres Beispiel für das Prinzip die Visionssuche bei amerikanischen Indianern (https://de.wikipedia.org/wiki/Visionssuche). Der empfundene Sinnzusammenhang ist in der Hinsicht imho eher so etwas wie ein Rorschachtest, bei dem man das Alltagsleben interpretiert anstatt irgendwelcher Tintenkleckse. Dort gibt es in dem Sinne auch keinen Kausalzusammenhang, aber persönliche Interpretationen (als Spiegel des Unterbewussten) können trotzdem wertvolle Einsichten produzieren. Meinetwegen über das eigene Verhältnis zur Welt. Wobei man sich hier glaube ich streiten kann wo da vielleicht eine Geisteskrankheit anfängt, wenn man auf einmal denkt jeder Furz hätte eine tiefere Bedeutung und sich mit Stoppschildern unterhält.

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    je nachdem, wo Du wohnst, kann es ja recht häufig vorkommen, dass ein Auto hupt, ohne dass Du dem eine besondere Bedeutung bei misst.
    Stimmt schon, war nur so ein Beispiel. Es kommt finde ich auf den Kontext an und das persönliche Empfinden. Was für dich keine Bedeutung hat und alltäglich wirkt könnte das Leben einer anderen Person nachhaltig verändern. Für mich ist Straßenverkehr auch nur weißes Rauschen, andererseits kann es für jemanden der sowieso schon darüber nachdenkt vielleicht dessen Entschluss bestärken die Stadt zu verlassen.

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Also eher Ersteres?
    Man entdeckt einen Sinnzusammenhang aufgrund einer selektiven Wahrnehmung?
    So sehe ich es jedenfalls. Muss nicht stimmen.

    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    und was heisst hier "nur" das Unterbewusste... das Unterbewusste ist riesig und enorm mächtig. ca 99.99999% von allem, was in meinem eigenen Kérper passiert, ist mir nicht bewusst, zum Beispiel... und eine Synchronizität womöglich eine Art Kommunikation des Unbewussten bzw Unterbewussten mit dem, was "aktiv bewusst" ist ("ich weiss was ich weiss"). Eine Art, wie die ungeheuren Mengen sensorischer Daten, die ich verarbeite, ausgewählt und dem Licht meines Bewusstseins präsentiert werden.
    Ich meinte das tatsächlich nur in dem Sinne, dass es eben nicht die Geisterwelt oder was auch immer sein muss, die da mit einem spricht. Das sollte die Relevanz des Unterbewusstseins nicht schmälern, es ging nur um den Kontrast.
    Geändert von oxcart (06-09-2020 um 10:58 Uhr)

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