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Thema: Fahrrad Tipps gesucht

  1. #1
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    Standard Fahrrad Tipps gesucht

    Ich habe vor, mir spätestens zum nächsten Frühjahr ein Fahrrad zuzulegen. Bin als Kind & Jugendlicher sehr viel Fahrrad gefahren, da ich nie ein Mofa, Roller etc. hatte aber seit zig Jahren habe ich nicht mehr auf einem Rad gesessen (oder ein Rad besessen). Das Rad würde ich hauptsächlich für Ausflüge nutzen und es sollte auf normalen Fahrradwegen auskommen als auch auf leichteren Trails, Feld- & Waldwegen (sowas wie hier ab 2:53 oder 3:38 sollte noch möglich sein: https://www.youtube.com/watch?v=VZ1DcaBIApY ). Preislich bis max. 1.000€.

    Ich tendiere zu einem Gravel Bike mit etwas aufgebesserten Reifen oder einem Trekkingrad / straßentaugliches Mountainbike.

    Sowas wie hier:

    https://www.decathlon.de/p/gravel-bi...40&c=GR%C3%9CN

    Review: https://steffsworld.jimdo.com/bikesp...n-grvl-120-de/ (er schreibt ja im Matsch lief es nicht so gut aber da würde ich auf die Smart Sam Reifen upgraden, die er später im Artikel erwähnt)

    oder hier:

    https://www.kreidler.com/de/shop/dic...gang-disc-2019

    Liege ich damit einigermaßen richtig oder habt Ihr Anmerkungen & Tipps?

  2. #2
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    Ich habe mir vor ca. 3 Jahren das hier gegönnt (Vorgänger!) - als Allrounder für die Stadt nebst Umland:
    https://www.fahrradmanufaktur.de/de/...-disc-847-2020

    Gab es für 800 Euroten im hiesigen Fahrradladen. Ich fahre nicht sonderlich viel aber wenn, dann bin ich immer noch hellauf begeistert von dem Teil. Meiner Meinung nach ein perfektes Alltagsfahrrad.

    PS: Ich weiß, das ist nicht cool aber lieber mit Schutzblech, Körbchen und allem Pipapo. Das erhöht den Nutzwert massiv.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Katamaus Beitrag anzeigen

    PS: Ich weiß, das ist nicht cool aber lieber mit Schutzblech, Körbchen und allem Pipapo. Das erhöht den Nutzwert massiv.
    Schutzbleche würde ich in jedem Fall auch anschrauben, einen Gepäckträger brauche ich denke ich nicht unbedingt.

  4. #4
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    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen

    Ich tendiere zu einem Gravel Bike mit etwas aufgebesserten Reifen oder einem Trekkingrad / straßentaugliches Mountainbike.

    Sowas wie hier:

    https://www.decathlon.de/p/gravel-bi...40&c=GR%C3%9CN

    Review: https://steffsworld.jimdo.com/bikesp...n-grvl-120-de/ (er schreibt ja im Matsch lief es nicht so gut aber da würde ich auf die Smart Sam Reifen upgraden, die er später im Artikel erwähnt)

    oder hier:

    https://www.kreidler.com/de/shop/dic...gang-disc-2019

    Liege ich damit einigermaßen richtig oder habt Ihr Anmerkungen & Tipps?
    Bei den beiden Rädern sieht man, dass du dich sehr vom Preis beeinflussen lässt.

    Das Decathlon hat billige mechanische Promax Scheibenbremsen, billige Kurbeln, Billigschaltung, vernünftige Schutzbleche und Gepäckträger werden schwer zu montieren, ich geh da mal nicht auf die Details weiter ein das würde den Rahmen sprengen.

    Trifft auch auf das Kreidler zu, bei dem zudem die Federgabel billigste Qualität ist.

    Beides bestimmt auch schwere Brummer.

    Das Fahrradmanufaktur von Katamaus empfohlen ist für einen Alltagsradler eine Superwahl, Die Marke und die Geschäfte die das vertreiben sind für ihre Qualität bekannt.

    Überhaupt würde ich 2 Schwerpunkte setzen:

    1 Service und Beratung:
    Das ist Gold wert, wenn du in der Saison dein Fahrrad schnell repariert kriegst. Les dir zu den Geschäften in deiner Nähe die Googlebewertungen, Rubrik "schlechteste" durch. Gerade die großen Ketten haben ungeschultes Personal sind telefonisch und per email schlecht erreichbar Onlineshops liefern nicht zu den Terminen, erfüllen nicht ihre versprochenen Serviceangebote.
    Online ein Fahrrad kaufen ist eh grenzwertig, solange man nicht über Jahre die richtigen Geometrien, Anfäliigkeiten der Komponenten kennt und zudem eine Schraubererfahrung an Fahrrädern hat.

    2. Sitzhaltung und Fahrverhalten:
    Jedes Fahrrad ist erst einmal so gut wie ich mich darauf fühle. Ist die Haltung zu sportlich bekommt man Schmerzen, Sattel nicht richtig eingestellt ebenso.
    Geräusche bei Schalten und Bremsen bei Belastung, Kurvenverhalten, das benötigt eine kleine Probefahrt an hügeligen Straßen.

    Der Begriff Gravelbike ist sehr in Mode und dafür zahlt man mehr. Die Auswahl sinnvoller Zubehörteilen und hochwertigen Komponenten mit gutem Preiß/Leistungsverhältniss ist bei Trekking/MTB größer.
    Ein MTB und bisschen straßentauglichere Reifen mit hohem Pannenschutz sind besser als der Smart Sam auf dem Decathlon...der Fahrbericht sieht eh nach gesponsorter Werbung aus.

    Also der beste Weg ist, du gehst in Läden in deiner Umgebung und fährst Probe,dann kannst du deine Favoriten hier nochmal vorstellen.

    Wenn du das Fahrrad als Sportgerät nutzen willst kannst du auch auf eine gute Federgabel Wert legen die sich gut verstellen lässt, also deutlichen Unterschied zwischen weicher und harter Einstellung zeigt, evt sogar Zug- und Druckstufe und einen Lockout hat.
    Ein leichtes Fahrrad macht viel Spass, hat man natürlich wenn es ohne Bleche, Ständer etc. daherkommt, da aber darauf achten, dass Zubehör nachrüstbar ist, geht nicht bei jedem Rad ohne Probleme.

    Zuletzt kommt ja auch ein Gebrauchtrad in Frage, hier gilt Probefahren und eine kundigen Bekannten der den Verhscleißgrad von Bremsen, Schaltung, Speichen, Lager etc. abschätzen kann.
    Geändert von Paradiso (06-09-2020 um 22:50 Uhr)

  5. #5
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    Hallo "FireFlea",
    es kommt tatsächlich darauf an was du primär vorhast.

    Ein- oder Mehrtagestouren.

    Ein Gravelbike ist mehr was für mehrtägige Bikepacking-Touren.

    Ein Mountainbike macht mehr Sinn im Gelände.

    Ein Allrounder ist und bleibt noch immer ein Trekkingrad.

    Da die Fahrradwege in ganz Deutschland sehr gut ausgebaut sind, kannst du diesbezüglich nichts verkehrt machen.

    Gruß Markus

  6. #6
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    Der Meinung von Paradiso würde ich mich grösstenteils anschliessen..

    Gravelbikes sind ein Modeabklatsch von Cyclocrossbikes(Geometrie ist nicht ganz so scharf), ansich gute Räder, man sollte aber schon wissen, was man sich da anschafft.
    Die Komponenten sind langfristig mindestens genauso wichtig wie der Rahmen, billig macht auf Dauer keinen Spass.

    Trekkingbikes sind mir auch zu altbacken/lehrermässig, aber erfüllen auf jeden Fall ihren Zweck, wenn man regelmässig, auch bei schlechtem Wetter fährt.
    Allerdings Sexappeal gegen null..

    Für 1000€ kann man schon gute Räder kriegen, ich würde mich auch beim Fachhändler beraten lassen und probefahren, aber da gibt es auch viele Idioten, die ausser von Hollandrädern und E-Bikes keinen Plan haben und häufig nicht mal das.

    Und durch den Wald komm ich im trockenen auch mit 23 Slicks auf dem Rennrad..

    Also nicht verzagen, informieren und nochmal fragen.

    Viel Erfolg, ein gutes Bike kann schon richtig viel Spass machen.
    Suckers try it, but I don't buy it.

  7. #7
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    Wenn Du einen wartungsarmen Allrounder suchst würde ich dir etwas mit einer 8-Gang Nabenschaltung und einem Riemenantrieb empfehlen. Wird zwar eher bei 1100 liegen, aber das lohnt sich auf alle Fälle.

    So etwas:

    https://www.kalkhoff-bikes.com/de_de...19-endeavour-8

  8. #8
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    Zitat Zitat von Macabre Beitrag anzeigen
    ich würde mich auch beim Fachhändler beraten lassen und probefahren, aber da gibt es auch viele Idioten, die ausser von Hollandrädern und E-Bikes keinen Plan haben und häufig nicht mal das.
    Genauso gibt es meißt junge Berater die außer über Rennräder oder MTB keine Ahnung haben über die Details eines alltagstaulichen Fahrrades und nur aus ihrer Sportlich ambitionierten Sicht und Technikverliebtheit ein Fahrrad andrehen wollen das viel zu überladen mit Technik und einer unbequemen Haltung nicht für entspannte Freizeitradler oder Alltagsradler dient.

    Deshalb in mehrere Läden gehen und Probefahren wobei so Indoorstrecken wie bei Stadler oder XXL nicht aussagekräftig sind, der Händler sollte dich damit schon auf die Strasse zum Probieren lassen.

    Zum Thema Verkäufer....die besseren Verkäufer sind heutzutage im E-Bike Bereich des Ladens zu finden, sie meißt die größte Kompetenz und der Ladeninhaber will und muss möglichst viele e Bikes abverkaufen und das nicht nur weil er Geld machen will sondern durch den großen Konkurrenzdruck das Lager für die Auswahl groß halten und das Lager am Endes des Jahres leer haben muss.

    Verkäufer mit wenig Erfahrung betreuen den unteren Preisbereich, Einsteiger MTB/Trekking und Kinderräder.

  9. #9
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    Gravel ist toll, weil es eine Art eierlegende Wollmilchsau ist, aber ich würde genau gucken, wo deine Hauptanforderung liegt. Wenn du hauptsächlich Landstraße und Feldwege fährst, toll. Für Jede Art von Stadt/Verkehr kannst du aber die Rennrad-DNA nicht richtig ausnutzen, weil du dauernd ausgebremst wirst (Ampeln, Verkehr, Bügersteige ...). Und du sitzt komplett hart und ungefedert. So viel bringen die etwas dickeren Reifen nicht. Straßenbahnschienen sind immer noch kacke.
    Also für Stadt und Wald wäre dein Ansatz "staßentaugliches Einsteiger-MTB bzw. Treckingrad" mMn der Bessere.
    Du sagtest zum Beispiel "normale Fahrradwege fahren", und mit Gravel kommst du da zwar drüber; aber der Impuls ist da, lieber auf die Straße auszuweichen, wie mit dem Rennrad halt.
    Den Tipp mit beim Händler kaufen unterstreiche ich ebenfalls.

  10. #10
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    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
    Ich habe vor, mir spätestens zum nächsten Frühjahr ein Fahrrad zuzulegen.

    Ich tendiere zu einem Gravel Bike mit etwas aufgebesserten Reifen oder einem Trekkingrad / straßentaugliches Mountainbike.
    Zum zweiten Punkt schmeiß ich das Stichwort Crossbike in die Runde. Ist so ein bisschen die eierlegende Wollmilchsau. Bisschen sportlicher aufgemachtes Trekkingrad, hat wie Trekkingrad auch Besenstiellenker (Gravel ja nicht) und ... meins macht mir jede Menge Spaß ;-)

    Zum ersten Punkt und zum Drüber-Nachdenken:
    Nächstes Frühjahr/Sommer dürften diejenigen Bikes (fast un)gebraucht auf den Markt kommen, die dieses Jahr in Massen angeschafft wurden, dann aber in Kellern und Garagen einstaubten. Wenn man weiß, was man tut, oder jemand mit Ahnung dabei hat, kann man dann sicher super gut und günstig einkaufen. Aber, wie gesagt, Fachwissen schützt vor Reinfällen.

    Generell: Finger weg von allzu günstigen Neurädern! Der Preis hat einen Grund und den willst du nicht ausbaden.
    800 bis 1000 solltest du für ein neues Rad auf alle Fälle mindestens ausgeben. "Wer billig kauft, zahlt zweimal" - der Spruch stimmt schon. Bei Fahrrädern allemal.

    Und dann bitte wirklich von einem ordentlichen Fahrradhändler, gerne einem kettenunabhängigen, der gute Kritiken hat. Bei Decathlon kaufe ich nichtmal T-Shirts, von Fahrrädern ganz zu schweigen. Ich habe eine Weile gebraucht, um einen wirklich guten Schrauber/Dealer zu finden. Aber den geb ich nimmer her!

    Probefahrt ist absolutes Muss! Und bitte nicht nur drei Runden im Verkaufsraum! Nur durch ausgiebiges Probieren findest du raus, welche Geometrie in welcher Größe dir wirklich "passt". Völlig unabhängig von Formeln und Pi-mal-Daumen-Berechnungen.

  11. #11
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Wenn Du einen wartungsarmen Allrounder suchst würde ich dir etwas mit einer 8-Gang Nabenschaltung und einem Riemenantrieb empfehlen. Wird zwar eher bei 1100 liegen, aber das lohnt sich auf alle Fälle.

    So etwas:

    https://www.kalkhoff-bikes.com/de_de...19-endeavour-8
    Ich glaube, dem Threadersteller ging es auch bisschen um Sportlichkeit, daher sollte er das Geld auch in die Richtung investieren, das heißt für Technik zu zahlen die er in die Richtung auch nutzen kann.

    Da sind zuallererst ein leichtes Fahrrad mit agiler Geometrie, also kurzer Radstand, kurzer Kettenstrebe, langem Reach aber für bequeme Haltung ein hoher Stack.
    Zweitens würde ich in eine gute Federgabel investieren einstellbar und blockierbar mit gutem Ansprechverhalten, drittens vorn eine 180mm Bremscheibe und keine Billigbremse wie Tektro oder Promax, die günstige Shimano mt 200 ist eine gute Wahl und gibt es schon an Rädern für 600 Euro.

    Das Kalkhoff von Kanken hat ein paar Schwächen.
    Zuerst die tubeless ready Felge, die wenigsten machen sich tubeless Reifen drauf aber einen normalen Reifen von einer tubeless Felge zu montieren um einen Schlauch zu flicken ist sehr schwer. Da würde ich mir gleich vom Händler gegen Aufpreis den pannensichersten Reifen, derzeit Schwalbe Marathon Plus montieren lassen.

    Riemenantrieb ist nur für wenige Viel/Schlechtwetter/Alltagsradler interessant, da würde ich das Mehrgeld eher in andere Technik stecken und sich erklären lassen wie man eine Kette richtig pflegt.

    Zur Federgabel steht nichts sieht eher aus wie eine billige nicht einstellbare.

    Die Nabenschaltung ist gut, aber schlecht wenn man nicht weiß wie das Laufrad bei einer Panne aus und wieder einzubauen.

    Zudem kommt die Nabenschaltung in hügeligem/gebirgigen Gelände an ihre Grenzen, wenn man nicht bergauf schieben will.Stuttgartfahrer wissen was ich meine.
    Die Nabenschaltung sollte keine Rücktrittbremse haben für leichteren Ausbau und vor allem durch den Vorteil, beim Anfahren die Pedalstellung durch freies nach hinten kurbeln für den Antrittfuß zu optimieren.

    Man kann eine Nabenschaltung optimieren wenn man die Gangübersetzung in Richtung leichter verschiebt, durch Vergrößern des Ritzel hinten oder verkleinern des Kettenblattes vorn, was mit Riemen durch die limitierte Zahl an Zubehör Ritzel/ Riemen/Kette schwierig ist.
    Geändert von Paradiso (07-09-2020 um 09:34 Uhr)

  12. #12
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    Die wenigsten dieser "neumodischen" Gefährte werden auch nur halbwegs artgerecht bewegt - davon ab das ein Großteil der Käufer sie eigentlich auch gar nicht braucht.

    Ob Gravel- oder Cross- oder was auch immer man sich da jetzt gerade für schicke Namen einfallen lässt (allein wie viele mit einem "Rennlenker" durch die Gegen gondeln, aber eigentlich keine Ahnung haben wie man den denn auch tatsächlich sportlich nutzt).

    Die im Eingangsposting verlinkten Teile sind m.E. rausgeschmissenes Geld aus den schon genannten Gründen. Für das vom TE angesprochene Fahrprofil tut es im Kern jedes anständige (Trekking)-Bike ohne Federgabel oder sonstigen Schnickschnack. Die im Video verlinkten Streckenausschnitte (die ja wohl eher die Ausnahme denn die Regel darstellen) lassen sich damit problemlos bewältigen.

    Ob Ketten- oder Nabenschaltung ist wie vieles eine Überzeugungssache und eine Frage des eigenen technischen Könnens.

    Am besten (gerade wenn man noch nicht weiß wie viel man das Gerät dann tatsächlich bewegt) fährt man m.E. mit einem Allrounder wie z.B.

    https://www.stevensbikes.de/2020/ind...=DE&lang=de_DE

    https://www.stevensbikes.de/2020/ind...=DE&lang=de_DE

    oder so etwas:

    https://www.cube.eu/2021/bikes/urban...iridiumnblack/


    Da hat man zwar keine überragenden Komponenten aber was grundsolides, man kann je nach Bedarf das Gerät StVO tauglich gestalten und hat vor allem keinen Ärger mit (billigen) Federgabeln die für den angestrebten Einsatz eh nichts bringen außer gut auszusehen. Die "großen" Marken sind dabei auch relativ preisstabil, also selbst wenn man nach 1-2 Jahren dann das Teil gegen ein Crossbike oder ähnliches tauschen will bekommt man sie zu einem guten Kurs wieder los, dass sieht bei Decathlon etc. ganz anders aus.

    Und man hat in der Regel den Vorteil, dass es auch genügend Händler gibt die die Marken vertreiben. Ansonsten ist der Tip mit der VSF Manufaktur auch gar nicht verkehrt, kostet etwas mehr - dafür hat man bei guter Pflege aber auch eigentlich ein unverwüstliches Bike an dem man lange Spaß haben kann.

    Und auch wenn es schon mehrfach angesprochen wurde:
    Kein Fahrradkauf (erst recht nicht in der Preisklasse) ohne ausgiebige Probefahrt. Egal wie attraktiv der Internetpreis ggf. sein mag - ohne auf dem Drahtesel gesessen zu haben sollte man sich kein Rad kaufen.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  13. #13
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    Was Du auch berücksichtigen solltest. Mit wem fährst Du vorwiegend längere Strecken (wenn überhaupt) und welche Fahrradtypen haben die.

  14. #14
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    Zitat Zitat von Paradiso Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dem Threadersteller ging es auch bisschen um Sportlichkeit, daher sollte er das Geld auch in die Richtung investieren, das heißt für Technik zu zahlen die er in die Richtung auch nutzen kann.

    Da sind zuallererst ein leichtes Fahrrad mit agiler Geometrie, also kurzer Radstand, kurzer Kettenstrebe, langem Reach aber für bequeme Haltung ein hoher Stack.
    Zweitens würde ich in eine gute Federgabel investieren einstellbar und blockierbar mit gutem Ansprechverhalten, drittens vorn eine 180mm Bremscheibe und keine Billigbremse wie Tektro oder Promax, die günstige Shimano mt 200 ist eine gute Wahl und gibt es schon an Rädern für 600 Euro.

    Das Kalkhoff von Kanken hat ein paar Schwächen.
    Zuerst die tubeless ready Felge, die wenigsten machen sich tubeless Reifen drauf aber einen normalen Reifen von einer tubeless Felge zu montieren um einen Schlauch zu flicken ist sehr schwer. Da würde ich mir gleich vom Händler gegen Aufpreis den pannensichersten Reifen, derzeit Schwalbe Marathon Plus montieren lassen.

    Riemenantrieb ist nur für wenige Viel/Schlechtwetter/Alltagsradler interessant, da würde ich das Mehrgeld eher in andere Technik stecken und sich erklären lassen wie man eine Kette richtig pflegt.

    Zur Federgabel steht nichts sieht eher aus wie eine billige nicht einstellbare.

    Die Nabenschaltung ist gut, aber schlecht wenn man nicht weiß wie das Laufrad bei einer Panne aus und wieder einzubauen.

    Zudem kommt die Nabenschaltung in hügeligem/gebirgigen Gelände an ihre Grenzen, wenn man nicht bergauf schieben will.Stuttgartfahrer wissen was ich meine.
    Die Nabenschaltung sollte keine Rücktrittbremse haben für leichteren Ausbau und vor allem durch den Vorteil, beim Anfahren die Pedalstellung durch freies nach hinten kurbeln für den Antrittfuß zu optimieren.

    Man kann eine Nabenschaltung optimieren wenn man die Gangübersetzung in Richtung leichter verschiebt, durch Vergrößern des Ritzel hinten oder verkleinern des Kettenblattes vorn, was mit Riemen durch die limitierte Zahl an Zubehör Ritzel/ Riemen/Kette schwierig ist.
    Als Münsteraner habe ich schon alles an Fahrrädern gefahren in allen Preisklassen. Von teuren Rennrädern über einfache Hollandräder und teure MTB. Ein guter Trekkingalrounder ist für mich das Sinnvollste. Wenn ich schnell fahren will kaufe ich ein entsprechendes Rennrad, wenn ich im Gebirge wohne, dann kaufe ich ein entsprechendes MTB, aber in beiden Fällen sind wir dann schnell bei 1500-2000 Euro, ohne was besonderes zu haben.
    Billig kauft man zweimal, aber man kauft auch zweimal wenn man schnell fahren will und kein Rennrad hat oder im Gebirge wont und kein MTB hat.

    Ich fahre selbst das Endeavour und muss sagen es ist der beste Preis-Leistungskompromiss den man finden kann. Klar alles geht besser und teurer, aber wenn man das Rad haben will um wartungsfrei, entspannt und schnell von a nach b zu kommen, dann wird man keinen besseren Kompromiss finden.
    Die Nabe hat einen Freilauf und ich würde auf alle Fälle die Alfine-Schaltung empfehlen. Zum Thema Riemen: Mir kommt nichts anderes mehr bei einer Nabenschaltung an‘s Rad.

  15. #15
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    Man sollte auch den Spassfaktor mitbedenken. Ich fahre seit Jahren im Alltagsbetrieb ein Rennrad und will nix anderes mehr fahren(einen Cyclocrosser werd ich mir auch noch holen..).
    Die Agilität und Leichtigkeit haben es mir angetan. Ausserdem muss ich öfter über Land fahren und da macht das schon Sinn.
    Klar muss ich damit viele Kompromisse eingehen, daß ist mir der Fahrspass aber wert.

    Und Rennlenker finde ich gut, weil man da mehrere Griffmöglichkeiten hat, was gerade auf längeren Strecken gut ist. Beim Besenstiel haste nur eine Griffmöglichkeit.
    Klar musste ich mich erst an die Sitzposition gewöhnen, aber das ging schnell und mittlerweile finde ich es echt bequem.
    Ich würde auf jeden Fall auch eine Probefahrt mit nem Gravelbike machen, der Spassfaktor ist schon hoch.
    Suckers try it, but I don't buy it.

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