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Thema: Mike Tysons Training

  1. #16
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    Entscheidend sind halt neben den exakten Rahmenbedingungen die genauen Abläufe innerhalb von Studien. Wissenschaftliche Untersuchungen sind ja nur so weit valide wie diese Umstände und Abläufe exakt dokumentiert sind, alles weitere, insbesondere "Conclusions" und "Abstracts", sind Interpretationen die eine Meinung der Beteiligten (oder das Ziel des Auftraggebers) wiedergeben. Nicht mehr, nicht weniger, die muss man immer mit Vorsicht behandeln und selbst denken was die Ergebnisse tatsächlich aussagen und hergeben.

    Jedenfalls sind solche Analysen aussagekräftiger als Broscience, was ja leider öfter die Grundlage für neue Hypes und Trends ist.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  2. #17
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Entscheidend sind halt neben den exakten Rahmenbedingungen die genauen Abläufe innerhalb von Studien. Wissenschaftliche Untersuchungen sind ja nur so weit valide wie diese Umstände und Abläufe exakt dokumentiert sind, alles weitere, insbesondere "Conclusions" und "Abstracts", sind Interpretationen die eine Meinung der Beteiligten (oder das Ziel des Auftraggebers) wiedergeben. Nicht mehr, nicht weniger, die muss man immer mit Vorsicht behandeln und selbst denken was die Ergebnisse tatsächlich aussagen und hergeben.

    Jedenfalls sind solche Analysen aussagekräftiger als Broscience, was ja leider öfter die Grundlage für neue Hypes und Trends ist.
    Ja und nein. Man muss m.E. differenzieren zwischen Erfahrungswerten und reinen Mythen. Der durchschnittliche Trainer in den meisten Sportarten hat mit mehr Leuten über längere Zeiträume gearbeitet als der durchschnittliche Sportwissenschaftler, und er hält sich an die Dinge, von denen er gesehen hat, dass sie mehrheitlich funktionieren. Der explizit oder impliziert formulierte Anspruch, dass sich ersterer umgehend jede Idee von letzterem umsetzen müsse, ist meines Erachtens verfehlt. Dazu kommt, dass die Ausbildung von Trainern sehr unterschiedlich sein kann - bei den einen ist das ein Schnellkurs, bei den anderen ein Fernstudium, in Russland weiss ich z.B. aus erster Hand, dass jeder Trainer in den olympischen Sportarten eine im Schnitt fünfjährige Ausbildung an einer Sporthochschule durchläuft.
    Und ob jetzt mit oder ohne sportwissenschaftliche Vorbildung: relevant sind m.E. in jedem Fall die Resultate, die wieder verschiedene Dimensionen haben (z.B. auch Karrierelänge). Ohne genügend Erfahrung oder Aufsicht zu versuchen (= ohne Verständnis, warum etwas in diesem Fall auf diese Weise gemacht wurde), auf die eine oder andere Weise erstellte Programme zu imitieren, und damit vergleichbare Resultate zu erzielen ist in jedem Fall ziemlich blauäugig, wenn man mich fragt. Dazu kommt, dass die Quellenlage unterschiedlich dicht und zuverlässig ist - gerade, wenn es darum geht, was Sportler X oder Y im Zeitraum Z gemacht haben, sind normalerweise bestenfalls Stichproben verfügbar, die häufig noch gefärbt sind und z.T. zur Einschüchterung oder Fehlinformation von Gegnern etc. so kommuniziert wurden.

    Beste Grüsse
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    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  3. #18
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    PS: Hier noch ein unterhaltsamer Artikel zum Thema (wenn auch auf BB ausgerichtet und nicht auf das Training von Athleten, aber die Kernaussage ist aus meiner Sicht die Gleiche): https://romanfitnesssystems.com/articles/broscience/
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  4. #19
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Entscheidend sind halt neben den exakten Rahmenbedingungen die genauen Abläufe innerhalb von Studien. Wissenschaftliche Untersuchungen sind ja nur so weit valide wie diese Umstände und Abläufe exakt dokumentiert sind, alles weitere, insbesondere "Conclusions" und "Abstracts", sind Interpretationen die eine Meinung der Beteiligten (oder das Ziel des Auftraggebers) wiedergeben. Nicht mehr, nicht weniger, die muss man immer mit Vorsicht behandeln und selbst denken was die Ergebnisse tatsächlich aussagen und hergeben.
    "Abstract" ist die Zusammenfassung.
    Ich würd' mir auch noch die "results" anschauen.

  5. #20
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    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Ja und nein. Man muss m.E. differenzieren zwischen Erfahrungswerten und reinen Mythen. Der durchschnittliche Trainer in den meisten Sportarten hat mit mehr Leuten über längere Zeiträume gearbeitet als der durchschnittliche Sportwissenschaftler, und er hält sich an die Dinge, von denen er gesehen hat, dass sie mehrheitlich funktionieren. Der explizit oder impliziert formulierte Anspruch, dass sich ersterer umgehend jede Idee von letzterem umsetzen müsse, ist meines Erachtens verfehlt. Dazu kommt, dass die Ausbildung von Trainern sehr unterschiedlich sein kann - bei den einen ist das ein Schnellkurs, bei den anderen ein Fernstudium, in Russland weiss ich z.B. aus erster Hand, dass jeder Trainer in den olympischen Sportarten eine im Schnitt fünfjährige Ausbildung an einer Sporthochschule durchläuft.
    ich bin immer für sportwissenschaftliche erkenntnisse gepaart mit erfahrung. allerdings gibt es menschen, die können zb einfach nicht morgens vor den frühstück laufen, auch wenn es sportwissenschaftlich sinnvoll wäre bzw. wären die ergebnisse nicht so gut wie bei den studienergebnissen . des halb sollte man imo pragmatisch und individuell an die sache heran.gehen

    ps . die ausbildung an einer russischen sporthochschule kann man nicht als wissenschaft hochschule bezeichnen. in deutschland wurde diese ausbildung meist als b lizenz anerkannt, außer man war ein international bekannter trainer in funktion im verband.

  6. #21
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    Das was du in Russland über Sport an der Hochschule lernst, übetrifft bei weitem alles, was du hier in Deutschland lernst. Ich würde Deutschland als Kindergarten im Vergleich zu Russland vergleichen.......

  7. #22
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    ps . die ausbildung an einer russischen sporthochschule kann man nicht als wissenschaft hochschule bezeichnen. in deutschland wurde diese ausbildung meist als b lizenz anerkannt, außer man war ein international bekannter trainer in funktion im verband.
    Wissenschaftlich habe ich nicht gesagt Wie das mit der Anerkennung läuft, weiss ich aus Österreich. Mein Eindruck ist, dass es sich dabei nicht unmassgeblich um Verbandspolitik handelt, aber das ist ein anderes Thema.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  8. #23
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    "Abstract" ist die Zusammenfassung.
    Das ist mir durchaus bewusst. Ich bezog mich dabei auf ??? in meinem Kopf, wenn ich unter Abstracts (Zusammenfassung) Dinge gelesen habe die ich irgendwie in den Results gar nicht wiederfinden konnte. Das waren dann schon mal optimistische Interpretationen.
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  9. #24
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Das ist mir durchaus bewusst. Ich bezog mich dabei auf ??? in meinem Kopf, wenn ich unter Abstracts (Zusammenfassung) Dinge gelesen habe die ich irgendwie in den Results gar nicht wiederfinden konnte. Das waren dann schon mal optimistische Interpretationen.
    Hast Du mal ein Beispiel?
    Natürlich kann das alleinige Lesen der Zusammenfassung irreführend sein, da da eventuell bestimmte wichtige Informationen fehlen.

    Aber hier geht es doch um Mike Tyson?
    Der wurde vor allem von D'Amato trainiert. Hat D'Amato an einer russischen Hochschule studiert?
    Geändert von Pansapiens (07-06-2021 um 07:09 Uhr)

  10. #25
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    Das beste Beispiel bekomme ich nicht mehr zusammen. Da ging es um irgendeine amerikanische Studie zu Umwelteinflüssen und Gesundheit, und die Probanden waren fast alle männliche Bergarbeiter zwischen 20 und 40 aus dem gleichen Ort. Die Schlussfolgerungen dazu gingen auf keine Kuhhaut, da wurde schön ignoriert dass man da eine sehr spezielle Gruppe "zufällig" untersucht hat.

    Der Punkt war eigentlich, dass ich gut durchgeführten Studien und umfangreicher Praxiserfahrung relevanter Leistungssportgruppen mehr vertraue als Broscience und einer zufälligen Vergleichsgruppe aus 3 Kumpels.
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  11. #26
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    Leider war früher das Niveau im Amateurboxen in einigen Vereinen wo ich mittrainierte recht schlimm, zu viel Kondi bolzen,unsinnige Übungen, Anfänger zu hart sparren lassen, schlechtes Equipment (Säcke voll Sand, Opas durche Handschuhe) usw.

    -hörte dann das auch Analphabeten durch die Trainierausbildung geschummelt wurden(!).

    Hatte später mehr Glück als ich gezielt suchte,Bücher & Videos sichtete, in meiner Erfahrung waren Osteuropäer oft gut, Profis erst recht -die meinten auch man solle nacheinander von mehreren Trainern lernen im Laufe der Zeit.

  12. #27
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    könnte zu Massenaufläufen führen...

    Geil, Endsiebziger Atmosphäre, auch wenn Stallone sich wie ein Urviech anhört. Immerhin holte er sich keine Zerrung
    beim Sprint.


    und das wurden immer mehr:

    ... [/quote]



    "Rocky" selbst läuft wohl nicht mehr mit

  13. #28
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    Zitat Zitat von period Beitrag anzeigen
    Nach der Logik könntest Du aber Sportwissenschaft und Sportpsychologie auch gleich abschaffen...
    Das ist aber ein Fakt,wir Menschen sind einzigartig und individuell,und so muss auch das jeweilige Training ausschauen
    Zudem weiß ich nicht warum Tyson schon immer so gefeiert wurde.Tyson ist damals nach dem Knast auch auf Stoff gewesen, wahrscheinlich auch schon davor.Er hat sich mit Sicherheit im Laufe seines Lebens einiges gegönnt,Drogen und PEDs.Das sollte man auch nicht vergessen.Seine Generation waren keinesfalls mehr die Jungs wo es angesagt war natural aufzulaufen.

  14. #29
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    Zitat Zitat von HAZ3 Beitrag anzeigen
    Das ist aber ein Fakt,wir Menschen sind einzigartig und individuell,und so muss auch das jeweilige Training ausschauen
    Ich würde sagen: jein Sicher gibt es individuelle physiologische und psychologische Faktoren, Stil usw., aber dennoch basieren alle Empfehlungen und Entscheidungen von Trainern doch auf ihrem Erfahrungsschatz, nachdem man doch gewisse Tendenzen ausmachen kann. Das gilt auch dann, wenn von der Norm abgewichen wird - dann wird abgewogen, inwieweit welche Faktoren diese Entscheidung bedingen. Man startet halt nicht mit jedem Trainierenden ein Experiment bei 0, sondern individualisiert eher das Finetuning. Ich würde auch anmerken, dass bestimmte Schulen dazu neigen, einen gewissen Kämpfertyp oder -Stil zu liefern, andere sind diesbezüglich variabler. Ich würde das an der Stelle gar nicht bewerten wollen - erfolgreich sind beide Ansätze - meiner Meinung nach ist es eher eine Frage, ob man nun den stärkeren Fokus auf "wie schaffe ich es, dass X für eine möglichst hohe Anzahl von Leuten funktioniert?" legt oder auf die Frage "wie werde ich unterschiedlichen Typen/Individuen am ehesten gerecht?" Auch hier spielt wieder der Erfahrungswert eine Rolle, und zwar u.U. der Erfahrungswert in der Tradition des Trainers, nicht nur sein in der Trainertätigkeit selbst erworbener.

    Beste Grüsse
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  15. #30
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    Anstatt darüber zu sprechen, wann man laufen geht, sollte thematisiert werden. Das laufen an für sich nicht das Ideale Training ist.

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