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Thema: Chinesische Lehrweise und Kritik

  1. #136
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen

    Was ist mit Kraftqualität ?
    Kann die beschriebene Kraft dann nur noch ein hohes Niveau beinhalten oder geht es auch hier vielmehr , um die verschiedenen Qualitäten welche eine erzeugte Kraft haben kann. Wie eben Ausbreitend , Kollabierend , Aufsteigend, sinkend usw.
    Keine dieser Kräfte muss ein besonderes Niveau haben um als solches zu existieren bzw benutzt zu werden. Und trotzdem kann man von Unterschiedlichen Qualitäten sprechen .
    Bei Kraft leuchtet mir das noch ein. Bei Bewegung irgendwie nicht, weil das ein komplexer Vorgang ist.
    Kraft, Größen, Farben, Pflanzqualitäten bei Bäumen, bei solchen Eigenschaften nutzt man das zum kategorisieren, bei Vorgängen kenne ich das nicht, da kenne ich den Ausdruck Qualität nur als Bewertung eines bestimmten Aspekts. Wie kann man denn Bewegung in Kategorien einteilen, das ist ja sehr individuell. Hm, Sprache...

  2. #137
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Genau, aber auf den ersten Blick sieht man einen kleinen dünnen Kerl, oder einen dicken, oder was auch immer. Jedenfalls oftmals keinen dem man jahrzehntelanges Training ansieht.
    Was so in den einzelnen Köpfen an Vorstellungen und Kinofilmen los ist,
    können die Asiaten genauso wenig wie der Westler was für.

    Sieht man heutzutage eigentlich deutlicher in der "spirituellen" Szene als in der Kampfkunst.
    In der Kampfkunst kann man vieles "kaschieren". Selbst jemand der kein "Dantien" besitzt, haut jemanden um.
    Im Qigong/Yoga whatever wollen die Leute gleich auch immer "fortgeschrittenen" Übungen sofort lernen.
    Wollen Aura/Chakra sehen, Kontakte zu "Engeln und Heiligen". Können aber nicht einmal "atmen",
    geschweige denn mal in tiefen entspannten Zuständen meditieren.
    Alles ist getaktet. 5 Min üben usw.
    Schaut man sich weltweit!!! sogenannte Erleuchtete an, steckt immer Jahre-/Jahrzehntelange Praxis dahinter.
    Aber das ist den vielen zu anstregend. Die Konsequenzen sind... weniger ins Cafe gehen, weniger sich mit Freunden treffen,
    und und und... da man viel Zeit fürs üben und praktizieren benötigt.

    In der Kampfkunst wollen alle gleich zur KSK/GSG9 ohne eine fundierte Grundausbildung bekommen zu haben.

  3. #138
    Gast Gast

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    Zitat Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
    Hier im Forum hielt ich es bisher für "normal", Bewegungsqualität als neutral zu betrachten.

    Wieder was gelernt.

    Liebe Grüße
    DatOlli
    Der Begriff ist erstmal neutral weil er grundsätzlich auch noch nichts aussagt.
    Erst wenn du in einem Kontext setzt nimmt er Form an und dann wirds interessant.
    Geändert von Gast (23-02-2021 um 13:20 Uhr)

  4. #139
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Der Begriff ist erstmal neutral weil er grundsätzlich auch mich nichts aussagt.
    Erst wenn du in einem Kontext setzt nimmt er Form an und dann wirds interessant.
    Ah was, ich merke mir das einfach und nutze zukünftig eine weitere Umschreibung.

    Liebe Grüße
    DatOlli

  5. #140
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Bei Kraft leuchtet mir das noch ein. Bei Bewegung irgendwie nicht, weil das ein komplexer Vorgang ist.
    Kraft, Größen, Farben, Pflanzqualitäten bei Bäumen, bei solchen Eigenschaften nutzt man das zum kategorisieren, bei Vorgängen kenne ich das nicht, da kenne ich den Ausdruck Qualität nur als Bewertung eines bestimmten Aspekts. Wie kann man denn Bewegung in Kategorien einteilen, das ist ja sehr individuell. Hm, Sprache...
    Ob eine Bewegung z.b.zittrig ist ,oder ruhig oder hastig oder dynamisch ,stellt doch schon unterschiedliche qualitäten dar .
    Nur das sie beim Training noch zusätzlich von der jeweiligen Kraftqualität bzw einer Kombination aus mehreren , untermalt wird.

    Das Prinzip ist das Gleiche , es führt dazu das ein und die selbe Bewegung auf unterschiedliche Art und Weise ausgeführt wird. Und im Kontakt zum Anderen , Unterschiedliches Bewirkt. Bei mir und beim Anderen.
    Diese Qualität bestimmt dann eben mit , ob er abprallt oder ich , ob er zuckt und/oder den Muskelpanzer aktiviert , oder ob er nur mit Loterhaltung ( als Ausggleichsbewegung ) reagiert , aber den Tonus am Kontaktpunkt nicht sonderlich erhöht ,
    Die qualität bestimmt , wieviel ich an Kraftaufwand benötige , wie stark die Sehnen , Gelenke mit eingebunden sind oder eben nicht. Usw.


    Dieses Bewirken kann man aber erst im direkten Kontakt , als Parameter ,wahrnehmen . Spätestens hier bin ich mir sicher das du weisst was gemeint ist.

    Und das alles hat noch nichts mit hohen Niveau zu tun. Wäre schön , aber dann bräuchten wir ja nicht mehr trainieren , wenn alles sofort auf hohem Niveau wäre . Xd
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  6. #141
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Ob eine Bewegung z.b.zittrig ist ,oder ruhig oder hastig oder dynamisch ,stellt doch schon unterschiedliche qualitäten dar .
    Wenn so will, ja. Ich hätte allerdings auch jemandem der sich zittrig bewegt keine hohe Bewegungsqualität zugeschrieben, jemandem mit dynamischer Bewegungsweise schon eher.
    Ist lustig wie unterschiedlich Sprache benutzt und im Kontext verstanden wird.
    Bei uns hatte sich lange Zeit ein bestimmtes Verständnis alleine von "bewegen" ausgebildet, damit war schon eine bestimmte Qualität verknüpft. Die Anweisung meines Lehrers "Bewegen Sie!" konnte (oder kann immer noch) je nach Stimmlage, Gesichtsausdruck, Situation ganz unterschiedliches Bedeuten.
    Dieses "Bewegen" hatte in sich eine ganz bestimmte "Qualität". Natürlich für Außenstehende überhaupt nicht nachvollziehbar und wird von solchen eher als Sprachfehler eingeschätzt.

  7. #142
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Wenn so will, ja. Ich hätte allerdings auch jemandem der sich zittrig bewegt keine hohe Bewegungsqualität zugeschrieben, jemandem mit dynamischer Bewegungsweise schon eher.
    Ist lustig wie unterschiedlich Sprache benutzt und im Kontext verstanden wird.
    t.
    Eben das meine ich ja. Qualität heisst nicht automatisch hoch oder gut, sie kann auch schlecht sein, . Es bedeutet eben nur eine bestimmte Farbe , wenn man es so will. Und manchmal auch nur einen Farbton.

    genau, der Kontext erst bestimmt ob gut oder schlecht . Dynamisch kann für bestimmte Vorhaben auch nachteilig bzw. schlecht sein, trotzdem bleibt es eine konkrete Qualität.
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  8. #143
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    Zitat Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
    Anders ausgedrückt. Als ich vor 4 o. 5 Jahren damit angefangen habe, ging quasi nix mehr. Kein vernünftiges Partnertraining, kein Arbeiten am Sandsack oder Reifen. Gar nichts. Ich konnte mir nicht mal mehr ne Jacke alleine anziehen.
    Was soll ich sagen. Ich kann wieder mit Partner spielen auch robuster. Kann wieder an den Sack u.s.w. und bin wieder ziemlich "fit".
    Na das ist IMO doch ein ordentliches Ergebnis, dass in unserer Gesellschaft eventuell mehr wert ist, als große Kampfkraft.
    Hast Du das eher mit Taijiquan erreicht, oder mit Bagua?
    Ich kann sie gar nicht so beleidigen wie sie mir auf den Wecker gegangen sind.
    - Klaus Kinski -

  9. #144
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Jesper Lundqvist Beitrag anzeigen
    [...]
    Deswegen spricht man in jedem Gung Fu auch vom "sinken des Qi in den Dan Tien" - es ist nichts mystisches, sondern es geht prinzipiel darum eine pyramidale Struktur zu schaffen, die unten schwer und oben leicht ist, denn so ist man schon formbedingt, natuerlich stabil.
    [...]
    Ich hoffe ich bin hier richtig um das Thema allgemein zu halten, sonst einfach verschieben.
    Ausgangspunkt war ein Video das ich und Jesper im Wing Chun Forum diskutiert haben.
    Irgendwann ist dieser mMn. Sehr gute Text von Jesper dabei rausbekommen.
    Ich finde er sagt viel richtiges aber gleichzeitig ist sein Text für mich auch exemplarisch was in den CMA schief geht und was auch ein Grund für unsere Diskussion war.

    Ich werde noch auf mehr eingehen aber erstmal der wichtigste Punkt. Alles was Jesper über die Körperarbeit schreibt finde ich sehr nachvollziehbar.
    Aber es ist in meinen Augen nichts weltbewegendes, eigentlich zum Teil in der Bewegungsschule sogar sehr profanes, es wird aber sehr blumig und kompliziert oder in Sprichworten vermittelt statt eine einfache direkte Sprache zu verwenden.
    Also z.B. "das Sinken des Qi in das Dantian" scheint mir die beste Beschreibung der eine bestimmte Körperarbeit begleitenden Empfindung, die mir gar nicht so profan vorkommt, wie mancher eventuell denkt.
    Ich kann sie gar nicht so beleidigen wie sie mir auf den Wecker gegangen sind.
    - Klaus Kinski -

  10. #145
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    ...
    Hast Du das eher mit Taijiquan erreicht, oder mit Bagua?
    Kann ich nicht differenzieren - Weil gleichzeitig.
    Aus Sicht meiner Frau (Physiotherapeutin) sind da auch beide gleichermaßen geeignet.
    Physiotherapie kann das genauso, die "fängt" mich aber nicht.


    Liebe Grüße
    DatOlli



    Liebe Grüße
    DatOlli
    Geändert von DatOlli (23-02-2021 um 15:32 Uhr) Grund: PT

  11. #146
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    Leute, bloß noch mal ein kleiner Nachtrag, weil ich es gerade erst gesehen habe und doch so viele das nicht zu wissen scheinen: Qualität kommt von lateinisch Qualis = Wie? Also: Qualität = Wieheit. Im Deutschen hat sich die Bedeutung dann gewandelt und heutzutage ist meistens "gute Qualität" gemeint, der Begriff wird aber vor allem auch in wissenschaftlicheren Zusmenhängen ganz klar auch noch im Sinne von "Art und Weise" verwendet, also neutral. Für mich ist auch immer klar, wenn jemand von Kraftqualität oder Bewegungsqualität spricht, wie Cam, dass der Begriff dann so gemeint ist. Sorry für Off topic, aber die Aufklärungsarbeit muss gemacht werden.

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