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Thema: Frau mit Hund von Wolf verfolgt:

  1. #196
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Letztes jahr gab es einen wolfsangriff auf einen menschen:

    https://www.jagderleben.de/news/wolf...en-wolf-712980


    Zum glück war der wolf noch nicht ausgewachsen und konnte mit einem schrubber zu boden gebracht werden,

    Das Landesumweltamt bewertet den Vorfall als Abwehrverhalten. Da der Wolf bereits im Vorfeld mehrfach in Zäunen eingeklemmt gewesen sei, habe sich das Tier bei der letzten Rettungsmission wohl bedrängt gefühlt und daher mit Abwehrverhalten reagiert. „Erfahrungen, auch bei Wildfängen von erwachsenen Wölfen, würden zeigen, dass sich das Abwehrverhalten nicht gegen den Menschen, sondern gegen den eingesetzten Gegenstand richtet“, so die Sprecherin. Die Fachstelle Wolf rät in einem solchen Fall, so wenig wie möglich auf den Wolf zuzugehen und Flucht- und Rückzugsmöglichkeiten offen zu halten.

    https://www.jagderleben.de/news/wolf...vorfall-712986


  2. #197
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  3. #198
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    So, 4 Tage mit Fährtenlesen in der Lausitz verbracht, ein Haufen Wolfsspuren aber natürlich hat sich keiner Blicken lassen (nicht mal als ich mich auf dem Heimweg im dunklen Wald von meiner Gruppe trennte - der Klassiker aus Horrorfilmen ).
    Sehr interessant war ein Vortrag in dem eine Biologin, die lange für Lupus gearbeitet und über Wölfe geforscht hat, Aufzeichnungen über die existierenden Rudel und Tracking Daten von Wanderungen einzelner Wölfe zeigte. Dort (Sachsen) sind sie wirklich überall unterwegs (auch in der Nähe von Menschen) ohne, dass daraus Probleme resultieren (Ausnahme: Gelegentliche Angriffe auf Weidetiere). Auf das Thema Herdenschutz und die damit verbundene Problematik wurde daher auch eingegangen. Elektrozäune sind wohl das beste Mittel (wenn auch nicht 100% sicher). In diesem Zusammenhang wurde auch darauf hingewiesen, dass die zunehmende Zahl von Zäunen zur Eindämmung der Schweinepest ein Risiko darstellen, weil Wölfe eher ungern Zäune überspringen. Da sie in ihrer Wanderung aber massiv beschränkt werden, könnten sie vermehrt dazu gezwungen werden - was dann dazu führen könnte, dass sie auch Elektrozäune öfter überspringen.

    Gute Links zum Thema:
    https://www.wolflandtours.de/ueber-u...es-buero-lupus
    https://www.wolf.sachsen.de/sachsens-woelfe-4058.html
    Viele Grüße
    Thomas

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  4. #199
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    ... ohne, dass daraus Probleme resultieren (Ausnahme: Gelegentliche Angriffe auf Weidetiere). ...

    ok, aber 22 verletzte schafe bei einem angriff fände ich schon ganz schön viel:

    https://www.ndr.de/nachrichten/niede...fsriss148.html


    bisher werden wölfe als angreifer aber nur vermutet.



    hier waren es sogar 65 schafe:

    https://www.jagderleben.de/news/wolf...e-nacht-713576

  5. #200
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    Ja, wie ich sagte es gibt eben Ausnahmen und die Betroffenen sollten entschädigt werden.

    Wieviele Lämmer werden gleich nochmal jedes Jahr an Ostern in Deutschland verspeist?
    Viele Grüße
    Thomas

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  6. #201
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Ja, wie ich sagte es gibt eben Ausnahmen und die Betroffenen sollten entschädigt werden.

    Wieviele Lämmer werden gleich nochmal jedes Jahr an Ostern in Deutschland verspeist?
    Der Punkt ist wohl eher der, dass von den Wölfen gerissene Lämmer und Schafe verworfen werden müssen, eben nicht dem menschlichen Genuss zugeführt werden können (nichtmal für Tierfutter verwendet werden dürfen) und somit aus Schäfersicht komplett sinnlos gestorben sind.


    Auch ist bei einem Wölfen, die in ein Gehege eindringt, eher nicht von einer tierschutzkonformen Schlachtung, mit auf das Nötigste reduziertem Leid auszugehen.

    Insofern komme ich nicht umhin, minderdurchdachten Whataboutismus konstatieren.

  7. #202
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist wohl eher der, dass von den Wölfen gerissene Lämmer und Schafe verworfen werden müssen, eben nicht dem menschlichen Genuss zugeführt werden können (nichtmal für Tierfutter verwendet werden dürfen) und somit aus Schäfersicht komplett sinnlos gestorben sind.


    Auch ist bei einem Wölfen, die in ein Gehege eindringt, eher nicht von einer tierschutzkonformen Schlachtung, mit auf das Nötigste reduziertem Leid auszugehen.

    Insofern komme ich nicht umhin, minderdurchdachten Whataboutismus konstatieren.
    Mmhhh, Natur, Nahrungskette etc

    Tierschutzkonform....yo, dann hören wir mal alle auf den Kälbern ihre Milch wegzusaufen, essen kein Fleisch mehr(da die Tiere auch nicht wirklich gut behandelt werden) und so weiter und sofort

    Ob das alles ärgerlich für die Züchter ist? Bestimmt, aber die Geschädigten können entschädigt werden....Bund und Länder geben haufenweise für irgendeinen Shice unnotig Kohle aus
    Geändert von Stixandmore (22-06-2022 um 09:53 Uhr)

  8. #203
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist wohl eher der, dass von den Wölfen gerissene Lämmer und Schafe verworfen werden müssen, eben nicht dem menschlichen Genuss zugeführt werden können (nichtmal für Tierfutter verwendet werden dürfen) und somit aus Schäfersicht komplett sinnlos gestorben sind.
    Nun, die gerissenen Tiere nicht einer sinnvollen Verwendung zuzuführen ist wohl eher ein menschliche Entscheidung. Die Schäfersicht verstehe ich aber, daher bin ich auch für Entschädigung und Unterstützung bei der Vorbeugung.

    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Auch ist bei einem Wölfen, die in ein Gehege eindringt, eher nicht von einer tierschutzkonformen Schlachtung, mit auf das Nötigste reduziertem Leid auszugehen.
    Wölfe (im Gegensatz zu Hunden) töten gezielt und relativ schnell durch einen Biss in die Kehle (manchmal Nacken). Wobei ich auch nicht wissen möchte, wieviel bei uns auf dem Teller landet, dass nicht aus tierschutzkonformen Schlachtungen stammt (oder denke mal an Jagdwild - warum gibt es wohl Schweisshunde). Interessiert nur kaum einen.
    Was natürlich bleibt ist der immense Stress für die Herde. Aber auch hier, welcher Stress und welches Leid entsteht jedes Jahr um Ostern wenn 100.000te Lämmer ihren Müttern entrissen werden? Kein Problem, ist ja der Mensch nicht der Wolf (mir geht es hier um die öffentliche Aufregung - wenn du dies auch ablehnst akzeptiere ich diesen Teil des Arguments durchaus).

    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Insofern komme ich nicht umhin, minderdurchdachten Whataboutismus konstatieren.
    Und ich komme nicht umhin, dass Du leider nicht in der Lage bist zu diskutieren ohne persönlich zu werden und dem Gegenüber "Dummheit" zu unterstellen. Worauf ich mit meinem Beitrag hinweisen wollte (die Relation bzgl. von Wolf getöterer und der vom Menschen getöter Schafe) hast Du dabei scheinbar in keinster Weise verstanden (sonst käme nicht dieser Vorwurf).

    Aber sag doch mal was die Alternative ist? Alle Wölfe abschießen? Geht dies ohne Tierleid?
    Geändert von ThomasL (22-06-2022 um 08:10 Uhr)
    Viele Grüße
    Thomas

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  9. #204
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    In diesem Zusammenhang wurde auch darauf hingewiesen, dass die zunehmende Zahl von Zäunen zur Eindämmung der Schweinepest ein Risiko darstellen, weil Wölfe eher ungern Zäune überspringen. Da sie in ihrer Wanderung aber massiv beschränkt werden, könnten sie vermehrt dazu gezwungen werden - was dann dazu führen könnte, dass sie auch Elektrozäune öfter überspringen.
    Für wen oder was sollen Zäune ein Risiko darstellen? Wölfe überspringen Zäune übrigens ohne Probleme. Elektrozäune nicht so gerne, diese sollten eine Mindesthöhe von 90 cm haben, wenn die Schäflein auch nachts draußen sind, besser 105 bis 120 cm.
    Zäune eignen sich allerdings nicht für jedes Gelände, und es kommt auch auf den Bodentyp an, bei Kiesigen und trockenen Böden ist die Erdung schleicht und somit funktioniert der Stromkreislauf nicht optimal, da eignen sich besser Schutzhunde.
    Überhaupt sind 80% der Elektrozäune mangelhaft aufgebaut, schlechte Erdung, kein Bodenschluss, Durchhängen, Bewuchs, etc.

  10. #205
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    Wölfe können Zäune überspringen, tun dies aber in der Regel eher nicht und suchen sich andere Wege. Man sieht dies gut in den Trackingdaten einzelner Wölfe und die Auswirkung von Zäunen auf ihre Wanderschaft . Die Befürchtung der anwesenden Expertin war, dass einzelne Wölfe wenn sie aufgrund der "Schweinepestzäune" keine Alternative finden vermehrt dazu anfangen die "scheu" Zäune zu überspringen - wie du richtig anmerkst könnnen sie dies durchaus - zu verlieren und dann in Zukunft auch vor anderen Zäunen (Herdenschutzäune) weniger zurückschrecken. Es ist nicht gesagt, dass es soweit kommt (daher die Bezeichnung Risiko, also etwas mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit kleiner 100%). Mal davon abgesehen, dass diese Zäune auch andere "ziehende" Tiere auf ihrer Wanderschaft behindern.
    Auf die Bedeutung korrekt aufgebauter und gewarteter Elektrozäune wurde auch hingewiesen (gab wohl einige untersuchte Vorfälle, bei denen die Wartung vernachlässigt wurde).
    Viele Grüße
    Thomas

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  11. #206
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    Zaunanlagen sind übrigens auch teuer.
    Es reicht also nicht, die Tierhalter für gerissene Tiere zu entschädigen, sie müssen auch für die Kosten der Anschaffung der Zaunanlagen entschädigt werden.

    Es gibt da auch noch andere Konfliktfelder, da es nicht nur die erwerbsmäßige Tierhaltung gibt. Es gibt darüber hinaus zahlreiche naturschutzfachliche Weideprojekte, zur Aufrechterhaltung von Kulturlandschaften wie z.B. Heiden, etc.
    Die sind etwas großräumiger konzipiert, und dort Zäune zu installieren ist mit enormen Kosten verbunden. Es gibt also auch im Naturschutz gegensätzliche Interessen, der Wolf als Merkmal einer intakten Natur ist nicht so ganz unumstritten wie man denken könnte.

  12. #207
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Nun, die gerissenen Tiere nicht einer sinnvollen Verwendung zuzuführen ist wohl eher ein menschliche Entscheidung. Die Schäfersicht verstehe ich aber, daher bin ich auch für Entschädigung und Unterstützung bei der Vorbeugung.
    Nun, was genau sollte man deiner Meinung nach machen mit/aus einem nachts verendeten Tier, das eben deswegen weder sauber ausgeblutet noch zeitnah ausgewaidet wurde?
    Oder mit einem Tier, das zwar noch lebt, aber aufgrund von hohem Gewebe- und Blutverlust todgeweiht ist, das zudem überflutet ist mit Keimen und Stresshormonen?

    Und möglicherweise solltest du dich mal mit den Besitzern gerissener Tiere unterhalten, dazu, was finanzielle Entschädigung bewirken kann - und was nicht. Ob die Entschädigungen tatsächluch die Kosten decken. Und was für ein Affentheater es ist, bis überhaupt Gelder fließen.


    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Wölfe (im Gegensatz zu Hunden) töten gezielt und relativ schnell durch einen Biss in die Kehle (manchmal Nacken).
    Wer hat dir denn DAS erzählt?
    Vorschlag: Google Bildersuche mit dem Stichwort "Wolfsriss". Und dann zähl mal, wie viele verendete oder auch nur halbverendete Tiere du mit KEHLbiss findest! Falls überhaupt.
    Und, sorry, Nackenbiss haut als TÖTUNGSbiss nur bei kleinen Säugern hin, nicht bei Schaf, Rind, Pferd/Fohlen. No way.


    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Interessiert nur kaum einen.
    Was natürlich bleibt ist der immense Stress für die Herde. Aber auch hier, welcher Stress und welches Leid entsteht jedes Jahr um Ostern wenn 100.000te Lämmer ihren Müttern entrissen werden?
    Dir ist aber schon klar, dass die zu Ostern gereichten Lammbraten von den LETZTjährigen Lämmern stammen? Die sind übrigens dann schon längst abgesetzt...


    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    Aber sag doch mal was die Alternative ist? Alle Wölfe abschießen? Geht dies ohne Tierleid
    Gezielte Bejagung all jener Wölfe, die auch nur in die Nähe von Siedlungen und Nutztieren kommen. So dass die Wölfe tatsächlich wieder die ihnen ach so gerne angedichtete Scheu vorm Menschen entwickeln, sich in die Wälder zurückziehen und wieder Wild erjagen statt sich im nächsten Fastfood-Gatter an Weidetierrn zu bedienen.

  13. #208
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Nun, was genau sollte man deiner Meinung nach machen mit/aus einem nachts verendeten Tier, das eben deswegen weder sauber ausgeblutet noch zeitnah ausgewaidet wurde?
    Eine Möglichkeit hast du genannt: Tierfutter. Wenn das Tier am nächsten Tag gefunden wird ist es nebenbei auch für den Menschen noch essbar (wenn auch vielleicht nicht mehr in einer Qualität für den Verkauf).

    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Oder mit einem Tier, das zwar noch lebt, aber aufgrund von hohem Gewebe- und Blutverlust todgeweiht ist, das zudem überflutet ist mit Keimen und Stresshormonen?
    Ernstgemeinte Frage. Warum soll es von Keimen überflutet sein?

    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Und möglicherweise solltest du dich mal mit den Besitzern gerissener Tiere unterhalten, dazu, was finanzielle Entschädigung bewirken kann - und was nicht. Ob die Entschädigungen tatsächluch die Kosten decken. Und was für ein Affentheater es ist, bis überhaupt Gelder fließen.
    Das bezweifele ich nicht (Deutschland halt). Aber da kann (und sollte) man ja Abhilfe schaffen.

    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Wer hat dir denn DAS erzählt?
    Vorschlag: Google Bildersuche mit dem Stichwort "Wolfsriss". Und dann zähl mal, wie viele verendete oder auch nur halbverendete Tiere du mit KEHLbiss findest! Falls überhaupt.
    U.a. eine Biologin die seit 15 Jahren über Wölfe forscht und lange Zeit im Wolfsmonitoring tätig war, inklusive der Untersuchung solcher Vorfälle. Aber ich werde ihr mal vorschlagen endlich Google zu benutzen.
    Wie kann ich eigentlich bei der Suche ausschließen kein Bilder von Hundebissen (solche Vorfälle gibt es auch, und die töten leider weniger effizient) zu sehen?
    Nicht missverstehen: Mir ist klar, dass es in solchen Ausnahmesituation auch zu Tieren kommt die nicht (sauber) getötet werden.
    Den Nackenbiss habe ich mit aufgeführt um mir nicht vorwerfen lassen zu müssen, dass es bei Wölfen keine andere Tötungsart gibt.

    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Dir ist aber schon klar, dass die zu Ostern gereichten Lammbraten von den LETZTjährigen Lämmern stammen? Die sind übrigens dann schon längst abgesetzt...
    Nein, war mir nicht klar. Meines Wissens nach kommen auch Milchlämmer in die Schlachtung - wie hoch deren Anteil ist weiß ich aber zugegebener Maßen nicht. Dennoch bleibe ich dabei, warum regt sich kaum einer über die Zustände in der Fleischproduktion (alleine schon das Wort) auf, wenn aber der Wolf plötzlich (in einem viel kleinere Umfang) Tierleid verursacht gibt es einen großen Aufschrei.


    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Gezielte Bejagung all jener Wölfe, die auch nur in die Nähe von Siedlungen und Nutztieren kommen.
    Dann müssten wir alle in Deutschland schießen den Aufgrund der dichten Besiedlung und des starken Wandertriebs trifft dies auf alle Wölfe zu - und läuft täglich in hoher Zahl ohne jeden Konflikt ab (schau Dir mal die Wanderbewegungen in den von mir geposteten Links an).
    Auf gezielte Bejagung einzelner Wölfe die ein problematisches Verhalten zeigen können wir uns aber einigen. Diese ist allerdings auch jetzt schon möglich.

    Nebenbei: Wenn wir schon dabei sind sollten wir auch alle Füchse und Mader erschiessen. Die zeigen nämlich das gleiche Verhalten wenn sie in Hühnerstelle gelangen.
    Geändert von ThomasL (22-06-2022 um 14:52 Uhr)
    Viele Grüße
    Thomas

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  14. #209
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    U.a. eine Biologin die seit 15 Jahren über Wölfe forscht und lange Zeit im Wolfsmonitoring tätig war, inklusive der Untersuchung solcher Vorfälle.
    Hat sie denn selbst schon mal einen Wolfsriss beobachtet? Der gezielte Tötungsbiss in den Nacken oder in die Kehle ist ein typisches Merkmal von Feliden, also Katzen, nicht von Caniden.
    Wölfe können das auch bei kleineren Tieren ( allerding ist dss Gebiss bei Katzen dafür viel besser geeignet), aber es kommt sehr oft vor, dass die Beute erst stark verletzt wird aus den Hinterläufen Stücke rausgerissen werden oder Bauchdecke geöffnet wird, und Teile sofort gefressen werden während die Beute noch lebt, und erst wenn das Tier am Boden liegt ein Tötungsbiss erfolgt wobei dann der Wolf so lange festhält, bis das Tier erstickt.
    Manche Beobachter sprechen von minutenlangen Todeskämpfen.
    Hunde jagen ähnlich, aber sie haben meist weniger scharfe Zähne und schütteln die Beute, so dass ein Genickbruch erfolgt.
    Dann gibt es Wolfshybriden, die zu unterscheiden fällt selbst Experten oft schwer, meistens lassen die sich nur über gentests ermitteln.

  15. #210
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    Zitat Zitat von MGuzzi Beitrag anzeigen
    Hat sie denn selbst schon mal einen Wolfsriss beobachtet? .
    Weiß ich nicht, ich weiß aber das sie viele Wolfsrisse untersucht hat und eng mit Leuten zusammengearbeitet hat die als erste systematische Forschung über Wölfe in Deutschland betrieben und dazu auch veröffentlicht haben (die saßen Mittags beim Kaffee bei uns - Namen liefere ich gerne aber nur per PM, im Endeffekt spreche ich hier für mich).

    Bzgl. Tötungsarten zitiere ich mal die akuelle Literatur:
    "...In der Regel töten Wölfe durch einen Biss in die Kehle, der Drosselbiss genannt wird. Größere und wehrhafte Tiere wie Rothirsche, Wildschweine, Rentiere und Elche werden zuerst häuft an den Hinterläufen gepackt und zu Fall gebracht, bevor der Drosselbiss angesetzt wird. ... Körperpartien wie Brust, Schulter und Flanken könnnen ebenfalls schwere Verletzungen aufweisen. Gelegentlich wird auch in die Nase gebissen, wodurch das Tier ebenso erstickt. Der Drosselbiss und andere Bissverletzungen werden oft erst erkannt, nachdem die Haut des des toten Tieres abgezogen wurde.
    Der Kadaver wird in der Regel am Bauch und gelegentlich auch an andere Stelle geöffnet,....Außer bei Nahrungsüberangebot fressen Wölfe beinah das das gesamte Tiere".
    Quelle: J. Grolms, Tierspuren Europas (der Autor arbeitet u.a. mit denen von mir oben angeführten Personen zusammen).
    Auch wichtig in diesem Kontext:

    ""Bei Nahrungsüberschuss können Körperteile abgetrennt, verschleppt und in Nahrungsdepots gebracht werden"". Quelle: J. Grolms, Tierspuren Europas
    Für den Verzehr lebender Tiere hätte ich gerne eine Quelle. Ich weiß, dass dies bei Bären vorkommt. Von Wölfen habe ich es noch nicht gehört (warum sollte sie so ein Risiko eingehen?).
    Geändert von ThomasL (22-06-2022 um 16:09 Uhr)
    Viele Grüße
    Thomas

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