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Thema: Trend: Eisbaden

  1. #1
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    Exclamation Trend: Eisbaden

    wer hat erfahrungen damit und kann davon berichten?


    wie habt ihr euch vorbereitet?


    wo badet ihr?

  2. #2
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    ist mir zu kalt.
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
    https://www.hiltibjj.de


    http://www.jkdberlin.de

  3. #3
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    Morsche,

    meine erste Erfahrung habe ich als Kind damit gemacht, nach dem Lesen eines Buchs von Rüdiger Nehberg (er beschreibt es dort als Abhärtungsmethode) nutzte ich die abendliche Abwesenheit meiner Eltern, klopfte das Eis im Gartenteich auf und sprang zweimal rein. Das zweite Mal war definitiv zu viel und zu lange, ich bekam den ganzen Abend den Körper nicht mehr richtig warm und lag am nächsten Tag mit einer Erkältung flach (Kausalität natürlich nicht erwiesen).
    Vorbereitung:
    Vorletztes Jahr fing ich an regelmäßig kalt zu Duschen (im Sommer schwierig, da ist das Duschwasser nie so richtig eisig kalt) und einmal pro Woche ein Fuß- und Armbad im Eiswasser zu machen – jeweils 2 Minuten (nur in der kalten Jahreszeit, mag dafür keine Energie verschwenden).
    Eisbad_f.JPG

    Vor ein paar Wochen habe ich dann hier ein Bad genommen:
    Eisbaden1.JPG

    Jetzt warte ich, dass die Teiche endlich wieder gefrieren, damit ich mal richtiges Eiswasser habe. So eine Wassertretanlage die von Quellwasser gespeist wird ist ein guter Zwischenschritt (war weniger kalt als erwartet - enttäuschend).
    Über eine Tonne im Garten denke ich auch nach, aber ich fürchte dann lässt mich meine Frau endgültig einliefern.

  4. #4
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    Hehe, der Nehberg war auch bei mir der Auslöser, wobei ich in die nahgelegene Teiche gehüpft bin. Da drum herum Häuser standen und ich mit Klamotten rein bin, musste ich das im Dunkeln machen, um keine Sorgen zu schüren. Wenn einer das gesehen hätte, wären die geschürten Sorgen aber wahrscheinlich um so größer

    Das Wasser war allerdings nur kalt und nicht eisig. Ansonsten kalt duschen und hin und wieder Schneebaden, wenn genug da ist. Ist aber eher selten.

  5. #5
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    Habe zwar keine persönliche Erfahrung damit, allerdings kenne ich einige die das regelmäßig praktizieren. Als Methode den Stoffwechsel temporär anzuregen und das Immunsystem zu stärken macht das richtig angewandt evtl. Sinn, dass sollte jedoch sehr sehr dezent angewandt werden, mit vernünftiger Progression. Kälte ist in erster Linie eine Mehrbelastung für den Körper, gerade nach dem Training wo der Körper ausgelaugt ist direkt ein Eisbad zu machen bezweifle ich die Sinnigkeit.

    Vor den Corona Zeiten war ich 4-6 Tage die Woche intensiv trainieren, plus zusätzlich jeden Tag mit dem Rad (im Winter) auf Arbeit, Training, nach Hause. Die Mehrbelastung durch die Anstrengung in der Kälte merkt man schon sehr deutlich, da hatte ich wirklich öfter mal Erkältungssymptome. Wenn ein Faktor nicht ideal gepasst hatte (Schlaf, Stress, Ernährung) hat dass dann schon deutlich an den Reserven gezehrt. Als ich dann das Rad fahren im Winter weg gelassen hatte, hatte der Körper deutlich mehr Puffer und ich habe mich deutlich fitter gefühlt. Man sagt ja immer körperliche Anstrengung an der frischen kalten Luft habe positive Auswirkungen auf die Gesundheit, konnte ich für mich jetzt nicht feststellen. Vlt lag es aber auch daran, dass mein Körper durch das Training alleine schon am Limit war.

  6. #6
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    Standard

    Angfangen habe ich mit Dousing 2009, inspiriert durch Vladimir Vasiliev. 2 mal am Tag 3 Eimer eiskaltes Wasser, morgens und Abends. War schon ganz interessant für die Psyche.

    Hab das auch durchgezogen wenn eine Erkältung im Anmarsch war, dann halt alle 2 Stunden, wie es empfohlen wird. Ging eigentlich gut, hab nie negatives erlebt. Wir haben das teilweise in Kombination mit bioenergetischer Atmung gemacht, das war dann schon krass, muss man am Ende des Trainings machen, weil man danach einfach kein Bock mehr hat sich zu bewegen, dann ist man einfach nur noch da und leer, auf ne positive Art und Weise:-)

    Später kam ich dann zum Baden in einer Regentonne, hab das immer wieder über die Wintermonate von Oktober bis März gemacht, teilweise auch recht lange, so 18 Minuten bei 4 Grad war glaube ich meine intensivste Sitzung.

    Angenehm für die Psyche, darin sehe ich auch den größten Vorteil, man lernt zu akzeptieren und die Gedanken werden einfach weniger, wenn man ruhig in der Tonne sitzt, genauso wie die Atemzüge. Ich kam manchmal mit 12 Atemzügen auf 5 Minuten aus. Danach fällt auch das Meditieren leichter.

    War ich weniger krank? Kann ich nicht so beurteilen, meistens hab ich nie mehr als einen leichten Schnupfen im Winter und den hatte ich auch mit dem Eisbaden, aber eben nix wildes.

    Januar 2020 war ich so krank wie noch nie im Winter, hab aber auch zu der Zeit keine Eisbäder gemacht, hab dann erst im Februar 2020 wieder angefangen;-)

    Diese Saison war ich ein paar mal drinnen, aber hatte nicht so den richtigen Drive, das längerfristig zu machen, will aber nochmal anfangen, um vielleicht noch bis April regelmäßig in die Tonne zu gehen.

    Für mich waren so ein paar Erfahrungen wichtig. 5 Minuten ist der "Sweetspot" für mich, wenn ich länger sitze, ist mir danach zu lange kalt, bei 5 Minuten ist das nicht der Fall.

    Manchmal sitz ich auch mal 7 oder 10 und manchmal nur 3 aber regulär sind es für mich 5 Minuten.

    Bei Schnee und Regen is es für mich sehr unangenehm, weil ich unter freiem Himmel bin, da lass ich es meistens. Schnee geht noch, Regen ist schlimmer.

    Wenn man nicht die Ruhe finden kann, dann ist die Übung nutzlos, es ist wirklich wichtig zu entspannen und die Kälte zu akzeptieren, alles andere führt nur zu Stress.

    Ich mache es entweder morgens direkt aus dem warmen Bett heraus, oder nach dem Training, oder zumindest wenn ich mich körperlich eher erhitzt fühle. Ich gehe nicht rein, wenn ich eh schon friere.

    Das war es mal so kurz zusammengefasst.

  7. #7
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    Hier ein früherer Faden zu einem eng verwandten Thema:

    https://r.tapatalk.com/shareLink/top...ink_source=app

    Möglicherweise hilfreich.

  8. #8
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    @Lugasch Ja, ja der Rüdiger. Für wieviele Erkältungen und tote Würmer (in Magensäure ertränkt) der wohl verantwortlich ist. Ich würde normalerweise sagen, Gott sei seiner Seele gnädig, aber er war Atheist.
    Die Gedächtnisleistung wird durch übertriebenes Kaltbaden auf alle Fälle verbessert, ich kann mich noch erinnern, dass ich danach in mehrere Decken gehüllt vor dem Fernseher saß und „Mainz wie es singt und lacht“ geschaut habe.

    @Antikörper: Ich denke auch, dass es ein schmaler Grad ist. Direkt nach einer HIIT Einheit, Sprints oder einem harten WOD verzichte ich komplett auf das Kaltduschen, falls ich noch weg will dusche ich dann auch mal ausnahmsweise warm – ansonsten dann lieber ein paar Stunden später. Nach reinem Krafttraining oder mäßig intensiven KK Training halte ich es einfach kurz. Das gleiche gilt, wenn ich mich angekratzt oder übermüdet fühle.
    Was das Training und Arbeiten im Freien und im Winter betrifft. Da habe ich gemischte Erfahrungen gemacht, manchmal scheint es leichte Erkältungssymptome (verstärkte Schleimbildung, leicht kratziger Hals – also leicht(!!!) angekratzt und nicht krank!) etwas zu verstärken (ohne das ich wirklich krank werde), oftmals verschwinden sie dabei aber auch völlig. Und weil ich es gerade bei Björn gelesen habe, wenn mir eh schon (innerlich) kalt ist, lass ich es auch bleiben.

    @Björn: Sehr interessant. Hast Du bei so langen Saisons keine Sorgen vor oberflächigen Erfrierungen?

  9. #9
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    in osteuropa schwimmt man ja gerne im eiswasser. bewirkt das dann etwas anderes durch die bewegung als "nur" in der tonne zusitzen oder einfach im eiswasser einzutauchen ?

    ich habe in den letzten monaten einige eisschwimmer mit mütze diversen badeseeen gesehen und bewundert, da ich daran gedacht habe, dass sie sich ja nicht schnell wieder drinnen auftauen können, weil sie mit dem fahrrad oder auto wieder erst nach hause fahren müssen.

  10. #10
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    in osteuropa schwimmt man ja gerne im eiswasser. bewirkt das dann etwas anderes durch die bewegung als "nur" in der tonne zusitzen oder einfach im eiswasser einzutauchen ?
    Das hängt wahrscheinlich davon ab, wie sehr man sich bewegt. Bei langsamen bzw. wenigen Bewegungen dürfte es deutlich fieser sein, als "nur" zu sitzen, weil die erwärmte Wasserschicht permanent von der Haut weggetragen wird. Ist wahrscheinlich auch psychisch anders.
    Jedenfalls habe ich in einem Buch was zu einer Trainingsmethode gelesen, wo die Athleten eine Eiswanne mit einem "Propeller" zum Wasserumwälzen hatten. War der Propeller an, sankt die Badedauer auf unter die Hälfte oder so.

  11. #11
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    Was ich bestätigen kann, ist das es einen großen Unterschied macht ob man still ist oder sich bewegt. In meinem Eimer schaue ich das ich so alle 20s ein bisschen Bewegung reinbringe. Die letzten 30s ist dann Wassertreten, dass ist dann nochmal übler weil sich die Gefäße ständig erweitern und zusammenziehen.
    Schwimmen habe ich noch nicht probiert, Problem ist: Ich will bei solchen Sachen zumindest am Anfang immer einen dabei haben, der mich im Notfall herausziehen kann. Erst letzten Winter ist hier einer (halb so alt wie ich) beim Schwimmen im Badesee gestorben - nicht der Erste!

  12. #12
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Was ich bestätigen kann, ist das es einen großen Unterschied macht ob man still ist oder sich bewegt. In meinem Eimer schaue ich das ich so alle 20s ein bisschen Bewegung reinbringe. Die letzten 30s ist dann Wassertreten, dass ist dann nochmal übler weil sich die Gefäße ständig erweitern und zusammenziehen.
    Schwimmen habe ich noch nicht probiert, Problem ist: Ich will bei solchen Sachen zumindest am Anfang immer einen dabei haben, der mich im Notfall herausziehen kann. Erst letzten Winter ist hier einer (halb so alt wie ich) beim Schwimmen im Badesee gestorben - nicht der Erste!
    Bringt das mit den Füßen ein extra? Also kriegt man davon dauerwarme Füße, oder ist es nur eine Ergänzung zu dem Duschen? Überlege das ggf. auch zu machen...

  13. #13
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    Ich hab vor einigen Jahren mal ein Video über Cryotheraphie zur besseren Regeneration bei Sportlern gesehen. Da nutzten die Forscher einen einzelnen Handschuh, der runtergekühlt wurde.
    Also auch eine begrenzte Körperfläche scheint in der Hinsicht schon was zu bringen. Da bieten sich Füße ja an.

  14. #14
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Bringt das mit den Füßen ein extra? Also kriegt man davon dauerwarme Füße, oder ist es nur eine Ergänzung zu dem Duschen? Überlege das ggf. auch zu machen...
    Der Hintergrund bei der Sache mit den Füßen ist, dass ich da bei "großer" Kälte (da reicht schon ein Quellwasser gespeistes Kneipbecken) mit extremen Schmerzen zu tun hatte. Meine Schwester hat das auch und meinte das wäre irgendein Syndrom (keine Ahnung ob das stimmt). Ich wusste aber, dass ich früher das Problem nicht hatte und sogar Barfuß im Schnee joggen ging. Da ich es als extrem nervig empfand, entschloss ich auf diese Weise etwas dagegen zu tun (ich laufe gerne und viel Barfuß und gerade auch mal in den Bergen durch ein Bach oder im Winter beim Schneeschippen – ich liebe den Blick wenn einer vorbei läuft). Und inzwischen ist es viel besser (gut aushaltbar). D.h. mir hat es was gebracht.
    Kalte Füße kenne ich aber nach wie vor, ohne dass sie mich groß stören. Nach so einer Session sind sie auf alle Fälle erstmal ein paar Stunden schön warm, dass ist aber wirklich nur zeitlich begrenzt.
    Btw. das ganze Programm nützt nichts gegen lokale Erfrierungen, wie ich gestern beim Kampf mit einer großen CO2 Flasche feststellen musste.

  15. #15
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    Weil es mir jetzt erst auffällt. Im Titel steht es ist ein "Trend". Ist das wirklich so? Falls ja suche ich mir was anderes

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