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Thema: Studie zu bronzezeitlichen Fechtspuren

  1. #16
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    Zitat Zitat von Panzerknacker Beitrag anzeigen
    wie erwähnt, halte ich die Bezeichnung für eher unbrauchbar, es geht nicht nur um den Fingergriff, sondern auch um die Benutzung des Handgelenkes
    in dem link mit den verschiedenen Schwertgriffen von Affenherz siehst du halt auch verschiedene brauchbare Hammergriffe
    Ich hatte gesehen, dass du auf das Handgelenk auch eingegangen bist aber mir war nicht klar, dass du den Einsatz des Handgelenks auch für die Bezeichnung des Griffes verwendest. Würde ich jetzt nicht so machen und kenne ich bisher auch nicht so (gerade auch in englischsprachiger Literatur ist die Bezeichnung Hammer Grip für alle Fingern um den Griff Standard – zumindest in den Büchern und Artikeln die ich gelesen habe) . Aber das ist letztlich eine reine Definitionssache und kein Grund zu streiten. Im Endeffekt muss man nur Wissen, was darunter verstanden wird und vor allem wie man es jeweils anwendet.
    Den Link habe ich nicht geöffnet, mache ich wenn ich mal wieder an einen anderen Gerät bin. Danke dafür und auch Danke für die interessanten restlichen Ausführungen.

    Viele Grüße
    Thomas
    Im Gedenken an meinen Schwiegervater, Zimmermann, der mir viel über den kraftsparenden Einsatz eines Hammer gelehrt hat (mit meist allen Fingern um den Griff, aber sicher nicht mit steifem Handgelenk). Wobei ich nie verstanden habe, warum nur ich immer blaue Fingernägel hatte

  2. #17
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    kannst Du den noch befragen? dann frag´ ihn ´mal wie unterschiedlich er Daumen und Zeigefinger zu den restlichen 3 Fingern "benutzt"
    wie gesagt ist alles abhängig von Position und Gewicht und natürlich der Gewalt, die man am Ziel aufwenden möchte
    ich habe, glaube ich, seit ich 5 bin Hämmer in der Hand, als ich in der Lehre war, haben Altgesellen dann gesagt "der ganze Hammerstiel ist bezahlt"
    das er bezahlt ist, war mir schon klar, das bedeutet aber halt nicht, daß man ganz unten anfassen muß, keine Ahnung, wer sich so´n Unsinn ausdenkt
    liegt halt daran, daß selbst solche Standardwerkzeuge heute nicht mehr so viel verwendet werden
    wenn Du schmiedest, willst Du ganz sicher nicht mit Deinem Handgelenk Experimente machen, deswegen ist das halt wichtig daß Dein Amboß die richtige Höhe hat,
    auf einer guten Unterlage steht
    eigentlich geht´s beim Umgang mit einem Hammer mehr um Rhythmus und HandAuge Koordination
    die blauen Finger rühren daher, daß Du auf Deine Finger oder oben auf den Meißel guckst, mußt halt dahin gucken, wo die Klinge bzw der Nagel auf´s Material trifft

    Wir sind aber weit weg vom Eingangstext, weiß halt keiner, was die Kollegen vor 3000 Jahren im Sinne hatten, als sie ihre Klingen ausgeformt haben und mit einem
    recht speziellen Heft versahen, für mich sieht das nach "Messer" und nicht nach Schwert aus und ich assoziiere da eher Stich als Schnitt/Hieb als zentrale Idee,
    wobei meine Vorstellung von Stich eben anders geartet ist, als die landläufige Vorstellung, die auf Europäischem Fechten beruht. Heißt ja nicht umsonst Stoßfechten.
    Wobei Fechten wohl nicht isoliert als Hieb- oder Stoßfechten betrachtbar ist.

  3. #18
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    Hier ist übrigens noch ein "Test" einer qualitativ sehr hochwertigen Bronzeschwert Replik.

    https://www.youtube.com/watch?v=ngjMtzJ6xgQ

    Es schneidet und hackt generell ziemlich gut.

    Vom Typ kann man damit z.B. problemlos die Technik aus dem I.33 verwenden.

    Gruss, Thomas
    Erschrickstu gern / keyn fechten lern

  4. #19
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    Zitat Zitat von Affenherz Beitrag anzeigen
    Was mich irritiert, ist, daß die Autoren aus der Klingenform heraus argumentieren. Und dieses Argument kann ich nicht nachvollziehen.
    Von der Klingenform auf den Gebrauch zurück zu schließen halte ich durchaus für sehr sinnvoll.
    Wenn man sich anguckt wofür man einen liuyedao nutzt und den im Vergleich zu einem piandao sieht dann versteht man auch warum die Klinge anders ist.

    Das Gleiche mit der Entwicklung der Säbelformen zur Ming und Qingzeit. Wenn man sich mal die alten zhibeidao anguckt und dann die Entwicklung zum yanmaodao dann wird man feststellen das die veränderte Klingenform auch zu einer anderen Art der Anwendung geführt haben wird.

    Ebenso ist es wichtig sich die Griffform anzugucken. Es macht in der Handhabung und den Möglichkeiten einen Unterschied ob ich einen eckigen oder runden Stil in der Hand habe, da die Grifform die Handhabung der verschiedenen Punkte auf der Klinge beeinflusst, so wie die Klingenform die verschiedenen Nutzungen der Augentechniken beeinflusst.

    Da im Nutzen der Hand (bzw. der Handfläche), in Kombination mit den Augen, der Schlüssel zum Schwertkampf liegt (jedenfalls wie ich ihn lerne), ist die Form der Klinge schon wichtig, da sie mir vorgibt welche Techniken leichter sind und welche schwerer, das wiederum ist natürlich auch abhängig davon wie meine sonstige Ausrüstung noch aussieht.

    Meistens werden ja zunächst einmal nur die Anwendungssets gedrillt und, wenn man Glück hat, ein wenig Körperarbeit dazu. Wenn man noch mehr Glück hat wird Raumarbeit unterrichtet und damit dann auch die Fußarbeit, wobei letztere auch gerne zurückgehalten wird.
    Wie man Handfläche und Augen nutzt wird man wahrscheinlich eher weniger öffentlich finden.
    Je ausgefeilter die Klingenform, desto eher ist davon auszugehen dass das Niveau des Anwenders höher war. Einfache Soldaten brauchen einfache Waffen. Spezialisten benötigen spezialisierte Waffen, da nur sie deren Möglichkeiten ausnutzen können.
    Geändert von kanken (24-06-2021 um 10:47 Uhr)

  5. #20
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Von der Klingenform auf den Gebrauch zurück zu schließen halte ich durchaus für sehr sinnvoll.
    Generell schon, klar. Aber in diesem speziellen Fall verstehe ich nicht, wie man von dieser Klingenform auf den zwingenden Schluß kommt. Vielleicht könnte ich es nachvollziehen, wenn ich mal eine Waffe zum Spielen in der Hand hätte.

  6. #21
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    @Panzerknacker: Leider nicht mehr, aber ich habe ihn sehr genau beobachtet und dabei sehr viel gelernt (kompletter Innenausbau mit Holzplanken plus diverse Außenarbeiten) – situativ nutze er nebenbei auch den Säbelgriff. Die blauen Finger kamen daher, dass zwischen „wissen“ was man tun muss und es „können“ eine gewisse Lernkurve besteht. Ich glaube wir sind aber eh auf einer Linie. Wie gesagt, ist nur die Frage danach für was man den Begriff verwendet und vor allem wie (im Escrima gab es dann auch explizite Anweisungen wie man zugreifen muss).
    Aber wir sind wirklich sehr OT.

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