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Thema: Hochwasserkatastrophe

  1. #31
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    Es ist ja nicht so das es keine Katastrophenpläne gibt. In Ahrweiler zB gibt es einen für Hochwasser und einen weiteren der von noch wesentlich größeren Schäden und Wassermassen ausgeht. Aber selbt dieses Szenario wurde von den Wassermassen weit übertroffen. Wir können uns trotz Bildern und Filmen das Ausmaß der Katastrophe nicht vorstellen!!!

    Die Menschen vor Ort sind jetzt am Wiederaufbau. Die Elektro-Innung Ahrweiler hat einen Hilferuf gestartet um die E-Infrastruktur wieder aufbauen zu können. Morgen fährt aus dem R-M-Gebiet ein LKW mit Baustromverteilern und Stromerzeugern dort hin. Die Geräte werden von Betrieben aus unserer Gegend (auch mir) zur Verfügung gestellt. Also Leute entweder Geld spenden oder schauen was an Dingen zum Wiederaufbau/Schadensbekämpfung händeringend gesucht wird und wenn es euch möglich ist auch aktiv werden. Unterstützung der regionalen Organisationen ist jetzt ganz wichtig.


    Gruß
    Alfons.
    Geändert von Alfons Heck (19-07-2021 um 11:57 Uhr)
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    ...Dosenbier und Kaviar...

  2. #32
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen


    Hm, ja, wir machen die Städte und Häuser "überflutungssicher". Mach'mer heut' Nachmittag.
    Und morgen beenden wir den Hunger in der Welt.

    Das ist ja gar nicht das Problem, sondern die Planungsfehler der Vergangenheit. Flussbegradigungen, Versiegelungen in der Größenordnung von durchschnittlich 1,8 km² pro Tag, Vernachlässigung der Kanalisation, Besiedelung von Retentionsräumen, schlechtes Regenwassermanagement.
    Jetzt schreit jeder der Klimawandel ist schuld, und wir brauchen mehr Windräder. Blödsinn.

  3. #33
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Das ist ja gar nicht das Problem, sondern die Planungsfehler der Vergangenheit. Flussbegradigungen, Versiegelungen in der Größenordnung von durchschnittlich 1,8 km² pro Tag, Vernachlässigung der Kanalisation, Besiedelung von Retentionsräumen, schlechtes Regenwassermanagement.
    Jup.

    Nicht zu vergessen die ganzen Flurbereinigungen und Flächenzusammenlegungen, durch die viele natürliche Rückhalte für Regen (Gehölzränder, "Knicks", Wiesen) wegfielen.
    Auch die Landbearbeitung mit immer schwereren Maschinen und die resultierende Bodenverdichtung sorgen für weniger aufnahmefähige Böden. Das Wasser rauscht einfach drüber weg.

  4. #34
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Das ist ja gar nicht das Problem, sondern die Planungsfehler der Vergangenheit. Flussbegradigungen, Versiegelungen in der Größenordnung von durchschnittlich 1,8 km² pro Tag, Vernachlässigung der Kanalisation, Besiedelung von Retentionsräumen, schlechtes Regenwassermanagement.
    Jetzt schreit jeder der Klimawandel ist schuld, und wir brauchen mehr Windräder. Blödsinn.
    Jain, wen monsunartige Regenfälle in Gebieten auftreten,cwo es sowas vorher nicht gab; liegt das woran?
    Daß der Mensch, mit seinem "eingreifen" in der Natur sein übriges dazu tut, steht außer Frage
    Unter Strich, so oder so, ein "man-made problem"

  5. #35
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    Zitat Zitat von Stixandmore Beitrag anzeigen
    Jain, wen monsunartige Regenfälle in Gebieten auftreten,cwo es sowas vorher nicht gab; liegt das woran?
    Das es das vorher nicht gab, ist nicht richtig. Es kommt statistisch etwa alle 100 Jahre einmal vor. Die dafür verantwortliche Wetterlage gibt es im Schnitt 10 mal im Jahr, die Häufigkeit ist seit 1950 leicht angestiegen. Ob der Klimawandel dabei eine Rolle spielt, lässt sich nicht wirklich nachweisen.
    Bei der Bemessung von Entwässerungsanlagen spricht man z.B. vom 30jährigen oder vom 100jährigen Regenereignis.

    Man weiß lange genug, was man hätte tun können, so ist es nicht.

    In Sachsen gab es 2002 schon mal eine "Jahrhundertflut", und in anderen Gegenden ebenfalls. In Münster fielen 2015 in wenigen Stunden 300 l Regen pro m².
    Es heißt dann immer regelmäßig: Damit hatte keiner gerechnet. Echt blöd, wenn man nicht rechnen kann.
    Geändert von Gast (19-07-2021 um 15:49 Uhr)

  6. #36
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Ob der Klimawandel dabei eine Rolle spielt, lässt sich nicht wirklich nachweisen.
    Nun ja, natürlich ist es immer schwer einzelne Ereignisse konkret einer Ursache zuzuordnen. Hier spricht aber doch sehr viel dafür, dass die Häufung extremer Wetterlagen, und damit vermutlich auch die aktuellen Ereignisse, durch Änderungen im Jetstream (Position/ Stärke) verursacht werden. Und diese wiederum kann man schon mit recht hoher Wahrscheinlichkeit dem Klimawandel zuordnen. Und das ist auch nicht neu:
    Von 2008: https://www.scinexx.de/news/geowisse...bt-jetstreams/

    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Es heißt dann immer regelmäßig: Damit hatte keiner gerechnet.
    In diesem Punkt muss ich dir recht geben. Wirklich unerwartet ist dies nicht, nur fällt es eben vielen schwer sich so etwas dann wirklich vorzustellen. „Was nicht sein darf, kann auch nicht sein“ (cognitive bias).

    Wobei es jetzt erstmal vor allem darum gehen sollte, wie den Menschen vor Ort schnell geholfen werden kann (und nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen).
    Geändert von ThomasL (19-07-2021 um 18:41 Uhr)

  7. #37
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    Ja, gerade zu der jetzigen Flut hat ein Klimaforscher gerade im Radio erklärt, warum das direkt mit dem Klimawandel und den Jetstreams zusammenhängt. Die Winde drücken die Wetterlage viel länger über eine Stelle als früher, so kamen die Wassermassen zustande.

  8. #38
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    Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört,
    Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.


  9. #39
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Es heißt dann immer regelmäßig: Damit hatte keiner gerechnet. Echt blöd, wenn man nicht rechnen kann.
    Der Winterdienst wird auch regelmäßig von Schnee und Eis im Winter überrascht ...
    Gesendet mittels Unterhaltungselektronik ohne Tapatalk.

  10. #40
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    Zitat Zitat von Tyrdal Beitrag anzeigen
    Der Winterdienst wird auch regelmäßig von Schnee und Eis im Winter überrascht ...
    Ebenso wie die Bahn.
    Das Leben ist groß.

  11. #41
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    Zitat Zitat von ThomasL Beitrag anzeigen
    . Und diese wiederum kann man schon mit recht hoher Wahrscheinlichkeit dem Klimawandel zuordnen. Und das ist auch nicht neu:
    .
    Neu ist das nicht, das meine ich ja.
    Aber hier schreiben sie ja auch:
    „An diesem Punkt könne wir noch nicht sicher sagen, dass dies das Resultat der globalen Erwärmung ist“, erklärt Caldeira.
    Die Sache ist halt die dass ich im Laufe der Erdgeschichte das Wetter viel öfter und auch in kurzer Zeit schnell geändert hat als viele Leute wissen.
    Das ist zum Beispiel immer wieder Zeiten gegeben hat in den die Arktis komplett eisfrei war, oder das eine natürlich Umweltkatastrophe viel mehr CO2 emmitieren kann, als wir in 100 Jahren durch Verbrennung fossiler Energieträger können.
    Wir haben die Natur nicht im Griff, schon gar nicht das Klima.

  12. #42
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    Interessant sind die Pegelstände an den meisten großen Flüssen in alten Städten. Da bleibt einem die Kinnlade stehen wenn man sieht was die vor zwei drei hundert Jahren für Flutkatastrophen hatten, bzw. was die für Pegelstände hatten.

  13. #43
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Wir haben die Natur nicht im Griff, schon gar nicht das Klima.
    Aber der Mensch versuchts. Und richtet damit, bzw. wird damit bestimmt nicht wenig Leid über die Menschheit bringen. Vor allem wird es immer schwerer werden selbstgemachte (bzw. vorsätzlich gemachte!) von natürlichen Katastrophen zu unterscheiden.
    Geändert von beniwitt (20-07-2021 um 10:05 Uhr) Grund: Ergänzung

  14. #44
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    Zitat Zitat von beniwitt Beitrag anzeigen
    Interessant sind die Pegelstände an den meisten großen Flüssen in alten Städten. Da bleibt einem die Kinnlade stehen wenn man sieht was die vor zwei drei hundert Jahren für Flutkatastrophen hatten, bzw. was die für Pegelstände hatten.
    1784: 13,55 Das höchste jemals in Köln gemessene Hochwasser. In Köln und Mülheim starben 63 Menschen in den Fluten.
    Und das obwohl die Flüsse in historischer Zeit weder
    begradigt noch der Lauf verkürzt war und die Flusssysteme sich über mehrere Kilometer ausgebreitet haben. Solch einen Rhein, der wie heute in einem befestigten Flussbett vor sich hin fließt, gab es früher noch nicht.
    Geändert von Gast (20-07-2021 um 10:15 Uhr)

  15. #45
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    In Grimma in Sachsen wurden erst 2002 die legendären Pegelstände historischer Hochwasser übertroffen. Vorher war mehrere Jahrhunderte Ruhe, und das alljährliche Hochwasser für die Flußanreiner eine lästige Routine.
    Interessant: Die Stadt liegt in einem ehemaligen Sumpfgebiet an einer Furt. Was heute das Erdgeschoß in der Altstadt ist, war vor Jahrhunderten der 1. Stock. Man mußte wegen der Hochwasser die Erdgeschosse aufgeben und die komplette Altstadt durch Auffüllen eine Etage nach oben verlegen. Der Marktplatz liegt also wahrscheinlich auf einem mit Sediment versumpften Nebenarm des Flusses. Passend dazu findet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses ein Steilufer.
    Eines der Wahrzeichen der Stadt, die barocke Pöppelmannbrücke wurde nach den neuen Rekordhochwassern aufgegeben. Sie hatte leider wie ein Stauwehr gewirkt und die Flutwelle in die Altstadt Richtung Marktplatz umgeleitet.
    Nebenerkenntnis: Die alte Stadtmauer, die mit dem Wachstum der Stadt teilweise abgerissen wurde, hätte genau da, wo sie früher stand, die Stadt vor den Flutwellen geschützt.

    Achja: Auf der dem Fluß abgewandten Flanke des Tals findet sich nicht, wie bei Flußtälern üblich ein flacher Anstieg sondern auch ein fast senkrechter Steilanstieg auf eine Hochebene. Und bis dahin ist das Wasser beim Jahrhunderthochwasser auch gekommen. Die Landschaft verrät relativ genau, wie gefährlich ein Hochwasser sein kann. Die Täler sind ja alle durch Erosion ins Gelände gefressen worden. Vielleicht hat man das Tempo der Veränderungen falsch eingeschätzt: Nicht nur Zentimeterarbeit über Jahrhunderte sondern eben auch sehr große Erdrutsche durch massive Flutwellen. Siehe Erftstadt.
    Geändert von Affenherz (20-07-2021 um 10:38 Uhr)

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