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Thema: Sportwissensch. Begriff gesucht

  1. #1
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    Standard Sportwissensch. Begriff gesucht

    Helft bitte mal! Ich möchte mich zu einem bestimmten Thema aus der Sportwissenschaft schlau(er) machen, weiß aber nicht mehr, wie der korrekte Fachbegriff dazu heißt.

    Am Beispiel:

    Radler A tritt über längere Zeit bei konstanter, eben für ihn über längere Zeit machbarer, Belastung/Leistung/Wattzahl eine bestimmte Frequenz.
    Er kommt an einen Anstieg. Da er keine Gangschaltung hat, muss er, um die Trittfrequenz zu erhalten, nun deutlich mehr Watt treten, bis er schließlich den Anstieg bewältigt hat. Ab dort geht es wieder mit normaler Belastung weiter.
    Radler A bewältigt den Anstieg, auch wenn er dabei zeitweise ins Schnaufen kommt und seine Herzfrequenz hochgeht.

    Radler B kommt auf gleiche Weise zum selben Anstieg. Auch er versucht, mit der zusätzlichen Last/Wattzahl den Berg hochzufahren, scheitert aber, muss völlig außer Puste absteigen und schieben.

    Was hat A, was B fehlt?

    Ich meine, es war irgendwas auf -elastizität?
    (nicht Lunge, Puste, Kondition!)

  2. #2
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    Kraftausdauer?
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  3. #3
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    Anaerobe Leistungsfähigkeit bzw. anaerobe Ausdauer (aka Kraftausdauer)? Darin wäre A fraglos besser als B. Laktattoleranz wäre ein weiteres mögliches Stichwort. Evtl. gibt es noch einen Begriff für "Belastungsflexibilität" oder so, aber was einschlägiges dafür aus der Sportwissenschaft fällt mir grad nicht ein. "Fehlt" finde ich übrigens eine etwas merkwürdige Formulierung, nachdem das ja nicht eine Frage von alles oder nix ist, sondern von mehr oder weniger.

    Beste Grüsse
    Period.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  4. #4
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    Zitat Zitat von * Silverback Beitrag anzeigen
    Kraftausdauer?
    Ist Kraftausdauer nicht eher, dass man eine *konstante* Belastung über Zeitraum t fahren kann?

    Wie gesagt, ich schwimme begrifflich.
    Mir geht es um ... "aus mäßiger Belastung heraus mal eben 'ne Schippe drauflegen, ohne gleich abzuka**en".

  5. #5
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    @ period:
    In Zusammenhang mit der "Kraftausdauer" hätte ich auch noch auf "Laktattoleranz" getippt. Irgendwie kommt mir gerade noch das Stichwort "Acidose" (für die Übersäuerung) in den Sinn, aber nichts genaueres dazu. Ist leider schon was länger her.
    Geändert von * Silverback (13-09-2020 um 18:21 Uhr)
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  6. #6
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Ist Kraftausdauer nicht eher, dass man eine *konstante* Belastung über Zeitraum t fahren kann?

    Wie gesagt, ich schwimme begrifflich.
    Mir geht es um ... "aus mäßiger Belastung heraus mal eben 'ne Schippe drauflegen, ohne gleich abzuka**en".
    Nu ist das so lange her, das kann ich das nur aus dem Gefühl heraus beantworten:
    * Kraftausdauer war meiner Erinnerung nach der 3. Kraftbereich neben Maximalkraft und Schnellkraft - mithin Kraft über einen längeren Zeitraum leisten können.
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  7. #7
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    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Anaerobe Leistungsfähigkeit bzw. anaerobe Ausdauer (aka Kraftausdauer)? Darin wäre A fraglos besser als B. Laktattoleranz wäre ein weiteres mögliches Stichwort. (...) "Fehlt" finde ich übrigens eine etwas merkwürdige Formulierung, nachdem das ja nicht eine Frage von alles oder nix ist, sondern von mehr oder weniger.

    Beste Grüsse
    Period.
    "Anaerobe Ausdauer" bringt mich schon mal deutlich weiter. Eher übrigens als "Laktattoleranz". Das hängt zwar klar zusammen, es geht aber um Puste, nicht um Muskeln.

    Und, ja, "mehr vs weniger" wäre besser formuliert gewesen.

    Danke!

    Wer noch weitere passende Begriffe hat... ;-)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Ist Kraftausdauer nicht eher, dass man eine *konstante* Belastung über Zeitraum t fahren kann?

    Wie gesagt, ich schwimme begrifflich.
    Mir geht es um ... "aus mäßiger Belastung heraus mal eben 'ne Schippe drauflegen, ohne gleich abzuka**en".
    Fällt für mich in die Kategorie. intervalltraining . Kannst ja auch mal bei HIIT gucken , falls du in die Richtung was machen willst
    Und ja , ist auch für mich Kraftausdauer die benötigt wird für den Anstieg.
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  9. #9
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    Okay.
    Ihr habt da mehr Hintergrundwissen.
    Danke an alle!

    Beim Weiter-Googeln hilft mir die "anaerobe Ausdauer" dennoch sehr.

    Aber in der Umsetzung bleibt es sich wohl gleich: Öfter mal an die Nix-geht-mehr-Grenze gehen, um sie zu schieben.
    Die (Grenze) ist bei mir derzeit deutlich unterhalb des Maximalpulses erreicht. Aber da mache ich mir ein anderes Mal "Kopp" drum.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Okay.
    Ihr habt da mehr Hintergrundwissen.
    Danke an alle!

    Beim Weiter-Googeln hilft mir die "anaerobe Ausdauer" dennoch sehr.

    Aber in der Umsetzung bleibt es sich wohl gleich: Öfter mal an die Nix-geht-mehr-Grenze gehen, um sie zu schieben.
    Die (Grenze) ist bei mir derzeit deutlich unterhalb des Maximalpulses erreicht. Aber da mache ich mir ein anderes Mal "Kopp" drum.
    Kraftausdauer ist ja ein Bereich und kein fester Punkt . So. 30- 50/60% der maximalen Kraft. Was den Widerstand angeht. Gehst du drüber kommst du in den Kraftbereich mit mehr und mehr Schwerpunkt direkt ATP -Verbrauch ...dann folgend Submaximal und Maximal . Selbst maximal ist immernoch ein Bereich .

    Was den puls angeht muss man nicht gleich wie bei HIIT Training mit 90-95 % des maxpulses einsteigen.
    Für dem Anfang genügen schon Intervalle im Bereiche von 150-160 Bpm um in den anaeroben Bereich zu kommen.

    Wenn du mit Ergometern arbeitest dann halt mit Intervallprogrammen anfangen und später Stufen bzw Bergprograme benutzen. Können zu Beginn durchaus erstmal 30 sec Belastungsphasen sein mit 2-3 stufen höher .

    Draussen wären das dann leichte zwischenspurts beim Joggen oder kleines Treppentraining . So als Idee.

    Leicht auspowern ja , aber einfach am Anfang bissel mehr auf die Körperstrukturen achten die die Belastungen noch nicht sooo gewöhnt sind . Bänder , Sehnen usw. Einfach hinhören . Die werden mehr gestresst als die Pumpe auch wenn die Puste deutlicher zu spüren ist.

    Also finde DEIN Verhältniss von Spannung und Entspannung( Pause , lockeres Laufen )
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  11. #11
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Helft bitte mal! Ich möchte mich zu einem bestimmten Thema aus der Sportwissenschaft schlau(er) machen, weiß aber nicht mehr, wie der korrekte Fachbegriff dazu heißt.

    Am Beispiel:

    Radler A tritt über längere Zeit bei konstanter, eben für ihn über längere Zeit machbarer, Belastung/Leistung/Wattzahl eine bestimmte Frequenz.
    Er kommt an einen Anstieg. Da er keine Gangschaltung hat, muss er, um die Trittfrequenz zu erhalten, nun deutlich mehr Watt treten, bis er schließlich den Anstieg bewältigt hat. Ab dort geht es wieder mit normaler Belastung weiter.
    Radler A bewältigt den Anstieg, auch wenn er dabei zeitweise ins Schnaufen kommt und seine Herzfrequenz hochgeht.

    Radler B kommt auf gleiche Weise zum selben Anstieg. Auch er versucht, mit der zusätzlichen Last/Wattzahl den Berg hochzufahren, scheitert aber, muss völlig außer Puste absteigen und schieben.

    Was hat A, was B fehlt?

    Ich meine, es war irgendwas auf -elastizität?
    (nicht Lunge, Puste, Kondition!)
    Hilft dir vielleicht nur begrenzt weiter. Dein Beispiel ist dasselbe wie hier:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Elas...hrzeugtechnik)

  12. #12
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    ...

    Was hat A, was B fehlt?

    ...
    Kraftausdauer auf höherem Niveau.

    Vermutlich auch eine bessere Grundlagenausdauer.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen

    Radler B kommt auf gleiche Weise zum selben Anstieg. Auch er versucht, mit der zusätzlichen Last/Wattzahl den Berg hochzufahren, scheitert aber, muss völlig außer Puste absteigen und schieben.

    Was hat A, was B fehlt?

    Ich meine, es war irgendwas auf -elastizität?
    (nicht Lunge, Puste, Kondition!)
    A hat eine höhere "aerobe" und ggf auch höhere "anaerobe Kapazität". Dadurch kann er das Leistungslevel auch unter Sauerstoffschuld am Anstieg besser halten.

    http://www.la-coaching-academy.de/in...erobe-schwelle

  14. #14
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Also finde DEIN Verhältniss von Spannung und Entspannung( Pause , lockeres Laufen )
    Das ist letztlich das, was zumindest für den Rest dieses Jahres anstehen wird. Das bisherige 2020 war sowohl von Verletzungen her als auch trainings- und disziplinbezogen eher mau.

    Jetzt haben wir erstmal Rad- und Wanderurlaub, wenn auch in heimischen Gefilden. Da lassen wir dann Spaß und Sport ineinander fließen.

    Wird auch wieder Zeiten geben, in denen ich deutlich mehr Gas gebe(n kann).

  15. #15
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    ..

    Mir geht es um ... "aus mäßiger Belastung heraus mal eben 'ne Schippe drauflegen, ohne gleich abzuka**en".
    Der Zeitfaktor spielt aber eine wichtige Rolle. Wenn einer am Berg nicht noch 50 Meter vor sich hat, sondern zig Kilometer,
    und will nochmal Gas geben, braucht er eben hohe (höhere im Vergleich) aerob-anaerobe Schwelle bzw. Schwellenleistung
    als der, der dann absteigen muss. Vor dem Rennen optimal gefüllte Glykogenspeicher sowieso vorausgesetzt.
    Geändert von Kusagras (15-09-2020 um 07:32 Uhr) Grund: Orthog.

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